Rammbrunnen in verunglückten Bohrbrunnen

Erstellung nur bis zu einem Grundwasseranfang bis zu 6m möglich
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Brunnenfan
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Rammbrunnen in verunglückten Bohrbrunnen

Beitrag von Brunnenfan » Di 16. Jun 2020, 12:33

Hallo,
im Frühjahr ließ ich mir einen Brunnen bohren. Das Loch wurde 12 m gebohrt. Als die Rohre eingeschoben wurden, versperrte sich ein Stein bei etwa 7 m. Der Bohrbrunnen bringt zu wenig Wasser. Nun habe ich überlegt, aus dem verunglückten Bohrbrunnen einen Rammbrunnen zu machen. Allerdings ist bei 7 m der Stein, der das Loch vollständig abdeckt. Kann der Rammbrunnen gelingen?
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Plunschmeister
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Re: Rammbrunnen in verunglückten Bohrbrunnen

Beitrag von Plunschmeister » Di 16. Jun 2020, 22:35

Brunnenfan hat geschrieben:
Di 16. Jun 2020, 12:33
Hallo,
im Frühjahr ließ ich mir einen Brunnen bohren. Das Loch wurde 12 m gebohrt. Als die Rohre eingeschoben wurden, versperrte sich ein Stein bei etwa 7 m. Der Bohrbrunnen bringt zu wenig Wasser. Nun habe ich überlegt, aus dem verunglückten Bohrbrunnen einen Rammbrunnen zu machen. Allerdings ist bei 7 m der Stein, der das Loch vollständig abdeckt. Kann der Rammbrunnen gelingen?
Das wird schwierig, wenn dort unten ein Stein die Bohrung vollständig blockiert. Dann ist da noch der Wasserstand im Brunnen zu beachten. Dieser kann ja u.U. unter die Saughöhe einer oberirdischen Kreiselpumpe abfallen.

In welchem Durchmesser wurden der Brunnen denn ausgebaut? In welcher Tiefe beginnt das GW? Wie waren die Bodenverhältnisse und wie lang ist die Filterstrecke?
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Re: Rammbrunnen in verunglückten Bohrbrunnen

Beitrag von Brunnenfan » Mi 17. Jun 2020, 08:19

Weil das Wasseraufkommen nicht überragend war, wurde eine Filterstrecke von 4 m gewählt. Das Wasser steht bei etwa 5 m. Der Boden ist lehmig. Die Rohre haben einen Durchmesser von 125 mm. Der 2m Wasserstand ist relativ schnell ausgepumpt.
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Plunschmeister
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Re: Rammbrunnen in verunglückten Bohrbrunnen

Beitrag von Plunschmeister » Mi 17. Jun 2020, 09:12

Im Prinzip ist ja der Brunnenbauer für seine geleistete Arbeit verantwortlich, also solltest du den Brunnen reklamieren, denn er funktioniert ja nicht.
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Re: Rammbrunnen in verunglückten Bohrbrunnen

Beitrag von Brunnenfan » Mi 17. Jun 2020, 11:09

Der Brunnenbauer übernimmt keine Garantie. Das Risiko liegt beim Auftgraggeber.

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Re: Rammbrunnen in verunglückten Bohrbrunnen

Beitrag von Brunnenfan » Do 18. Jun 2020, 10:01

Da das Bohrloch 12 m tief ist, müsste ich ja nur den Stein vom Loch in 7 m Tiefe weg schieben. Wie könnte man den Stein zur Seite schieben?
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Eriberto
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Re: Rammbrunnen in verunglückten Bohrbrunnen

Beitrag von Eriberto » Do 18. Jun 2020, 10:14

Wahrscheinlich gar nicht! Zertrümmern!
Gruß
Florian

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Re: Rammbrunnen in verunglückten Bohrbrunnen

Beitrag von Brunnenfan » Do 18. Jun 2020, 12:16

Danke für den Hinweis: Stein zertrümmern.
Ich denke mir: Wenn der Stein in das Bohrloch gerutscht ist, kann man ihn wieder zurückdrängen.
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Plunschmeister
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Re: Rammbrunnen in verunglückten Bohrbrunnen

Beitrag von Plunschmeister » Do 18. Jun 2020, 13:02

Brunnenfan hat geschrieben:
Do 18. Jun 2020, 12:16
Danke für den Hinweis: Stein zertrümmern.
Ich denke mir: Wenn der Stein in das Bohrloch gerutscht ist, kann man ihn wieder zurückdrängen.
Theoretisch wohl ja, aber auf 12 mTiefe hast keine Gewalt über das Bohrgestänge. Der Stein muss zudem in das umliegende Bodenmaterial zurück gedrückt werden.
Musst es halt versuchen, vorher das Rohr ein Stück ziehen.
Da bleibt wirklich nur das Zertrümmern, wobei da die Gefahr besteht, das Brunnenrohr zu beschädigen.
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