Brunnen in Potsdam

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich

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little.io
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Registriert: Sa 11. Nov 2017, 11:28

Brunnen in Potsdam

Beitragvon little.io » Sa 11. Nov 2017, 21:23

Hallo, ich habe ja bisher hier immer fleißig als Gast mitgelesen. Nun habe ich mich auch entschlossen in Eigenregie einen Brunnen zu bohren und freue mich auf eure Begleitung hier im Forum.
Vor zwei Wochen habe ich mit einem 200mm Handbohrer angefangen ein Loch in meinen Garten vorzutreiben. Das ging 7m auch ziemlich flott. Unter einen ca 30.cm starken Mutterbodenschicht ging es bis ca. 7m auch zügig durch Sand abwärts, keine Steine. Bei 2m lag eine schwache Lehmschicht (30cm stark). Diese war etwas langsamer zu durchbohren, aber machbar. Ab 6,5 m stand dann Wasser im Bohrloch und die nächste Lehmschicht hat begonnen. Diese habe ich mit einem 145mm Bohrer angebohrt und dann immer mit dem 200mm Bohrer erweitert. Da ich den Bohrer vom Bohrgestänge unabhängig nach oben holen kann, hielt sich der Aufwand in Grenzen. Dieser Lehm hatte eine knetartige Konsistenz und ließ sich mit einem Spachtel vom Bohrer abheben. Nach knapp 8m hatte ich diese durchbohrt. Nunmehr steht die nächste Lehmschicht an. Hier hat der Lehm eine breiige Konsistenz, manchmal durchsetzt von kleinen Steinen und lässt sich nur schwer vom Bohrer lösen. Krisengespräch mit dem Kumpel ergab, dass er ähnliche Verhältnisse hatte und dann sein Brunnenrohr (DN 100) eingesetzt hat und dieses mit viel Gewicht, Bodenlockern und plunschen und mit sehr viel Anstrengung vorangetrieben hat.
Wenn ich die Profis hier im Forum richtig verstanden habe, wäre es ebenfalls möglich und eventuell sogar besser, ein Arbeitsrohr zu setzen und unbedingt das Wasser aus dem Bohrloch abzupumpen und anschließend dann mit einem kleineren Bohrer im Rohr weiter zu bohren? Da ich eine 4 Zoll Tiefbrunnenpumpe bereits besitze, wäre es ja theoretisch unproblematisch. Ich würde das gern so in Angriff nehmen, letztendlich fehlt mir aber die Erfahrung, wie sich das weitere Verfahren gestaltet. Deshalb bitte nicht mit dem Kopf schütteln, wenn ich hier nun meine Fragen stelle.
Das Wasser entferne ich manuell oder gibt es auch Schmutzwasserpumpen, die diese Förderhöhe (derzeit 8,50m) und die großen Schwebeteile, die höchstwahrscheinlich im Wasser schwimmen bewältigen?
Falls ich die Bohrung trockenlegen kann - derzeit müssten dort ja ca 2m Wasser stehen - drückt dann wieder das Wasser eigentlich von unten nach, oder stammt die derzeitige Wassersäule aus Schichtenwasser, welches sich auf der Lehmschicht sammelt und dann seitlich eindrückt? Ich hatte immer gedacht, dass Lehm kein Wasser durchlässt. Eine Frage noch für die Glaskugel: Hat jemand Erfahrung, wie sich der Lehm dort unten dann verändert? Wird er ggf. fester, so dass man ihn schneiden und auch nach oben bringen kann? Derzeit habe ich ja immer das Gefühl, dass ich zwar ohne Probleme in diese Schicht schneiden kann, das stehende Wasser aber alles wieder vom Bohrer herunterspült.
Sorry für die Fragen, aber bisher habe ich nicht tiefer als 3,00m gebuddelt, um eine Zisterne zu versenken und da steht man in der Baugrube und kann das irgendwie alles besser sehen und auch deuten, als das was da unten in derzeit 9,00 m vor sich geht.
Ich werde morgen mal das Bohrgut fotografieren und die Bilder hier einstellen.

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