Sand im Rammbrunnen

Erstellung nur bis zu einem Grundwasseranfang bis zu 6m möglich

Topic author
strassenchecker
Beiträge: 38
Registriert: So 18. Jun 2017, 00:34

Re: Sand im Rammbrunnen

Beitragvon strassenchecker » Di 28. Nov 2017, 21:02

Hallo zusammen,

so, ich hab in der Zwischenzeit noch etwas weiter geplunscht, bin jetzt mit meinem Arbeitsrohr bei genau 16m. Im Rohr sind es 15,60m. Da meine elektr. Seilwinde nicht mehr hergibt (18m sind auf der Rolle) wäre nun der Moment gekommen um aufzuhören. Das Bodenmaterial ist nach wie vor praktisch nur Sand, hier und da ein paar Lehmbatzen und kleinere Feststoffe welche ich gar nicht definieren kann. Zwischenzeitlich habe ich auch mit Herrn Lotze telefoniert. Er meinte zwar das ich die Filterleistung etwas zu pessimistisch sehe, aber ich würde folgendermaßen weitermachen:

Filterstrecke in 3" mit
- 1m Sumpfrohr und Bodenkappe. Wenn ich irgenwo einen halben Meter bekomme dann eben nur 0,5m
- 5m Feinsandfilter (max. Filterleistung 2,6m³/m)
- Übergangsstück von 3" auf 4 1/2" Marke Eigenbau. Ich dreh mir dazu ein Adapterstück aus PVC und verklebe es dann
- Rest 4 1/2 " Glattwandrohr
- Filterkiesschüttung ca 0,8mm Körnung

Wäre, das ok in Verbindung mit einer 4m³-Pumpe?
Weiß jemand wie ich die benötigte Menge der Kiesschüttung berechne?
Was muss ich beachten beim Einbringen der Kiesschüttung und gleichzeitigem Ziehen des Arbeitsrohres?

Gruß,
Achim
Benutzeravatar

Bohrbrunnen
Beiträge: 1119
Registriert: Do 8. Aug 2013, 22:56

Re: Sand im Rammbrunnen

Beitragvon Bohrbrunnen » Di 28. Nov 2017, 23:21

Hallo Achim,
das mit dem halben Sumpfrohr ist kein Problem.
Wenn du dir einen Adapter drehen kannst drehe dir eine Dickere PVC Scheibe die ins Rohr passt, verkleben plus 3 Schrauben.
Filterkiesmenge kannst du leicht bestimmen.
Ein Stück Arbeitsrohr von einem Meter, 3" Rohr einstellen und füllen. Im Hof auf dem trockenen.
Rohre weg und Häufchen in einen Eimer füllen. Dann hast du das was rein muss für einen Meter.
Beim ziehen vom Arbeitsrohr musst du aufpassen das dein Brunnenrohr nicht mit hoch kommt.
Am besten gegen den Dreibock abstützen.
Filterkies für 1,5 Meter einfüllen und das Arbeitsrohr einen Meter ziehen.
Gruß Manfred
Glück Auf!

Lieber Ratten im Keller als Verwandtschaft im Haus.

Topic author
strassenchecker
Beiträge: 38
Registriert: So 18. Jun 2017, 00:34

Re: Sand im Rammbrunnen

Beitragvon strassenchecker » Mi 29. Nov 2017, 09:01

Bohrbrunnen hat geschrieben:das mit dem halben Sumpfrohr ist kein Problem.
Wenn du dir einen Adapter drehen kannst drehe dir eine Dickere PVC Scheibe die ins Rohr passt, verkleben plus 3 Schrauben.
Filterkiesmenge kannst du leicht bestimmen.
Ein Stück Arbeitsrohr von einem Meter, 3" Rohr einstellen und füllen. Im Hof auf dem trockenen.
Rohre weg und Häufchen in einen Eimer füllen. Dann hast du das was rein muss für einen Meter.

meine Güte, manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht... :lol:, Danke Manfred!

