Brunnenrohr luftdicht verschließen?

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich

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Manolo
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Brunnenrohr luftdicht verschließen?

Beitragvon Manolo » Mo 9. Apr 2018, 09:20

Hallo Leute,

ich habe einen 4 Jahre alten Bohrbrunnen, bisher alles problemfrei.

Jetzt bin ich dabei eine automatische Bewässerung zu installieren, spannend ist der Wasserdruck, ob der dann für die gewünschten Regnerkreise ausreicht.

Ich hab im Rohr mittels Ventil einen "Begrenzer", am Anfang hatte ich soweit aufgedreht das rund 600 Liter pro Stunde gefördert werden konnten.
Letztes Jahr habe ich dann ein wenig weiter aufgedreht, jetzt kommen problemfrei 900 Liter pro Stunde.

Wie gesagt bisher alles kein Problem, jetzt wird es eventuell eng mit dem Druck. Daher entschuldigt meine Laienfragen:

- Den Druck kann ich doch nur erhöhen indem ich meinen "Begrenzer" aufdrehe und somit mehr Wasser kommt, ist das richtig?
Wenn der Brunnen nicht mehr Wasser schafft dann nützt das ja auch nichts, seh ich das richtig?

- Ich habe eine Brunnenstube aus Brunnenringen gebaut, das Brunnenrohr habe ich mit einer Art Netz gegen Tiere gesichert. Jetzt habe ich beim Googlen entdeckt das das "luftdichte verschließen" des Brunnenrohres als Grund für wenig Fördermenge eines Brunnens genannt wurde.
Ist das denn richtig? Fördert der Brunnen mehr wenn er oben luftdicht verschlossen ist?

Ich danke für eure Hilfe.
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Wassermann
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Re: Brunnenrohr luftdicht verschließen?

Beitragvon Wassermann » Mo 9. Apr 2018, 09:25

Hallo Manolo,
willkommen im brunnen-forum.de.
Eventuell hast du ja noch einige Daten für uns? Durchmesser vom Bohrbrunnen, welche Pumpe kommt zum Einsatz usw.
Grüße vom Wassermann

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Manolo
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Re: Brunnenrohr luftdicht verschließen?

Beitragvon Manolo » Mo 9. Apr 2018, 09:42

Achso sorry, dachte nicht das das wichtig ist für meine Frage.

Also der Brunnen ist 12 Meter tief, die letzten 4 Meter sind in Fels gebohrt.

Ich weiß es jetzt nicht mehr genau, aber ich glaube 4 Meter stand das Wasser drin.

Der Brunnen wird zur Gartenbewässerung und für den Pool genutzt. Hab letztes Jahr die 30 Kubik ohne Probleme hoch geholt.

Zur Pumpe kann ich leider keine Auskunft geben, ist eher ein NoName Modell.

Danke
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Plunschmeister
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Re: Brunnenrohr luftdicht verschließen?

Beitragvon Plunschmeister » Mo 9. Apr 2018, 17:32

Hallo Manolo und willkommen bei uns im Forum.

Normalerweise wird ja auch im Festgestein verrohrt und eine entsprechende Filterkiesschicht geschüttet. Also Einzelheiten vom Brunnenaufbau wären schon interessant.
Den Druck kann ich doch nur erhöhen indem ich meinen "Begrenzer" aufdrehe und somit mehr Wasser kommt, ist das richtig?
Wenn der Brunnen nicht mehr Wasser schafft dann nützt das ja auch nichts, seh ich das richtig?

Die Ergiebigkeit des Grundwasserleiters ist ausschlaggebend.
- Ich habe eine Brunnenstube aus Brunnenringen gebaut, das Brunnenrohr habe ich mit einer Art Netz gegen Tiere gesichert. Jetzt habe ich beim Googlen entdeckt das das "luftdichte verschließen" des Brunnenrohres als Grund für wenig Fördermenge eines Brunnens genannt wurde.
Ist das denn richtig? Fördert der Brunnen mehr wenn er oben luftdicht verschlossen ist?

