Probleme Brunnensystem

und Tauchpumpen
PeterB
Beiträge: 469
Registriert: Mi 15. Nov 2017, 22:08
Wohnort: 40822 Mettmann

Re: Probleme Brunnensystem

#31

Beitrag von PeterB »

rookie527 hat geschrieben: Mo 21. Jul 2025, 10:06dass er seit drei Jahren nur ein Rückschlagventil in der Pumpe hat und keine Probleme. Und das auch nicht ausbauen muss usw.
Irgendwas muss ja die Pumpe ein und ausschalten. Wenn er dafür wie Du einen Durchflusswächter hat, wäre da drin immer ein RV. Wenn da noch eins an der Pumpe wäre. würde es auch nicht stören.
rookie527 hat geschrieben: Mo 21. Jul 2025, 10:06 Okay, und warum reicht das Rückschlagventil in der Pumpe nicht alleine aus?
Ich weiß es nicht. Die Praxis zeigt zumindest, dass das RV an der Pumpe nicht ausreicht den Druck im System soweit aufrecht zu erhalten, dass er nicht auf den Einschaltdruck absinkt. Darüber würde ich mir aber keinen Kopf machen. Dein Presflo ist ok. Auch mit den Plastikanschlüssen kann man leben. Das haben alle anderen auch. Nur so, wie der installiert wurde im Wissen darüber, dass der Presflo regelmäßig entwässert werden muss, ist in meinen Augen schlichtweg Murks.

Hier habe ich Dir eine andere Möglichkeit skizziert. Die Anschlüsse an das Plastik werden einmal ordentlich gemacht. In den Anschluss mit dem Panzerschlauch kommt eine Dichtscheibe. Wenn es da rauspritzt, dann tausch man die einfach. Am unteren Anschluss wird die große Überwurfmutter gelöst. Das braucht nicht viel Kraft. Dann kann man den Presflo abheben. Im Frühjahr wird die Mutter einfach wieder von Hand festgezogen. Macht das ein gestandener Handwerker, reicht das. Alle andern helfen dann noch etwas mit einer Zange nach. Aber ohne Gewalt.

Bild
rookie527
Beiträge: 19
Registriert: So 13. Jul 2025, 13:27

Re: Probleme Brunnensystem

#32

Beitrag von rookie527 »

@Thorlaf: Danke Dir. Ich hatte mich missverständlich ausgedrückt. So wie Du es schreibst meinte ich es. Empfiehlst Du nun einen Motorschutzschalter 6,3-10 A oder doch den bis 6A.
Wie gesagt, ich habe ja gesehen, dass die Pumpe hin und wieder 1,44kW beim Anlaufen braucht. Und ich habe mir alle Tage angeschaut, wo ich sie nun habe laufen lassen, die 5,7A sind es beim Anlauf nie gewesen, sondern immer drüber (zwischen 1,389-1,44kW).

@Peter: WOW, Danke. Ich geh mal auch von aus, dass es bzgl. Handhabbarkeit auch besser wäre, den Presflo auch waagrecht anzubringen? Dafür ist natürlich das Rohr das aus dem Boden kommt momentan zu kurz, aber das kann man ja verlängern.

Also, der Typi hat mir gesagt, dass er keinen Druckwächter hätte, sondern tatsächlich nur das Rückschlagventil in der Pumpe.
Ich werde ihn mal bei Gelegenheit fragen, ob ich mir das mal anschauen kann ;) Vielleicht dreht er auch immer manuell auf, wenn er seinen Rasen/Garten bewässert. Dann dürfte das System ja so funktionieren.
PeterB
Beiträge: 469
Registriert: Mi 15. Nov 2017, 22:08
Wohnort: 40822 Mettmann

Re: Probleme Brunnensystem

#33

Beitrag von PeterB »

rookie527 hat geschrieben: Di 22. Jul 2025, 09:17Ich geh mal auch von aus, dass es bzgl. Handhabbarkeit auch besser wäre, den Presflo auch waagrecht anzubringen?
Wie kommst Du auf waagrecht? Der Presflo steht bei meinem Vorschlag genauso auf dem Rohr wie jetzt auch.

Unabhängig davon, der Pressflo MUSS senkrecht montiert werde. Waagrecht würde er nicht funktionieren.
rookie527
Beiträge: 19
Registriert: So 13. Jul 2025, 13:27

Re: Probleme Brunnensystem

#34

Beitrag von rookie527 »

Okay, dann hab ich das falsch in Erinnerung, weil irgendwer mal meinte zum demontieren wäre waagrecht besser.

Übrigens apropos Murks, noch ein paar "fun facts" dazu. Der Brunnenbauer hat bis auf das Edelstahlrohr die Komponenten und den Zusammenbau selbst entschieden. Er hat da schon mal selbst durchhorchen lassen, dass es wohl nicht optimal installiert sei. Ich hatte ihn vor Jahren auch darauf angesprochen, warum der Siebfilter entgegen der Vorgabe gegen die Flussrichtung verbaut wurde. Aussage war es würde keinen Unterschied machen... Mit dem Elektriker habe ich mir dann nur die Frage gestellt, wenn man doch weiß das die Verarbeitung von unterschiedlichen Materialien zu Undichtigkeiten führt, warum macht man das. Er meinte nur, wenn man das verbaut was man da hat...
Ich finde all diese Aussagen schwierig, ich habe die Investition nicht gemacht, wenn ich jedes Jahr irgendeinen Handwerker brauche, weil irgendwas wieder nicht funktioniert. Dann hätte es den Brunnen nicht gebraucht sondern hätte mir einen Wasserzähler an den Anschluss draußen gemacht und gut ist.
PeterB
Beiträge: 469
Registriert: Mi 15. Nov 2017, 22:08
Wohnort: 40822 Mettmann

Re: Probleme Brunnensystem

#35

Beitrag von PeterB »

rookie527 hat geschrieben: Di 22. Jul 2025, 09:32 wenn man doch weiß das die Verarbeitung von unterschiedlichen Materialien zu Undichtigkeiten führt
Dass solche Verbindungen undicht werden, ist nicht zwingend.

