Pumpe springt ständig an.

Einsatz bei einem Grundwasseranfang bis zu 6m ab GOK (Geländeoberkante) möglich,
Kreiselpumpen selbstansaugend: HWW, HWA
robert66
Beiträge: 5
Registriert: Mi 3. Jun 2026, 11:50

Re: Pumpe springt ständig an.

#21

Beitrag von robert66 »

Aktualisierung,
die Pumpe steht in einer recht verbauten dunklen Ecke neben Waschmaschine etc.
Es war unten etwas feucht, das passiert da bisweilen. Beim angießen habe ich auch gekleckert und dem somit keine Bedeutung beigemessen.

Jetzt springt sie im 2 Minuten Takt an, es wird offenbar schlimmer, und sie tropf plötzlich erkennbar.
Habe ich zuvor wohl übersehen.
Unten am Übergang silber zu schwarz, oben ist alles was sichtbar ist trocken.

- lohnt da Reparatur?
Der Dichtungsring (wenn er es denn ist) würde fluffige 55 EUR kosten, wahrscheinlich ein extrem teures Spezialmaterial aus der Weltraumforschung.
Und die Pumpe dürfte min 30 Jahre alt sein, war bei Hauskauf schon drin.
- ich tendiere zu Neu, gibt es eine Empfehlung? Einfach das Nachfolgemodell?
Typenschild siehe unten.
- Druckwächter auch erneuern?

- wie bekomme ich das zerstörungsfrei ab, wo genau drehe ich und in welche Richtung.
An der Pumpe gibts nichts zu schrauben, da muss ja anscheinend unten was auseinander, Kunststoffrohr ist empfindlich.
Da brauchts 58er Schlüssel, Knipex hat 300er Zangenschlüssel, taugt das dafür?

Da ich die Pumpe schwerlich im Kreis drehen kann, ich könnte auch den Anschluss der Pumpe abflexen und dann rasschrauben.
Vorschläge das etwas anwenderfreundlicher zu konstruieren um dann die neue anzuschließen?

Vielen Dank schon mal im Voraus!


Bild

Bild
Lommel
Beiträge: 46
Registriert: Fr 22. Mai 2026, 09:58

Re: Pumpe springt ständig an.

#22

Beitrag von Lommel »

Wenn du quasi alles erneuern willst (sprich Pumpe und Druckwächter), dann kannst du die alte Pumpe per Flex am 90° RV abflexen (aber möglichst weit entfernt vom Messing flexen damit du dann genug 'Futter' für die Rohrzange hast, um den Stutzen rauszudrehen)! Und du brauchst dann dafür eine Rohrzange mit gutem Grip - und viel Kraft und sehr viel Gefühl! Und am besten zwei Rohrzangen - eine zum Rausdrehen (abgeflexter Stutzen) und eine Rohrzange zum Gegenhalten am RV!
Das RV vom PE Rohr trennen (auch mittels zwei Rohrzangen - eine zum gegenhalten und eine zum schrauben) würde ich dir nicht vorschlagen, wenn du von der Materie nicht wirklich Ahnung hast - weil das eine Klemmverschraubung ist!

Das nächste Problem ist dann aber, dass die neue Pumpe + neuem Druckwächter gewiss nicht auf den Millimeter passen wird, wie jetzt deine Anschlüsse sind (druck- u. saugseitig)! Dann heißt es mit zwei Sorten Panzerschläuchen befestigen...
Zuletzt geändert von Lommel am Do 4. Jun 2026, 14:04, insgesamt 4-mal geändert.
Benutzeravatar
Eriberto
Beiträge: 1228
Registriert: So 15. Jun 2014, 12:51

Re: Pumpe springt ständig an.

#23

Beitrag von Eriberto »

Äh,

unten links die unterste Mutter lösen, das dürfte die Klemmverschraubung des PE-Rohres sein. Anschließend kannst du das ganze 'Geraffel' (Pumpe mit RV) angeben und vom PE-Rohr lösen. Danach dann das RV von der Pumpe lösen.
Mit neuer Pumpe umgekehrte Vorgehensweise.

