Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

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bypsa
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von bypsa » Mi 4. Dez 2019, 09:27

👍 Sehr gut.
Das ermuntert mich an meiner noch zu bauenden Kiespumpe die obere Kante abzurunden oder sonst irgendwie konstruktiv anders als gewöhnlich aufzubauen, um ein Verkanten zu verhindern.
Schön, das es bei dir geklappt hat die Pumpe zu bergen.
Danke für die Doku.

Kann jemand, der TNA-Rohr verwendet hat sagen, ob da auch diese Kante innen am Rohrübergang ist ?
Bohrbrunnen in der Garage, Deckenhöhe 2,20m, Grundwasserspiegel 9,20m u GOK, 6" DN150-Rohr, 12,9m im Festgestein, SW 1,0mm
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Moister
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Moister » Mi 4. Dez 2019, 14:17

Ich habe TNA ohne Muffen aber so einen Grad haben die nirgends.
Wo soll der denn auch herkommen? Da müßte das material schon nach innen gequetscht worden sein. Ich habe überlegt ob man das schafft wenn man die Rohre mit Gewalt verschraubt aber ich glaube das schafft man nur mit einem meterlangen Hebelarm.
Es wäre ja auch designtechnisch Nonsens in ein Wasserrohr einen Übergang zu machen, da bleibt ja immer was hängen und der Batzen kann nur immer größer werden.
Schöne Grüße.
Roland
"Nur die Harten bohren im Garten!"
:arrow: Meine Brunnenbau-Story.
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bypsa
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von bypsa » Mi 4. Dez 2019, 15:35

Naja, man sieht es ja hier schön auf dem Foto. Deshalb die Frage ob das bei TNA genauso ist. Scheint aber nicht so zu sein wie du schreibst....
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Benutzer » Mi 4. Dez 2019, 23:01

Ohne es selbst zu sehen ist es schwer eine Aussage zu treffen.
Ich vermute das die Rohre nicht komplett zusammengeschraubt waren.
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Oceanborn
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Oceanborn » Di 10. Dez 2019, 22:53

Tut mir leid, liebe bohrende Gemeinde, das ich mich jetzt erst zurückmelde... leider gibt es ab und zu doch noch was wichtigeres als die heimatliche Baustelle im Garten... dabei rennt doch die Zeit nun wirklich... :oops:

Also mit dem Rohr ist es folgendermassen:
Bei meinen 7" Rohr mit auftragendem Trapezgewinde ist es so, wie man es in dem Film und auf den Bildern sieht.
Das ist jetzt nicht mit übermenschlicher Gewalt zusammengeschraubt worden, doch es ist komplett, alle Gewindegänge sind in Benutzung, weiter zuschrauben geht nicht.
Ich werde, wenn ich dazu komme, nochmal ein Foto einstellen, ich hab ja hier noch ein paar Rohre im Garten herumliegen, wo man es zeigen kann.

und ja, ich geb Euch definitiv Recht...
Es macht an und für sich überhaupt gar keinen Sinn, bei wasserführenden Leitungen INNEN Ränder, Kanten, Bund, Schweißnaht, Gewinde etc. so grob überstehen zu lassen.

Das Rohr, was ich hier habe, ist nun so...
Ich hab's jetzt schon "wider jegliche Vernunft" ;) trotz dieser fetten Muffen mit großer Auflast so weit in die Erde hinunter getrieben.
Raus zerr ich es jetzt bestimmt nicht mehr... :lol:
Damit muß ich wohl nun leben... ;)
Bohrbrunnen in 83026, 7" blaues Brunnenrohr; 0,5mm Filterstrecke 3m; Grundwasser ab 4m Tiefe; Sand+Kies ab 4,5m Tiefe...
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Plunschmeister
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Plunschmeister » Mi 11. Dez 2019, 09:26

Bei meinen 7" Rohr mit auftragendem Trapezgewinde ist es so, wie man es in dem Film und auf den Bildern sieht.
Das ist jetzt nicht mit übermenschlicher Gewalt zusammengeschraubt worden, doch es ist komplett, alle Gewindegänge sind in Benutzung, weiter zuschrauben geht nicht.
Der Absatz in den Rohren ist normal. Die Rohre sind normalerweise auch nicht für ein direktes Abteufen angedacht.
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
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Gruß PM
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Ich geb nicht auf...

Beitrag von Oceanborn » Mi 5. Feb 2020, 02:18

Hallo zurück, liebe Brunnenbauer...

Lange ist´s her... und manchmal spielt einem das Leben schon ganz besonders übel mit.
Um genau zu sein, eine beschädigte Bandscheibe (leider war´s meine eigene :o) und lange Zeit unerträgliches Kreuzweh, sodass ich mich gar nicht mehr gescheit rühren konnte, ein anstrengendes Weihnachtsfest und ein Todesfall in der Familie später melde ich mich nun nach beinahe zwei Monaten wieder zurück.
Hat mich gewaltig ausgebremst das alles - Euch hab ich die ganzen Einzelheiten lieber erspart und mich mal in der Zeit bisschen zurück genommen.
Ging für mich nicht anders... sorry!
Aber ich geb ganz bestimmt nicht auf, der Brunnen soll ja endlich einmal fertig und einsatzfähig werden, zu viel Arbeit, Zeit und nicht zu vergessen auch Geld ist da schon hinein investiert worden.

