Mein Bohrbrunnen

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich

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Aschi86
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Mein Bohrbrunnen

Beitragvon Aschi86 » Sa 30. Sep 2017, 21:59

Hallo

Ich möchte nächstes Jahr mit dem Bau eines Bohrbrunnen beginnen. Wie manche schon in meinem Vorstellungs-Thread gelesen haben, plane ich mit DN115 Rohre mit Muffen. Muffen deshalb weil ich mit Arbeitsrohr Plunschen will, da ich vom Boden her nichts dem Zufall überlassen will.
So weit, so gut. Gebohrt werden 200mm und jetzt kommt der Knackpunkt. Im besagten Thread von mir schrieb ich, dass ich 160er KG Arbeitsrohre mit geschweisster Schelle über der Muffe nehmen wollte. Mir wurde abgeraten, was klar ist, wenn man die ganzen Beiträge über KG Rohre liest.

Nun meine Frage:

Was nimmt man denn als Arbeitsrohr? Außer Brunnenrohre mit TNA Gewinge. Oder ist dies "die" Lösung?

MfG Christian
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Bohrbrunnen
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Re: Mein Bohrbrunnen

Beitragvon Bohrbrunnen » So 1. Okt 2017, 00:05

Hallo Christian,
schattige Täler und sonnige Berge, dazwischen du als Qi. Dein yin und Yang.
Menschen haben bislang das Verlangen mit Null Einsatz ein Maximum an Erlös zu bekommen.
So ist es auch mit den Brunnen. Es kommt auf das Verständnis und den Einsatz an.
Mal versuchen dir das zu erklären.
Was dich im Boden erwartet weißt du nicht. Wo das Grundwasser beginnt auch nicht.
Nach dem Mutterboden hast du Lehm erreicht. Lehm hat bisweilen die Eigenschaft in Verbindung mit Wasser sich auszudehnen, zu quellen.
In Abhängigkeit zu der Tiefe sind das Drücke welche du nicht einschätzen kannst. Dass sich in zunehmender Tiefe die Reibungskraft nicht linear erhöht kennt man aus den Wolkenkratzer Bau.
Das heißt für dich dein Abflussrohr drückt sich mit zunehmender Tiefe zusammen. Kann bedeuten das es langsam geht, oder schlagartig. Das bedeutet unter Umständen den Verlust deines Werkzeuges.
Dein Bohrer, 200 mm und ein Rohr mit 160 mm bedeutet keine Führung in der Bohrung. Das Bohrrohr wackelt im Bohrloch und verbiegt sich, mehrfach, ein Bruch ist vor programmiert.
Die Steckmuffen, du musst das Rohr welches du abteufst ja belasten, da sind 400 Kg keine Seltenheit, eher noch mehr. Das hält das Abflussrohr nicht aus. Das Rohr siebt sich weiter ineinander, mehr als die Muffen vorsehen. Verkleben hält auch nicht. Zusammen nieten, oder Schrauben mag bis zu einem gewissen Punkt helfen, aber du bleibst mit der Kiespumpe daran hängen, hohes Gewicht bringt die Verbindung zu reisen.
Bringst du dein Arbeitsrohr nicht mehr aus dem Boden hast du auch verloren, der Zwischenraum vom Brunnenrohr zum Arbeitsrohr setzt sich schnell zu und dein Brunnen ist trocken.
Ich hoffe du kannst das verstehen.
Was du machst ist deine Sache.
Als Arbeitsrohr brauchst du stabiles Rohr das fest verbunden werden kann, z.B. mit Gewinde. Als Material eignet sich Stahlrohr, oder das blaue Brunnenrohr.
Muffen sind beim abteufen immer hinderlich. Im Lehm bleiben sie oft hängen, kleben, an Steinen rutschen sie nicht ohne weiteres vorbei. Unnötige Auflast und Kraft.
Nun kommt es auf deinen Einsatz an. Werkzeuge und Arbeitsrohr, wenn du dem Verschluss im Rohr nicht trauen möchtest. Es gibt da ja mehrere Varianten.
Arbeitsrohre Leihen, oder kaufen. Kaufen und weiterverkaufen ist eine Option, mehrere Brunnen bauen eine andere.
Schreibe dir das nur so ausführlich weil ich nicht schlafen kann, sonst wäre es mir egal. Ich unterstütze3 auch keinen Brunnenbau mit Abflussrohr, finde es aber ehrlich von dir es zu schreiben, mit ein Grund für die Antwort.
Jetzt finde dein Yin & Yang.
Gruß Manfred
Glück Auf!

Lieber Ratten im Keller als Verwandtschaft im Haus.

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Aschi86
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Re: Mein Bohrbrunnen

Beitragvon Aschi86 » So 1. Okt 2017, 08:05

Hallo Brunnenbohrer

Danke für die ausführliche Antwort. KG Rohr wird nun definitiv ausscheiden. Wie schon mal geschrieben, möchte ich ja nichts dem Zufall überlassen, und dabei auch jedes unnutze Risiko vermeiden.