Dürfte eigentlich kein allzu großer Akt sein.
Gruß
Florian
PeterB
Beiträge: 557
Registriert: Mi 15. Nov 2017, 22:08
Wohnort: 40822 Mettmann

Re: Pumpe springt ständig an.

#24

Beitrag von PeterB »

robert66 hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 13:21 Der Dichtungsring (wenn er es denn ist) würde fluffige 55 EUR kosten,
Das ist nicht nur der Dichtungsring sondern ein Dichtungssatz mit dem man noch andere Teile in der Pumpe reparieren kann wenn man es denn kann. Da bist Du, glaube ich, nicht der Typ für ;) .

Einen Pumpentausch bekommst Du eventuell hin, wenn man Dich hier an die Hand nimmt oder besser, wenn Du jemanden hast, der handwerklich gut drauf ist. Grundfos ist ein sehr guter Name, da spricht nichts dagegen, das Nachfolgemodell zu nehmen.

Abflexen solltest Du da nix. Wenn Du die große Mutter "linksherum" drehst, kannst Du entweder das ganze Messingteil vom Rohr abziehen oder die obere Hälfte des Teils zusammen mit der Pumpe abheben. Was von beiden könnte ich Dir sagen, wenn ich ein besseres Bild von unten sehe.

Allerdings musst Du vorher dafür sorgen, dass das PE-Rohr nicht in dem Loch verschwinden kann.

Eventuell kannst Du, nachdem die Pumpe von der Druckleitung getrennt ist, die Pumpe samt PE-Rohr hochheben und dann besser dran arbeiten bzw das PE-Rohr sichern.
Benutzeravatar
Eriberto
Beiträge: 1228
Registriert: So 15. Jun 2014, 12:51

Re: Pumpe springt ständig an.

#25

Beitrag von Eriberto »

PeterB hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 14:05
robert66 hat geschrieben: Do 4. Jun 2026, 13:21 Der Dichtungsring (wenn er es denn ist) würde fluffige 55 EUR kosten,
Allerdings musst Du vorher dafür sorgen, dass das PE-Rohr nicht in dem Loch verschwinden kann.
Stimmt! Daran hatte ich gar nicht gedacht, es zu erwähnen...
Mittels Schraubzwinge(n) sichern, damit dieses nicht nach unten 'entfleucht'.
Gruß
Florian
Lommel
Beiträge: 46
Registriert: Fr 22. Mai 2026, 09:58

Re: Pumpe springt ständig an.

#26

Beitrag von Lommel »

Für einen der Ahnung von dieser Materie hat, sollte das kein Problem sein.
Aber für jemanden der fragt wie rum er was drehen (schrauben) muss (sorry @robert66 das ist nicht böse gemeint von mir), sieht das dann schon ganz anders aus! Aber wenn du so was machen willst, dann brauchst du schon gewisse Fachkenntnisse.

Wenn du jetzt die Pumpe + Druckwächter wechselst (alles neu), dann ist aber mMn das Problem mit der immer wieder abgesackten Wassersäule noch nicht gelöst... Dafür ist nämlich einzig und allein der 90° RV verantwortlich! Oder ist da jemand anderer Meinung?
PeterB
Beiträge: 557
Registriert: Mi 15. Nov 2017, 22:08
Wohnort: 40822 Mettmann

Re: Pumpe springt ständig an.

#27

Beitrag von PeterB »

gelöscht
robert66
Beiträge: 5
Registriert: Mi 3. Jun 2026, 11:50

Re: Pumpe springt ständig an.

#28

Beitrag von robert66 »

Vielen Dank für die vielen Antworten!

