Probleme Brunnensystem

und Tauchpumpen
rookie527
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Probleme Brunnensystem

#1

Beitrag von rookie527 »

Hallo,

in 2018 ist bei mir ein Brunnen vom Brunnenbauer gebohrt und die Technik installiert worden.
Verbaut ist eine Unterwassermotorpumpe von SAER (genaues Modell FS98 B/9), verbunden mit dem Druck-/Durchflusswächter Presflo und dem Motorschutzschalter. Die beiden letzteren sind oberirdisch angebracht und ganzjährig der Witterung ausgesetzt. Im Presflow entferne ich über den Winter das Rückschlagventil, da es trotz Wasser ablassen an der Einbaustelle trotzdem einfrieren kann (weil dort Wasser stehen bleibt).
Mit der ganzen Elektrik und System hatte ich mich bis dato nicht im Detail beschäftigt, weil die Pumpe so weit so gut funktionierte.
So am Rande, wie kann man denn hier ein Bild einfügen? Irgendwie geht das bei mir nicht...

Ende Mai lief eine angeschlossene MicroDrip-Bewässerung von Gardena über 9 Tage ohne Probleme. Zwei Wochen danach war ich dann nochmal 5 Tage nicht Zuhause und die Bewässerung lief nur zwei Tage. In der Bewässerungsapp bekam ich die Meldung, dass kein Wasser gefördert werden würde.
Als ich wieder nach Hause kam, stellte ich dann fest, dass Presflo auf Fehler lief und der Motorschutzschalter der Pumpe gegriffen hat. Ich nenne es laienhaft mal Sicherungsknöpfchen. Ich habe es wieder reingedrückt und die Pumpe lief dann auch erstmal wieder. Ich habe dann mehrere Bewässerungstests (Wasserhahn/Gartenschlauch) gemacht. 30min abends oder morgens. Morgens gab es keine Probleme, abends war es ziemlich warm (Lufttemperatur) und das Sicherungsknöpfchen grifft dann nach ca. 20min wieder oder auch früher. Ich weiß nicht, ob die Umgebungstemperatur hierbei eine Rolle spielen kann.
Als nächstes habe ich dann Presflo geöffnet, Rückschlagventil usw. gereinigt, sowie auch das Siebfilter, so dass dann im Durchflusswächter kein Wasser mehr war. Das ganze wieder montiert und ich hatte bis dato keine Fälle mehr, wo das Sicherungsknöpfchen gegriffen hat. Falls relevant habe ich allerdings nur noch morgens gegossen.

Letztes Wochenende lief die MicroDrip Bewässerung 3 Tage ohne Probleme wieder. Wenn ich mit dem Schlauch gieße ist ab und an für wenige Sekunden Druckverlust zu merken, aber regelt sich wieder und wie gesagt die Sicherung blieb drin.

So und nun habe ich seit ein paar Tagen eine PV-Anlage auf dem Dach, so dass ich mich dann intensiver mit beschäftige, was wie wo Strom verbraucht. Zur Pumpe findet man keine direkten Angaben zum Stromverbrauch. Habe den Elektriker von der PV gefragt und wir haben dann was ausgerechnet, was auch in der Richgtung die App über einen Smartmeter anzeigt.

Mein Thema ist nun die Frage, ob nun anzunehmen ist, dass die Pumpe normal läuft? Wenn das Sicherungsknöpfchen greift, dann verbraucht die Pumpe zu viel Strom oder? Das müsste ich dann in der Stromverbrauchsanalyse sehen.
Was können denn Gründe sein, dass die Pumpe zu viel Strom zieht? So dass ich dann weiter auch Fehlersuche gehen könnte.
Zweites Thema ist, dass der Durchflusswächter nun alle Stunde einmal für ca. 3s anspringt, obwohl keine Bewässerung angeschlossen ist. Liegt das am Rückschlagventil, das es evtl. doch nicht mehr in Ordnung ist?
Nur zum besseren Verständnis, wenn ich Zuhause bin gieße ich mit dem Schlauch, weil das am schnellsten geht. Die Bewässerungskreise für die Töpfe sowie Rasensprinkler kann ich jeweils über einen Absperrhahn schließen. Somit dürfte doch die Pumpe gar nicht anspringen?

