Lehmschicht und DN125

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich
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Der Buddler
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Lehmschicht und DN125

Beitrag von Der Buddler » Fr 20. Mär 2020, 08:14

Hallo Gemeinde,

zunächst die wichtigsten Daten zur Rohrtour: DN125, 0,5m Sumpfrohr, 3m Filter (SW 0,3), 10m Vollrohr, GWA bei 10,5m).

Aktuell stehe ich auf einer Lehmschicht und komme somit natürlich mit meiner Kiespumpe nicht weiter.
Der ursprüngliche Plan war die Verwendung eines Schneidschuhs - dieser ist aber momentan in DN125 leider nicht verfügbar - ich musste also ohne anfangen.

Gestern habe ich mit einem 90mm Edelmanbohrer im Rohr gebohrt und innerhalb eines Bohrvorgangs eine Menge Lehm gefördert.
Wenn ich mit dem Edelmanbohrer weitermache, sehe ich jedoch das Risiko, dass ich hierdurch ein Grab für meine 108mm-Kiespumpe schaffe (könnte in das durch den Bohrer geschaffene Loch rutschen und sich übel festsaugen). Die Herstellung eines Riversidebohrers ist für mich sehr zeitaufwändig, da ich leider kein Schweißgerät besitze und auf fremde Hilfe angewiesen bin. Zudem finde ich kein passendes Rohr zur Herstellung des Riversidebohrers (z.B. 120mm bei DN125).

Wie seht ihr das? Was könnt ihr mir empfehlen?
Ich bin für all eure Beiträge sehr dankbar!

LG
Henrik
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Moister
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Re: Lehmschicht und DN125

Beitrag von Moister » Fr 20. Mär 2020, 15:56

Der Buddler hat geschrieben:
Fr 20. Mär 2020, 08:14
GWA bei 10,5m
Für was steht das GWA?
Schöne Grüße.
Roland
"Nur die Harten bohren im Garten!"
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Eriberto
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Re: Lehmschicht und DN125

Beitrag von Eriberto » Fr 20. Mär 2020, 18:34

GrundWasserAnfang?😁
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Der Buddler
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Re: Lehmschicht und DN125

Beitrag von Der Buddler » Fr 20. Mär 2020, 18:47

Genau, GWA steht bei mir für Grundwasseranfang :D

Männer, habt ihr keine heißen Tipps für mich?
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Bohrbrunnen
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Re: Lehmschicht und DN125

Beitrag von Bohrbrunnen » Fr 20. Mär 2020, 23:11

Der Schneidschuh, ein seit Jahren immer wieder auftauchendes Teil das den Namen nicht wert ist.
Schaut man sich an wie dieses Teil beworben wird, mit den dazu gehörenden Fotos muss ich immer wieder staunen.
Immer wird gezeigt, das man dieses Stück Blech an den Filter anschrauben soll.
Warum hält sich der selber Macher nicht an Erfahrungen von erfahrenen Leuten?
Das wichtigste Teil von der Rohrtour ist das Sumpfrohr!
Das Sumpfrohr ist 50 cm lang. Max 75 cm.
An der Unterseite wird das Sumpfrohr von innen nach Außen angeschrägt. So das sich das Erdreich nach innen ins Rohr drückt.
Der andere Abschnitt vom Vollrohr wird als Gewindeschutz oben am Rohr verwendet.
Der Aufbau ist einfach so zu übernehmen. Keine eigenen Änderungen vornehmen. Die gehen meist schief.
Ist die Rohrtour so aufgebaut, kann auch ruhig eine Lehmschicht auftauchen.
Man bohrt im Rohr die Lehmschicht aus, erhöht den Druck auf die Klammer und bringt die Rohrtour so weiter nach unten.
Gruß Manfred
Glück Auf!

Lieber Ratten im Keller als Verwandtschaft im Haus.
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Re: Lehmschicht und DN125

Beitrag von Der Buddler » Fr 20. Mär 2020, 23:51

Hallo Manfred,

danke für deine Nachricht!

Na dann bin ich ja ganz gut unterwegs mit meinem nach innen angeschrägten Sumprfrohr.
Mit welchem Bohrer bohrst du denn in DN125?

Hab aktuell ca. 200kg Auflast. Ging mit diesem Gewicht bis zur Lehmschicht sehr gut.
Soll ich deiner/eurer Meinung nach mehr draufpacken?

LG
Henrik
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Plunschmeister
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Re: Lehmschicht und DN125

Beitrag von Plunschmeister » Sa 21. Mär 2020, 10:08

Hallo Henrik,
Hab aktuell ca. 200kg Auflast. Ging mit diesem Gewicht bis zur Lehmschicht sehr gut.
Soll ich deiner/eurer Meinung nach mehr draufpacken?
NEIN!
Eine 90 mm Bohrung ist hier viel zu gering.

Der Boden selbst bestimmt ja die Vorgehensweise und damit auch den Einsatz der Werkzeuge. Ein Riversidebohrer bringt nur bei harten Bodenschichten einen Vorteil.
Leider hast du offen gelassen, in was für einer Bodenschicht du dich im Moment befindest. Da du aber mit einem Edelman gebohrt hast, gehe ich von einer weichen Lehmschicht aus.

Diese Schichten sind auch gut mit einem Schnecken-Bohrer zu bewältigen. Der Bohrer sollte in etwa den Innendurchmesser vom Brunnenrohr besitzen. Die Bohrschnecke sollte etwas länger sein, so wird diese immer im Brunnenrohr geführt und es besteht nicht die Gefahr, dass diese unter dem Brunnenrohr hängen bleibt.
Eine elektrische Seilwinde wäre hier zum Ziehen der Bohrschnecke angebracht. Nun kannst du dann auch das Auflagegewicht erhöhen.

Z.B.
MWS-Apel
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
* 2712193509122015*
Gruß PM
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Re: Lehmschicht und DN125

Beitrag von Der Buddler » Sa 21. Mär 2020, 10:55

Hallo Plunschmeister,

Danke für deine Hilfe.
Ich hab hier noch einen 175mm Bohrer (siehe Bild).
Denkst du das funktioniert, wenn ich den mit der Flex auf 120mm runterschleife?
Und ja - Rohr steht gerade auf Lehm.

Bild

LG
Henrik
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Plunschmeister
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Re: Lehmschicht und DN125

Beitrag von Plunschmeister » Sa 21. Mär 2020, 12:13

Von der äusseren Kante der Schnecke 25 mm anzeichnen und mit einer 1 mm starken Trennscheibe grob der Markierung entlang, die Schnecke abflexen. Die Feinarbeit dann mit der Flex nachschleifen.
Dann sollte es funktionieren. Im Anschluss natürlich noch alles schön entgraten.

Arbeitshandschuhe und Schutzbrille, sind bei solchen Arbeiten angebracht!
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Gruß PM
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Moister
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Re: Lehmschicht und DN125

Beitrag von Moister » Sa 21. Mär 2020, 15:53

3m Filter plus 10m Vollrohr.
Grundwasser bei 10,5m
Da ist doch noch nicht mal die Filterstrecke ganz im Wasser. Wo soll denn da die Pumpe hin. Und dann sinkt bei Wasserentnahme der Pegel noch ab.
Da sollten noch 3 oder 4m Vollrohr rein.
Schöne Grüße.
Roland
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