Bohrbrunnen in Oberbayern

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich
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Plunschmeister
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Re: Bohrbrunnen in Oberbayern

Beitragvon Plunschmeister » Mi 3. Okt 2018, 15:56

Hallo Aze,
es handelt sich um Feinsand.
Du solltest so tief wie möglich gehen. Je größer die Wassersäule im Brunnen ist, um so besser. So kannst du später notfalls 5 m Feinsandfilter einstellen und die DN 115 Rohrtour wieder ziehen.
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Gruß PM

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aze2000
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Re: Bohrbrunnen in Oberbayern

Beitragvon aze2000 » Mi 10. Okt 2018, 22:27

bin jetzt noch nen Meter tiefer gekommen....dann kam ne Lehm / Tonschicht (siehe Bilder, genau kann ich das nicht identifizieren) und das Rohr ging mit in meinen Augen guter Auflast keinen mm mehr weiter. Auch kam kein Sand / Kies mehr mit der Kiespumpe hoch, nur noch den ein oder anderen Lehmigen Brocken. Diese Lehmschicht hatte ich auch irgendwann erwartet, da mir auch schon einige gesagt haben dass dies so kommen wird und ich darf da auch nicht durchbohren. hab ich auch nicht.... Das Sumpfrohr steckt jetzt wohl 10cm in dieser Schicht, da mir genau diese 10cm auf die Gesamtlänge der Rohrtour fehlen. Soweit so gut....

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Hab jetzt überlegt ob ich erstmal nen Stopfen rein mache, hab das aber dann mal auf die Tage vertagt und mal einen Pumpversuch unternomme, da wie gesagt die Rohrtour 10cm in der festen Schicht steckt. Hab zwar nur eine kleine Saugpumpe derzeit, aber zum antesten reicht das allemal, da der Wasserstand ja bei ca. 5,70-5,80 ist. Also mal Saugschlauch rein und schauen was passiert. Hab die allersten Tropfen gleich mal in einen Kübel abgefüllt und geschaut was da Sand mit drin ist. Glasklar und 2 Körnchen Sand.... Ok, dann mach ich mal weiter. Hab dann noch knapp 300L gezogen gestern und heute morgen die Tiefe gemessen. Alles beim alten.....

Heute dann mal gegen Mittag und abend immer mal wieder 20min mit 500-600L / Stunde gezogen und 2m³ waren in Summe durch. Am Ende dann nur kurz den Saugschlauch raus und mal den Wasserstand gemessen. Scheint fast unverändert zu sein... immer noch beim selben Wert wie gestern und das kurz nach dem Pumpen.

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Zwischendurch hab ich mir immer mal in einen Kübel 10l abgefüllt und ein wenig das ganze gedreht ob ich irgendwie darin Sandkörner erkenne bzw. ob Sie sich ablagern. Ich sehe da so gut wie nichts. Aktuell gerade mal aus einem der letzten Kübel mal Spaßeshalber 10l durch einen Kaffeefilter durchgefilter und ich war gespannt was da am Ende der Aktion drin ist. Aber seht selbst..... viel sehe ich nicht bzw. gar nichts. Ob diese Methode natürlich geeignet ist steht auf nem anderen Blatt Papier... mir war danach. DAneben ist noch ein Glas zu sehen das ich jetzt mal stehen lasse ob sich wegen Eisen was verfärbt.

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Fazit: Ich werd es die nächsten Tage mal beobachten was so passiert und den Brunnen soweit mal anlernen. Immer mal mit wechselnder Belastung versuchen und auch mal auf den Sand schauen, den ich bisher noch nicht gesehen habe. Morgen auch mal Messen wie weit es in der Rohrtour runter geht und ob hier was zu sehen ist. Was habt Ihr noch für Tipss um auf "Sand" zu testen. Einen Filter werd ich mir oben auch mal hinbauen.... wir sehen weiter...;-)

Viele Grüße
Aze
Zuletzt geändert von aze2000 am Mi 10. Okt 2018, 23:04, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Bohrbrunnen in Oberbayern

Beitragvon Bohrbrunnen » Mi 10. Okt 2018, 22:54

Nun bis jetzt scheint alles im grünen Bereich zu sein.
Wenn dein Sumpfrohr im Lehm steht kannst du dir den Stopfen sparen.
Schau nur das du immer außerhalb von den Filtern liegst mit dem Ansaugschlauch, oder der Pumpe.
Gruß Manfred
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Re: Bohrbrunnen in Oberbayern

Beitragvon aze2000 » Mi 10. Okt 2018, 22:56

Der Ansaugschlauch derzeit ist ca. 4,5m über den Filtern.... rein rechnerisch wäre eine Saugpumpe die man 1m über den Filtern aufhängt auch mit ca. 3,5m Wasser überdeckt.
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Re: Bohrbrunnen in Oberbayern

Beitragvon Bohrbrunnen » Mi 10. Okt 2018, 22:57

aze2000 hat geschrieben:Der Ansaugschlauch derzeit ist ca. 4,5m über den Filtern.... rein rechnerisch wäre eine Saugpumpe die man 1m über den Filtern aufhängt auch mit ca. 3,5m Wasser überdeckt.

http://brunnen-forum.de/

Das passt.
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Re: Bohrbrunnen in Oberbayern

Beitragvon aze2000 » Mi 10. Okt 2018, 23:03

Bohrbrunnen hat geschrieben:http://brunnen-forum.de/


ja find ich auch. Was wolltest du mit dem Link sagen? Irgendwie einen Hinweis auf den ein oder anderen Tipp im Brunnenpedia ggf.?
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Re: Bohrbrunnen in Oberbayern

Beitragvon Bohrbrunnen » Mi 10. Okt 2018, 23:07

Ne ist ein Schreibunfall. :mrgreen:
Ändere das aber nicht sonst versteht keiner deine Frage. :D
Gruß Manfred
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Re: Bohrbrunnen in Oberbayern

Beitragvon aze2000 » So 21. Okt 2018, 21:13

So, die letzten 2 Wochenenden ging es gemütlich weiter... Nachdem ich ja eine saubere Brunnenstube haben wollte, war die Überlegung was ich verwenden sollte. Ein Kunststofffaß war mir zu klein und ich hab mich dann für einen Betonschachtring entschieden. Also mal ran an die Schaufel und um das Brunnenrohr 55cm tief und 1m Durchmesser ausgebuddelt. Hatte sogar tierische Unterstützung dabei.

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Da der Betonschacht doch einiges wiegt hat mir mein Schwager hier ein wenig geholfen. "Unglücklicherweise" war der Schacht aber dann schon gesetzt, als ich am Freitag abend von der Arbeit kam. War wohl ruck zuck drin und das freigeschaufelte Loch war auch nicht zu klein. Paßt für mich ;-) und da kommt jetzt noch eine wasserfeste Platte drauf und darüber Terassenbohlen rund zugeschnitten. Wäre dann ein passender Platz für nen großen Blumenkübel im nächsten Jahr.

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Zudem hab ich mir unter der Woche PE-Rohr, diverse Fittings und die Tiefbrunnenpumpe organisiert, welche ich dann noch am Samstag zusammensetzte und ins Brunnenroh anstatt der Saugpumpe herunter lies. Das PE-Rohr ist so von der Rolle ganz schön wiederspenstig und durfte erstmal 1 Tag "gestreckt" verbringen. Ich hab mich übrigens für ein 1 Zoll Rohr entschieden (32mm), da ich oben eh damit weiterfahren will vor dem Druckschalter (welchen ich da nehme weiß ich noch nicht). Also mit nem Messing-Adapter die 1 1/4 Zoll an der Pumpe reduziert und das Rohr an die Pumpe. Die Pumpe hängt jetzt ca. 1,5m über dem Filter und über der Pumpe sind noch ca. 2-5 m Wasser. Der Wasserspiegel ändert sich auch nicht bei einer dauerhaften Entnahme von ca. 900 Liter / h.

