Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich
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Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Oceanborn » Mi 23. Okt 2019, 09:16

Es war einmal in Rosenheim...

Meine Tochter und ich legten 2018 ein paar vielversprechende Rosen Pflanzungen in meinem Garten an.
Zunächst waren es nur ein paar erbärmliche Stängel...

Bild

Doch nach nunmehr einem Jahr hat inzwischen schon beinahe das halbe Haus was davon... solch prächtige Giganten sind sie geworden!
Die Lage ist unübertrefflich sonnig und gut, Pferdemist sowie jede Menge Fürsorge, Liebe und Wasser bekommen sie auch zu Hauf und so danken sie es mir mit einer wundervollen Blütenpracht!

Bild

Doch Wasser ist das Stichwort!
Sie saufen mir schier die Haare vom Kopf.

das mußte anders werden...
Anfangs hatte ich noch an Regenwassernutzung und Zisternenbau gedacht, und im Hinterkopf geistert mir das Thema auch nach wie vor herum.
Doch eine Freundin hat mich dann drauf gebracht - sie hatte gerade damit begonnen, einen Brunnen zu bauen und hat mich einfach mal bei sich im Garten bohren lassen - nur rein probehalber.
Ich war dann sogar noch bei dem Moment dabei, als wir mit dem Bohrer auf das erste Nass stiessen... da war es um mich geschehen!

So einen Brunnen wollte ich auch haben!
gesagt, getan, sie borgte mir ihre Werkzeuge... es konnte losgehen!

Und wie bei vermutlich vielen anderen hier auch begann es bei mir so:

Bild

mit einem "kleinen" unscheinbaren Loch im Garten... :lol: :P :D
Bohrbrunnen in 83026, 7" blaues Brunnenrohr; 0,5mm Filterstrecke 3m; Grundwasser ab 4m Tiefe; Sand+Kies ab 4,5m Tiefe...
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Oceanborn » Do 24. Okt 2019, 00:28

Die ersten Meter gingen relativ schnell zu bohren...
Ich hatte von meiner Bekannten hierfür Bohrer leihen können:

Bild

Sauberes Arbeiten ist hierbei kein Fehler.
Damit ich nicht riesige Haufen Dreck im Garten herumliegen habe, wird alles in Mörtelwannen aufgefangen und abtransportiert.

Doch weil der Boden schnell von weicher Erde zu immer härterem Gefüge wurde, durchsetzt mit Steinchen und Brocken jeglicher Couleur, war ein etwas kleinerer Bohrer zum Vorbohren eigentlich die bessere Wahl, als der ganz große, der jedoch nicht diese Aufkantung hatte.
Seht selbst:

Bild

Mit einer derart geformten Bohrwendel kullern einem die Trümmer nimmer so leicht runter, sodass man sie tatsächlich aus dem Loch auch heraus bringt mit dem Gerät.
Auch trockener, oder leicht pappiger Sand bleibt da drauf halbwegs liegen, und man bringt alles halbwegs zuverlässig an die Oberfläche damit!

Die Bohrerei selbst ist je nach dem eine mehr oder weniger anstrengende Sache:
eine Umdrehung vorwärts, eine zurück, wenn der Bohrer sich mal irgendwo zwischen einem Stein wieder festgefressen hat und die Körperkräfte einfach nicht ausreichen, ihn weiterzubewegen.
Das ist schliesslich kein kleines Werkzeug, was man da einfach so durch die Erde drücken will!
Es geht schwer, es knirscht, kracht, hängt immer wieder fest...

Auch das fördern des Bohrgutes ist ein regelrechter "Eiertanz" ... unten ist die Bohrwendel voller Material, was man nicht schütteln möchte, damit es nicht alles wieder hinunter in die Tiefen des Bohrloches rieselt - aber oben ist das lange und durchaus wackelige Gestänge - ab sagen wir mal 4Metern Länge ist das teilweise nimmer ganz so leicht zu balancieren.
Schwer und anstrengend wird das ganze dann auch irgendwann.

Bild
Bohrbrunnen in 83026, 7" blaues Brunnenrohr; 0,5mm Filterstrecke 3m; Grundwasser ab 4m Tiefe; Sand+Kies ab 4,5m Tiefe...
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Oceanborn » Do 24. Okt 2019, 00:40

Ich traute meinen Augen kaum...
bereits in 2m Tiefe Wasser?
ich habe doch erst in 4m damit gerechnet.
Aber ein Blick in die Daten der Wasserbehörde lässt auch dies nicht völlig unwahrscheinlich wirken... aber dann müßte das Wasser ja auch in der Tiefgarage nebenan stehen... komisch, denn die ist trocken.