Ein Netzt gegen Tiere ist ja ganz nett, doch als Abschluss sollte ein Brunnenkopf in Betracht gezogen werden - denn es soll ja auch kein Regenwasser etc. , in den Brunnen laufen.
Ein luftdichtes verschließen deines Brunnen bringt aber ansonsten keine Vorteile. Dann sollten die einzelnen Brunnenrohre in den Verschraubungen, mit Dichtungen versehen sein. Natürlich gibt es Vakuumtiefbrunnen, wo mit Hilfe einer Vakuumpumpe ein Vakuum im Filterrohr erzeugt wird. Dabei wird die Anströmung des Grundwassers zum Brunnen unterstützt und der Brunnekopf ist dann natürlich luftdicht verschlossen.
Ich gehe einmal davon aus, dass es sich bei deinem Brunnen -nicht um einen solchen handelt.
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Gruß PM
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Moister
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Re: Brunnenrohr luftdicht verschließen?

Beitragvon Moister » Do 12. Apr 2018, 11:00

Hallo Manolo

Den Druck kann ich doch nur erhöhen indem ich meinen "Begrenzer" aufdrehe und somit mehr Wasser kommt, ist das richtig?
Richtig. Wie der Name Begrenzer schon sagt, kann das Teil den zur Verfügung stehenden Druck nur verringern.

Fördert der Brunnen mehr wenn er oben luftdicht verschlossen ist?
Mal angenommen: Brunnenrohr oben luftdicht und bei Wasserentnahme fällt der Wasserpegel im Brunnenrohr ab (es wird mehr Wasser abgepumpt als aus dem Erdreich ins Rohr nachläuft; und davon kann man fast ausgehen), dann bildet sich ein Unterdruck im Rohr.
Sorgt der Unterdruck dafür dass dadurch schneller Wasser aus dem Erdreich ins Rohr gezogen wird? Oder behindert er die Pumpe weil sie gegen den Unterdruck arbeiten müßte? Keine Ahnung! Bei sehr kleinen Rohrdurchmessern und geringem Wassernachlauf aus dem Erdreich könnte ich es mir vorstellen aber dann würde der Brunnen ruckzuck trockenlaufen. Also eher wurscht.

das Brunnenrohr habe ich mit einer Art Netz gegen Tiere gesichert
Aus Erfahrung kann ich dir folgendes sagen: Mir ist beim Plunschen mit der Kiespumpe im Rohr ein Stein ins Rohr gefallen. Der hatte gerade die Größe dass er zwischen Kiespumpe und Rohr vorbei wollte. Es gab zwar kein Problem aber das Steinchen hat beim Hochziehen der Kiespumpe kleine dünne Plastikstreifen-Löckchen vom Rohr abgeschält.
Mach das Rohr zu damit nichts reinfallen kann! Die Brunnenköpfe, die man kaufen kann liegen minimal locker auf dem Rohr (ausser man schneidet das Rohr ab oder hat die Rohrtour falschrum ins Erdloch gesteckt, dann passt der Deckel ggfs nicht mehr drauf (oder nur mit viel Kraftaufwand, was beim Entfernen echt blöd wäre).

Jetzt bin ich dabei eine automatische Bewässerung zu installieren, spannend ist der Wasserdruck, ob der dann für die gewünschten Regnerkreise ausreicht.
Ich hab im Rohr mittels Ventil einen "Begrenzer", am Anfang hatte ich soweit aufgedreht das rund 600 Liter pro Stunde gefördert werden konnten.
Letztes Jahr habe ich dann ein wenig weiter aufgedreht, jetzt kommen problemfrei 900 Liter pro Stunde.

