Probleme Brunnensystem

und Tauchpumpen
rookie527
Beiträge: 19
Registriert: So 13. Jul 2025, 13:27

Re: Probleme Brunnensystem

#11

Beitrag von rookie527 »

@Thorlaf, danke Dir auch für Deine Anregungen!

Reicht dem Konsensator schon Kondenswasser, dass er ggf. die Sicherung rausschmeißt? Kondenswasser wird da sicherlich ein Thema sein und das mit dem Loch unten, tolle Idee!
Mit der Überdachung hat der Brunnenbauer letztes Mal auch gesagt, das mit den Steckdosen weiß ich, aber was soll ich sagen. Mein damaliger Partner ist Elektriker und hat das halt schön machen wollen. Nicht dass ich das so gefordert habe, aus heutiger Sicht, wäre es am besten gewesen, das alles in den nicht mal 2m entfernten Keller zu montieren oder eben wo es jetzt ist, irgendwas zu bauen was zu ist... Ich habe mir damals keine Gedanken über die Elektrik gemacht und gesagt hat halt auch keiner was.
Genug gemotzt :D Ich nehm das nochmal mit über den Winter und mache mir Gedanken wie man das besser gestalten kann.

Ah, MAG, ja das ist mir in meiner Internetrecherche über den Weg gelaufen :D

Okay, der Druckminderer lässt 2.000 Liter die Stunde durch. An der Leitung hab ich bestimmt 100 Töpfe und will auch noch ein Hochbeet dranschließen. Die max. Entfernungen von Gardena angegeben hab ich schon locker überschritten, aber es funktioniert. Ich habe dieses Jahr auch die alten Tropfer (orangenen) durch die blauen ausgetauscht, die 15l/h angeblich können. Da bin ich aber noch nicht am Ende mit der Optimierung, weil klar will ich die Pumpe auch nicht ewig laufen lassen. Nachdem nun aber die PV drauf ist, ist es auch fast egal.
Benutzeravatar
Thoralf
Beiträge: 887
Registriert: Di 21. Apr 2020, 08:28

Re: Probleme Brunnensystem

#12

Beitrag von Thoralf »

Moin Rookie,

ja, das ist wirklich das Gute an PV, vor allem wenn man viel auf dem (privaten) Dach hat: man hat dann im Sommer plötzich genau dann so viel Strom übrig, dwenn man Klimaanlage, Wasserpumpen usw. benötigt. (Ich habe kürzlich sogar jemandem mit einem Garten weit außerhalb des Dorfes und ohne Strom, der gelegentlich einen Generator für die Pumpe anschmeißt, geraten, es doch mal mit PV zu versuchen, zwei 400-Watt-Module, ein Insel-Wechselrichter mit 230 Volt und fertig ist die Laube...).

Aber zurück zur eigentlichen Frage:

1. Kondensator:
Der Kondensator hat nichts mit Kondenswasser zu tun. :D Echt nicht. Kondenswasser könnte zum Abschalten des FI-Schutzschalters (in Deinem Sicherungskasten im Haus) führen, wenn das Wasser Strom zwischen 230-Volt-Leitung und Erde fließen lässt.
Ich meinte, dass der Kondensator (dieser weiße Zylinder) den Motorschutz (der hellblaue Knopf) auslösen könnte. Ich könnte versuchen zu erklären, warum ein defekter Kondensator zu mehr Strom führt. Aber das wäre dann schon wieder höhere Elektrotechnik und ganz sicher wäre ich mir am Ende dennoch nicht. Ich weiß auch nicht, wie die Fehlertoleranz dieser kleinen Mini-Schutzschalter ist, wie sie bei Deiner Pumpe und bei vielen anderen Geräten eingebaut sind (mit Knopf zum Reset). Also vielleicht soviel: der Kondensator erzeugt eine Verschiebung des Stroms in einem Teil der Motorwicklung. Und diese Verschiebung (ein Teil der Magnetkraft kommt etwas früher als der Rest) schubst den Motor immer ein bisschen an. Wenn dieses Anschubsen fehlt, dann dreht sich die Pumpe möglicherweise etwas schlechter und braucht mehr Strom.

Nun habe ich grad mal nach "kondensatormotor mit defektem kondensator stromstärke" gegoogelt - und siehe da, Googles KI sagte mir ungefähr dasselbe:
Ein defekter Kondensator in einem Kondensatormotor kann zu einem erhöhten Stromverbrauch führen, da der Motor Schwierigkeiten beim Anlaufen oder Betrieb hat und die Wicklungen stärker belastet werden. Die genaue Stromstärke hängt von der Motorgröße, der Art des Defekts und der Belastung des Motors ab. Ein defekter Kondensator kann auch zu anderen Problemen wie Brummen, Vibrationen oder Überhitzung führen.
Unter Verweis auf diese Webseite als Quelle: https://www.mtcapacitor.com/de/anzeiche ... se-behebt/
Da der Kondensator nicht so teuer ist, würde ich selbst nach "Versuch macht klug" handeln. (In dem Fall könntest Du hinterher mal schreiben, ob der Austausch das Problem gelöst hat.)