Sorry vorab für den langen Text und vielen Fragen. Den Brunnenbauer krieg ich so schnell nicht bei und außerdem würd ich doch gerne auch das System mal verstehen. Zumindest einen Teil davon. Sofern es was an der Elektrik zu tun gäbe, mache ich das natürlich nicht selbst.
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Thoralf
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Re: Probleme Brunnensystem

#2

Beitrag von Thoralf »

Hi Rookie,

willkommen im Forum!
rookie527 hat geschrieben: So 13. Jul 2025, 19:48 So und nun habe ich seit ein paar Tagen eine PV-Anlage auf dem Dach, so dass ich mich dann intensiver mit beschäftige, was wie wo Strom verbraucht. Zur Pumpe findet man keine direkten Angaben zum Stromverbrauch. Habe den Elektriker von der PV gefragt und wir haben dann was ausgerechnet, was auch in der Richgtung die App über einen Smartmeter anzeigt.
Doch, findet man.
Auf der Hersteller-Webseite https://www.saerelettropompe.com unter "leaflets": LEA 0229 Sommerse 50Hz https://www.saerelettropompe.com/downlo ... se-50hz_ml
FS 98/B9:
P = 0,55 kW (vermutlich ist die Wellenleistung gemeint, nicht die elektrische Leistung)
I = 5,7 A
C = 20 µF 450 V (Wert des Anlaufkondesators, Kapazität und Spannung)
Ich vermute Du hast die 230-Volt-Variante? (Ansonsten bei der Drehstromvariante braucht es keinen Kondensator)

Der Kondensator für die Anlaufwicklung ist wahrscheinlich in dem Kästchen drin. Vielleicht hat einfach der Kondensator ein Ding weg. Habe keine Ahnung warum und ob das temperaturabhängig sein kann. Wäre aber möglich. Schraub mal das Kästchen auf (Vorher Spannung ausschalten/Stecker ziehen und ein paar Minuten warten) und schau Dir den Kondensator an, ob er irgendwie verbeult aussieht oder heiß geworden, Ggf. Foto hochladen. (Fotos nur über picr.de ins Forum einstellen, so wie oben verlinkt. Separate kostenlose Anmeldung erforderlich).

Kapazität messen kann leider nicht jedes Multimeter. Wenn Du kein Multimeter mit Kapazitätsmessung hast oder keinen kennst: Man könnte den Kondensator vorsorglich tauschen, in der Hoffnung dass er wirklich die Ursache für den Fehler ist. Google liefert für "Anlaufkondensator 20 µF 450 V" Ergebnisse mit Preisen zwischen 7 und 12 Euro.

Dass der Thermoschutz auslöst, kann intern in dem Kästchen durch Überwachung des Stromes geschehen. Auch da wäre ein Foto ganz hilfreich. Also z.B. ob es da was zum Strom einstellen gibt, denn das Kästchen könnte universell für mehrere Pumpengrößen hergestellt sein.

Ursache für zu viel Strom kann ein mechanisches Verklemmen der Teile in der Pumpe sein. Aber für Pumpenmechanik bin ich kein Experte. Aber elektrisch könnte man, wenn es was zum einstellen gibt, "gefühlvoll" etwas größer stellen, statt 5,7 eben 5,8 oder 5,9 A. Und dann probieren.

Der Strom ist beim Anlauf der Pumpe für ein paar Sekunden etwas höher. Der Dauerstrom (genauer: die Leistung) nach Anlaufd ist abhängig von der Fördermenge. Bei Nennförderung ist die Leistung am höchsten (das müsste bei Deiner Pumpe etwa im Bereich 2 m³/h und 40 m Förderhöhe sein). Bei freiem Auslauf und bei wenig Wassermenge ist die Leistung geringer.

Zu der zweiten Frage, nach dem Takten der Pumpe. Ja, das deutet auf Undichtigkeit hin (entweder Rückschlagventil oder im Verlauf der Leitung).
Der Pressflo ist, wenn ich das richtig sehe, ein sogenannter Schaltautomat aka Presscontrol. Das Teil schaltet bei Druckabfall ein und bei Unterschreitung einer Mindest-Fördermenge aus. Du könntest ein kleines MAG (nur wenige Liter) über ein T-Stück in die Leitung einbauen, hinter dem Rückschlagventil. Dann würde es nicht schon nach ein paar Tropfen einschalten. Oder aber ein größeres MAG und das Pressflo durch einen echten Druckschalter ersetzen - das wäre besser für Bewässerung mit Microdrip.