Welche Größe eignet sich für meinen 200er Bohrer denn am besten? DN150 TNA?
Wäre dieses dann sinnvoll für einen DN115 Brunnen mit Muffen?

Natürlich muss ich nicht unbedingt mit 200mm bohren. Diesen hab ich halt schon von einem anderen Projekt. Genau so wenig muss es ein DN115 Brunnen sein, wenn z.B. ein DN100 genau so gut ist.

Pumpe war eine relativ einfache Saugpumpe gedacht. Das wird sich dann aber erst zeigen.

MfG Christian

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Re: Mein Bohrbrunnen

Beitragvon nicor » So 1. Okt 2017, 08:49

Hi, wenn du diesen großen Bohrer nehmen möchtest, was natürlich VIEL mehr Arbeit bedeutet statt gleich ein 115er Bohrer dann kannst du ja eventuell das Arbeitsrohr mit 2m Filter unten versehen, kostet dann auch nicht die Welt mehr, und hoffen das es auch gleich dein richtiges bleibt. So hast du sonst zwei Rohre zu kaufen, ne Kiesschüttung muss dann auch noch rein usw. Ein riesen Plunscher oder Lehm/Tonbohrer dann auch noch. Da kannst du auch gleich bohren lassen. Lass es dann unten offen, zum bohren und dann mit dem Quellstopfen zu machen, fertig. Warum du diese nicht vertraust hast du ja nicht geschrieben.
Also 200er Loch per Hand im Lehm boren, vergiss es, ich hatte durchgängig Lehm, Ton, Mergelmist und habe mit meinen Heimwerkergeräten bei rund 7m aufgegeben. In einem rutsch bekomme ich aktuell 400/500l gezogen, dann muss ich halbe Stund warten um dann rund 300l zu ziehen. Wie ich nun weiß geht die Bodenschicht noch viele Meter so weiter, also die Quälerei hätte kein Ende. Schachtbrunnen zu aufwändig.

Gruß nic

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Re: Mein Bohrbrunnen

Beitragvon Aschi86 » So 1. Okt 2017, 09:22

Hallo nic

Ich habe mit dem 200er Bohrer schon mal einen Meter tief gebohrt in den Lehm. Das ging eigentlich recht gut und dauerte ca. 5 Minuten. Kiespumpe und andere Werkzeug baue ich mir selbst.
Ich wollte nicht im Brunnenrohr arbeiten wegen der Gefahr es zu beschädigen. Außerdem weiß ich gerade noch überhaupt nichts über unseren Boden hier. Habe gelesen, dass man lieber größer im Durchmesser anfangen soll, wenn man sich nicht sicher ist. Über den Quellstopfen hab ich schon gelesen das er sich mal aufgelöst hat ( diese Pellets ). Evtl lese ich mich noch besser in die "Eriberto Methode" ein.

MfG Christian

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Re: Mein Bohrbrunnen

Beitragvon nicor » So 1. Okt 2017, 21:32

Wenn du weiter Lehm hast kommt das Problem das du mit dem Bohrer wie beim einem Korkenzieher diesen reindrehst und dann den Lehm hochreißen musst. Man schneidet den leider nicht. Daher Edelmannbohrer oder mh komme gerade nicht auf den anderen Namen fängt glaube ich mit A an, nehmen damit schneides du den Lehm und kannst ihn hochholen. Aber vielleicht hast du Glück das der Lehm nicht so tief geht.

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Re: Mein Bohrbrunnen

Beitragvon Aschi86 » So 1. Okt 2017, 21:39

Hallo nic

Demnächst (evtl. morgen schon) bohre ich noch ein Loch für ein anderes Projekt. Dieses soll dann 2m tief werden.
Zu den Thema Lehm und Korkenziehereffekt hast Du recht. Habe den Bohrer mit Kraft in den Lehm gedreht. Da war dann in der Tat schon power nötig ihn zu ziehen.
Allerdings habe ich auch ein paar mal den Bohrer unten im Loch ganz locker gedreht. Dadurch schob sich lockeres Bohrgut auf die Windungen. Den konnte man dann ganz leicht ziehen, nur war halt logischer Weiser die Fördermenge nicht so hoch.

MfG
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Re: Mein Bohrbrunnen

Beitragvon Bohrbrunnen » Mo 2. Okt 2017, 12:24

Lustig wird es wenn du im Lehm bohrst und Wasser ist mit dabei.
Gruß Manfred
Glück Auf!

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Re: Mein Bohrbrunnen

Beitragvon Aschi86 » Mo 2. Okt 2017, 17:28

Hallo

Dann muss wohl der Edelman Bohrer her.

MfG

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Re: Mein Bohrbrunnen

Beitragvon nicor » Di 3. Okt 2017, 00:17

Oder ein, jetzt hab ich es wieder, den Riversidebohrer.

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