Projekt Bohrbrunnen

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich
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posmanet
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Re: Projekt Bohrbrunnen

Beitragvon posmanet » Mo 16. Okt 2017, 17:41

nicor hat geschrieben:Das einkerben des Sumpfrohrs bringt nichts. Drehen des Rohrs geht irgendwann nicht mehr, das splittert sowieso weg, Steine sind härter als das Rohr, hast dann nur die großen Splitter unten und die müssen aber dann hoch.
Ich hatte ohne Dreibein den Plunscher bedient, ging auch, ist nur anstrengender aber ohne richtigen Flaschenzug wäre die Kraft ja die gleiche.


Schönen Gruß vom Rücken, was! :lol: Okay, alles, was man direkt hochheben kann, das (x2) verkraftet wohl auch jede Stehleiter.
Gut, so habe ich das mit dem Sumpfrohr auch eingeschätzt - ich hatte glatt abgesägt und die Schnittkante nur leicht angefast. Besser geeignet ist bestimmt ein guter Wühlhaken und irgendwas zum Greifen, sollten größere Brocken im Weg liegen. Deren Bekanntschaft habe ich schon einige Male gemacht - bislang konnte ich sie mit dem Bohrer (die größten klemmten beim Hochziehen leicht zwischen Bohrer und 160er KG-Rohr; ganz schöne Brocken) oder direkt per Hand bergen (dank geringer Bohrtiefe).

Ich habe im NIBIS noch ein Layer mit Bodeninformationen genauer untersucht - allerdings geht das leider nur bis in 2m Tiefe. Die Trennlinie zweier unterschiedlicher Böden verläuft quer übers Grundstück. Der eine hat zwischen 20 und 100 cm einen "Go"-Horizont: "oxidiert, zeitweilig grundwassererfüllt, zeitweise belüftet, daher Rostflecken als Folge von Oxidationsprozessen". Ja, eine Rostschicht hatte ich dort bei knapp 80cm gefunden. Darunter ein "Gr"-Horizont: "normalerweise grundwassererfüllt, kaum belüftet, reduzierende Verhältnisse, vorherrschend grau als Folge von Eisenreduktion". (-> Hinweis auf "echtes" Grundwasser?) Ja, grauen Sand hatte ich an der Stelle dann auch. Leider lehmig, dieser Boden - aber Wasser ist reichlich vorhanden. Der andere sieht fürs Brunnenprojekt wohl günstiger aus, weil unterhalb 60 cm ein "Cv"-Horizont (das ist mein Mischsand, in dem ich gerade wühle) mit Bodenart "mSfs" - wie ich herausfinden konnte, ist die Wasserduchlässigkeit "hoch bis sehr hoch" - "kf-Wert: 130 cm/d". Ich bin gespannt, ob weiter unten noch großartig andere Böden zum Vorschein kommen. (Wahnsinns-Projekt, desert! Ich hab mir Deinen Thread angesehen... :shock:) Die weiter oben beschriebene Erdwärmebohrung in der weiteren Nachbarschaft zeigte allerdings bis 15m nur Schluff und darunter Mergelstein - von da her erwarte ich keine großen Überraschungen.
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posmanet
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Re: Projekt Bohrbrunnen

Beitragvon posmanet » So 13. Mai 2018, 00:09

Ich bin wieder dabei. (Zur Erinnerung: Bohrbrunnen DN125 in blauem Brunnenrohr)

Heute bin ich in einer zweiten (mächtigeren) Lehmschicht bei -240cm angekommen. Das erklärt, warum der Rammbrunnen beim ersten Versuch kein Pumpen zuließ - weiter oben (= zwischen beiden Lehmschichten) dann aber schon.

Besagte zweite Lehmschicht habe ich bereits 30cm angebohrt. Das Zeug klebt so sehr ... es verlässt die Bohrspindel wirklich nur sehr widerwillig. :lol: In diesem Lehm sind ziemlich viele unterschiedliche (Kiesel-) Steine drin - bis 6cm Durchmesser. Hat das was zu bedeuten?
Bild Bild

Ich bin gespannt, wie dick diese Schicht ist und was darunter folgen wird... :)
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Bohrbrunnen
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Re: Projekt Bohrbrunnen

Beitragvon Bohrbrunnen » So 13. Mai 2018, 20:12

Mit Glück findest du darunter dann Kies.
Es kann auch sein das unter dem Lehm noch eine faulig stinkende schwarze Schicht kommt.
Darunter dann vielleicht Kies.
Vielleicht auch noch die nächste Lehmschicht.
Gruß Manfred
Glück Auf!

Lieber Ratten im Keller als Verwandtschaft im Haus.

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