Grundwasserpumpe für Wärmepumpe bei oberflächennahem Grundwasser

Einsatz bei einem Grundwasseranfang bis zu 6m ab GOK (Geländeoberkante) möglich,
Kreiselpumpen selbstansaugend: HWW, HWA
viggo
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Grundwasserpumpe für Wärmepumpe bei oberflächennahem Grundwasser

#1

Beitrag von viggo »

Hallo, darf ich euch um eure Hilfe bitten?

Ich benötige eine Pumpe für meine Grundwasser Wärmepumpe Dimplex WI10TU.
Die benötigt 2.2 m3 Wasser pro stunde.

Der Brunnen ist 30cm Breit
Wassertiefe ist 3,5m
Der Grundwassespiegel ist ca 1,5m unter Rasen
Die Forderhöhe liegt bei max 1 Meter (das Haus steht im Grundwasser)

Vor der Wärmepumpe im Keller ist ein Sandfilter im Zulauf verbaut.

Das Grundstück ist in München. Mir geht es jetzt nicht primär um einen möglichst niedrigen Stromverbrauch, sonder um eine Robuste Bauweise die vielleicht auch mal mit dem dreckigeren Münchner Oberflächennahen Wasser klar kommt.

Könnt ihr mir eine konkrete Pumpe empfehlen? Ich habe das gefühl, dass die bisherigen 2 Pumpen, die da drin waren (20 Jahre ist der Brunnen alt) immer total überdimensioniert waren.


Herzlichen Dank schonmal, ich bin schon gespannt!

Servus, Markus
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Eriberto
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Re: Grundwasserpumpe für Wärmepumpe bei oberflächennahem Grundwasser

#2

Beitrag von Eriberto »

Hallo Markus und willkommen im Forum.

Wie sieht es denn mit den Eckdaten aus? Vorherige Pumpen, Typ Leistungsdaten?
Wenn ich Sandfilter lese, denke ich die Förderhöhe ist hier nicht der relevanteste Punkt. Wieviel Druck braucht die Wärmepumpe denn?

Wie ist der Brunnen genau aufgebaut?

Insofern bitte ein paar mehr Details...
Gruß
Florian
viggo
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Re: Grundwasserpumpe für Wärmepumpe bei oberflächennahem Grundwasser

#3

Beitrag von viggo »

Hallo, danke und danke für die Aufnahme.


Die Daten der vorherigen Pumpe habe ich nicht. Ich habe jetzt in 20 Jahren die Pumpe einmal tauschen müssen und die will einfach vorbeugend was neues in Petto haben. Neulich hat mal der Motorschutz ausgelöst, da bin ich stutzig geworden ;-)
Den Filter reinige ich einmal im Jahr, rein vom Schauglas her, ist er nicht besonders verschmutzt.

Der Brunnen besteht aus einem 4m tiefen KG-Rohr mit 30 cm Durchmesser, darin sin sehr viele Löcher gebohrt worden. Darüber ist 1,5m Ringschacht, in den man klettern kann.

In den technischen Daten der WP steht was von Betriebsüberdruck Wärmequelle (Wasser) 3 bar.

Mehr Angaben hab ich leider, nicht, sorry. Hilft Dir das?

Servus, Markus
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Eriberto
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Re: Grundwasserpumpe für Wärmepumpe bei oberflächennahem Grundwasser

#4

Beitrag von Eriberto »

Hallo Markus,

1. KG-Rohr ist für den Brunnenbau nicht geeignet! Eine korrekt aufgebaute Rohrtour besteht aus Vollrohr und einer Filterstrecke.
2. Eine Tiefbrunnenpumpe (TBP) sollte auf keinen Fall in der Filterstrecke hängen, sondern mindestens 1m darüber (im Notfall auch darunter, wenn anders nicht möglich und das Rohr unterhalb der Filterstrecke lang genug ist).
3. Die TBP sollte im Betrieb jederzeit mindestens 1m Überdeckung aufweisen, bei Trockenlauf auch nur kurzzeitig sind diese in der Regel hinüber.

Aufgrund der zuvor genannten Parameter würde ich da eher zu einer Zisternenpumpe raten. Diese wäre gegen Trockenlauf geschützt (schaltet eigenständig ab) und bei den Bedingungen wohl besser geeignet. Ein Druckschalter für das automatische Ein- und Ausschalten wäre bereits integriert.

Mal schauen, was die anderen User vielleicht noch beizutragen haben.
Gruß
Florian
PeterB
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Re: Grundwasserpumpe für Wärmepumpe bei oberflächennahem Grundwasser

#5

Beitrag von PeterB »

Eriberto hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 08:51... Zisternenpumpe raten. Diese wäre gegen Trockenlauf geschützt (schaltet eigenständig ab) und bei den Bedingungen wohl besser geeignet. Ein Druckschalter für das automatische Ein- und Ausschalten wäre bereits integriert.
Hallo Florian,

aus meiner Erfahrung heraus ist so eine integrierte Steuerung keine gute Lösung von der ich auch immer abrate. Wird diese Elektronik defekt (und sie wird es) ist das idR ein Totalausfall der Pumpe obwohl die Hydraulik noch für Jahre gut wäre.