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Dann mal Wasser-Marsch....... das Ergebniss gefällt mir soweit ganz gut, hab dann immer wieder mal jeweils für 10 - 15 min für 2h mal mit Rasensprenger (so ca. 800 Liter pro Minute) und nach ein wenig Pause mit offene Rohr (ca. 2,4 Kubik pro Minute) gewechselt. Und auch immer mal wieder einen 10l Kübel zwischen drin mit Sand gefüllt um das Sandthema zu beobachten. Da waren nur immer ein paar sehr fein Körnchen zu sehen.

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Heute hab ich mir dann nochmal 2 Kubik am Stück gezogen (ohne vorherigen Betrieb der Pumpe heute) mit 1200l/h und via Kübel in eine Plastikkiste laufen lassen um mal zu sehen was da mitgefördert wird. Wie ist denn eure Meinung hier? In Summe sind jetzt ca. 5-6 Kubik aus dem Brunnen gezogen worden, der Sandanteill mit der Tiefbrunnenpumpe im Vergleich vorher zu Saugpumpe mit ca. 800l / h bei einer Saughöhe von 7m ist geringfügig höher (da hatte ich fast kein Sandkorn im Dauerbetrieb), bedingt wohl durch die höhere Leistunbg der Pumpe.

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Ich denk das könnte sich noch entwickeln. Oder habt Ihr da ne andere Meinung? DAs bischen an sand sind aktuell meine größten bedenken bei dem Brunnen und ich hab immer die Überlegung im Hinterkopf ob ich das nicht noch "umrüsten" sollte auf Feinsandfilter in DN80..... ;-(.... was wiederum in einer neuen Rohtour und Pumpe "ausarten" würde. Für heuer aber wohl eher nicht mehr geplant, Erstmal weiter beobachten, wenn wieder mehr Wasser draussen benötigt wird. Das ist ja nicht unbedingt mehr der Fall heuer.
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Re: Bohrbrunnen in Oberbayern

Beitragvon Moister » Mo 22. Okt 2018, 08:56

Was den Sand in der Kiste angeht; Mein Brunnen steht so gesehen auch im Sand. Beim Anpumpen hatte ich auch erst Sand im Wasser, dann habe ich zwei Wochen mit "Sandfreundlichen" Billigrasensprengern gegossen, dann die Filterkartusche eingesetzt und gesehen dass so dut wie kein Sand kommt.
In deinem Fall must du über eine längere Betriebszeit schauen ob Sand kommt. Wenn der Sand in der Kiste von 2m³ kommen, dann hättest du im Hochsommer pro Woche eventuell das 5 oder 10fache an Sand. Aber schon die Menge, die jetzt drin ist hätte dir Rasensprenger lahmgelegt. Entweder setzt sich der verbaute Filter zu oder die Düsenlöcher. Solange du festellen kannst dass Sand kommt wirst du irgendwann Probleme mit deinen Beregnungskomponenten bekommen. Unser Nachbar hatte den Supergau, bei ihm hat sich die Gartenpipeline verstopft. Dann mußte er aufbuddeln, die verstopte Stelle suchen und austauschen. Der Sand hat sich abgelagert und wurde bretthart. Und es ist wie beim Kanalrohr: Ist im Rohr erstmal eine Stelle an de sich was ansetzt, dann kommt dort immer mehr dazu. Aber auch die anderen Teile leiden: Sprenger, Bewässerungsbrausen, Magnetventile.
Entweder du bekommst irgendwann Wasser in dem du keinen Sand hast oder du verbaust einen Filter um die letzten Minirestsand rauszufiltern. Ich habe einen eingebaut und mit einem Blick in die Glasglocke habe ich eine gute Kontrollmöglichkeit.
Aber erstmal schön abwarten, Wasser fördern und schauen wie es wird.
Schöne Grüße.
Roland
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Re: Bohrbrunnen in Oberbayern

Beitragvon aze2000 » Mo 22. Okt 2018, 09:01

den Filter hatte ich eh eingeplant.... hab ich mir in deinem Thread abgekuckt.... welchen hast du genau verwendet?

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