Alles ist noch mehr oder weniger so, wie es vor den ganzen Scherereien war, und mir ist bewußt, das es, wenn überhaupt, dann nun noch erheblich schwerer weitergehen wird.
Wir werden sehen, was sich damit nun noch anfangen lässt...
Denn Aufgeben ist definitiv keine Option für mich.

Aber zuallererst heisst es einfach mal wieder eine Runde die Kiespumpe schwingen...

Bild

das ist das Ergebnis vorerst:
eine Mörtelwanne voll Brocken und Kies.
2h Arbeit mit der Kiespumpe, nur die reine Pump Zeit.
2cm Fortschritt, weiter ist das Rohr noch nicht wieder nachgesackt.

Ich rechne damit, das ich noch bestimmt ein oder zwei Wannen voll Material fördern muß, bis sich da unten überhaupt irgendwas mal wieder bewegt.
Für´s erste werden die Brocken dort unten vermutlich erstmal nur von irgendwo her nachrutschen in Richtung Bohrloch...

Aber: auf der klammer ist bis jetzt noch nichtmal annähernd das Gewicht, was ich zuletzt drauf hatte.
Doch das werd ich gleich ändern...
Hab ja jetzt wieder frischen, neuen groben Kies, den ich auch gleich in die Wannen hinein schaufeln kann...
Dann wird das Druckauflager auch gleich wieder schwerer... :D
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Weiter geht´s...

Beitrag von Oceanborn » Mi 5. Feb 2020, 16:59

Hab heut wieder ne halbe Wanne Kies an die Oberfläche befördern können.
Aber das Rohr ist bestenfalls um einen Zentimeter nach unten gesackt.

ich hab´s ja schon befürchtet, das es schwer gehen würde.
Naja.
Aber was auch immer mal recht interessant sein kann, ist folgendes:

Bild

sich mal wieder die Situation im Rohr anzuschauen!
Gesagt, getan.
so hab ich mal wieder die Kamera einmal bis runter und wieder hinauf gezogen.
ich war selbst überrascht, wie klar das Wasser gerade unten war...
aber ausgerechnet weiter oben herrschte eine ordentliche Trübung...
Jedenfalls konnte ich unten, ganz am Grund folgende Situation vorfinden:

Bild

Steine, bis direkt unter die Unterkante des Rohres.
Keine Ahnung, wie viel von dem Material da offenbar schon nachgerutscht sein muß, nachdem ich schon Wanne um Wanne nach oben förderte, ohne das das Rohr tiefer rutscht.
Aber man wird sehen.
Irgendwann krieg ich es schon noch gelöst, dann kann es weitergehen...
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Untersuchung des Brunnenrohres mit der Kamera...

Beitrag von Oceanborn » Mi 5. Feb 2020, 17:01

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Kiespumpen "Tuning"...

Beitrag von Oceanborn » Mo 13. Apr 2020, 00:08

ich wollte ja noch was zum "Tuning" oder besser gesagt zum Wiederinstandsetzen meiner Kiespumpe schreiben.

Die untere Gummi Membrane, welche ständig dem Kontakt mit Steinen, Kies und Sand ausgesetzt ist, wird im Gebrauch beansprucht und man muß sie irgendwann erneuern.

Je nach Modell / Ausführung kann es sein, das man dazu erstmal die halbe Pumpe zerlegen muß.
Ich habe die Kiespumpe dieser Hausmarke von "Erdbohrer - Punkt - De Ee" und bei dieser muß man folgendermassen vorgehen:

Man muß, um an die Membrane zu gelangen, zwar noch nicht gleich alles zerlegen...
Doch beim Wiedereinbau muß man das tun.
Sonst ist es beinahe unmöglich eine Klemmplatte auf der Oberseite der Gummimembrane passgenau über den 3 Verschraubungen so zu platzieren, das man von unten durch die Membrane hindurch die Gewinde quasi blind trifft.

Also so oder so:
Man muß die Kiespumpe zerlegen.

Bild

Hat man den Kolben und die Kolbenmembranen entfernt, wird man sicher feststellen, wie viel Sand und Dreck da auch in den Gewinden gelandet ist.
Auch diesen Sand kann man entfernen, auch eine Pflege der Gewinde mit einem geeigneten Mittel steht meiner Meinung nach nichts im Wege... :D


Nun sieht man sich die Unterseite der Pumpe an.
Da sind drei Inbusschrauben.
Die muß man rausdrehen, dann ist die untere Gummimembrane frei und man kann sie herausnehmen, austauschen, anpassen, etc.

Bild

Dabei fällt einem bereits erwähnte Klemmplatte entgegen.
es ist dieses kleine unten abgerundete Metall-Teil rechts im zweiten Bild gleich bei den 3 Schrauben, es steckt im mittleren Loch eine lange Gewindestange schon drin.
Um genau diese Klemmplatte geht es.

Beim Wiedereinbau kann man sich seine Arme kaum so sehr verbiegen, das man diese kleine Klemmplatte so exakt innen platziert, das die Schrauben von unten treffen.
Daher hab ich sie auf diese lange M5 Gewindestange geschraubt, damit kann ich sie leichter in Position bringen zum "einfädeln".
Doch damit die Gewindestange da so locker rein geht, braucht man von oben Platz... das geht einfacher, wenn man den Kolben der Pumpe vorher ausbaut.
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