Noch ne Frage. Theorethisch hab' ich das alles verstanden. Trotzdem, jetzt mal unabhängig vom Preis der Feinsandfilter: wär's besser statt 3" Feinsandfilter gleich 4" zu verwenden (gleiche Filterstrecke. z.B 5m) und auf die Kiesschüttung zu verzichten, oder eben so wie besprochen. Also ich meine dauerhaft Freude am Brunnen ohne alle paar Jahre den Brunnen spülen zu müssen etc.

Ich Frage deswegen, weil der Sand für mich schon etwa so ist wie eine Sperrschicht. So recht kann ich mir nicht vorstellen, dass da wirklich genug Wasser nachläuft. Bezug auf 4m³ Wasserentnahme. Bin ich mit 5 Meter im grünen Bereich oder doch lieber Gürtel und Hosenträger? Herr Lotze hätte mir zu max. 4 Metern in 3" geraten, und er sollte es ja eigentlich wissen...

noch habe ich alle Möglichkeiten...

Plunschmeister hat geschrieben:Da diese Art der Feinsandfilter auch in bereits bestehende, sandführende Brunnen zum Einsatz kommen, könnte man auch eine verlorene Filterstrecke einbauen.
Also praktisch, 4 Zoll Sandfilter in 4m Länge + 1m Vollrohr, in den bestehenden Brunnen schmeißen. Auf dem 1m Vollrohr eine Ringraumabdichtung gegen das 6 Zoll-Rohr setzen und das 6 Zoll-Rohr soweit ziehen, sodass 2m Sandfilter in der bisherigen Filterstrecke stehen. Die Ringraumdichtung quillt dann auf und verschließt gegen das 6 Zoll-Rohr.
Das 6 Zoll-Rohr ist dann praktisch das Aufsatzrohr und man muss dieses nicht noch zusätzlich kaufen. Übergangsmuffen fallen weg. Es ist jede Pumpe einsetzbar.
Die Feinsandfilter bekommt man später als normale Rohrtour eh nicht gezogen, wären also praktisch auch "verloren".

sehr interessant, aber wenn da beim Ziehen des Arbeitsrohres was schief geht, könnt's evtl. problematisch werden. Ich glaube,das wäre mir zu riskant. Wie lange dauert es, bis die Ringraumdichtung aufquillt?

Gruß,
Achim
Benutzeravatar

Plunschmeister
Beiträge: 1736
Registriert: Do 1. Aug 2013, 18:11

Re: Sand im Rammbrunnen

Beitragvon Plunschmeister » Mi 29. Nov 2017, 11:17

Ich Frage deswegen, weil der Sand für mich schon etwa so ist wie eine Sperrschicht. So recht kann ich mir nicht vorstellen, dass da wirklich genug Wasser nachläuft. Bezug auf 4m³ Wasserentnahme. Bin ich mit 5 Meter im grünen Bereich oder doch lieber Gürtel und Hosenträger? Herr Lotze hätte mir zu max. 4 Metern in 3" geraten, und er sollte es ja eigentlich wissen...

Eine Filterkiesschüttung, bringt schon bei einem 3" Rohr nichts - diese sollte mindestens 50mm betragen, also kannst du ruhig auf 4 " gehen. Die Poren der Sandfilter sind außen 0,08 mm und innen 0,15mm groß. Feinsand hat eine Korngröße von 0,06mm bis 0,2mm.
Das Prinzip, der nach innen größer werdenden "Filterschlitze", wurde bereits in alten Schachtbrunnen angewendet, diese können praktisch nicht verstopfen.

sehr interessant, aber wenn da beim Ziehen des Arbeitsrohres was schief geht, könnt's evtl. problematisch werden. Ich glaube,das wäre mir zu riskant. Wie lange dauert es, bis die Ringraumdichtung aufquillt?

Die Quellverzögerung beträgt in etwa 15min. bis 20min. - beim Dichtgranulat.
Riskant ist es schon, man benötigt natürlich auch das entsprechende Werkzeug, um die Filterstrecke in der Tiefe zu halten.
Ringraumdichtung

Bei der Auswahl der Brunnenpumpe, schaue dir bitte die jeweilige Pumpenkennlinie an. Nur dieser kannst du genau entnehmen, welche Fördermenge diese auch tatsächlich bringt.
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
* 2712193509122015*
Gruß PM

Zurück zu „Rammbrunnen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste