Bohrbrunnen im Sand

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich
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Plunschmeister
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Re: Bohrbrunnen im Sand

Beitragvon Plunschmeister » Sa 11. Aug 2018, 14:22

Die Poren des Lofilt sind außen 0,08 mm, das sollte schon passen.
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Re: Bohrbrunnen im Sand

Beitragvon ponG » Fr 17. Aug 2018, 14:57

Mittlerweile sind 9,7m erreicht, seit einem halben Meter wird das Material erfreulicherweise wieder gröber! Zwar noch weit entfernt von Kies, aber gröber als die 6m-Probe von oben. Ich vervollständige demnächst mal das Schichtenverzeichnis mit den Proben von dann 9-12m und quetsche euch über die passende Filterstrecke aus. :?

Habe mich zwischenzeitlich nochmal ein wenig in RIchtung der Enteisenung umgeschaut und bin dabei auf eine Variante mit Rückführung von sauerstoffreichem Wasser in das Brunnenrohr gestoßen: https://www.wasser.de/aktuell/forum/ind ... tegorie=1-

Hat hier jemand sowas schonmal umgesetzt oder zumindest in Betrieb gesehen und kann was zur Wirksamkeit sagen? Finde den Ansatz sehr interessant.

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Re: Bohrbrunnen im Sand

Beitragvon ponG » Mo 20. Aug 2018, 09:37

Guten Morgen,

11m sind mittlerweile erreicht, noch ein oder zwei Einsätze am Bohrloch, dann habe ich meine Zieltiefe.

Obwohl der Enteisenungsansatz kein Feedback bekommen hat, habe ich beschlossen, das Ganze einmal auszuprobieren, da sich der Materialaufwand wirklich in Grenzen hält und ein manueller Testaufbau ohne viel Umstand umsetzbar ist.

Mein Zielaufbau (ich bitte um Kommentare und Hinweise auf eventuelle Denkfehler) sieht wie folgt aus:

Bild

Läuft die TBP, wird das Magnetventil am Auslass des Puffers geschlossen, sodass er volllaufen kann (Regulierung über Kugelhahn). Schaltet die Pumpe ab, wird das Ventil wieder geöffnet und das über die Wasserstrahlpumpe mit Sauerstoff angereicherte Wasser kann in den Brunnen zurückfließen. Läuft die Pumpe für längere Zeit, geschieht dies auch vorher per Überlauf.

Der Aufbau lässt sich zum Testen anfangs so weit minimieren, dass man den Container einfach händisch befüllt und ablässt und über mehrere Tage den Effekt beobachtet.

Falls sich der Ansatz mit der parallelen Befüllung bei laufender Pumpe nicht bewährt, könnte man den Zulauf hinter den Druckschalter setzen und mit einem NC-Ventil statt des Kugelhahnes zeitgesteuert den Container befüllen und ablassen. Entweder in Abhängigkeit davon, ob die Pumpe am gleichen Tag lief oder eben z.B. jede Nacht in der Saison. Ggf. gesteuert über eine kleine SPS, einen Arduino oder sonstwie.

Wenn Interesse besteht, würde ich weiter berichten. Falls nicht, spare ich mir den Aufwand.
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Plunschmeister
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Re: Bohrbrunnen im Sand

Beitragvon Plunschmeister » Mo 20. Aug 2018, 09:49

@ponG:
Ein interessantes Thema! Die Selbstkonstruktion vom Herrn Janßen scheint ja zu funktionieren, nur leider kann ich ich persönlich nichts zu diesem Thema beisteuern :oops: .
Aber berichte gerne weiter!
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Re: Bohrbrunnen im Sand

Beitragvon ponG » Mo 20. Aug 2018, 10:07

Nochmal - ganz abseits der Enteiseung - eine Frage zum Anpumpen:

Macht es überhaupt Sinn, bei Verwendung einer Rohrtour mit Feinsandfilter, zum Anpumpen eine Opferpumpe zu verwenden? Ich müsste zum Anpumpen eine weitere Pumpe kaufen, aber die einzige "Zumutung" für die TBP beim Anpumpen wäre in meinem Fall ja das Drosseln per Kugelhahn... Sand wird ja da nicht in nennenswerter Körnung durchkommen.
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Bohrbrunnen
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Re: Bohrbrunnen im Sand

Beitragvon Bohrbrunnen » Mo 20. Aug 2018, 11:35

Mit der normalen Pumpe arbeiten.
Opferpumpen sind out.
Gruß Manfred
Glück Auf!

Lieber Ratten im Keller als Verwandtschaft im Haus.

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Re: Bohrbrunnen im Sand

Beitragvon ponG » Mo 20. Aug 2018, 13:02

Gut, dachte ich mir. Der einzige Vorteil, den ich noch bei der Opferpumpe sehe ist, dass ich vernünftig ermitteln kann, wie ergiebig der Brunnen ist, wenn man die Leistung so austariert, dass die Wassersäule stabil bleibt. Das vereinfacht dann die Auswahl der TBP.

Kaufe ich nun die normale Pumpe, kann ich in die Situation kommen, dass diese bei niedrigerer Ergiebigkeit als erwartet zu groß dimensioniert ist und den Brunnen leersaugt. Auf dauer die Druckseite per Kugelhahn drosseln ist ja auch nicht das Wahre.

Was wäre hier eure Empfehlung? Klein anfangen und ggf. durch eine stärkere ersetzen? Oder eine den "Hoffnungen" an den Brunnen entsprechende Pumpe kaufen und hoffen, dass es passt?
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Eriberto
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Re: Bohrbrunnen im Sand

Beitragvon Eriberto » Mo 20. Aug 2018, 14:05

Hallo ponG,

man legt für gewöhnlich die Pumpe nach der gewünschten Fördermenge bei dem angenommenen Druckverlust aus. D.h., wenn Du für Deine Zwecke 2.000l pro Stunde mit mindestens 2 bar benötigen würdest müsste die Pumpe bei der tatsächlichen oder theoretischen Tiefe eben diese zwei bar bringen (plus Reserve) und es ergäbe sich hieraus eine Länge der Filterstrecke von 2m bei SW 0,3mm.

Von einem Ende der Gleichung muss man anfangen.
1. Einsatzzweck.
2. Angenommene Ausbautiefe.
3. Bodenbedingungen (Schlitzweite).

Immer im Hinterkopf behalten: eine TBP sollte mit maximal 80% der möglichen Leistung im Betrieb laufen (schonende Betriebsweise). Demzufolge die Pumpe ausreichend dimensioniert (starkes Modell) auswählen und man hat Luft.

Gruß
Florian

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