Brunnenproblem vom Anfänger

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich

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Prakti
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Brunnenproblem vom Anfänger

Beitragvon Prakti » Do 5. Jul 2018, 21:33

Hallo,

vor 5 Jahren habe ich ein Haus gebaut und mir auch gleich von einem "Hobby-Brunnenbauer" ein Brunnen bohren lassen. Er förderte auch gleich Wasser und alles sah gut. Als es dann aber das erste mal richtig trocken wurde und ich meinen garten bewässern wollte kam die Ernüchterung. Mein Nachbar der den "selben" Brunnen hat (gleich Tiefe, gleicher Brunnenbauer, gleiche Tiefbrunnenpumpe usw..) kann mit 3 Beregnern bewässern und ich nur mit einen. Jetzt ist es ja besonders trocken und damit ich meinen Garten am leben erhalte, muss ich quasi jeden tag beregnen wo der Nachbar nur alle 3 tage ran muss. Nun war mein erster Gedanke: "dann muss ich halt einen neuen Brunnen bohren lassen" Nachdem ich mich aber weiter informiert habe bin ich auf die Idee gekommen, dass ich das durchaus auch selber machen könnte.. Nun habe ich mich belesen und habe schon gemerkt das der Brunnenbauer damals nicht alles optimal gemacht hat. Jetzt stellt sich mir die Frage ob mein Brunnen so wenig fördert weil er einfach an der falschen Stelle ist oder weil er falsch erstellt wurde. Der Brunnen besteht aus DN150 KG Rohren (ich weiß das ist schon sehr unschön aber ich hatte halt keine Ahnung) Die Rohre sind miteinander mit selbst schneidenden Schrauben verschraubt, das erste Rohre (vielleicht auch das zweite) wurde mit einer Flex geschlitzt. Nach rund 3m gab es Wasser und bei 7,5m wurde aufgehört zu "bohren" weil eine Tonschicht kam. Die Wasserführende Schicht besteht hauptsächlich aus Kies und Sand.
Ich spiele mit dem Gedanken das KG Rohr heraus zu ziehen und mit einem blauem Brunnenrohr mit richtigen Brunnenfilter auszutauschen, das macht natürlich nur Sinn wenn der Brunne dann auch mehr fördern würde. Hat jemand eine Idee wie ich herausbekommen kann ob evtl einfach das Filterrohr zu wenig geschlitzt wurde? Was sagt eure Erfahrung bekomme ich das KG Rohr heraus? Wenn ich eine Erdbohrer hätte würde ich wohl ein Loch neben dem Brunnen bohren und schauen ob da der Wasserspiegel auch so schnell absinkt wie in meinem Brunnen. Ich würde nur ungern wo anders einen neuen Brunnen bohren wenn es nicht unbedingt sein muss da ich dort wo der Brunnen jetzt ist den Anschluss für mein PE rohr und Strom habe (ich habe 4 Stellen Garten wo ich Wasser entnehmen kann)

Danke und viele Grüße

Christian
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Plunschmeister
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Re: Brunnenproblem vom Anfänger

Beitragvon Plunschmeister » Do 5. Jul 2018, 22:05

Hallo Christian, willkommen im Forum.
Das KG - Rohr wirst du nicht mehr gezogen bekommen. Der 'Brunnen' wird sich mit Sand verfüllt haben. Schon einmal die Tiefe ausgelotet?
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Re: Brunnenproblem vom Anfänger

Beitragvon Prakti » Do 5. Jul 2018, 22:24

ja Sand ist im Brunnen drin aber die tiefe sollte sich nicht viel geändert haben da die Pumpe fast ganz unten auf dem Boden steht (hat 50cm Fuß dran und das PE rohr bleibt ja immer gleich lang) sollte sich an der Tiefe nicht viel tun. Die Pumpe steht so weit unten damit ich halt das Maximum an Wasser rausbekomme (vielleicht auch nicht die beste Idee) Meine alte Gardena Pumpe hing auch etwas höher ist aber trotzdem den Sand-tot gestorben.. die jetzige Pumpe kommt aber gut mit Sand klar.. Im nachgelagertem Sandfilter lagert sich auch recht oft bzw recht schnell Sand und Lehm(??) ab. Da aber der der Brunnen eh nur recht wenig Wasser liefert wird der "volle" Filter nicht zum Flaschenhals...
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Plunschmeister
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Re: Brunnenproblem vom Anfänger

Beitragvon Plunschmeister » Do 5. Jul 2018, 22:42

Wenn du immer Sand förderst, dann wird sich auch nicht viel an der Tiefe ändern :lol: . Hoffe nur, es steht kein Gebäude in der Nähe!
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Re: Brunnenproblem vom Anfänger

Beitragvon Prakti » Do 5. Jul 2018, 22:45

es steht kein Gebäude in der Nähe aber sooo viel Sand ist es nun auch nicht. kann ich irgendetwas machen um meine Lage zu verbessern?
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Re: Brunnenproblem vom Anfänger

Beitragvon Bohrbrunnen » Fr 6. Jul 2018, 00:14

Hallo und Willkommen hier bei uns im Brunnen Forum.

