Bohrbrunnen im Münsterland

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich

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zehn0813
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Bohrbrunnen im Münsterland

Beitragvon zehn0813 » Mi 15. Mai 2019, 08:50

Vor gut einem Jahr war der Brunnenbohrer bei uns zu Gast. Neben den zwei Bohrungen für die SWWP hat er uns direkt einen Brunnen für die Gartenbewässerung mit gebohrt. Die Bohrung ist 20m tief mit blauem Brunnenrohr DN110.
Nach Ende des Hausbaus, dem Einzug und des Überwinterns kommt nun Schwung in die Gestaltung des Gartens und damit auch in den Ausbau des Brunnens. Grundsätzlich habe ich aber überhaupt keine Ahnung vom Thema. Aber da bin ich nicht bange, denn das war bei vielen Dingen im Bereich des Hausbaus ähnlich.

Grundsätzlich: Was wollen wir?
Wir wollen mit dem Wasser aus dem Brunnen unseren Garten bewässern. Garten heißt später mal gute 240m² Rasenfläche und dazu gute 180m² Beet / Pflanzen. Langfristig möchte ich bei der Bewässerung aber keinen 25m Schlauch hinter mir her ziehen und auch nicht beim Rasen sprengen alle 15 Minuten die Positionen der Sprenger verändern. Ziel ist es, eine kleine Bewässerungsanlage zu installieren und diese - optional - mit dem Bus-System arbeiten zu lassen. Heißt: Gartenbewässerung in Smart, wenn man das so nennen möchte.
Allerdings ist das das langfristige Ziel.
Kurzfristig - hauptsächlich aus Kostengründen - möchte ich jetzt zunächst dort wo der Brunnen ist einen Wasserhahn mit Anschluss für einen Gartenschlauch haben. Wasserhahn auf, Wasser läuft. Wasserhahn zu, Wasser läuft nicht mehr.

Ich möchte aber vermeiden, dass ich zum Beispiel eine Pumpe kaufe und installiere, die in ein paar Jahren, wenn der weitere Ausbau der Bewässerungs voranschreitet, nicht die richtige Wahl war, weil sie zum Beispiel nicht genug Druck erzeugen kann.

Der Brunnenbauer hat mir gestern auf Anfrage noch ein paar Daten zum Brunnen gegeben. Er sagte mir, dass ich die Pumpe auf 9m hängen soll. Viel tiefer ginge nicht, da dann bereits der Filter kommt. Auch sagte er mir, dass ich auf der Tiefe von 9m ruhigen Gewissens 4m³ fördern kann. Und das auch 24/7. Der Wasserstand liegt bei 1,70m unter Flur. Durch eine 4m³-Pumpe würde der auf 4,80m absinken.

Ansonsten hat er mir die Geräte von Grundfos empfohlen. Wobei das aber ja nur die Pumpe ist. Ich denke, dass ich noch mehr Geräte brauche - auch wenn es erstmal nur um das grundsätzliche Fördern von Wasser geht.

Zum Ausbau selbst: Ich habe einen konischen Betonschaft mit 125er Deckel über den Brunnen setzen lassen. Darin aktuell das Brunnenrohr, sowie diverse Elektrokabel. Ein 5x2,5mm² ist für die Pumpe und alles was kommt gedacht. Ggf. Schaltbar über das Bussystem vom Haus aus. Aktuell aber Dauerstrom, natürlich abgeschaltet.
Noch ist das Brunnenrohr mit einem Vlies / Tape abgeklebt. Einen Deckel habe ich seinerzeit bekommen. Der passt aber noch nicht. Ich glaube ich muss zunächst das obere Stück (ein Gewinde) abflexen.

Feuer frei. Was haltet ihr von der ganzen Nummer? Ich bin für jeden Gedanken dankbar.
MfG,
Sebastian
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Plunschmeister
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Re: Bohrbrunnen im Münsterland

Beitragvon Plunschmeister » Mi 15. Mai 2019, 21:21

Mich würde einmal der Brunnenausbauplan und das Schichtenverzeichnis interessieren. Falls nicht vorhanden, bitte anfordern!
Das benötigst du ja auch für deine Unterlagen.
So kann man da keine Aussage machen.
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Re: Bohrbrunnen im Münsterland

Beitragvon zehn0813 » Do 16. Mai 2019, 08:17

Plunschmeister hat geschrieben:Mich würde einmal der Brunnenausbauplan und das Schichtenverzeichnis interessieren. Falls nicht vorhanden, bitte anfordern!
Das benötigst du ja auch für deine Unterlagen.
So kann man da keine Aussage machen.


Ich habe weder einen Ausbauplan, noch ein Schichtenverzeichnis. Da hat auch nie jemand ein Wort drüber verloren. Die Bohrung ist nun auch gut ein Jahr her. Ob ich da nun noch dran komme bzw. ob der Brunnenbauer zumindest das Schichtenverzeichnis noch vorliegen hat. Den Ausbauplan wird er noch haben - zur Not im Kopf.

