Brunnen für Gartenbewässerung - was ist unter diesen Bedingungen möglich?

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich

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ah88985
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Brunnen für Gartenbewässerung - was ist unter diesen Bedingungen möglich?

Beitragvon ah88985 » Sa 5. Aug 2017, 17:43

Hallo zusammen,

ich möchte in der Nähe von Erlau (Lkr. Mittelsachsen) einen Brunnen für die Gartenbewässerung erstellen. Genehmigung habe ich, ebenso einen Handbohrer mit 120mm.

Es gibt bei meinem Nachbarn einen 8m tiefen Schachtbrunnen, mit 3m Wasserstand - übertragen auf die Höhe meine Gartens müsste ich bei 2m Wasser haben (ist auch der Fall, siehe unten). Leider ist der Brunnen des Nachbarn über 100 Jahre alt und es gibt keine Aufzeichnungen zu den Bodenverhältnissen.

Ich ging daher von einem einfachen Projekt aus und bohrte "drauf los" um die Bodenverhältnisse kennenzulernen.

Nach ca. 30cm Mutterboden folgte Lehm, der sich sehr gut bohren lies. Bei 1,8m stieß ich auf eine ca. 20cm dünne Tonschicht. Als ich den Bohrer zum reinigen hochholte, stand nach wenigen Sekunden bereits gut 30cm Wasser im Bohrloch. Also den Bohrer nochmal versenkt, in der Hoffnung, das sich eine Kiesschicht anschließen würde. Diese hätte ich mit dem Bohrer aufgelockert und im Anschluss einen Rammbrunnen versenkt. Denkste... :? Ich kam mit dem Bohr noch etwa 15cm in diese Schicht, dann ließ er sich weder drehen noch ziehen. Nur "rausschrauben" funktionierte... Also Plan B - KG-Rohr 110mm, unten gelocht und "plunschen*". Bitte wegen dem KG-Rohr nicht schlagen, das ist noch nicht mein endgültiger Ausbau, sondern wie gesagt nur eine Probebohrung. Das plunschen erledigte ich mit einem Industriesauger - damit bekam ich das Rohr weitere 30cm in die Tiefe. Jetzt treten 2 Probleme auf - erstens kein Kies mehr, sondern grobe Steine - und zweitens zu viel Wasser für den Sauger (aber zu wenig für die Pumpe). Ich sehe im Moment keine Möglichkeit, tiefer zu kommen - als kann ich einen normalen Ausbau mit Brunnenrohr auch vergessen - ich hätte max. 50cm Filterrohr und würde in diesem Bereich auch saugen müssen.

Das war das Bohrgut, welches ich zuletzt mit dem Sauger fördern konnte:

Bild

Man sieht Granit(?)splitter - diese Brocken verhindern jetzt auch das tiefer kommen.

Die derzeit permanent förderbare Wassermenge bei einem Pumpversuch ist ca. 5l/Minute.

Welche Möglichkeiten hätte ich hier, einen Brunnen zu errichten? Geht doch noch was mit einem Bohrbrunnen in Handarbeit?

Danke schon mal.

VG,

Albrecht.
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Plunschmeister
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Re: Brunnen für Gartenbewässerung - was ist unter diesen Bedingungen möglich?

Beitragvon Plunschmeister » Sa 5. Aug 2017, 18:14

Hallo Albrecht und willkommen im Forum.
Das Bohrgut schaut eigentlich recht gut aus. Unter normalen Bedingungen, bei Verwendung von Brunnenrohr, würde ich unter Zugabe von Wasser plunschen. (mit einer Kiespumpe)
Dabei muss das Rohr mit Gewicht beaufschlagt und der Bodengrund aufgelockert werden.
Beim Bohren wird wohl bereits zum jetzigen Zeitpunkt, das Bohrgut bereits vom Bohrer gespült.
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
* 2712193509122015*
Gruß PM

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ah88985
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Re: Brunnen für Gartenbewässerung - was ist unter diesen Bedingungen möglich?

Beitragvon ah88985 » Sa 5. Aug 2017, 19:36

Hallo und danke für die aufmunternden Worte. ;-)

Ich werde also mal einkaufen gehen... Mein Ziel ist der Standard Bohrbrunnen mit 0,5m Sumpfrohr, 2m Filter und der Rest Vollrohr, in 115mm.

Bis zu welcher Steingröße ist ein arbeiten mit der Kiespumpe noch möglich? Die derzeitigen Brocken mit geschätzten 8cm werde ich wohl mit einem Steinfänger angeln müssen...
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Wassermann
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Re: Brunnen für Gartenbewässerung - was ist unter diesen Bedingungen möglich?

Beitragvon Wassermann » Sa 5. Aug 2017, 19:50

Hallo Albrecht, herzlich willkommen.
Verwende aber Glattwandrohr (TNA-Gewinde), dann sind keine Muffen im Weg.
Die Steingröße beim Plunschen, richtet sich ja nach der Öffnung der Kiespumpe.
Grüße vom Wassermann

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