Zisterne zur Enteisenung geeignet?

MoBohrt
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Re: Zisterne zur Enteisenung geeignet?

#11

Beitrag von MoBohrt »

Hallo ihr beiden,

erstmal vielen Dank wieder - insbesondere @Thoralf. Das meiste habe ich so oder ähnlich schon mit ChatGPT und Gemini gelesen, ist aber natürlich nochmal deutlich besser das direkt vom DVGW zu lesen.

Eigentlich nehme ich von einer UEE derzeit eher Abstand, da ich einfach die Sorge habe, dass ich mir meinen bisher toll laufenden Brunnen damit "versaue".

Was habe ich in den vergangenen Tagen gemacht?
Ich habe eigentlich mehrere Tests (weitestgehend versucht kontrolliert) durchzuführen.

Test 1: Abfüllen von ca. 1L Brunnenwasser (nach ca. 1 Minute Betrieb) in eine Cola-Flasche, keine zusätzliche aktive Belüftung. Das entspricht quasi der heutigen Entnahme für Rasensprenger und Co.
Test 2: Abfüllen von ca. 20 L per Gartenbrause in einen großen Eimer, danach ca. 10 Minuten aktive Belüftung mit einer Aquariumpumpe und zwei Belüftungssteinen (180L /h, also demnach ca. 3L Luft durchgebracht), dann 1h komplett unangetastet stehen lassen, sodass nach der Oxidation die Sedimentation folgen kann. Dann aus dem oberen drittel eine Cola-Flasche langsam befüllt.
Test 3: Analog zu Test 2, jedoch nicht mit 1h Sedimentationsphase sondern mit 8h Sedimentationsphase. Sonst identisch.

Die Flaschen in den Bildern sind von links nach rechts mit zunehmender Sedimentationsphase angeordnet - ganz links direkte Entnahme, ganz rechts nach 8h Sedimentationsphase und Entnahme aus dem oberen Drittel. Der 24h Test läuft derzeit noch.

Bild Bild Bild

Weiter ist ein Eisen-Teststreifen-Kit auf dem Weg zu mir, mit dem ich 0,00mg / L bis zu 5,00mg / L feststellen kann. Mein derzeitiges Test-Kit geht bis 10mg / L und löst im unteren Bereich natürlich nur noch sehr ungenau auf.

Mein Gedankengang geht aber momentan sehr stark in die Richtung, dass ich die Oxidation und Sedimentation oberirdisch durchlaufen lasse und mir eine Zisterne ein paar m³ Liter Wasser hinstelle. Eigentlich muss ich dafür mal genau messen, wie viel meine Bewässerungsanlage exakt durchbringt.

Auf den 24h Test bin ich morgen früh sehr gespannt, zudem kommen morgen auch die Teststreifen.
MoBohrt
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Re: Zisterne zur Enteisenung geeignet?

#12

Beitrag von MoBohrt »

Moin,

ich schreibe einfach mal weiter. Manchmal gibt es ja stille Mitleser oder in ein paar Jahren profitiert jemand davon.

Heute sind die 0-5mg/L (ppm) Eisentests angekommen und ich hatte nun insgesamt vier Proben:
1.) Direkte Entnahme
2.) 10 Min. Aktive Belüftung plus 1h Sedimentationsphase
3.) 10 Min. Aktive Belüftung plus 8h Sedimentationsphase
4.) 10 Min. Aktive Belüftung plus 24h Sedimentationsphase

Wieder als Cola-Flaschen-Test mit folgendem Bild (es wurden aus dem immer gleichen Behälter nach den genannten Zeitabständen vorsichtig die Entnahmen durchgeführt, im oberen Drittel. Nach der Entnahme wurde die entnommene Menge nicht neu aufgefüllt, da ich sonst die Sedimentation zerstört hätte.

Bild Bild

Neben dem Cola-Test habe ich dann auch noch mit den Teststreifen getestet.
Einmal wieder die direkte Entnahme und einmal die Probe mit 10 Min. Belüftung plus 24h Sedimentationsdauer

Als Referenz: Die Wasseranalyse bei direkter Entnahme lag damals bei 2,6mg/L, dass entspricht damit auch grob dem Teststreifen.
Die Farbskala ist auf dem Bild nicht so gut erkennbar (insbesondere die Abstufung), ich denke dass ich nun aber bei 0,1mg / L bin.

Bild Bild

Das müsste ich dann halt in groß hochskalieren auf 2-3 IBC's oder eine Zisterne.
Ich glaube das geht absolut in die richtige Richtung.

Die Frage ist nun nur, wie ich das umsetze. Ich habe eine ungenutzte Ecke auf meinem Grundstück, da könnte ich mit 2-3 IBC's gut arbeiten.
Alternativ könnte ich auch die oberirdischen IBC's als Belüftungs- und Sedimentationsbehälter nutzen, eine einzubauende Zisterne mit 3.000L als Klarwasser-Tank.