Eine reine Angabe der Literleistung pro Stunde sagt erstmal garnix aus. Wahrscheinlich ist das sogar die "Leerlauf-Leistung".
Ich beschäftige mich seit zwei Jahren (theoretisch) mit dem Thema Bewässerung. Und da gibt es mehrere Kriterien, die zusammenpassen müssen.
Welche Art von Regnern? Wieviele? Rohrlänge und Durchmesser zu den Regnern?
Deine 600 bis 900 Liter pro Stunde hören sich etwas wenig an (vor allem wenn es Leerlauf-Menge wäre).
Solltest du Versenkregner verwenden wollen, sollte der Druck mindestens 2,8 bar haben (sonst steigen die nicht auf), bei Schwenkregnern ist es ähnlich allerdings hat man darunter kaum eine brauchbare Reichweite.
Ohne genau zu wissen wie du bewässern willst kann man da nix dazu sagen.
Du könntest allerdings mal feststellen wie hoch deine Literleistung bei 2,8 bar Druck ist. Dazu an den Brunnen einen Absperrhahn und ein Manometer anbauen. Pumpe einschalten und den Hahn zudrehen bis am Manometer 2,8 bar angezeigt werden. Dann brauchst du einen (nicht zu kleinen) Behälter von dem du das Volumen kennst und dann schaust du auf die Uhr, wie viele Sekunden es dauert bis der volll ist. Daraus kannst du dann die Literleistung pro Stunde bei 2,8 bar ausrechnen.
Es sollten mindestens 1200l/h sein, ansonsten wird von einer automatischen Beregnung abgeraten. Grob gesagt: Ein 10l Eimer sollte nicht länger als 30s brauchen.
Diesen Wert wollen eigentlich auch alle Bewässerungsplaner wissen (den bei zu wenig Wasser funktioniert kein Regner gescheit oder die Gesamtzahl der benötigten Regner müßte durch einteilen in Gruppen und nacheinander zu- und abschalten der Regnergruppen durch Ventile wird de rtechnische Aufwand zu groß (oder wenn man statt vier Schwenkregnern gleichzeitig nur einen verwenden kann müßte man dreimal von Hand umstöpseln oder umstellen).
Und, wie schon in den anderen Beiträgen geschrieben wurde, diese Wassermenge muß der Brunnen auch über die benötigte Zeit liefern können, d.h. der Wasserpegel im Brunnenrohr darf durch die Wassserentnahme nicht soweit abfallen dass die Pumpe trocken läuft. Auch hier: Die Durchflußmengen der verplanten Regner pro Regnergruppe ermitteln, damit die Laufzeit der jeweiligen Regnergruppe errechnen damit die benötigte Wassermenge durchgelaufen ist und dann die Laufzeiten der einzelnen Gruppen zur Gesamtlaufzeit addieren. Diese Zeit müßte der Brunnen das Wasser liefern können.
Schöne Grüße.
Roland
"Nur die Harten bohren im Garten!"

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Re: Brunnenrohr luftdicht verschließen?

Beitragvon Manolo » Fr 13. Apr 2018, 10:22

Zum Verständnis für mich:

Wenn ich die Pumpe unbegrenzt laufen lasse dann ist der Brunnen nach einer Weile leer.

Wenn ich nun ohne Begrenzer 5 Regner hintereinander anschließe und diese pro jeweils pro Stunde 100 Liter benötigen, also 500 Liter pro Stunde Gesamt, dann pumpt doch meine Pumpe mit Ihrer Höchstleistung, also dem höchsten Druck den Sie zustande bringt. Lieg ich da richtig oder falsch!?

@Moister

Ich beschäftige mich auch schon ne Weile damit, aber zuviel graue Theorie bringt auch kein Ergebnis, deswegen hab ich nun mit der Anlage angefangen, die ersten Gräben sind gezogen, die ersten Rohre verlegt.

Hab gestern den ersten Testlauf machen können, ich nutze MP Rotatoren von Hunter.
Der Test mit 5 Regnern lief schon mal Super. Ich teste am WE weiter bis auf wieviel ich gehen kann, dann muss ich eben mit den verschiedenen Beregnerkreisen arbeiten.
Siehe meine Frage oben, rein von der Wassermenge kann ich auf 9 Regner gehen, wenn es 7 werden wäre ich schon glücklich.

Egal wie dann die Aufteilung, die Anlage "muss" her um das lästige Wässern von Hand zu umgehen.
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Re: Brunnenrohr luftdicht verschließen?

Beitragvon Moister » Fr 13. Apr 2018, 16:21

Wenn ich die Pumpe unbegrenzt laufen lasse dann ist der Brunnen nach einer Weile leer.
Nicht unbedingt. Der Brunnen ist nur leer wenn weniger Wasser aus dem Erdreich nachfließt als was du mit der Pumpe rauspumpst.

Wenn ich nun ohne Begrenzer 5 Regner hintereinander anschließe und diese pro jeweils pro Stunde 100 Liter benötigen, also 500 Liter pro Stunde Gesamt, dann pumpt doch meine Pumpe mit Ihrer Höchstleistung, also dem höchsten Druck den Sie zustande bringt. Lieg ich da richtig oder falsch!?