LG
Thoralf
Der Elektroingenieur in mir meint: "Wasser braucht Strom" 8-)
Meine Projekte gibt es auch in meinem Blog:
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rookie527
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Re: Probleme Brunnensystem

#3

Beitrag von rookie527 »

Hi Thoralf,

danke Dir für Deinen Beitrag, habe ich ihn mir durchgelesen und auch Fotos gemacht.
Lach nicht, aber ich mal bei elektrischen Anschlüssen sogar immer die Sicherung im Hauptverteiler raus :-)

Tatsächlich habe ich die Infos über die Pumpe auch, weil das das Einzige war was ich eben gefunden hatte. Nur ist mir auch erst seit gestern diese Formel bekannt (Elektriker der PV hatte es erwähnt), sowie dass die 0,55kW wohl eher die Pumpenleistung ist statt deren Stromverbrauch.
Verrückt dass man hier fast schon studiert haben muss, um das alles noch nachzuvollziehen. :D
Wir hatten dann gestern 1,3kW Stromverbrauch in der Stunde errechnet. Passt das? Ja, 230 V Variante.
Wenn die 1,3kW passen, dann passt es zu dem was mir der Smartmeter der PV auch anzeigt. Dann dürfte die Pumpe momentan nicht mehr zu viel Strom ziehen.

Der Witz ist, dass dieses Kästchen letztes Jahr erst vom Brunnenbauer ausgetauscht wurde. Im Kästchen war halb das Wasser gestanden, obwohl ich das in all den Jahren nie aufgemacht hatte. Gut, es hatte letztes Jahr deutlich mehr geregnet, aber seltsam dennoch. Oder es liegt halt tatsächlich am Plastik, schwarz, ab Nachmittag in der vollen Sonne. Wenn das Ding nun schon wieder hinüber ist, schmeiß ich das dem Brunnenbauer an den Kopf ;-)
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Alles in allem ist es teilweise schon ziemlich nervig, auch wenn ich inzwischen einiges gelernt habe. Der Brunnenbauer war sich nicht müde zu sagen, dass das System ohne Probleme läuft und er auch keine Kunden hätte, die ein Problem hätten. Naja... Ich finde die Ein- und Ausbauerei des Rückschlagventils einfach nicht optimal, weil es offenbar nach Einbau doch empfindlich zu sein scheint. Ich hatte es gestern durch ein Ersatzventil ausgetauscht, aber krieg es nicht ganz dicht. Durch die Plastikverschraubungen kommt dann doch wieder minimal Wasser, wodurch die Pumpe wahrscheinlich dann ab und an mal startet?
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Muss mal schauen, ob ich hier ein neues Rückschlagventil besorgt bekomme. Eine Undichtigkeit in der Leitung schließe ich aus, weil ich die Bewässerungskreise durch Absperrventile steuern kann und das auch nur einem Kreis getestet habe. Dem Einfachsten, den Wasserhahn direkt am Presflo.

Die Förderhöhe ist tatsächlich nur 4-5m, der Brunnen ist auch nur 9m tief. Nachdem ich gelesen habe, welche Höhen die Pumpe schafft, habe ich mich als Laie wieder gefragt ob die Pumpe nicht überdimensioniert ist?

Hilf mir mal, was ist MAG? :D Ich habe auch ein Gesamtbild der Konstruktion angefügt. Ich glaube da ist kein Platz groß was zwischen einzubauen.

Warum wäre das mit Druckschalter und MAG besser für Microdrip? Da ist ja ein Druckminderer vorgeschaltet, oder meinst Du wegen ggf. Undichtigkeiten?

Ich glaube, habe alles beantwortet. Wenn nicht gerne drauf hinweisen.
PeterB
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Re: Probleme Brunnensystem

#4

Beitrag von PeterB »

rookie527 hat geschrieben: Di 15. Jul 2025, 16:21Muss mal schauen, ob ich hier ein neues Rückschlagventil besorgt bekomme.
So ein RV ist idR empfindlich gegen Verschmutzung wie Sandkörner. Bei einem Brunnen und einem Durchflusswächter wie dem Deinen empfiehlt es sich deshalb immer, eine Filter davor zu setzen. Da regelmäßig das RV zu wechseln ist eigentlich keine normale "Wartungsarbeit".

Wenn da jetzt was druckseitig tropft, darf das nicht sein. Dann wird sie wieder von alleine starten.