Bild

Dennoch: jetzt gibt es kein halten mehr!
ich habe Wasser im Bohrloch!!!
100m weiter hinterm Haus ist der Bach.
Der Höhenunterschied zu dem Bach ist nur minimal... somit wären die 2m Grundwassertiefe vielleicht doch vorstellbar?

Egal, ich muß so oder so weiter bohren!
Aber bald löst sich das Rätsel:
Eine Lehmschicht hat offenbar einer gewissen Wassermenge / Schichten-Wasser den Weg versperrt und mir nur Glauben machen wollen, das es sich bereits um Grundwasser handelt!
Daher muß diese Lehmschicht nun weichen...

Bild

Hierbei bin ich besonders froh, das ich Bohrer in verschiedenen Größen und Spitzenformen zur Verfügung habe.
mit dem kleinen vorbohren und mit dem großen nachräumen... so in der Art hat es für mich am besten funktioniert!

Dennoch: Man darf nicht unerwähnt lassen, das dieses Bohren im Lehm mit zu den anstrengendsten Dingen gehörte auf der ganzen Baustelle bis jetzt...
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Oceanborn » Do 24. Okt 2019, 00:54

Nun habe ich regelrecht Blut geleckt - oder besser gesagt Wasser geschmeckt!
will weiter bohren, will dieses Wasser!!!

die Lehmschicht ist Gottseidank jetzt auch durchbrochen, sie hat mich viel Schweiß und schier brennende Arme gekostet.
Ich mußte oft Pause machen, so K.O. war ich immer wieder von der Aktion.
Wie ein Berserker hing ich an dem Gestänge, um es in der Erde zu drehen...
und dann wiederum den ganzen Bohrer nach oben befördern, ich hatte dafür keinerlei Hilfsmittel, habe es nur mit den Armen hinauf gehoben, immer wieder.

Das geförderte Material begann so nach und nach, leicht feucht zu werden.
Nicht nass, noch längst nicht.
Aber zumindest so ein bisschen feucht - und damit auch wieder schwerer... :shock:
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Oceanborn » Do 24. Okt 2019, 08:42

Was ich auch die ganze Zeit über schon gefördert hatte, waren die Reste der damaligen Baustelle.
Nebendran ist bei mir ja eine Tiefgarage. ( also nicht unter meinem Garten logischerweise :) )
Und ich hatte oft Reste von Ziegeln, Bruchstücke, Schrauben, man hat damals offenbar recht arglos alles da hingeschmissen und wohl gedacht, es kriegt eh nie wieder jemand zu Gesicht.

Nach dem Lehm kam Sand.
Richtig feiner Sand!
So fein wie der bei uns am Inn...
der liess sich zwar mit dem kleinen Bohrer etwas fördern, weil der ja diese Aufkantung seitlich hat, und auch vorn an der schneide ein zusätzliches Blech, damit nix von dem Material nach vorne wieder hinunterrutschen kann, aber von Feinsand hatte ich hier ja schon gelesen.
Sowas hoffte ich nicht bis in große Tiefe vorzufinden...

Aber lange dauerte es nicht, und der Sand wurde allmählich ein kleines bisschen gröber... klumpiger... schlammiger... fast erinnerte es mich an die Lehmschicht von weiter oben.
In einem langen Tag bohrte ich diese Etappe so lange, bis es dunkel wurde und ich wirklich und wahrhaftig Wasser im Bohrloch hatte!!!
Das Grundwasser war nun in ca 4m Tiefe endlich erreicht!!!

Bild

Um den bisherigen Verlauf bisschen besser nachvollziehen zu können, hier mal eine Skizze, was ich bisher alles vorgefunden habe bei der Bohrerei...

Bild
Bohrbrunnen in 83026, 7" blaues Brunnenrohr; 0,5mm Filterstrecke 3m; Grundwasser ab 4m Tiefe; Sand+Kies ab 4,5m Tiefe...
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Oceanborn » Do 24. Okt 2019, 09:21

Lange dauerte es nicht, und ich konnte irgendwann nicht mehr gescheit weiterarbeiten, da mir alles, was ich unten im Loch mit dem Bohrer erreichte, im Nu bei der kleinsten Bewegung wieder von der Bohrwendel herunter schwappte.
Das Material war einfach zu flüssig geworden!

Daher mußte ich nun das Brunnenrohr ins Loch einbringen, sodass ich seitlich eine Führung hatte, und natürlich wollte ich auch irgendwann mein nächstes Werkzeug zum Einsatz bringen:
Meine 140mm Kiespumpe!

