Gewebefilter direkt geplunscht / 1,6m Sand im Rohr

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich

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Mirko H.
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Re: Gewebefilter direkt geplunscht / 1,6m Sand im Rohr

Beitragvon Mirko H. » So 6. Okt 2019, 11:22

30cm organische Sedimentschicht mit Feinsand
Ab da Feinsand mit mittelfeinem Sand.
Der geht runter bis 30m, dann ist mehr mittelfeiner und feiner Sand. :lol:
Ab 40m gesellt sich etwas versandeter Lehm dazu.
Hatte bisher nicht ein Steinchen im Aushub.

Die letzte Eiszeit hat uns den Sand hierher gedrückt.
Um meine Bohrstelle sieht’s aus wie bei ner Beachparty.
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Bohrbrunnen
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Re: Gewebefilter direkt geplunscht / 1,6m Sand im Rohr

Beitragvon Bohrbrunnen » So 6. Okt 2019, 11:29

Da hast du an Gewebefilter nicht lange Spaß.
Da helfen nur die von Lotze. http://www.lotze-wassertechnik.de/html/ ... andfilter/
5" ( besser 6" Arbeitsrohr ) vorbohren.
Du brauchst eine Filterstrecke von 5 Meter bei dem Boden.
Darüber mindestens nochmal 4 Meter Wasser. Wasser senkt sich beim Pumpen trichterförmig um den Brunnen ab.
Dann kannst du die Filter in 3" nehmen, mit einem Übergangsstück auf 4" gehen und eine Filterkiesschüttung einbringen.
Wird nicht billig.
Aber sonst machst du dir die Arbeit für die Katz und den Igel. :mrgreen:
Gruß Manfred
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Re: Gewebefilter direkt geplunscht / 1,6m Sand im Rohr

Beitragvon Mirko H. » Mo 7. Okt 2019, 10:11

Hallo,
ich scheue die Arbeit und die Kosten für diese Version.

Wie sieht es aus, wenn ich das 100er Rohr unten mit 3 normalen Filterrohren mit 0,3mm direkt einplunsche ( unten verschlossen ) und darein 4x 2“ Feinsandfilter verbunden mit einem PE-Rohr hänge.

Mir ist klar, das der Feinsand sich dann in den 100er Rohr Sammeln wird und den inneren Feinsandfilter zusetzen wird.

Ergo habe ich mir überlegt in Regelmäßigen Abständen die innere Rohrtour zu ziehen und zu säubern sowie das 100er Rohr mit der Kiespumpe zu säubern.

Könnte das Funktionieren?


MfG
Mirko
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Re: Gewebefilter direkt geplunscht / 1,6m Sand im Rohr

Beitragvon Bohrbrunnen » Mo 7. Okt 2019, 12:18

Mirko H. hat geschrieben:Hallo,
ich scheue die Arbeit und die Kosten für diese Version.

Wie sieht es aus, wenn ich das 100er Rohr unten mit 3 normalen Filterrohren mit 0,3mm direkt einplunsche ( unten verschlossen ) und darein 4x 2“ Feinsandfilter verbunden mit einem PE-Rohr hänge.

Mir ist klar, das der Feinsand sich dann in den 100er Rohr Sammeln wird und den inneren Feinsandfilter zusetzen wird.

Ergo habe ich mir überlegt in Regelmäßigen Abständen die innere Rohrtour zu ziehen und zu säubern sowie das 100er Rohr mit der Kiespumpe zu säubern.

Könnte das Funktionieren?


MfG
Mirko


Normal muss ich nicht so lange überlegen, mit könnte und vielleicht.
Ein unten verschlossenes Rohr kannst du nicht einplunschen.
Der Druck vom Erdreich im Wasser ist sehr hoch, im Feinsand läuft dieser dann auch wie Wasser.
Daher hast du so viel Sand im Rohr.
Sollte es dir gelingen, mit Fremdwasserzugabe als Beispiel, da eine neue Rohrtour abzuteufen und diese dann innen sandfrei sind, klappt es aus meiner Sicht nicht.
Ja du hast den Feinsand dann im Rohr, aber außen setzen sich die Filter dann auch mit zu. Alles was größer ist als 0,3 mm bleibt außen hängen.
Dazu kommt noch wenn du pumpst läuft der Sand mit dem Wasser mit, je stärker die Pumpe um so schneller ist es aus. Ich denke da an Stunden bis Tage und es ist alles verstopft.
Schachtbrunnen fällt ja wohl auch aus.
Bei deinen momentanen Vorgaben, vom Boden bis zu dir selbst sehe ich keine Möglichkeit.
Sorry, ich sehe das so. Vielleicht weiß ja sonst wer noch eine mir unbekannte Variante die dich zum Wasser bringt.
Gruß Manfred
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Re: Gewebefilter direkt geplunscht / 1,6m Sand im Rohr

Beitragvon Mirko H. » Di 8. Okt 2019, 18:06

Moin Moin,

hab mal nen Löffel Sand Fotografiert.


Bild

Bild


Was meinst du?


