Hauswasserwerk vs. Tiefbrunnenpumpe mit oder ohne Druckbehälter


Topic author
Alex
Beiträge: 12
Registriert: Di 7. Jan 2020, 13:46

Re: Hauswasserwerk vs. Tiefbrunnenpumpe mit oder ohne Druckbehälter

Beitrag von Alex » Di 14. Jan 2020, 15:09

na toll - ich sehe immer nur das amazon-Symbol. Ich versuche es mal mit ebay:

Bucht-Artikelnummer: 132732977190
alter Link entfernt, PM
vielleicht geht das besser?
Benutzeravatar

Moister
Beiträge: 466
Registriert: Di 27. Jun 2017, 20:43

Re: Hauswasserwerk vs. Tiefbrunnenpumpe mit oder ohne Druckbehälter

Beitrag von Moister » Di 14. Jan 2020, 16:21

Hallo Alex.

Druckbehälter ist für Edelstahl tatsächlich nicht zu teuer.

Druckschalter ist der falsche.
Der https://www.druckluft-fachhandel.de/condor-druckschalter-mdr-5-5-212850 oder der entsprechende mit IP65 sind wohl im Haus- und Gartengebrauch die universellsten überhaupt.
IP65 = "6" vollständiger Schutz gegen Berührung, "5" Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel
Solltest du den Druckschalter in den Brunnenschacht einbauen wollen würde ich den IP65 nehmen, weil der bei korrekter Montage dicht ist, d.h. da kommt keine Schwitzfeuchtigkeit rein und lässt ggfs die elektrischen Anschlüsse gammeln.
Solltest du den im Häusschen montieren kannst du auch den günstigeren nehmen.
Der Druckschalter hat ein 1/2" Gewinde (das wird noch wichtig).
MDR5 ist der Typ und das /5 steht für maximalen Abschaltdruck 5bar.
Auf der Seite des Shops kannst du die Bedienungsanleitung mit Diagramm herunterladen. Hier kannst du sehen welche Paarung aus Ein/Abschaltdruck einstellbar ist. Wenn man eine horizontale Linie für den Einschaltdruck und eine vertikale Linie für den Ausschaltdruck ins Diagram zeichnet, dann muß sich der Schnittpunkt im grauen Bereich befinden. Ein Wertepaar das sich ausserhalb (im weißen Bereich) befindet läßt sich nicht einstellen.
Bespiel:
möglich ist: Aus 4bar und Ein 2,5bar
nicht möglich ist: Aus 4bar und Ein 3,5bar
Schöner erklärt ist das in der Bedienungsanleitung!
Zusätzlich zu dem Druckschalter braucht man eventuell zwei Kabelverschraubungen (waren bei meinem nicht dabei).

Rückschlagventil: Wirst du auf jeden Fall brauchen weil: Wenn du die Pumpe ausschaltest saugt dir entweder die Schwerkraft das Wasser zurück ins Brunnenloch oder der Druckbehälter drückt das Wasser durch die stehende Pumpe raus (auch wenn die Pumpe ein Rückschlagventil verbaut hat... das kannst du vergessen). Edelstahl muss es aber tatsächlich nicht sein.

Die Pumpe: Wäre mir auf den ersten Blick zu teuer.

Was du wissen mußt ist: Wie die Verrohrung ausgeführt werden soll. Meine Empfehlung wäre PE-Rohr PE 80 - 32 x 3,0 mm. Warum? Weil ich das auch verbaut habe und es hat samt Fittings mit Wasser durchgefrohren den Winter überstanden und auch mal einen Spatenhieb weil man nicht aufgepaßt hat (jetzt ist es vergraben und leer).
Mit dem Rohrdurchmesser legst du auch die Größe der Fittings zum Verbinden fest.

Achtung: Warte mit dem Bestellen bis dein Plan komplett fertig ist! Sonst wird die Post reich und du arm (und wahnsinnig).