In wie Weit brauche ich so etwas für meine Unterlagen? Da habe ich mir noch keinen Kopf zu gemacht.

Keine Aussagen möglich, welche Pumpe oder welches weitere Gerät sinnvoll ist für den Endausbau? Ich war schon sehr zufrieden mit der Aussage, dass ich ne 4m³-Pumpe auf 9m hängen soll, die ich dann laufen lassen kann.

Oder haben die Schichten und der Ausbau des Brunnens Auswirkungen auf die Leistung der Pumpe?
MfG,
Sebastian
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Plunschmeister
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Re: Bohrbrunnen im Münsterland

Beitragvon Plunschmeister » Do 16. Mai 2019, 09:56

Der Brunnenbauer hat mir gestern auf Anfrage noch ein paar Daten zum Brunnen gegeben. Er sagte mir, dass ich die Pumpe auf 9m hängen soll. Viel tiefer ginge nicht, da dann bereits der Filter kommt. Auch sagte er mir, dass ich auf der Tiefe von 9m ruhigen Gewissens 4m³ fördern kann.

Woher weiß er das? Wurden Pumpversuche durchgeführt?
Kommt mir persönlich alles ein bisschen merkwürdig vor. Brunnentiefe von 20 m, Pumpe darf nur maximal bis 9 m hängen.

In wie Weit brauche ich so etwas für meine Unterlagen? Da habe ich mir noch keinen Kopf zu gemacht.

Mich würde schon interessieren, wie mein Brunnen aufgebaut ist. Wie lang ist die Filterstrecke, welche Schlitzweite wurde verwendet. Wurde eine Filterkiesschüttung eingebracht? etc.
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Re: Bohrbrunnen im Münsterland

Beitragvon zehn0813 » Do 16. Mai 2019, 14:22

Ich habe da ja echt überhaupt keine Ahnung von und habe es - vllt. auch im Stress des gesamten Hausbaus - im letzten Jahr hingenommen, dass ich nichts weiter an die Hand bekommen habe.

Der Brunnenbauer hatte selbst mit einer Pumpe den Brunnen in Betrieb genommen und mir noch gesagt, dass ich den Hahn in den nächsten paar Tagen hin und wieder über eine gewisse Zeit aufdrehen und laufen lassen soll. Er hat das auch genauer gesagt. Das habe ich aber vergessen. Nach ein paar Tagen hat er die Pumpe wieder abgebaut und mitgenommen. Anschließend das Brunnenrohr mit einem Tape verschlossen. Mir hat er den Deckel gegeben und gesagt ich muss das Rohr dann wohl um das Gewinde kürzen, damit der Deckel passt. Kürzen muss ich aber ja eh noch, da die endgültige Geländeoberkante noch nicht feststand.

Aber der Brunnenbauer ist ganz umgänglich. Ich habe vorhin erneut angerufen und die Daten erfragt. Man stellt mir nun alles zusammen und lässt es mir per E-Mail zukommen. Ich bin gespannt.

Für mich wäre dann jetzt der Zusammenhang zwischen den von dir erfragten Daten und der Leistung der Pumpe interessant.
MfG,
Sebastian
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Re: Bohrbrunnen im Münsterland

Beitragvon Plunschmeister » Do 16. Mai 2019, 16:41

Moin,
Für mich wäre dann jetzt der Zusammenhang zwischen den von dir erfragten Daten und der Leistung der Pumpe interessant.

Vereinfacht beantwortet: man kann die Rechnung nicht ohne den Brunnen machen.

Folgenden Daten liegen vor:
Die Bohrung ist 20m tief mit blauem Brunnenrohr DN110.

Der Brunnenbauer hat mir gestern auf Anfrage noch ein paar Daten zum Brunnen gegeben. Er sagte mir, dass ich die Pumpe auf 9m hängen soll. Viel tiefer ginge nicht, da dann bereits der Filter kommt. Auch sagte er mir, dass ich auf der Tiefe von 9m ruhigen Gewissens 4m³ fördern kann. Und das auch 24/7. Der Wasserstand liegt bei 1,70m unter Flur. Durch eine 4m³-Pumpe würde der auf 4,80m absinken.

Ich möchte aber vermeiden, dass ich zum Beispiel eine Pumpe kaufe und installiere, die in ein paar Jahren, wenn der weitere Ausbau der Bewässerungs voranschreitet, nicht die richtige Wahl war, weil sie zum Beispiel nicht genug Druck erzeugen kann.


Also ich kann dir auf solche Aussagen hin, keine Pumpe empfehlen.
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Gruß PM

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Re: Bohrbrunnen im Münsterland

Beitragvon zehn0813 » Do 16. Mai 2019, 18:40

Wahrscheinlich fußt die Empfehlung auch auf mehr Werten, die aktuell noch nicht bekannt sind.
Scheinbar gibt's aber noch mehr Werte auf die man achten muss - neben der Fördermenge.
MfG,
Sebastian

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