schnüffelventile luftergänzungsventile lv

Wasserpumpe ohne Strom
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widder
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schnüffelventile luftergänzungsventile lv

Beitrag von widder » Mi 25. Dez 2019, 10:32

offene lv , also einfache bohrungen , bedeuten leistungsverlust - bei meinen widderanlagen ca. 10 %. daher wurden bauweisen erfunden, die diesen verlust vermeiden sollen, entweder lufteinzug über stossventil oder anliegende gummilasche innen über der lv -bohrung siehe brunnenpedia :seite von hans und hannerl. diese art funktioniert nicht immer wenn das verhältnis triebgefälle zu förderhöhe gering ist. um so grösser das verhältnis tg zu fh ist , um so stärkerer unterdruck entsteht im widder nach demdruckstoss.
bei starkem unterdruck funktioniert diese art lv gut , bei schwachem weniger gut weil der unterdruck nicht in der lage ist den anliegenden gummi weit genug oder überhaupt wegzuziehen damit luft eingesaugt werden kann. abhilfe: den gummi so montieren dass er etwas von der bohrung absteht, zb unterlegscheibe an der befestigungsschraube, oder gekrümmter gummi von fahrzeugreifen.
auf jeden fall muss der gummi aber, wenn druck auftritt komplett schliessen können und nicht durch die u-scheibe ein winziger spalt bleiben...
wenn der widder druck aufbaut, spritzt zunächst etwas wasser aus dem loch, der gummi muss dann vor dem widderstoss dicht schliessen und öffnet dann in der unterdruckphase erneut und saugt etwas luft ein - im gegensatz zur einfachen lv bohrung, die in der druckphase, also mit dem stoss wasser herausspritzt, wodurch der leistungsverlust herkommt, da es wie eine undichte stelle wirkt.
das bohrloch und die gummielastizität - dicke- müssen abgestimmt sein, damit nicht zu viel luft eingesaugt wird, was zu einer grösseren luftblase führt, die , weil komprimierbar
ebenfalls leistungsverlust bedeutet, weil diese ergänzungsluft ja erst beim nächsten stoss in den windkessel wandert.
kontrolle am ende der förderleitung :tritt exzessiv luft aus, wird viel zu viel luft ergänzt, richtig ist wenn selten mal ein bläschen kommt. das kann aber erst richtig eingeschätzt werden wenn das luftpolster im windkessel so weit aufgebaut ist, das die luft dann in die förderleitung gelangt..
lg schorsch

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widder
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Re: schnüffelventile luftergänzungsventile lv

Beitrag von widder » Mi 25. Dez 2019, 11:03

Diese Schwierigkeiten haben einige Hersteller vermeiden wollen, indem sie die Luft über ein horizontal liegendes SV einziehen, was aber bei starker Unterdruckphase schnell zu dem Problem führt, dass zu viel Luft eingesaugt wird, die dann nicht mehr ausgespült wird - größere Luftblasen Leistungsverlust.

Deshalb baute J.Schlumpf, der dieses System erfand, seine Widder so, dass SV und Förderventil FV sehr nahe beisammen sind, so das die meiste überflüssige Luft wieder ausgespült wird und nur ein kleiner Rest zur Ergänzung des Luftpolsters in den Windkessel gelangt...

Da mit selbst Bauteilen ein so nahes beisammen Stehen der Ventile, bedingt durch die teile, nicht immer möglich ist, gibt es noch die Möglichkeit, dass der Widder in einem Wasserbecken steht, z. B. in einem Topf ... dort kann man dann einen Wasserschieber anbringen ähnlich wie bei einem Stauwehr, und so den Höhenstand des Wassers regulieren und damit auch die menge der eingezogenen luft- um so höher der Wasserstand, also das Ventil im Wasser ist, um so weniger Luft kann eingesaugt werden...es ist darauf zu achten, dass sich das SV ziemlich unter dem FV befindet, das FV darf ruhig teile bedingt höher liegen, also z. B. einen 1 1/4 Zoll T- Fitting, durch Reduzierungen liegt der SV Ventilsitz unter dem t die Ergänzungsluft steigt ohne Probleme sofort hoch zum FV, im Gegensatz zu Anordnungen wo die Luft erst horizontal nach hinten wandern muss um zum FV hochsteigen zu können, was die Luft oft bei schwächerer Unterdruckphase nicht schafft...

Diese horizontalen SV dürfen dann natürlich keine gleitenden Führungen mehr haben, weil sich diese sehr schnell einlaufen würden, sondern müssen schwebend aufgehängt sein. Wie ein Exemplar von Watt hier im Brunnenpedia zu sehen ist, nur halt der Federbogen etwas breiter ca. 4 cm damit der Ventilteller sich nicht seitlich vergeht.(es braucht kein Federstahl zu sein, da ja jedes Metall im elastischen Bereich federt, streifen ca. 1-1,5 mm dick, seitlich hochgebogen, ausgenommen der bogen, damit sich Steifigkeit ergibt)

Diese Art Ventile habe ich bei allen meinen Widdern, sie müssen aber exakt gearbeitet sein damit der Ventilteller seitlich gut dichtet. Sie sind praktisch verschleißfrei, außer dem Dichtungsgummi natürlich, weil keine Gelenke, Scharniere oder Gleitführungen vorhanden sind. Der Metallbogen auch nicht, weil er sich im elastischen Bereich bewegt. Sonst könnte der Bogen, wie ich das auch später gemacht habe, durch einen dünnen angeschraubten Blechstreifen ersetzt werden, der dann das elastische teil darstellt, und auch leicht ausgewechselt werden könnte.
lg schorsch
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Plunschmeister
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Re: schnüffelventile luftergänzungsventile lv

Beitrag von Plunschmeister » Do 26. Dez 2019, 09:41

Da stimme ich dir zu @Schorsch.
Das Schnüffelventil sollte darüber hinaus, aber auch richtig platziert sein. Der Lufteintritt sollte unterhalb dem Druckventil und auf der gegenüberliegender Seite der Steigleitung erfolgen.

Die kleinen Ventile [Bauart hans § hannerl] funktionieren auch bei kleinem Unterdruck, wenn die Bohrung so zwischen 0,3 mm und 0,5 mm erfolgt.

Bild

Wer sich so ein SV nicht basteln möchte, verwendet ein handelsübliches Ventil einer Kolbenpumpe, funktioniert hervorragend.

Möchte man bei der Verwendung von handelsüblichen Teilen, ein Schnüffelventil direkt unter dem Druckventil platzieren, so besteht die Möglichkeit, ein Rückschlagventil unterhalb des Ventilsitzes, an der Schlüsselfläche zu durchbohren.
Das habe ich aber noch nicht gemacht, da das RV für andere zwecke dann unbrauchbar wird.
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
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Gruß PM
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