Deine Pumpe pumpt immer mit Höchstleistung! (nur Pumpen, bei denen die Pumpenmotorleistung elektronisch geregelt werden kann, können mit verringerter Leistung arbeiten)
Der Begrenzer wirkt wie ein Absperrhahn, der die Wassermenge reduziert... und dadurch den Druck, den die Pumpe bis zum Hahn (Begrenzer) aufbaut, erhöht.
Die maximal mögliche Wasserfördermenge hängt davon ab welchen Druck du brauchst.
Drei Rasensprenger spritzen ja auch weiter als wenn du fünf dranhängst.
Wenn die gewünschte Spritzweite der drei Rasensprenger mit Begrenzer erreicht wird, kannst du mehr Rasensprenger dranhängen und den Begrenzer aufdrehen. In dem Fall wird bei mehr Sprengern aber gleihbleibender Weite mehr Wasser gefördert. Wenn der Begrenzer voll aufgedreht ist und die Weite kleiner wird (d.h. der Druck wird kleiner) dann mußt du mit du die Fördermenge verringern, d.h. die Anzahl der Regner.

ich nutze MP Rotatoren von Hunter

Super, wäre auch meine erste Wahl. Hauptsache keine Gardena.
Aber wenn du Hunter verwendest kannst du im Katalog nachschauen welchen Wasserdurchsatz die einzelnen Rotoren haben.
Mit der Wassermengenmessung wie in der anderen Mail beschrieben kriegst du raus wieviel Wasser deine Pumpe bei mindestens 2,8bar liefert.
Wenn du dann die Wassermenge der einzelnen Rotoren addierst siehst du ob die Pumpenwassermenge reicht oder ob du die Rotoren in Gruppen aufteilen mußt. (aber du bist ja eh schon am Praxistest)
Wenn du keine Monsterpumpe hast, die dir die Rohrverbinder aufsprengt dann brauchst du den Begrenzer eh nicht weil die Wurfweite (und der Winkel) am Rotor eingestellt wird.

Siehe meine Frage oben, rein von der Wassermenge kann ich auf 9 Regner gehen
Das würde ich bei 900l/h als machbar einstufen (wenn der Druck reicht), wobei es natürlich auf die verwendeten Regner ankommt.
Ich hatte bei meinem Plan 19 Stück und 2200l/h ausgerechnet.

Egal wie dann die Aufteilung, die Anlage "muss" her um das lästige Wässern von Hand zu umgehen.
Da stimme ich dir zu. Und es spart Wasser weil man in den Abends und/oder Morgens bewässern kann.

Viel Spaß beim Probieren.
Schöne Grüße.
Roland
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Re: Brunnenrohr luftdicht verschließen?

Beitragvon Plunschmeister » Fr 13. Apr 2018, 18:15

Ergänzend zu den Ausführungen von Roland:

https://drive.google.com/open?id=0B98j9 ... 0xIb1ZxRjg
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
* 2712193509122015*
Gruß PM

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Re: Brunnenrohr luftdicht verschließen?

Beitragvon Manolo » Sa 14. Apr 2018, 09:40

Danke für den Link, schau ich mir später in Ruhe an.

Ich bin nun auch weitergekommen, und zwar ist es über 5 Beregnern nicht mehr sinnvoll mit meiner Brunnenpumpe.

Daher bekommt die Beregnungsanlage nun eine extra Pumpe, gespeist wird aus einem 3000 Liter Tank den der Brunnen immer voll hält.

Hab eben mal nach Pumpen geschaut, es gibt zb. eine die hat 1500 Watt, max. 8 Bar und 6500 Liter pro Stunde.

Ich hab die Hunter Rotator MP2000 - diese brauchen ca. 130 Liter pro Stunden und 2,8 Bar pro Regner.

Wie kann ich denn ausrechnen wieviel Regner ich an diese Pumpe anschließen könnte? Ich komm einfach nicht drauf :?

Der Wassertank steht ebenerdig 2 Meter neben der Pumpe, Wasser muss also nicht angesaugt werden.

Insgesamt sind es 19 MP Rotator Düsen, ideal wäre es natürlich wenn diese in einem Kreis zusammengefasst werden könnten.
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Moister
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Re: Brunnenrohr luftdicht verschließen?

Beitragvon Moister » Sa 14. Apr 2018, 12:04

Hab eben mal nach Pumpen geschaut, es gibt zb. eine die hat 1500 Watt, max. 8 Bar und 6500 Liter pro Stunde.