Bild

Meine Bekannte meinte schon zu mir, die wäre wohl weitaus mühsamer als der Bohrer, bzw würden sich damit nicht so schnell Fortschritte erzielen lassen...
Aber probieren mußte ich es natürlich selbst!

Inzwischen hatte ich auch Brunnenrohr und Filterrohr bestellt in 7 Zoll.
Für diese Größe habe ich mich deswegen entschieden, weil es das größte Rohr war, was noch ins Loch dieses 200mm Bohrers hineingepasst hat.
Und weil ich erkennen mußte, das es bei den Filterrohren die ganz feinen Schlitzweiten bei den größeren Rohren eigentlich gar nicht mehr zu bestellen gab.

So lässt sich beispielsweise ein 8 Zoll Filterrohr gar nicht mehr mit z.B. 0,5mm Schlitzweite beschaffen, sondern nur noch mit größeren Schlitzen, zumindest konnte ich nirgends eines finden.
Aber alles, was darunter ist, also auch mein 7 Zoll Filterrohr, das gab es noch so.
Immerhin!

in dieses Rohr passt natürlich auch jede ordentliche Tiefbrunnenpumpe leicht hinein.

Ich könnte prinzipiell sogar, falls es mit Feinsand ein echtes Problem werden würde, vielleicht auch mit kleineren Feinfiltern / Gewebefiltern im Rohr arbeiten... ( auch wenn das nicht der Plan war, aber ich erhoffte mir davon einfach noch mehr Möglichkeiten, wenn ich so eine dicke Rohrtour verwende )

Ich kann in einem 7" Rohr auch große Steine, die mir den Weg blockieren, leichter nach oben fördern...

Das 7" Rohr ist obendrein echt massiv und dickwandig und richtig stabil! Da hab ich ein gutes Gefühl, wenn ich oben Auflast drauf geb, das es das auch aushält! Und auch, wenn seitlich die Erde drückt, wird es davon weitgehend unbeeindruckt bleiben.

Ich kann im 7" Rohr auch mit dem kleineren von den beiden Bohrern gut bohren! Also falls dies mal notwendig sein sollte, und ich dort unten irgendwas nicht mit der Kiespumpe erwischen könnte, so hätte ich auch diese Möglichkeit noch.

Darüberhinaus hoffe ich so, dem Brunnen ausreichend Wasser zuverlässig abgewinnen zu können beim pumpen, mit so viel Volumen habe ich ja vermutlich auch ein bisschen mehr "Reserve"...

Ausserdem bin ich Bademeister hier in Rosenheim, und dicke, wasserführende Rohre sind mein täglich Brot! Vor denen hab ich keine Angst! :) :lol:


Daher war nun der erste Schritt, das Rohr an der Unterseite entsprechend vorzubereiten.

Bild

Mit der Eisensäge habe ich erstmal ein Stück für das Sumpfrohr abgeschnitten.
Das Sumpfrohr wird ja das untere Ende des Brunnenrohres, und ist das erste, was ich abteufe.
Das kürzere Stück wird für die Klemmung der Holzzange für die spätere Auflastung oben sein und um das Gewinde zu schonen.

Bild

Ich habe mit einem Fächerschleifer die Innenseite des Sumpfohrs abgeschrägt, damit es leichter in die Tiefe "flutscht" und Brocken, die evtl gerade unter der Wandung sind, tendenziell eher nach innen gedrückt werden, wo ich sie ja dann auch wieder zu Tage fördern kann...
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Oceanborn » Do 24. Okt 2019, 09:37

Bild

So viel Rohr müsste nun in die Erde.
So tief habe ich bereits gebohrt.

Doch ich habe ein paar Schwierigkeiten zu meistern:
das Rohr ist nun so schwer, das ich es so nicht mehr bewegen kann... selbst zu zweit ist es unmöglich, das Ding so zu wuchten, das ich es ins Rohr hineinbekomme.
Hat irgendwie was von Maibaum aufstellen... :lol: :mrgreen: :D
Naja, wir sind ja hier schliesslich in Bayern - fehlt nur noch die Farbe weiß am Rohr... ;-)

ok.
Zerlegen geht. 2m Stücke von dem Ding kann ich herumtragen und gut handhaben.
Aber ich muß um jeden Preis sicherstellen, das mir jetzt kein 2m Stück von dem Rohr ins Loch hineinfällt, während ich es anstückeln will.... das krieg ich da so schnell nämlich nimmer hinaus.
Zum Glück habe ich auch schon diese Holzzange zum klemmen.
Damit - und mit einem Spanngurt, womit ich das Rohr seitlich im Loch verkeilt an einer Balkonstütze fixieren konnte, während ich die Zange umsetzte - liess sich dieses schwere Ungetüm Schritt für Schritt, Rohr für Rohr in Einzelteilen alleine von mir im Loch versenken:

Bild

Und hier der Blick in die Tiefe!!!

