Neuer Rammbrunnen im Betonring (Schacht)

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Plunschmeister
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Re: Neuer Rammbrunnen im Betonring (Schacht)

Beitragvon Plunschmeister » Sa 11. Jul 2015, 09:38

Moin,

versuche doch anfangs einmal ohne Seilrolle zu plunschen, um ein Gefühl für die KP zu bekommen.

Die KP auf den Bodengrund ablassen, nun solltest du am Seil merken, das sich der Kolben nach unten senkt ( ca. 5 bis 20 Sek.)
Danach mit Gefühl am Seil gleichmäßig ziehen ca. 10 cm, den Kolben wieder absenken lassen, das Gleiche nochmal. Du musst also praktisch pumpen.
Den Sog erzeugst du durch die Auf-und Abwärtsbewegung des Kolbens. Wird Bodenmaterial in die KP gezogen, wirst du merken, dass sich der Kolben nicht mehr bis ganz nach unten in der KP senkt.( Kolbenbewegung wird kleiner)

Funktioniert dieses, so kannst du später auch etwas kräftiger ziehen ( der Kolben muss nicht zwingend bis zum Anschlag gezogen werden), man bekommt ein Gefühl dafür.
Beim Plunschvorgang selbst kannst du Fremdwasser zulaufen lassen, denn der Kolben arbeitet nur unter Wasser und erzielt so einen ausreichenden Unterdruck.

Später dann mit Seilrolle, nicht nur mit den Armen ziehen, sondern mit dem ganzen Oberkörper arbeiten.
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
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Gruß PM

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BurbekPlunscher
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Re: Neuer Rammbrunnen im Betonring (Schacht)

Beitragvon BurbekPlunscher » Di 14. Jul 2015, 22:04

Ich mag es ja gar nicht schreiben, aber nachdem das Fremdwasser versickert war, habe ich den Grund dafür entdeckt, warum die Kiespumpe keinen Kies gesaugt hat: ein ca. 15cm großer Stein lag quer im Rohr. Der ist wohl beim Einlassen des Brunnenrohrs hinunter gefallen. Kann mich erinnern, dass mich dieser Stein schon mal geärgert hat, als ich mit dem Erdbohrer gearbeitet habe.
Ich habe deswegen schnell ein neues Loch gebohrt...Übung macht den Meister :D
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Bohrbrunnen
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Re: Neuer Rammbrunnen im Betonring (Schacht)

Beitragvon Bohrbrunnen » Di 14. Jul 2015, 23:02

Versteck den Stein schnell im Nachbar seinem Garten. :mrgreen:
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Re: Neuer Rammbrunnen im Betonring (Schacht)

Beitragvon BurbekPlunscher » Do 16. Jul 2015, 18:26

Hallo zusammen,
ich werde noch wahnsinnig....
Habe das neu gebohrte Loch zwei Tage stehen lassen und wollte heute Plunschen!
Jedoch wieder das gleiche Spiel! Die Kiespumpe herunter gelassen und voller Vorfreude geplunscht....
Nichts passierte, kein Gramm Kies gefördert. Dann mit dem 95'er Bohrer rein... Und siehe da, der Boden ist hart wie Stein. Auch mit dem bloßen Vierkannt des Bohrers hab ich nichts erreicht.
Ich glaube da unten hat sich eine feste Lehmschicht gebildet. Habe hier etwas von einem Edelmann- oder Riversidebohrer gelesen. Welcher wäre jetzt der Richtige? Und hat jemand eine Bauanleitungen für mich?
Danke im Voraus....
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Re: Neuer Rammbrunnen im Betonring (Schacht)

Beitragvon Bohrbrunnen » Do 16. Jul 2015, 22:33

Schau mal in unserem Brunnen Pedia unter Bauanleitungen.
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Re: Neuer Rammbrunnen im Betonring (Schacht)