Wenn es Dich interessiert, wie der Pedrollo funktioniert, hier hatte ich mal die Funktionsweise von so einer Steuerung aufgedröselt. Der Pedrollo kann noch mehr, aber die Grundfunktionen sind bei allen gleich.

https://aspri-luftabscheider.de/onewebm ... on_Kit.pdf

rookie527 hat geschrieben: Di 15. Jul 2025, 16:21Die Förderhöhe ist tatsächlich nur 4-5m, der Brunnen ist auch nur 9m tief. Nachdem ich gelesen habe, welche Höhen die Pumpe schafft, habe ich mich als Laie wieder gefragt ob die Pumpe nicht überdimensioniert ist?
Das ist schon in Ordnung. Wenn bei einer Pumpe eine Förderhöhe von 50m angegeben wird, heißt das nichts anderes, als dass sie 5bar Druck liefern kann. Wäre ein Wasserhahn in 50m Höhe stände die Wassersäule bis dahin, aber es würde nichts aus dem Hahn fließen.

Grüße
Peter
rookie527
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Re: Probleme Brunnensystem

#5

Beitrag von rookie527 »

Hi Peter,

es ist ein Filter, bzw. Siebfilter zwischen Pumpe und Druckflusswächter.
Danke für Datei. Wenn bei mir das Rückschlagventil so anschaue, ergibt das Sinn. Sicherlich wusste ich wie das System prinzipiell funktioniert, bzgl. Trockenlauf usw.

Ja, das verstehe ich. Druckseitiges Tropfen ist dann auch das Rückschlagventil das Problem?
Das Ding will ich ja auch nicht ständig wechseln und am liebsten auch nicht zum Winter ausbauen und zum Frühling wieder rein. Aber hab ich denn eine andere Wahl?
PeterB
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Re: Probleme Brunnensystem

#6

Beitrag von PeterB »

Ja, das verstehe ich. Druckseitiges Tropfen ist dann auch das Rückschlagventil das Problem?
Wenn es tropft, ist das System nach außen undicht. Das hat zwar mit dem RV nichts zu tun, darf aber nicht sein. Der Druck wird auf den Einschaltdruck absinken.

am liebsten auch nicht zum Winter ausbauen und zum Frühling wieder rein.
Da kommst Du so nicht drum herum. Das hätte man aber baulich auch anders lösen können, dann wäre das nicht nötig. Dann muss man nur eine Schraube öffnen und die Steuerung würde wasserfrei.

Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, den Automat nicht so fest zu verrohren wie jetzt sondern Eingang und Ausgang mit Schnellverschraubungen anzuschließen. Dann könnte man den mi 2 Handgriffen aus- und einbauen.
Das kann man auch noch nachrüsten. Dann würde man aber das edel aussehende VA-Rohr besser gegen einen VA Panzerschlauch tauschen
rookie527
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Re: Probleme Brunnensystem

#7

Beitrag von rookie527 »

PeterB hat geschrieben: Di 15. Jul 2025, 22:26 Wenn es tropft, ist das System nach außen undicht. Das hat zwar mit dem RV nichts zu tun, darf aber nicht sein. Der Druck wird auf den Einschaltdruck absinken.
Okay, ist es dann undicht weil die zwei Verschraubungen nicht richtig "sitzen". Soll ich da noch mehr Teflonband dran machen, wenn das was bringt?
PeterB hat geschrieben: Di 15. Jul 2025, 22:26 Da kommst Du so nicht drum herum. Das hätte man aber baulich auch anders lösen können, dann wäre das nicht nötig. Dann muss man nur eine Schraube öffnen und die Steuerung würde wasserfrei.

Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, den Automat nicht so fest zu verrohren wie jetzt sondern Eingang und Ausgang mit Schnellverschraubungen anzuschließen. Dann könnte man den mi 2 Handgriffen aus- und einbauen.
Das kann man auch noch nachrüsten. Dann würde man aber das edel aussehende VA-Rohr besser gegen einen VA Panzerschlauch tauschen
Hm, was soll ich dazu sagen. Ich habs nicht verbrochen oder so in Auftrag gegeben :D Ich weiß nicht ob das so einfach ist nachzurüsten, weil das ach so schicke Edelstahlrohr auch in den Boden und unterirdisch vom Wasserhahn zur "Verteilzentrale" geht, wo diverse Absperrhähne+Zeitschaltuhren die Bewässerungskreise regeln.
PeterB
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Re: Probleme Brunnensystem

#8

Beitrag von PeterB »

rookie527 hat geschrieben: Mi 16. Jul 2025, 00:49Okay, ist es dann undicht weil die zwei Verschraubungen nicht richtig "sitzen". Soll ich da noch mehr Teflonband dran machen, wenn das was bringt?
Wenn die Tropfen am Teflonband rauskommen, ja. Aber dort solltes Du ja nichts geändert haben um das RV auszubauen.