2. Steckdosen:
Da vermutlich alles hinter einem FI-Schutzschalter ist, würde der Auslösen, wenn es gefährlich würde. Vermutlich kannst Du das jetzt gar nicht so einfach ändern, weil das Kabel zu kurz ist, wenn Du die Doppelsteckdose um 90 Grad drehen willst. Ich selbst bin ein Improvisierer (meine Lieblingsliebste würde das bestätigen) und würde quick and dirty einfach ein kleines Stück Blech so als Dach biegen, dass ein kleines Stück des Blechs hinter der Steckdose festgeklemmt wird. :D

3. Druckschalter oder Schaltautomat:
Wenn es eine so große Tropf-Anlage ist (wir hatten das mal kürzlich in einem anderen Thread, irgendwa mit 1,6 l pro Stunde je Tropfer und davon 3 Stück pro Meter macht 5 Liter je Meter und 500 Liter je Stunde bei 100 Meter) und es bisher problemlos lief, und noch dazu nun mit kostenlosem PV-Strom, dann lass es so.

LG
Thoralf
Der Elektroingenieur in mir meint: "Wasser braucht Strom" 8-)
Meine Projekte gibt es auch in meinem Blog:
https://blende-acht.blogspot.com/search/label/Brunnen
https://blende-acht.blogspot.com/search/label/Pumpe
rookie527
Beiträge: 19
Registriert: So 13. Jul 2025, 13:27

Re: Probleme Brunnensystem

#13

Beitrag von rookie527 »

Moin moin :D

Tatsächlich ist es bei mir eher so, dass ich ohne die PV mich nie beschäftigt hätte, wofür ich meinen Strom verbrauche oder rausgefunden, dass sich kW-Angaben nicht auf den Stromverbrauch beziehen müssen, wie die Gartenpumpe. Wo ich dann doch erstaunt bin bspw. weil der Brunnenbau was gekostet hat und selbst wenn es saisonaler Stromverbrauch ist, das ganze nochmal eine ganz andre Rechnung ist.
Ich bin froh den Brunnen zu haben keine Frage. Grundstück ist volle Südseite, wir hatten bisher gerade mal 200mm Regen dieses Jahr. Im Übrigen hatte ich vergessen zu erwähnen, dass ich die Gardenabewässerung nur laufen lasse, wenn ich länger als 2 Tage unterwegs bin. Ich habe da viel auch Gemüse usw. in den Töpfen und wäre ja schade drum :-) Ansonsten gieß ich mit dem 3/4 Zollschlauch das ganze in 15min durch (Schätzung).
Die Rasensprenkler werden von der 1 Zoll Leitung gut versorgt und die läuft auch nur, wenn wie im Juni über Wochen kein Tropfen Regen fiel und der Rasen kurz vorm Umkippen ist. Den Rest, was auch der Großteil ist mit vielen jüngeren Bäumen gieße ich per Hand, wenn es wirklich länger trocken ist. Hatte eine Tropfbewässerung als ich meine Ligusterhecke 2018 neu pflanzen durfte genutzt. Nach zwei Jahren habe ich das Ding wieder rausgemacht, weil es bekanntlich mehr bringt das ordentlich zu gießen. Aber wir sind ja hier nicht im Gartenforum :D

Ach, da muss ich ja schon wieder lachen. Das mit dem Blechdach kam auch genau so vom Brunnenbauer letztes Jahr.

Ups, das ist peinlich. Wie schnell man von Begrifflichkeiten auf das falsche schließen kann. Mein Plan sieht wie folgt aus: Da der Motorschutzschalter seit ich an der Presflo "rumgebastelt" habe sich nicht mehr gerührt habe, behalte ich es im Hinterkopf mit dem Kondensator und werde ihn dann im Herbst austauschen. Ich will morgen dann erstmal nochmal die Verschraubung lösen und das Wasser im Presflo ablassen, mir das Rückschlagventil erneut unter die Lupe nehmen und alles wieder verschrauben. Dann werde ich die MircoDrip Bewässerung mehrere Tage laufen lassen, da es ja wieder wärmer werden soll. Da sehe ich dann, ob sie dann wieder ausfällt, bin aber vorort.

Der Brunnenbauer sagte mir mal vor paar Jahren, weil er auch Bewässerung in Gärten verbaut, dass solche Bewässerung bis 100m locker schaffen solange der Druck passt. Und ich bin eh jemand von der Sorte probieren. Man merkt ja, wenn man die Leitung aufdreht wo noch was ankommt.
PeterB
Beiträge: 452
Registriert: Mi 15. Nov 2017, 22:08
Wohnort: 40822 Mettmann

Re: Probleme Brunnensystem

#14

Beitrag von PeterB »

rookie527 hat geschrieben: Mi 16. Jul 2025, 20:24 Und ja, ich kann jeden und zusätzlich das ganze System über einen solchen Hahn absperren, dass da null Wasser fließt und die Pumpe auch nicht anspringt. Daher kann es letztlich nur der Wasserhahn sein oder Presflo.
Für mich ist das etwas verwirrend.