Beitragvon BurbekPlunscher » Sa 18. Jul 2015, 16:54

Hallo zusammen,
ich bin mir nicht sicher, ob ich hier immer noch in der richtigen Rubrik unterwegs bin....mittlerweile habe ich ja schon dazu entschlossen den steinigeren Weg eines Bohrbrunnens zu gehen.
Nach anfänglichen Fehlern, die man nur einmal macht, habe ich heute etwas von der Euphorie eines vollbrachten Werkes zu spüren bekommen. Ich habe sage und schreibe 2m Brunnenrohr versenken können. Die Kiepumpe ist die Wucht wenn man weiß wie es geht. Einmal ziehen und die Pumpe ist voll.
Leider geht es zur Zeit aber nicht weiter. Es sieht so aus, als ob das Sumpfrohr (50cm) mit Kies gefüllt ist.
Das ist auch noch der Fall, wenn ich mit der Kiespumpe einige Ladungen gefördert habe, so als ob ich den Kies von unterhalb des Sumpfrohres nachziehe. Kann das sein? Wir haben zu zweit auf der Holzklammer gestanden! (180kg) und es geht nicht weiter!
Mehr Gewicht würde das Problem hier nicht lösen, oder?
Irgendwie müssen ja die letzten drei Meter Rohr noch in den Boden?

Gruß Thomas
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Re: Neuer Rammbrunnen im Betonring (Schacht)

Beitragvon Bohrbrunnen » Sa 18. Jul 2015, 20:25

Gewicht ist alles.
da können mal 400 Kg auf der Klammer ruhen, oder auch mehr.
Je nach dem wie groß die Steine sind kann es da schon mal harken.
Vielleicht steht das Rohr auch wo auf.
Mal 10 cm hoch ziehen und erneut probieren.
Gruß Manfred
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Re: Neuer Rammbrunnen im Betonring (Schacht)

Beitragvon BurbekPlunscher » Sa 18. Jul 2015, 22:08

Ja aber gibt es eine logische Erklärung dafür, dass der Kies im Sumpfrohr nicht weniger wird?
Kann es denn sein, dass dieser hochgedrückt wird?

Viele Grüße Thomas
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Re: Neuer Rammbrunnen im Betonring (Schacht)

Beitragvon Bohrbrunnen » Sa 18. Jul 2015, 22:21

Ich habe dafür keine Erklärung.
Mal ist das Rohr mit Material gefüllt, mal kommt die Kiespumpe unter das Rohr.
Wenn du da unten saugst mit der Pumpe bewegst du etwas, nur wie es reagiert kann dir keiner sagen.
Vor allem nicht wenn er es selbst nicht sehen, oder spüren kann.
Gruß Manfred
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Re: Neuer Rammbrunnen im Betonring (Schacht)

Beitragvon BurbekPlunscher » Do 27. Aug 2015, 22:41

Hallo noch mal,

so richtig voran gekommen bin ich mit meinem Projekt nicht. Mir fehlte auch ein wenig die Zeit hierfür.
Im Moment habe ich 6,5m DN115 Brunnenrohr mit 2m Filterrohr (SW 0,3) versenkt. Wassersäule ist 2,5m im Rohr.
Da ich ja sowieso vor hatte, aus dem Brunnenrohr mit einem Hauswasserwerk (Anschluss 1") zu saugen könnte ich mir 2 andere Möglichkeiten vorstellen:
1. Einen Rammbrunnen in das Rohr zu schlagen den Zwischenraum mit Filterkies aufzufüllen um das Rohr anschließend zu ziehen. Unsicher bin ich mir, welchen Durchmesser das Saugrohr haben soll.
Kann ich bei einem Pumpenanschluss von 1" mit einem 2" Rohr mehr Wasser erwarten als bei einem 1" Rohr? Würde es etwas bringen eine Filterverlängerung zu benutzen? Dann müsste ich das Rohr ja noch ca. 1m weiter eintreiben. (Es soll ja 1m Wasser über dem Filter stehen)
2. ein kleineres Brunnenrohr 2" mit einem 1m Filter (SW 0,5 oder 0,75) mit Bodenkappe in das große stellen. Das große Rohr würde ich dann als Vorfilter in der Erde lassen. Weiter oben müsste ja auch hier auf 1" reduzieren.

Machen diese Ideen Sinn und was macht von der Ergiebigkeit her mehr Sinn?

Viele Grüße
Thomas

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