Stein im Weg

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich

Topic author
Berni
Beiträge: 8
Registriert: Mo 25. Apr 2016, 14:10

Stein im Weg

Beitragvon Berni » Mo 25. Apr 2016, 14:19

Hallo zusammen.

Ich verfolge nun schon seit geraumer Zeit dieses Forum.
Derzeit bin ich dabei einen Bohrbrunnen zur Gartenbewässerung und zum Auffüllen meines kleinen Teiches zu "basteln"

Grundwasser sollte ich bei ~7m haben. Zumindest war es bei meinem Nachbarn so der letztes Jahr seinen Bohrbrunnen unverständlicher Weise still gelegt hat.

Jetzt habe ich allerdings das Problem dass ich bei knapp 6 Metern auf einen (scheinbar) massiven Stein gestoßen bin.
Irgendwie fehlt mir der Plan wie ich den Stein "aus dem Weg räumen" kann.

Hat jemand von euch eine Idee dazu?

Lg
Berni
Benutzeravatar

Eriberto
Beiträge: 946
Registriert: So 15. Jun 2014, 12:51

Re: Stein im Weg

Beitragvon Eriberto » Mo 25. Apr 2016, 14:22

Hallo Berni und willkommen im Forum.

Ein paar mehr Details wären hilfreich ;) . Wie hast Du gebohrt, welcher Durchmesser, wie ist die Beschaffenheit des Bodens / Bohrgut ?
Fotos sind immer klasse, dann kann man sich das besser vorstellen.

Prinzipiell: Bombe bauen, falls es ein dicker Brocken ist. Andere Stelle noch mal probieren (scheidet hier wohl aus 8-) ). Bei 'kleinen Brocken' Steinegreifer basteln.
Gruß
Florian

Topic author
Berni
Beiträge: 8
Registriert: Mo 25. Apr 2016, 14:10

Re: Stein im Weg

Beitragvon Berni » Mo 25. Apr 2016, 14:47

Hallo Eriberto,

erstmal danke für deine schnelle Antwort.

Gebohrt habe ich mit einem Handbohrer Marke Eigenbau Durchmesser 280mm.
Nach ca. 50cm Humus kommt eigentlich nur mehr Flinsgestein.
Bilder folgen nächstes Wochenende. Vorher komme ich wohl nicht dazu.

Was meinst du mit "Bombe bauen" :shock:

Eine andere Stelle möchte ich eigentlich Ausschließen das es doch relativ zeitraubend und anstrengend war die knapp 6 Meter durch den Flins zu bohren. ;)

Lg
Berni
Benutzeravatar

Eriberto
Beiträge: 946
Registriert: So 15. Jun 2014, 12:51

Re: Stein im Weg

Beitragvon Eriberto » Mo 25. Apr 2016, 15:23

Hallo Berni,

mit Bombe meinte ich ein 'brachiales Zertörungsgerät', sprich eine massive Eisenstange, T-Träger, Doppel-T-Träger, was halt ins - spätere - Rohr, jetzige Bohrloch passt, befestigt werden kann und bei entsprechender Wucht auch dickere Brocken 'kleinmachen' kann. Sollte man natürlich anschließend auch wieder 'hoch bekommen'...
Das Du keine Lust hast, an anderer Stelle neu zu beginnen, kann ich gut nachvollziehen :D . Übrigens sportlicher Durchmesser Dein Bohrer...
Flinsgestein sagt mir zugegebener Maßen gar nichts, was muss / kann man sich darunter vorstellen ?? Ich hoffe mal nicht, dass das wirklich große Brocken, sprich Felsen beinhaltet...
Vielleicht haben Bohrbrunnen oder Plunschmeister noch eine bessere Idee für Dich, kommen bestimmt auch bald hierher...

Wie planst Du denn prinzipiell den Aufbau (Durchmesser, Filterstrecke usw.) ?
Gruß
Florian

Topic author
Berni
Beiträge: 8
Registriert: Mo 25. Apr 2016, 14:10

Re: Stein im Weg

Beitragvon Berni » Mo 25. Apr 2016, 15:38

Hallo Eriberto,

Flinsgestein ist mehr oder weniger verwitterter Granit.
Die größten Brocken die ich bei meiner Bohrung bisher hatte waren 3,5 bis 4 cm im Durchmesser.
Diese hat mein Bohrer ohne Probleme "gefressen" :D

Ich dachte schon an eine Art Abrissbirne die ich mir aus massivem Stahl drehen könnte. Dann hätte das Ding auch genug Eigengewicht um bei 6 Meter freiem Fall in einem Arbeitsrohr etwas Schaden am Stein anzurichten.