Erscheint mir viel zu stark. Für meine Planung mit den 19 Regnern hatte ich maximal 2400l/h und wollte bei 3,5bar rauskommen und will aus 10m Tiefe hochpumpen. Es kam dann eine 750W Tiefbrunnenpumpe heraus. Planung war mitden Planungsguides aus dem Grunfos-Katalog. Da mir die passende Pumpe mit 600€ für den Erstversuch zu teuer war habe ich weiter geschaut und wenn ich die Leistungskurven verglichen habe kam ich immer wieder auf Pumpen mit 750W. 550W wäre am Limit. Eine Pumpe die viel zu leistungsstark dimensioniert ist hast du im Betrieb auch einen saumäßigen Wirkungsgrad! 1500W kostet auch mehr Strom, zwar nicht das doppelte einer 750W Pumpe aber deutlich mehr wegen schlechtem Wirkungsgrad... und mehr Leistung kostet Geld.

Wie kann ich denn ausrechnen wieviel Regner ich an diese Pumpe anschließen könnte? Ich komm einfach nicht drauf

An diese Pumpe:
Schau dass du für das gewünschte Modell die Leistungskurve bekommst.
Rotator MP2000 - diese brauchen ca. 130 Liter pro Stunden und 2,8 Bar: Da du nicht aus der Tiefe pumpen brauchst musst du nichts zum benötigten Druck der Regner hinzuaddieren. Wenn du 1 bar Druckverlust in der Vorrohrung, etc. addierst kommst du auf 4 bar, und das sollte mehr als sicher sein. Am benötigten Druck kannst du nichts ändern, d.h. du suchst im Leistungsdiagramm der Pumpe 4 bar. Auf der "anderen" Diagrammachse wird die Wassermenge angezeigt, die die Pumpe bei diesem Druck maximal liefern kann. Das war es auch schon. Der beste Wirkungsgrad wird immer so bei 75 bis 80% Auslastung erreicht, einige Hersteller zeichnen diesen Arbeitsbereich auch gleich ins Leistungsdiagramm ein.
Wenn du willst schreib den genauen Pumpentyp, eventuell wo man das Diagramm findet und wir können dir helfen.

Irgendwie würde ich da nach einem Hauswasserwerk schauen.

Nur so weil ich mir da auch einen Kopf mache:
Meinst du es ist wirklich sinnvoll wenn alle Regner gleichzeitig laufen?
Der Kopf sagt dass man sich die Ventile und ggfs mehr Rohre einspart. Aber der mehraufwand hält sich eigentlich in Grenzen.
Wenn man eh aufteilt und mit Ventilen anfängt kann man auch einen separaten Strang für die Hecke und Beete mit Perlschläuchen und fürs Gemüsebeet machen, etc.
Wenn du einen ebenerdigen Tank hast kannst du auch ein Tropssystem ganz ohne Pumpe realisieren: Ventil einschalten und der Wasserdruck aus dem Tank reicht für eine Tropfbewässerung aus.
Eine einfache Ventilsteuerung läßt sich ganz einfach realisieren: Eine digitale Zeitschaltdosen (mit Netzausfall-Batterie für die Uhr), darin ein Netzteil für die Magnetspule. Fertig. Schon können zwei Kreise getrennt und mit verschiedenen Beregnungszeiten gesteuert werden.
Regensensor: Von Rainbird gibt es den rainclick als Modell mit mechanischen Öffner oder Schließerkontakt. Da es eh Sinn macht eine Trockenlaufsicherung für die Pumpe zu verwenden könntest du den Rainclick als zweiten Trockenlauf-Sensor ans Steuerkästchen der Trockenlaufsicherung anschließen. Dann wird die Pumpe automatisch bei zu wenig Wasser im Brunnenrohr oder wenn der Regensensor ausgelöst hat nicht eingeschaltet (oder die ventile werden nicht geöffnet weil am Kästchen der Trockenlaufsteuerung auch die Zeitschaltuhren der Ventile hängen).
Jetzt wirds offtopic...
Wir könnten auch einen Gartenbewässerungsbeitrag aufmachen... oder eine extra Rubrik. Ich finde das Thema extrem spannend aber als Anfänger kriegt man extrem schwer den Einstieg... und wehe man landet bei Gardena-Versenkregnern.
Schöne Grüße.
Roland
"Nur die Harten bohren im Garten!"

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