Fange mal mit deinem Sandproblem an. Der "Brunnen" ist unten nicht verschlossen, zudem hängt die Pumpe im Filterbereich, wo sie durch viel zu breite Schlitze den Sand ansaugt.
Beerdige diese Zapfstelle und bohre einen neuen Brunnen mit den dafür vorgesehenen Rohren.
An den Abschluss dann denken und die Pumpe über die Filter hängen.

Am besten du machst dich mal hier ein wenig schlau. Die Suchfunktion bringt auch einiges zu Tage.
Gruß Manfred
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Re: Brunnenproblem vom Anfänger

Beitragvon nicor » Fr 6. Jul 2018, 09:12

Würde es nicht gehen wenn man den sand rausplunscht, Brunnenrohr Fiterrohr Sumpfrohr Abschluss rein, fertig. Pumpe über den Filter hängen und klar/anpumpen? Im schlimmsten Fall wenn das nicht geht das neue rausziehen und doch komplett neu bohren.
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Bohrbrunnen
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Re: Brunnenproblem vom Anfänger

Beitragvon Bohrbrunnen » Fr 6. Jul 2018, 09:55

nicor hat geschrieben:Würde es nicht gehen wenn man den sand rausplunscht, Brunnenrohr Fiterrohr Sumpfrohr Abschluss rein, fertig. Pumpe über den Filter hängen und klar/anpumpen? Im schlimmsten Fall wenn das nicht geht das neue rausziehen und doch komplett neu bohren.


Der alte steht auf Lehm, so wie ich es gelesen habe.
Also kann man nicht tiefer.
Brunnenrohr in das KG einstellen bringt auch nix weil dann der Sand den Ringraum füllt und der Brunnen verlandet.
Daher neu bohren.
Gruß Manfred
Glück Auf!

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Re: Brunnenproblem vom Anfänger

Beitragvon Prakti » So 8. Jul 2018, 16:51

den Brunnen hätte ich nur weiter genutzt wenn ich das KG rohr hätte ziehen können. Dann hätte ich den Sand raus-plunschen können... dann ein richtiges Brunnen rohr mit Boden rein und dann das KG rohr ziehen. Die frage wäre dann nur gewesen ob der Brunnen mehr gefördert hätte als vorher.... ok falls irgendetwas nicht geklappt hätte hätte ich ja noch immer wo anders bohren können... vielleicht nehme ich den alten Brunnen zum Üben.

ich habe jetzt so im Kopf zwei Optionen wo ich den neuen Brunnen hinmachen könnte... das eine wäre neben meinem Schuppen weiß ich aber absolut nicht wie der Untergrund aufgebaut ist.. ich vermute das recht früh eine Lehm oder Ton-Schicht. Könnte aber auch steinig sein... Zweite Option wäre neben meinem Pool oder sogar direkt in der Mulde die ich für die Poolpumpe und Sand-Filter gebuddelt habe. Beim Pool kommt ab 1m Tiefe ganz feiner Sand.. ich würde also schon bei der Schicht anfangen. Was aber drunter kommt weiß auch nicht. Komischer weise versickert das Wasser vom Pool (wenn ich dem im Winter ein wenig ablasse) nicht sehr schnell... obwohl ich es direkt in die Sand-Schicht ablasse. Was könnte das bedeuten? Würdet ihr den Brunnen in den Sand Bohren?

danke und viele Grüße

Christian

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Re: Brunnenproblem vom Anfänger

Beitragvon Prakti » Di 24. Jul 2018, 20:47

Hallo,

ich habe nun ein wenig selbst Hand angelegt und wollte meinen Brunnen selber bohren. Ich habe die Variante in der Nähe meines Pools gewählt. Ich bin bei rund 3,5m auf Wasser gestoßen, wie es geplant war. Leider besteht der Boden nicht aus feinem Sand sondern auch sehr groben Kies. Schon mit dem Erdbohrer habe ich einige faust-Große Steine hoch gefördert. Jetzt habe ich wegen den Steinen doch so meine Probleme mit meiner Kiespumpe. Es ist mir nun passiert das ein Stein genauso liegt das ich mit der Kiespumpe wohl nicht mehr auf den Grund komme und auch das Brunnenrohr nicht weiter nach unten bekomme. Habt ihr Tips was man in so einem Fall machen kann?

Grüße

Christian

PS ich habe eine 115er Brunnenrohr und eine 90iger Kiespumpe

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