Über Durchmesser, Filterstrecke, Pumpe, etc. habe ich mir ehrlich gesagt noch nicht wirklich Gedanken gemacht. In erster Linie ging es mir bei der Bohrung darum zu sehen ob ich auch wirklich auf Wasser stoße, bzw. ob ich überhaupt mit meiner "Bastelarbeit" etwas vernünftiges zu Stande bringe.

Wir sind hier mitten im (Granit)Bergland. Von den Nachbarn habe ich durchwegs nur Meldungen gehört wie: "Ohne professionelles Bohrgerät keine Chance" oder "Spätestens nach 2 Metern ist sowieso Schluss weil der Erste große Felsen kommt"

Von daher bin ich mit meinem derzeitigen Stand doch schon sehr zufrieden. Aber nun da ich schon so weit gekommen bin, hat mich auch ein wenig der Ehrgeiz gepackt und ich will natürlich den Brunnen auch fertig stellen. :D

Lg
Berni
Benutzeravatar

Eriberto
Beiträge: 946
Registriert: So 15. Jun 2014, 12:51

Re: Stein im Weg

Beitragvon Eriberto » Mo 25. Apr 2016, 15:48

Wie ich schon sagte, sportlich, sportlich... :lol:
Wow, Granit hört sich ja nicht so einfach an. Wie (Profi ?) und wie tief wurde denn der Brunnen Deines Nachbarn errichtet und hat dieser denn genug Wasser gefördert ?
Wie ich schon raushöre, bist Du handwerklich begabt und in der Lage, Dir entsprechende Hilfsmittel herzustellen.
Bin mal gespannt was Bohrbrunnen und Plunschmeister dazu zu sagen haben.
Gruß
Florian
Benutzeravatar

Plunschmeister
Beiträge: 2497
Registriert: Do 1. Aug 2013, 18:11

Re: Stein im Weg

Beitragvon Plunschmeister » Mo 25. Apr 2016, 17:21

Hallo Berni,
willkommen im Brunnenbauforum.

Bohrst du bereits aufgrund von nach fallenden Gestein in einem Bohrrohr? Hoffentlich kein KG-Rohr! Dann kannst du keine sog. "Rohrbombe" einsetzen, diese würde auch das Bohrrohr zerstören.

Flinz, den Ausdruck kannte ich auch noch nicht, bei uns hier ist alles nordisch by nature :lol: .

Flinz
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
* 2712193509122015*
Gruß PM

Topic author
Berni
Beiträge: 8
Registriert: Mo 25. Apr 2016, 14:10

Re: Stein im Weg

Beitragvon Berni » Mo 25. Apr 2016, 18:33

Hallo Plunschmeister,

so lernst auch Du noch was dazu :P

Bis zu dem Stein der mir nun den Bohrweg versperrt habe ich noch kein Arbeitsrohr benötigt.
Die Bohrwände sind mehr oder weniger schön glatt. Bisher kaum was ins Bohrloch nachgefallen.

Wie schon erwähnt verfolge ich das Forum schon längere Zeit und mir durchaus bewusst dass ich KEIN KG- Rohr nehmen kann/soll/darf :D

Als Arbeitsrohr würde ich, falls nichts dagegen spricht, ein Gfk Rohr nehmen. Diese halten (angeblich) dem Druck der seitlich einwirken kann/wird stand.
Andere Vorschläge bzgl. Arbeitsrohr werden von mir gerne angenommen^^

Dass ich um eine Arbeitsrohr nicht drum rum komme wenn ich eine "Bombe" einsetzte ist mir auch klar. Ansonsten würde wohl nach dem ersten ablassen kein Loch mehr vorhanden sein :lol:

Wow, Granit hört sich ja nicht so einfach an. Wie (Profi ?) und wie tief wurde denn der Brunnen Deines Nachbarn errichtet und hat dieser denn genug Wasser gefördert ?