Eine defekte externe Steuerung (Durchflusswächter/Presscontrol) dagegen lässt sich einfach gegen eine x-beliebige andere tauschen.

Grüße
Peter
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Eriberto
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Re: Grundwasserpumpe für Wärmepumpe bei oberflächennahem Grundwasser

#6

Beitrag von Eriberto »

Moin Peter,

ich bin ja auch ein Freund verteilter (externer) Komponenten (Schaltbox, Inverter/Druckschalter etc.), die gut auszutauschen sind.

Was wäre denn deine konkrete Empfehlung für eine Pumpe? So wie ich das gelesen habe, sollte diese ja schon so >4 bar liefern, wobei die Fördermenge nicht so groß sein muss.
Gruß
Florian
viggo
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Re: Grundwasserpumpe für Wärmepumpe bei oberflächennahem Grundwasser

#7

Beitrag von viggo »

Hallo,

Ich kann euch jetzt nicht mehr genau sagen, ob die Löcher bis nach oben an den Rand des Rohres gehen oder nur unten. Die Pumpe hängt ca 1,5m unter der Wasseroberfläche.


Was wäre denn der Vorteil einer Zisternenpumpe? Sind die Unempfindlicher als Tiefbrunnenpumpen? Eine Steuerung brauch ich ja nicht, die Wärmepumpe startet die Grundwasserpumpe ja selber.

Servus, Markus
PeterB
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Re: Grundwasserpumpe für Wärmepumpe bei oberflächennahem Grundwasser

#8

Beitrag von PeterB »

viggo hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 12:22Was wäre denn der Vorteil einer Zisternenpumpe?
Eine Zisternenpumpe ist eine normale Unterwasserpumpe eventuell mit speziellen Anpassungen an die Zisterne wie Standfuß, Ansaugung über schwimmende Entnahme und mittlerweile immer öfter mit dieser integrierten Pumpensteuerung.

Ansonsten eine ganz "normale" Unterwasserpumpe die ohne diese Zusätze auch als Brunnenpumpe angeboten wird.

Einen Unterschied zur "echten" Tiefbrunnenpumpe gibt es. Der gekapselte Motor ist oben, die Hydraulik und die Ansaugung ist unten. Das ganze ist ummantelt. Wasser fließt zwischen Motorkapsel und Ummantelung und kühlt so den Motor.

Bei der Tiefbrunnenpumpe ist der Motor unten, die Hydraulik oben, die Ansaugung zwischen Motor und Hydraulik. Das Brunnenrohr übernimmt die Funktion des Mantels. Deshalb soll die Pumpe auch oberhalb der Filterstrecke hängen, damit das Wasser von dort am Motor vorbei fließt und ihn kühlt.
Tuatara
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Re: Grundwasserpumpe für Wärmepumpe bei oberflächennahem Grundwasser

#9

Beitrag von Tuatara »

viggo hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 21:16 In den technischen Daten der WP steht was von Betriebsüberdruck Wärmequelle (Wasser) 3 bar.
Das dürfte der "zulässige Betriebsüberdruck" sein und ist der Maximaldruck, der in der WP auftreten darf. Der Maximaldruck der Pumpe sollte diesen Wert (ggf. plus mindestens auftretende Förderhöhe) daher nicht überschreiten. Normalerweise ist der Zulaufdruck zu der WP sehr gering, auch im die Stromkosten im Griff zu halten. Da deine Pumpe praktisch keine Förderhöhe überwinden muss (Grundwasserspiegel auf Fundamentniveau), bestimmt sich der Arbeitsdruck nur aus den Druckverlusten in Rohren und Armaturen, die verbaut sind. Gibt es im Schluckbrunnen einen offenen Auslauf?

Gruß
Steffen
viggo
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Re: Grundwasserpumpe für Wärmepumpe bei oberflächennahem Grundwasser

#10

Beitrag von viggo »

PeterB hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 13:14
viggo hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 12:22Was wäre denn der Vorteil einer Zisternenpumpe?
Eine Zisternenpumpe ist eine normale Unterwasserpumpe eventuell mit speziellen Anpassungen an die Zisterne wie Standfuß, Ansaugung über schwimmende Entnahme und mittlerweile immer öfter mit dieser integrierten Pumpensteuerung.
Hallo, danke, Ich erkenne da jetzt aber keinen Vorteil für meine Anwendung, oder hab ich was nicht verstanden?
Was wäre den so eine Zisternenpumpe, die für meinen Anwendungsfall geeignet ist?

Servus, Markus
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