Wenn ich das richtig sehe, wird dazu die große Überwurfmutter gelöst. Dann kann man das VA-Rohr etwas zur Seite biegen und das RV nach oben rausnehmen.

Kommen die Tropfen unten aus der Überwurfmutter, dichtet der dort drin sitzenden Dichtring nicht richtig. Dann hilft es etwas fester anziehen ( bei Kunststoffteilen habe ich dabei immer ein mulmiges Gefühl) und/oder die Dichtung zu tauschen. An der Überwurfmutter würde Teflon nicht helfen.
rookie527 hat geschrieben: Mi 16. Jul 2025, 00:49Ich weiß nicht ob das so einfach ist nachzurüsten, weil das ach so schicke Edelstahlrohr auch in den Boden und unterirdisch vom Wasserhahn zur "Verteilzentrale" geht,
Im Weg wäre nur das waagrechte Anschlussrohr oben auf dem Pedrollo. Das müsste ersetzt werden durch eine am besten flexible Leitung.

Der Pedrolo wird demontiert und bekommt oben und unten je eine 2-fach Verschraubung (siehe Google-Bildersuche) Die gibt es mit unterschiedlicher Abdichttechnik. In flachdichtend und in konischdichtend. Die konischdichtenden sind mE praktikabler, weil sie weniger Kraft benötigen, um dicht zu sein.

Das gilt zumindest für die in Messing. Die haben idR auch einen ganz kleinen Dichtring. In VA sind die mW ohne Dichtring. Mit denen habe ich keine praktische Erfahrung.

Eine andere Variante wäre unten eine 2-fach Verschraubung und oben eine direkte Anbindung mit einem Panzerschlauch. Da muss dann mit einer Zange gearbeitet werden. Der hat ein festes und ein lösbares Ende. Ist das lösbare am senkrechten VA-Rohr, braucht man da keine Angst zu haben, etwas abzubrechen.
rookie527 hat geschrieben: Mi 16. Jul 2025, 00:49 vom Wasserhahn zur "Verteilzentrale" geht, wo diverse Absperrhähne+Zeitschaltuhren die Bewässerungskreise regeln.
Sind da auch manuelle Absperrhähne, zB Kugelventile, oder ausschließlich Magnetventile?

Wenn der Pedrolle ab und zu die Pumpe startet und man sucht danach, wo sich die Minileckage befinden könnte, dann reicht ein Absperren mit Magnetventilen nicht aus. Die sind selbst verdächtig. Will man eindeutig abgrenzen ob der RV undicht ist oder etwas auf der Druckseite, dann hilt am besten eine manuelle Absperrung zwischen Pedrollo und dem restliche System.
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Re: Probleme Brunnensystem

#9

Beitrag von Thoralf »

Hi Rookie,

ich ergänze mal noch ein paar Antworten.
rookie527 hat geschrieben: Di 15. Jul 2025, 16:21 Verrückt dass man hier fast schon studiert haben muss, um das alles noch nachzuvollziehen. :D
Wir hatten dann gestern 1,3kW Stromverbrauch in der Stunde errechnet. Passt das? Ja, 230 V Variante.
Wenn die 1,3kW passen, dann passt es zu dem was mir der Smartmeter der PV auch anzeigt. Dann dürfte die Pumpe momentan nicht mehr zu viel Strom ziehen.
Hihi, aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Es ist vor allem vieles, was man erst kennenlernt, wenn man sich damit beschäftigt. Etwa dass es zwei völlig unterschiedliche Leistungsangaben gibt.

Der Schutzschalter ist der Beschriftung nach fest auf 6 A eingestellt. Da kann man nichts verstellen. Und die 6 A sind auch schon 5% mehr als die 5,7 A Nennstrom. Das sollte also passen.

Am Kondensator kann ich äußerlich nichts ungewöhnliches erkennen. Das bedeutet aber nicht, dass er nicht vielleicht doch defekt ist. Wenn Du ihn austauschen willst - bestelle einen, der ebenfalls Flachsteckanschlüsse hat. Das kann man selbst machen. Falschherum einbauen (verpolen) kann man ihn nicht, weil es ein Wechselstrom-Kondensator ist. Da gibt es kein Plus- und Minus-Anschluss.
Ob ein defekter Kondensator zu einem etwas höheren Strom führt - wäre möglich, aber da bin ich mir nicht sicher.