Ich verstehe das jetzt so: Du schließt alle diese Ventile, die Pumpe bleibt ruhig, sie springt auch nach einiger Zeit nicht von alleine an?

Wenn das so wäre, dann würde das bedeuten, der RV im Presflo ist ok.

Oder es heißt: alles geschlossen, nach einiger Zeit springt der Presflo an. Dann liegt es am Presflo.
rookie527
Beiträge: 19
Registriert: So 13. Jul 2025, 13:27

Re: Probleme Brunnensystem

#15

Beitrag von rookie527 »

Sorry der Verwirrung :D

Das Rohr das nach unten weg vom Wasserhahn geht, verläuft paar Meter zur Hauswand in eine Ecke, wo dann mehrere Kugelventile nebeneinander angebracht sind, jeweils ein eigener Bewässerungskreis sozusagen oder einfach nur einer mit Aufsatz, wo ich vor dem Winter dann mit Drucklust auspusten kann. D.h. ich kann auch die Zuleitung zu dieser Verteilung über einen eigenen Kugelventil abstellen und dann nochmal jeden Bewässerungskreis.
Wenn die alle geschlossen sind, springt die Pumpe bzw. der Presflo an. Ich geh dann auch von aus, dass es der Presflo ist. Wenn es selbst minimal undicht ist, wie man auf den Bildern auch sieht, dann habe ich verstanden, dass das dann die Pumpe zum kurzen Starten trickert.
rookie527
Beiträge: 19
Registriert: So 13. Jul 2025, 13:27

Re: Probleme Brunnensystem

#16

Beitrag von rookie527 »

Hi zusammen, ich habe ein Update... Habe nun wie gesagt, nochmal komplett das Wasser aus dem Presflo raus, Rückschlagventil raus, auch nochmal etwas Teflon an der einen Verschraubung dazu gepackt und siehe da, von oben kommt nun kein Wasser mehr.
Die Pumpe ist dann trotzdem wieder ohne Verbraucher angesprungen, also hab ich mir es von oben bis unten angeschaut.
Es kommt unterhalb der Presflo nun Wasser raus?!

Kann es daran liegen, dass dann die Pumpe anspringt?

Bild
PeterB
Beiträge: 452
Registriert: Mi 15. Nov 2017, 22:08
Wohnort: 40822 Mettmann

Re: Probleme Brunnensystem

#17

Beitrag von PeterB »

gelöscht
Zuletzt geändert von PeterB am Sa 19. Jul 2025, 10:41, insgesamt 1-mal geändert.
PeterB
Beiträge: 452
Registriert: Mi 15. Nov 2017, 22:08
Wohnort: 40822 Mettmann

Re: Probleme Brunnensystem

#18

Beitrag von PeterB »

PeterB hat geschrieben: Sa 19. Jul 2025, 10:30
rookie527 hat geschrieben: Sa 19. Jul 2025, 09:53Es kommt unterhalb der Presflo nun Wasser raus?!
Kann es daran liegen, dass dann die Pumpe anspringt?[/img]
Ja. Wenn irgendwo Wasser raus kommt, sinkt der Druck. Dann startet der Presflo.

Da sollte ein Manometer auf der linken Seite des Presflo sein. Wenn, dann ist das richtig blöd zugebaut. Das zeigt Dir in Echtzeit jede Undichtigkeit im System an schon lange bevor die Pumpe startet.
rookie527
Beiträge: 19
Registriert: So 13. Jul 2025, 13:27

Re: Probleme Brunnensystem

#19

Beitrag von rookie527 »

Naja ich bin mit meinem Latein am Ende, weil ich kein Werkzeug habe, die untere Verschraubung festzuziehen oder auszubauen usw. Ich habe keine Ahnung was da wie verbaut ist.

Aber es könnte dann auch der Grund sein, dass der Motorschutzschalter greift, wenn die Pumpe so oft angeht oder?

Bin grad hochgradig frustriert weil ich in einer Woche in Urlaub fahre...
PeterB
Beiträge: 452
Registriert: Mi 15. Nov 2017, 22:08
Wohnort: 40822 Mettmann

Re: Probleme Brunnensystem

#20

Beitrag von PeterB »

rookie527 hat geschrieben: Sa 19. Jul 2025, 11:48Aber es könnte dann auch der Grund sein, dass der Motorschutzschalter greift, wenn die Pumpe so oft angeht oder?
Ja. Der Presflo hat zwar eine Funktion nach der er, wird zu oft in einer bestimmten Zeit gestartet, selber abschaltet.

Es kann aber sein, dass der Schutzschalter eher greift.

Wäre das der tatsächliche Grund, warum der Schutzschalter aktiv wird, wäre das natürlich schön. Es macht auf jeden Fall Sinn sich einen Sanitärmann zu holen der das ganze nochmal fachmännisch eindichtet. Dann ist hoffentlich Ruh.

Nach dem Urlaub wäre dann Zeit sich zu überlegen, wie man die Anlage soweit abändern kann, dass sie in Zukunft einfacher zu händeln ist.
Antworten