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Re: Gewebefilter direkt geplunscht / 1,6m Sand im Rohr

Beitragvon Bohrbrunnen » Di 8. Okt 2019, 19:41

Nun das ist Feinsand.
Die Fotos untermauern meine Antworten.
Ich sehe da auch keine Weiteren Möglichkeiten als die schon beschriebenen.
Gruß Manfred
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Re: Gewebefilter direkt geplunscht / 1,6m Sand im Rohr

Beitragvon Mirko H. » Di 8. Okt 2019, 20:58

OK,

hast mich überzeugt. Also mit 6“ Rohr ( reichen die 25mm ringsum für ne erfolgversprechende Kiesschüttung? Welche Körnung? ) 15m abteufen ( geht da meine 90 mm Kiespumpe noch für? ).

Dann die Rohrtour mit 5m Feinsandfilter von Lotze ( 0,08mm ) und Übergang auf 10m DN 100 Brunnenrohr.

Wieviel Kg Filterkies werde ich für die 5m wohl brauchen?


MfG
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Re: Gewebefilter direkt geplunscht / 1,6m Sand im Rohr

Beitragvon Bohrbrunnen » Di 8. Okt 2019, 23:53

Du hast dann 28 mm Ringraum.
Normal sollten es 50 mm Ringraum sein.
Nur dann musst du mit 8" runter, das ist von Hand nicht zu schaffen in der Tiefe.
Zudem zu teuer und die Rohre lassen sich nicht mehr verkaufen.
Der Filterkies ist leicht beschaffbar. Z.B. hier:https://www.bauhaus.info/poolzubehoer/min2c-aquasil-filtersand/p/20804316
Diese Körnung passt.
Wie viel du brauchst musst du selbst ausmessen. Ein Filterrohr in das Schutzrohr stellen und im trockenen auffüllen.
Dadurch ermittelst du die Schüttmenge für einen Meter. Auch solltest du 2 Meter über den Filtern noch Filterkies einbauen. Das Wasser wird von überall her zulaufen.
Mit der Kiespumpe solltest du klar kommen. Es ginge auch noch eine Nr. größer. Nur deine Arme werden es dir danken.
In deiner Vorbereitung sollten ein Dreibock, eine Holzklammer, Gewichte bis 800 Kg und eine E Winde mit 1 T Zugkraft eingeplant werden, das Dreibein sollte das auch stemmen können. Du brauchst auch ein dementsprechendes Seil für die Kiespumpe. Vorteilhaft ist wenn sich der Kolben aushängen lässt, sonst bekommst du beim entleeren Probleme.
Beachte auch das du später den Brunnen nicht mit einer "Elefanten" Pumpe betreibst. Es soll so wenig wie Möglich an zusätzlicher Strömung entstehen.
Gruß Manfred
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Re: Gewebefilter direkt geplunscht / 1,6m Sand im Rohr

Beitragvon Mirko H. » Mi 9. Okt 2019, 08:49

Hallo,

Danke für die weiteren Tips. Dreibein und starke Winde brauche ich nicht, passt auch Platzmäßig nicht an meine Bohrstelle. Kann auf nen Trecker zurückgreifen, wenn’s ums ziehen des Arbeitsrohres geht.

Gewichte bis sind schon eher die Herausforderung. Arbeite bisher mit Gehwegplatten. Bei 800 Kg ist das schon ein ganz schönes Volumen. Vielleicht kann auch da der Trecker helfen. Sonst muß ich wohl meine Goldbarren ausbuddeln :lol:

Wäre es bzgl der Schüttung nicht besser auf 2“ Filter zurückzugreifen, oder haben die dann wieder zu wenig Durchsatz, so das unerwünschte stärkere Strömungen entstehen?

Die Pumpe kann man doch durch einen Kugelhahn bremsen, oder verstehe ich das Falsch. Brauche nicht Unmengen an Wasser. Hab kaum Vegetation im Garten, keinen Rasen etc. Hier mal 55l für die Waschmaschine, 20l zum Duschen, die Lokusspülung, Händewaschen, Reinigen und der Trinknapf für die Hunde will auch stets gefüllt sein. Kommt nicht viel zusammen bei nem ein Personen Haushalt.

Mein Problem ist halt, das ich im Winter von der zentralen Wasserversorgung abgeschnitten bin in meinem Wochenendhäuschen und ständig das Wasser ranholen nervt.

MfG
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Re: Gewebefilter direkt geplunscht / 1,6m Sand im Rohr

Beitragvon Bohrbrunnen » Mi 9. Okt 2019, 19:20

Mirko bei so einem Wasserverbrauch kannst du auch auf 2 Zoll gehen.
Dann kannst du auch mit 5" arbeiten.
Wichtig ist das der Brunnen später nicht überlastet wird.
Auch kann man die Förderleistung mit einem Hahn regulieren.
Auf 4" dann zu gehen macht Sinn, weil du dann die Pumpe im Rohr lassen kannst, auch über Winter.
Wichtig dabei ist das aus der Pumpe das verbaute RV entnommen wird und an einer Frost geschützten Stelle ein externes RV verbaut wird.
Gruß Manfred
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