Nur die Steuerung und Programmierung macht mir noch ein bisschen "Kopfzerbrechen".

Dennoch: von 2,6mg/L auf sagen wir grob 0,1mg / L finde ich schon ein deutliches Ergebnis.
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Thoralf
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Re: Zisterne zur Enteisenung geeignet?

#13

Beitrag von Thoralf »

Hallo Moritz,

das ist ja schon mal ein interessantes Ergebnis. dass man den Eisengehalt auf so einfache Weise senken kann, das hätte ich nicht gedacht.

Mal vom technischen abgesehen - wie willst Du mit dem Sedimentationsrest umgehen? Irgendwann haast Du eine dicke braune Schicht in Deinem IBC.

Und eine Anmerkung zu Deinen Fotos:
Hier im Forum ist die Regel, dass die Fotos über picr.de einzubinden sind (separate Anmeldung dort erforderlich, kostenlos). Siehe viewtopic.php?t=93
Es wurden durch die Admins bereits Fotos gelöscht, die dieser Regel nicht entsprachen und auf anderen Seiten gehostet wurden. Darum nutze bitte künftig Picr.

LG
Thoralf
Der Elektroingenieur in mir meint: "Wasser braucht Strom" 8-)
Meine Projekte gibt es auch in meinem Blog:
https://blende-acht.blogspot.com/search/label/Brunnen
https://blende-acht.blogspot.com/search/label/Pumpe
MoBohrt
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Re: Zisterne zur Enteisenung geeignet?

#14

Beitrag von MoBohrt »

Moin Thoralf,

Danke erstmal für den Hinweis mit Picr - das kannte ich nicht. Ich würde bei so einem Forum eigentlich erwarten, dass man die Bilder direkt hochladen kann, dem ist leider nicht so. Ich würde daher künftig bei Picr hochladen.
Sofern meine langen Gespräche mit der KI korrekt waren, darf der braune Eisenschlamm einfach per Haushaltsmüll (Restmüll) wieder entsorgt werden. Am Ende ist es ja ein Naturprodukt, vermutlich dürfte man es sogar wieder ins Erdreich einbringen (das passiert ja nun gerade bei mir, ich sehe es nur nicht).

Mit dem Ergebnis bin ich auch total zufrieden, dass finde ich wirklich bemerkenswert von 2,6mg/L auf irgendwas bei 0,1mg/L (ganz grob). Also nur durch Belüftung und Abwarten (24h) den Faktor 26 - beeindruckend. Und das mit weitestgehend keinen Betriebskosten und keinem Einsatz von Chemie.

Zu dem restlichen Eisen:
Nehmen wir mal an ich entnehme im Sommer ca. 200m³ Brunnenwasser, dann sind das bei 2,6mg/L Eisen in Summe 0,5kg pro Jahr - also durchaus händelbar.
Die 200m³ habe ich mal grob als Daumenwert genommen. Einen Teil muss ich gar nicht als "Klarwasser" haben, weil es in Tropfschläuche geht wo das Eisen vernachlässigbar ist.

Für mich ist es im Rahmen der "Wintervorbereitung" durchaus in Ordnung, wenn ich da dann einmal mit dem Schlauch durchgehe und das Eisen aufnehme und der IBC wieder clean ist.
Die Entnahme des Wassers würde ich deutlich über den Boden durchführen, also z.B. 20cm oberhalb des Bodens oder sogar oben schwimmend entnehmen.

Gruß,
Moritz
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Eriberto
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Registriert: So 15. Jun 2014, 12:51

Re: Zisterne zur Enteisenung geeignet?

#15

Beitrag von Eriberto »

MoBohrt hat geschrieben: Fr 21. Aug 2026, 11:36 ...
Danke erstmal für den Hinweis mit Picr - das kannte ich nicht. Ich würde bei so einem Forum eigentlich erwarten, dass man die Bilder direkt hochladen kann, dem ist leider nicht so. Ich würde daher künftig bei Picr hochladen.
'So ein Forum' wird ausschließlich von mir finanziert - OHNE WERBUNG. Und Webspace kostet nun Mal.
Daher und aus Gründen der Verfügbarkeit setzen wir auf picr.de. Ist auch keine schlechte Idee als Backup für die eigenen gesammelten Werke, sofern kein anderweitiger Cloud-Zugriff besteht.
Gruß
Florian
MoBohrt
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Re: Zisterne zur Enteisenung geeignet?

#16

Beitrag von MoBohrt »

Hi Eriberto,

erstmal Entschuldigung. Ich glaube man kann meine Zeilen als Angriff lesen - das sollte es natürlich nicht sein, sorry dafür. Ich kenne es von anderen Foren meist so, dass das direkt im Forum erfolgt - aber egal, alles fein.
Du hast schon recht: Im Vergleich zu anderen Foren findet hier gar keine Werbung statt - das finde ich top. Danke dafür.

Ich mache hier einfach weiter :-)
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