Anschlüsse von Durchflusswächter, von denen 99% Kunststoffanschlüsse haben und die mit Messingverbindern eingbunden werden, sind und bleiben dicht sofern sie fachgerecht eingedichtet wurden. Das ist überhaupt kein Problem.

Kritisch kann es zB werden, wenn diese Verbindungen öfters gelöst und neu verbunden werden sollen. Weil die Kunststoffgewinde idR nicht so präzise wie die Metallgewinde sind kommt es schon mal vor, dass man den Eingang nicht optimal trifft. Dann sitzt das Teil schief oder man zerstört das Gewinde.

In meinem Einbauvorschlag werden deshalb nur die Gewinde Metall auf Metall getrennt/verbunden.
rookie527
Beiträge: 19
Registriert: So 13. Jul 2025, 13:27

Re: Probleme Brunnensystem

#36

Beitrag von rookie527 »

Das ist was ich meine. Der Brunnenbauer wusste, dass das Rückschlagventil ausgebaut werden muss. Was er mir ja auch nicht mal gesagt hat!
Und dass dann die ganze Verschraubung nicht optimal ist, hat er ja schon mehrmals selbst bestätigt als er hier war.
Darum gehts mir. Ist nun aber auch hinfällig, weil ich der Firma keinen Auftrag mehr erteile. Ich hatte schon im letzten Jahr den Eindruck, dass er sein System verbaut in der Hoffnung dass nix ist. Es mag sein, dass er in vielen Fällen das System verbaut, wo das Rückschlagventil nicht raus muss, aber wenn die Gegebenheiten wie bei mir sind, muss man als Handwerker auch mal weiter denken.
Benutzeravatar
Thoralf
Beiträge: 900
Registriert: Di 21. Apr 2020, 08:28

Re: Probleme Brunnensystem

#37

Beitrag von Thoralf »

Hi Rookie,

dass eine Pumpe beim Anlauf einen höheren Strom hat, das ist immer so. Vor allem bei Motoren, die nicht über Sanftanlauf gestartet werden. Irgendwo muss ja die Energie herkommen, die in die Rotation des Rotors gesteckt wird.

Dann kommt noch dazu, dass die Leistung, die die Steuerung Deiner PV-Anlage anzeigt, wahrscheinlich die Wirkleistung ist. Für den Strom (egal ob Anlauf oder Normalbetrieb) ist aber die Scheinleistung wichtig.

Wirkleistung P = U × I × cos phi
Scheinleistung S = U × I

Kannst Du mit der PV-Anlage außer der Leistung auch den Strom anzeigen lassen? Und mit welche zeitlichen Auflösung wird das angezeigt?
Fragen über Fragen und deshalb - und weil Deine ca. 6 A grad im Grenzbereich zwischen zwei Größen von Schutzschaltern sind - kann ich Dir keinen Rat geben. Ich würde zu 4-6,3 A tendieren. Das sind schon 10 % mehr als der Nennstrom der Pumpe und 5 % mehr als der vorhandene Schalter.

Aber das hängt wirklich vom Strom der realen Pumpe ab. Ich selbst würde es erst mal mit Messen¹ versuchen. Am besten wäre ein Multimeter mit Datenlogger, sowas wie das Uni-T 161E https://www.reichelt.de/de/de/shop/prod ... ROVID=2788 - Aber das kostet dann schon selbst knapp über 100 EUR. Da könnte man dann sehen, wie hoch der Strom nach dem Einschalten ansteigt und nach welcher Zeit êr wieder auf einen Normalwert abfällt. Vorausgesetzt die 20 A der eingebauten Sicherung werden nicht überschritten. Ansonsten bräuchte man ein Gerät mit Stromzange.

Oder aber: Versuch macht klug.

¹wenn ich kann, dann messe ich, denn wie steht schon in der Bibel: Gott hat alles geordnet nach Maß, Zahl und Gewicht. (Weisheit 11,20)

LG
Thoralf
Der Elektroingenieur in mir meint: "Wasser braucht Strom" 8-)
Meine Projekte gibt es auch in meinem Blog:
https://blende-acht.blogspot.com/search/label/Brunnen
https://blende-acht.blogspot.com/search/label/Pumpe
rookie527
Beiträge: 19
Registriert: So 13. Jul 2025, 13:27

Re: Probleme Brunnensystem

#38

Beitrag von rookie527 »

Hii Thorlaf,
ja Du hast Recht, 6,3 sollte ausreichend sein. Wenn nicht könnte man einfach umrüsten.
Messen kann ich es nicht, ein solches Gerät extra zu kaufen lohnt sich nicht. Kann das aber mit dem Elektriker nochmals wenn es soweit ist bequatschen. Vielleicht sieht er eine Möglichkeit den Strom zu messen, nachdem das alles so verbaut ist.
Antworten