Bergungswerkzeuge

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Plunschmeister
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Bergungswerkzeuge

Beitragvon Plunschmeister » Sa 29. Mär 2014, 09:34

So mancher Brunnenbauer wird von einer fest gesaugten Kiespumpe oder Plunscher, einem verknotetem oder gar abgerissenen Plunscher-Seil, einem Stein, welcher das weitere vorantreiben des Bohrloches hemmt oder unmöglich macht beim Brunnenbau überrascht werden.

Hier heißt es zunächst einen kühlen Kopf zu bewahren.

Auch mit solchen Situationen wurden bereits Brunnenbauer vor mehr als 100 Jahren konfrontiert. Warum das Rad neu erfinden, wenn in alten Büchern bereits praktisch erprobte Werkzeuge vorgestellt wurden, um solche „Bohrunfälle“ zu meistern. Diese Werkzeuge werden auch in heutiger Zeit noch gute Dienste im Brunnbau verrichten. Der Brunnenbauer sollte nur Kenntnis von deren Existenz haben und in der Lage sein, die dementsprechenden Bergungswerkzeuge zu seinem Nutzen richtig einzusetzen.

Der Krätzer:
auch Fuchsschwanz, Glückshaken, Spiralkrätzer oder Raumeisen genannt.
Bild
Abb. 1
Links mit einer Steigung:
Anwendung: Stangenbrüche unter einem Bund, zum Heben von kleinen Gegenständen (Gesteins- oder Eisenstücke)
Rechts mit zwei Steigungen:
Anwendung: sehr häufige Anwendung bei Löffelseilbrüchen (Plunscher-Seilabriss in der Tiefe), Abriss der Steigleitung einer U-Pumpe.
BildBildBild
Bildquelle: Privat-Plunschmeister 2013
Steinefänger-Probe mit einer Windung:: eine konische Windung verstärkt den Hebeeffekt

Eine richtige Wirkung wurde durch eine glatte Rundung nach außen und eine gute Schärfe nach Innen erreicht. Die Windung muss man sich als als dreieckige offene Schraubenmutter vorstellen.
Die scharfen Windungen arbeiten sich in das Abgerissene Gestänge oder dem abgerissenen Plunscher-Seil ein, halten diese fest und können so aus der Tiefe geborgen werden. [1]


PM- 03/2014
Quellennachweise:
[1] Beer, August Heinrich, Erdbohrkunde; Verlag der k.k. Hof-Buch und Kunsthadlung F.A. Credner, Prag 1858, S. 218
Bildnachweise:
Abb. 1: Beer, August Heinrich, Erdbohrkunde; Verlag der k.k. Hof-Buch und Kunsthadlung F.A. Credner, Prag 1858, S. 218
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
* 2712193509122015*
Gruß PM

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