Wasser im Kästchen:
Das sieht ja auch nicht sehr dicht aus. Kein Wunder wenn es rein regnet. Bohre unten ein kleines Loch rein, wo das Wasser wieder rauslaufen kann. Kein Witz - bei Steckdosen gibt es sogar unten eine kleine herausbrechbare Öffnung, damit z.B. Kondenswasser ablaufen kann. (Die Doppelsteckdoese sind übrigens eher subptimal angebracht.) Vielleicht bringst Du über Steckdosen udn Anschlusskästchen ein keines Dach an?
rookie527 hat geschrieben: Di 15. Jul 2025, 16:21 Hilf mir mal, was ist MAG? :D Ich habe auch ein Gesamtbild der Konstruktion angefügt. Ich glaube da ist kein Platz groß was zwischen einzubauen.
Membranausgleichgefäß. So ein Druckbehälter wie an den üblichen kleinen Hauswasserwerken, mit innen liegender Membran bzw. Gummiblase und Ventil für den Vordruck.
rookie527 hat geschrieben: Di 15. Jul 2025, 16:21 Warum wäre das mit Druckschalter und MAG besser für Microdrip? Da ist ja ein Druckminderer vorgeschaltet, oder meinst Du wegen ggf. Undichtigkeiten?
Das hängt von der Wassermenge ab, die aus Deiner Microdrip-Anlage pro Stunde raustropft. Wenn es eine große Tropfanlage ist, mit irgendwas ab 1+ m³/h, dann ist es i.O. Wenn aber nur ein paar Meter Tropfschlauch dran sind, dann wäre es Energieverschwendung. Deine Pumpe würde für wenige 100 Liter Wasser pro Stunde konstant mit hoher Leistung und hohem Druck laufen. Bei so wenig Förderung zwar nicht 1.300 W, aber vielleicht mit 1.000 W. Im Datenblatt fängt der Betriebsbereich der Pumpe auch erst bei 0,6 m³/h an.
Ein Druckschalter mit separat einstellbarem Ein-/Ausschaltdruck (und mit Druckbehälter) würde die Pumpe bei weniger Förderung und Erreichen des eingestellten max Druckwertes z.B. 3,5 bar abschalten und damit Strom sparen. Dann ist es egal, ob da auch nur 50 Liter pro Stunde raustropfen.

LG Thoralf
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rookie527
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Re: Probleme Brunnensystem

#10

Beitrag von rookie527 »

PeterB hat geschrieben: Mi 16. Jul 2025, 10:36
Wenn die Tropfen am Teflonband rauskommen, ja. Aber dort solltes Du ja nichts geändert haben um das RV auszubauen.

Wenn ich das richtig sehe, wird dazu die große Überwurfmutter gelöst. Dann kann man das VA-Rohr etwas zur Seite biegen und das RV nach oben rausnehmen.

Kommen die Tropfen unten aus der Überwurfmutter, dichtet der dort drin sitzenden Dichtring nicht richtig. Dann hilft es etwas fester anziehen ( bei Kunststoffteilen habe ich dabei immer ein mulmiges Gefühl) und/oder die Dichtung zu tauschen. An der Überwurfmutter würde Teflon nicht helfen.
Also das Ding ist, dass das zwei Verschraubungen sind und ja das mit dem Plastik ist auch sowas was mich stört...
Wenn ich die Verschraubung am Rohr, da wo Teflonband ist, bis fast auf Anschlag zuschraube, kommt das Wasser aus der Überwurfmutter.
Wenn ich sie weniger zuschraube, kommt das Wasser aus der oberen Verschraubung.

Ich will es halt auch nicht übermäßig zuschrauben, dass ich es dann nicht mehr aufkriege. Den Dichtring habe ich samt beider Plastikteile ausgetauscht (neu). Ich denke es liegt dann wohl wieder dran, die richtige Kombination aus Verschraubung von beiden Teilen hinzukriegen.

Danke Dir sehr für Deine sonstigen Ausführungen. Ich behalte das mal im Hinterkopf ob ich das im Herbst dann so umsetzen lasse. Muss ich nur einen finden :D

Das sind so Kugelhähne aus Messing, heißen die so? Ich glaube das meinst Du mit Kugelventil. Und ja, ich kann jeden und zusätzlich das ganze System über einen solchen Hahn absperren, dass da null Wasser fließt und die Pumpe auch nicht anspringt. Daher kann es letztlich nur der Wasserhahn sein oder Presflo.
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