Ich würde mich jetzt nicht als handwerklich unbegabt einschätzen, ich habe nur eben von dieser Materie keine Ahnung.
Deswegen frage ich.
Und sicher kratzt sich der Eine oder Andere Profi am Kopf bei meinen Fragen…
Aber offensichtlich ist es sinnvoller vorher zu fragen als einfach loszuschrauben.
Klemmverbindung erklärt einiges aber ich wäre zB nicht auf die Idee gekommen, dass das Rohr nach unten verschwinden könnte. :shock:

Das Rückschlagventil sah in der Tat etwas mitgenommen aus, Ablagerungen, Kalk, Krümel an der Dichtung.
Wundert mich nicht wenn das nicht dicht war, 30 Jahre nicht beachtet worden.
Kurz in Amidosulfonsäure, bester Entkalker, abgespült, geputzt, Dichtung gefettet etc.
Sieht aus wie neu.

Ehrlich gesagt habe ich etwas Bedenken die alte Klemmverbindung zu lösen.
Schraubzwingen an das PE Rohr, etwas Drehmoment kommt wohl auch rauf und das ist wohl genau so alt wie das Haus, 36 Jahre, und oberirdisch, also auch Licht ausgesetzt.
Das versprödet doch mit der Zeit.

Wenn nichts sachliches dagegen spricht würde ich lieber abflexen, kleine 12V Akkuflex, und dann dort abschrauben und mit Panzerschlauch verlängern.
Oder sind meine Bedenken unbegründet?
Spezieller Panzerschlauch?
Der bekommt ja Unterdruck.
Oder egal?

Vielen Dank!
Lommel
Beiträge: 46
Registriert: Fr 22. Mai 2026, 09:58

Re: Pumpe springt ständig an.

#29

Beitrag von Lommel »

Hast du auch den Sitz von der breiten Dichtung im Ventil überprüft und ggf. von Verunreinigungen (eventuellen Kalkablagerungen etc.) gesäubert? Wenn das alles wieder picobello sauber ist, dann solltest du die Funktion des RV erstmal noch mit der jetzigen Pumpe testen.
(Für Ventile bei Wasserhähnen (wenn man den Wasserhahn zudreht 'mit aller Macht' aber der tropft dann trotzdem lustig weiter) gibt es für solche Fälle eine Ventilsitzfräse.)
PeterB
Beiträge: 557
Registriert: Mi 15. Nov 2017, 22:08
Wohnort: 40822 Mettmann

Re: Pumpe springt ständig an.

#30

Beitrag von PeterB »

ich würde das so machen:

- Absperventil, das zu den Verbrauchern führt, schließen (ich hoffe, da ist eins)

- dann den kurzen Druckschlauch lösen bzw einfach durchschneiden. Jetzt kommt Wasser aus der Leitung. Wenn da ein Absperrventil geschlossen wurde, nur etwas. Wenn da keins ist, läuft die ganze Leitung leer.

- dann würde ich die Pumpe mit dem Rohr auf einen Bierkasten oder Hocker stellen. Das sollte gehen. Wenn sich das Rohr nicht mit ziehen lässt, dann geht das eben nicht.

- das Rohr kann man schon mal mit dem Keil sichern und zusätzlich zb mit einem Schaumstoffstück das um das Rohr gewickelt wird und mit 2 Kabelbindern fixiert wird. Zwinge an einem Rundstück ist nicht so gut.

- mit 2 großen Zangen den Klemmverbinder öffnen. Mit der einen das obere 8-Eck fixieren, mit der andere das untere drehen.

- wenn das lose ist, kann man alles nach oben vom PE-Rohr abziehen.

- dann das RV von der Pumpe lösen und den Klemmverbinder wieder auf dem PE-Rohr montieren. Ich weiß nicht, wie bei dem das Innenleben aufgebaut ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, würde ich ihn durch einen neuen ersetzen. zB durch so einen.

https://lotze-wassertechnik.de/shop/produkt/1006711/

- In das Ausgangsgewinde des RV kommt eine Schlauchtülle für einen Saugschlauch mit dem die neue Pumpe angeschlossen wird.

Soweit die Saugseite

Ein neuer Durchflusswächter hat immer einen 1" Ausgang. An dem verlöteten Kupferrohr ist eine Schlauchschelle eingehanft. Das Teil muss erstetzt werden durch ein Aussengewinde. Die Pumpensteuerung wird dann über einen Panzerschlauch angeschlossen.
Antworten