Mit Profi meinten die wohl so ein Riesenmonsterbohrdingens das für Erdwärmebohrungen verwendet wird ;)

Der Brunnen meines Nachbarn, der etwa 4 Meter neben meiner Bohrstelle liegt, hat bis letztes Jahr ganz gut funktioniert. Seit August letzten Jahres wurde immer weniger Wasser gefördert, was vermutlich auch an der extremen Trockenheit lag.
Mir würde es ja schon reichen wenn ich zumindest einen Teil des Wassers, den ich zur Gemüsegartenbewässerung bzw. zum Auffüllen meines kleines Teiches benötige, aus dem Brunnen ziehen könnte.
Teich fasst etwa 35tsd Liter und wird derzeit nur durch Regenwasser, welches vom Dach abgeleitet wird, gespeist.
Normalerweise ziehe ich dann aus dem Teich mein Wasser zum Gemüse gießen.
Wenns allerdings so ist wie letztes Jahr, muss ich muss ich einiges aus der Ortswasserleitung ziehen. Einerseits halte ich das für Verschwendung und andererseits verursacht das unnötige Kosten (Abwasser wird bei uns nach dem Wasserverbrauch abgerechnet).

Handwerklich bin ich nicht ganz unbegabt. Drehbank ist vorhanden, Schweißgerät ebenfalls :D

Eins muss ich noch gleich mal los werden
Echtes Lob an die Community hier. Absolut schnelle Antworten und vor allem auch wirkliche Hilfe.
Danke euch schonmal

Berni
Benutzeravatar

Bohrbrunnen
Beiträge: 1739
Registriert: Do 8. Aug 2013, 22:56

Re: Stein im Weg

Beitragvon Bohrbrunnen » Mo 25. Apr 2016, 18:51

Hallo Berni,
auch von mir ein Willkommen hier.
Ich hoffe das du nicht auf massiven Felsen gestoßen bist.
Wenn es nur ein Brocken ist dann solltest du ihn mit Gewalt brechen können.
T-Träger mit Meißel kann schon Wirkung zeigen.
Sonst wird nur eine Bohrkrone noch was ausrichten.
Von einem Kernbohrgerät die Krone abändern, so das du Gestänge hast bis oben.
Da ist so was hilfreich: http://www.schalungstechnik-matzke.de/? ... =4&pid=401
Das Material hat sich bei mir schon oft bewährt. Auch um die Holzklammer am Brunnenrohr zu befestigen, an Stelle von Gewindestäben.
Probleme sehe ich nur dann wenn du ins Wasser kommst. Ab dem GW beginn musst du noch weitere 3 bis 4 Meter tiefer. Als Minimum.
Der Brunnen soll ja halten und nicht in kurzer Zeit wieder trocken sein.
Gruß Manfred
Glück Auf!

Lieber Ratten im Keller als Verwandtschaft im Haus.
Benutzeravatar

Plunschmeister
Beiträge: 2497
Registriert: Do 1. Aug 2013, 18:11

Re: Stein im Weg

Beitragvon Plunschmeister » Mo 25. Apr 2016, 19:24

Hallo Berni,
Gebirge wäre natürlich schlecht.
Hier in der platten Gegend muss man nicht so mit Steinen kämpfen, war bei nur so 2 bis 3 x der Fall.
Erst einmal den Stein (wenn es denn ein einzelner ist) genau lokalisieren (Größe). Hierzu habe ich mir an das Bohrgestänge einen Rundstahl geschraubt ( schweißen kann ich nicht :oops: ).
Damit kann man dann in der Tiefe den Stein gut abtasten, ein wenig hebeln und gegebenenfalls in die Mitte des Bohrloches bewegen.

BildBildBild

Dann habe ich mir 3 Gewindestangen M12 um 120 Grad versetzt außen am Umfang an ein Stück Rohr schweißen lassen (mein Bruder kann schweißen :lol:) plus Adapter für das Bohrgestänge, an der Planseite.
Also praktisch eine Steinefänger. Die Gewindestangen spreizen sich dann, wenn diese senkrecht auf einen Stein treffen und fangen diesen, klemmen ihn praktisch ein. Der Durchmesser vom Rohr muss natürlich kleiner als der Stein gewählt werden.

Ist der Stein größer als das derzeitige Bohrloch selbst, an einem Spatenblatt, natürlich ohne Stiel, :lol: einen Adapter für das Bohrgestänge anbraten. Mit dem Spaten kann man dann das Bohrloch unten etwas erweitern, bei 6 m mag das gerade noch gehen.
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
* 2712193509122015*
Gruß PM

Zurück zu „Bohrbrunnen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 6 Gäste