Plan: Zeichne dir einen detaillierten Plan von dem Wasserprojekt! Du hast erstmal drei Stationen: Brunnen, Brunnenstube, Gartenhäusschen.
Wenn du kannst mit dem PC, sonst mit Blei- und Buntstift.
In den Plan malst du alle Teile, die irgendwo verbaut werden sollen.
Zum Plan machst du eine Stückliste. Achtung bei Teilen mit Wasseranschluß: Immer die Größe des Anschlusses beachten und aufschreiben.
Am Ende ist das System vom Wasser aus dem Brunnenrohr bis ins Haus geschlossen und komplett.
Schöne Grüße.
Roland
"Nur die Harten bohren im Garten!"
:arrow: Meine Brunnenbau-Story.
Benutzeravatar

Plunschmeister
Beiträge: 3050
Registriert: Do 1. Aug 2013, 18:11

Re: Hauswasserwerk vs. Tiefbrunnenpumpe mit oder ohne Druckbehälter

Beitrag von Plunschmeister » Di 14. Jan 2020, 18:09

Hallo Alex,
bitte keine Links in die Bucht setzen! Sind die Aktionen beendet, dann bleibt hier im Forum nur ein verwaister Link übrig.
Lässt es sich nicht vermeiden, einfach nur die Artikelnummer einstellen. Danke.
Gleich noch eine Frage dazu: Wie ich den Vordruck des Kessel einstelle, weiß ich inzwischen (Einschaltdruck Pumpe x 0,9) - doch wie bekomme ich den Druck da rein, bzw, wie sieht das Ventil aus. Ich habe eine gute Fahrradpumpe, die spielend den Druck erzeugt. Die kann ich an z.B. Autoventil gut "anstöpseln". An meiner alten Pumpe meine ich ein solches Ventil gesehen zu haben?!
Am Kessel selbst unter einer Kappe befindet sich ein Autoventil.

viewtopic.php?f=15&t=755
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
* 2712193509122015*
Gruß PM

Topic author
Alex
Beiträge: 12
Registriert: Di 7. Jan 2020, 13:46

Re: Hauswasserwerk vs. Tiefbrunnenpumpe mit oder ohne Druckbehälter

Beitrag von Alex » Mi 15. Jan 2020, 08:34

Hallo Roland, hallo PM

... danke nochmal für die hilfreichen Tipps. Vor allem, die Hinweise zum Druckschalter werde ich berücksichtigen.

Der detailierte Plan samt Materialliste ist schon in Arbeit - allerdings konzentriere ich mich dabei momentan auf die Brunnenstube. Da bin ich erst einmal genug beschäftigt.

Die PE-Rohre habe ich auch schon bei der alten Pumpe verbaut - wirklich zuverlässiges Material. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass PE-HD Rohr noch witterungsbeständiger ist. Das wollte ich hier verbauen. Die dazugehörigen Fittinge finde ich im Netz allerdings "nur" aus PE-PP. Die halten bei mir aber auch schon geraume Zeit.

Ich denke, dass ich nun einigermaßen durchsehe. Die eine oder andere Unklarheit wird sich schon noch ergeben. In der Hoffnung, mich dann wieder an euch wenden zu dürfen, noch einmal tausend Dank an die Runde für die viele Zeit und die Bereitschaft, euer Wissen mit der Allgemeinheit zu teilen, das ist keine Selbstverständlichkeit.

Ich werde die Restwoche im "kommunikativen Outback" unterwegs sein. Kann mich also frühestens nächsten Montag wieder melden.

mit besten Grüßen

Alex
Benutzeravatar

Bohrbrunnen
Forum Admin
Beiträge: 2030
Registriert: Do 8. Aug 2013, 22:56

Re: Hauswasserwerk vs. Tiefbrunnenpumpe mit oder ohne Druckbehälter

Beitrag von Bohrbrunnen » Mi 15. Jan 2020, 08:41

Gruß Manfred
Glück Auf!

Lieber Ratten im Keller als Verwandtschaft im Haus.
Antworten