Bild

im unteren Teil des Rohrs kann man die Filterschlitze bisschen erkennen... von 6 Seiten her wurden sie angebracht am Rohr.
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Oceanborn » Do 24. Okt 2019, 10:45

Ich erwähnte ja , das ich es als Vorteil erachte, das ich noch mit dem kleinen Bohrer ins Rohr hinein kann...
und wie sich das nun anfühlte, hab ich als erstes gleich mal probiert!

Bild

Das Ergebnis ist nur unwesentlich besser:
Klar kann ich damit im Rohr bohren.
Aber davon wird das Bohrgut auch nicht weniger flüssig und ich verliere immer noch relativ viel.
Also diese Methode ist nicht so wahnsinnig effizient, verglichen damit, wie schön ich im trockenen bohren konnte...

Ich bin um eine Erfahrung reicher, und behalte mir diese Möglichkeit gedanklich eher dafür, das, wenn mal Hindernisse anderer Art kommen, ich diese mit dem Bohrer zu fassen kriegen, seitlich verdrängen oder auf irgend eine Weise vielleicht zertrümmern kann.

Nun wird es Zeit für die Kiespumpe!!!

Bild

ok, Ihr ahnt es sicher schon, so kann das nix werden.
Pumpe am Strick direkt geht nicht gut!
Man braucht eine Umlenkrolle, damit man sich leichter tut beim hoch fördern.

Bild

Eine geliehene Leiter wurde mein "Bohrturm", womit ich nun alle schweren Dinge herum bewegen will: Kiespumpe, Bohrer, Bohrgut, etc.
Man kann oben die Umlenkrolle nicht sehen auf dem Bild, doch es handelt sich um die Rolle eines Flaschenzuges... die lässt sich schön an der Leiter aufhängen und ist für meine Seile groß genug.
Nun geht es wesentlich besser!
Um nicht zu sagen - es geht sogar eigentlich ziemlich gut!!!
Die Kiespumpe ist durch ihre schiere Größe ( auch an dieser Stelle empfinde ich es als Vorteil, das ich mich für so große Rohre entschieden habe, sonst könnte ich so großes und praktisches Werkzeug gar nicht verwenden) gut geeignet, alles an Brocken, Ziegelsteinen und sonstigem Bauschutt sowie jede Menge Sand aufzunehmen und nach oben zu fördern!
Was man hier am Bild sehen kann: ich habe die Kiespumpe im Rohr unten gelassen, oben sieht man nur noch das restliche lose Seil... ich glaube, mich zu erinnern, das man sowas nicht tun soll, da sich sonst die Kiespumpe schnell mal sehr sehr hartnäckig unten festsaugen könnte. Dies nur als Hinweis, den ich hier im Forum schon mal las... ich habe es nicht drauf ankommen lassen und nur schnell das Foto gemacht, dann hab ich gleich wieder weitergearbeitet. :)
Großes Werkzeug - und damit entsprechend große hausgemachte Probleme - brauch ich nicht!

Es wird sicherlich auch schon aufgefallen sein - zwar habe ich eine Holzzange, doch gar kein Gewicht drauf.
Nun, das Rohr ist momentan ja noch nicht so tief in der Erde, und sein schieres Eigengewicht reichte bisher aus, das es nach ein paar Pumpenhüben mit der Kiespumpe von allein nachrutschte. :D :mrgreen:

Bild

Das nenne ich entspanntes Kiespumpen!!! :lol:
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Oceanborn » Do 24. Okt 2019, 11:20

Ozeanborn hat geschrieben:"...Das nenne ich entspanntes Kiespumpen!!! :lol:

Naja, vielleicht doch nicht immer ganz so entspannt.
In 7 Zoll ist alles durchaus schon groß und schwer, ( allein das Rohr ist so schwer, das ich noch immer keine extra Auflast auf der Holzzange habe, weil es prima von allein in die Tiefe sackt) und mit der Zeit wird das echt anstrengend.
und ich hab hier keinen Helfer und bin nicht Hulk... :cry:

Aber ich habe auch dafür das passende Equipment gefunden:
mit meinem Klettergurt seile ich mich einfach an das lose Ende des Kiespumpen-Seils an!
So hänge ich mit meinem ganzen Körpergewicht fest an der Pumpe, kann mit Anlauf regelrecht ins Seil springen, kann mich "fallen" lassen, und sie auf diesem Wege hochziehen, ohne mich anzustrengen.
Ich muß nur das Seil immer wieder nachfassen.
So wie beim Klettern... nur in umgekehrter Richtung. :) ;) :D

Bild

Die Methode funktioniert so gut, das ich bis tief in die Nacht auf diese Weise weiterarbeiten kann.
Nicht die Erschöpfung oder Muskelkater bremst mich nun in meiner Arbeit aus, sondern nur meine Müdigkeit - das ich halt einfach irgendwann schlafen gehen sollte, um am nächsten Tag in der Arbeit wieder fit zu sein.

Oben im Bild kann man das Klettergeschirr sehen... da hänge ich normal drin.
Als weiteren Vorteil empfinde ich auch, das hierbei das Seil, da es ja fest an mir dran ist, nicht von der Pumpe aus Versehen mit ins Bohrloch gerissen werden kann...

Nachtrag: Meine Nachbarn haben mittlerweile schon aufgegeben verstehen zu wollen, was ich da seltsames mache... :mrgreen:
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Re: Mein Bohrbrunnen in Rosenheim, 83026

Beitrag von Oceanborn » Do 24. Okt 2019, 12:10

Inzwischen hatte auch ich hier ein paar Probleme:

Kiespumpe hatte sich festgesaugt - hab sie per Flaschenzug hochgerissen.

Kiespumpe hat nicht mehr gefördert - ihre Rückschlagklappe / Membran auf der Unterseite war an den Befestigungen ausgeleiert und hat sich dann immer geklemmt im geschlossenen Zustand.
Da ich so schnell keine neue beschaffen konnte, hab ich die alte einfach ausgebaut und bisschen kleiner geschliffen, an der Stelle, wo sie im Pumpengehäuse immer fest hing.
Nun geht sie wieder leichtgängig und wie neu!

Für den Wieder-Einbau braucht´s bei dieser Pumpe eine lange Gewindestange, anders bringt man das obere Klemm-Stück, womit die Klappe ( also das Gummi-Teil) gehalten wird, nicht zielgenau zu den Verschraubungen.
Hab leider kein Foto von der Aktion gemacht... möglicherweise passiert das nochmal, dann zeige ich euch, wie man die lahmende Kiespumpe wieder "tunen" kann... :D

Ich mußte dann an unsere großen Schieber und Klappen im Hallenbad denken... manche von denen tun schon seit Jahrzehnten ihren Dienst anstandslos.
Aber klar... irgendwann gehen die auch bei uns mal kaputt... und wir haben bestes Badewasser!!!
Die Kiespumpe muß ja permanent ein höchst abrasives Medium fördern... Sand, Kies und Steine kratzen und erodieren ständig an ihr herum.
Klar, das die Gummi-Teile da nicht so lange halten...

Ich gebe aber auch zu, das ich sie anfangs recht zügig und manchmal auch beinahe hinabfallen habe lassen...
Das tut natürlich dem Material nicht gerade gut und das erklärt auch das ausleiern an den Befestigungslöchern.
Also ich werde die Kiespumpe nicht mehr mit vollem Tempo runter donnern lassen...
Schont deren Gummimembran sicherlich!!!


Was war noch?
ach ja...
inzwischen brauch auch ich Gewicht auf der Klammer!!! :D
Es darf bisschen schwerer sein?
OK, dann nehm ich gleich die dicksten Eisenwinkel, die hier noch herumstanden und schraub mir ein stabiles Druck-Auflager zusammen!

Bild Bild

und da ich auch dabei wieder das Problem habe, das ich es allein dann kaum noch heben kann, geschweige denn montieren gleichzeitig, kommt jetzt der "Kran" zum Einsatz...

Jetzt ist umdenken angesagt... erst das Rohr montieren und dann die Klammer drüber positionieren?
Oder erst die Klammer grob positionieren, und dann das kurze Stück Rohr durch die geöffnete Klammer durch mit dem eigentlichen Brunnenrohr verschrauben?

Bild Bild

Ok, andersherum ging es dann eigentlich ganz gut.

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Nun kommen auf die Winkel nur noch ein paar Bretter drauf, damit ich Standfläche erhalte für meine Mörtelwannen voll Kies.
Damit hab ich dann hoffentlich wiederum viel Möglichkeiten , da ordentlich Druck drauf zu bringen...

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