BrunnenProjekt

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich

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llbaer
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BrunnenProjekt

Beitragvon llbaer » Mi 26. Sep 2018, 21:24

Hallo,

ich habe eine Genehmigung für meinen 12m Brunnen erhalten und würde diesen nun gerne bohren.
Ich schreibe hier meine Planung und Gedanken auf. Sollte ich etwas vergessen haben, so würde ich mich über Tipps und Anmerkungen freuen.

Ich würde gerne meine automatische Beregnungsanlage, 3 frostsichere Wasserhähne und ggf. 3 Toiletten anschließen. Es ist schon ein 1,9m tiefer Brunnenschacht vorhanden, der eine direkte Verbindung in den HWR hat. In diesem Schacht werde ich die Bohrung versuchen.

Ich habe mir einen 160Bohrer mit 8m Gestänge und eine 108er Kiespumpe besorgt.

Der Wasserspiegel soll laut Nachbar bei 6m sein, der Boden soll ein Sand Kies Gemisch sein.
Geplant habe ich einen DN150 Brunnen mit folgendem Aufbau von unten nach oben:

0,5m Sumpfrohr + 3m 0,3 Filterrohr + 8,5m Vollrohr

Zur Zeit tendiere ich als Pumpe zu einer KSB Ixo-Pro 6 mit Anschlussset Kit–Press Gefäß MAG. Für die automatische Beregnung würde ich einen Druckminderer auf 3,5Bar installieren. Die Beregnungsanlage benötigt 700l/h.

Die Pumpe würde ich 1m über die Filterstrecke hängen, sodass noch 1,5m Wasser über der Pumpe wären.

Die höchste Toilette wäre von Unterkante Pumpe aus gesehen ca. 12,7m hoch.

Alternativ hatte ich auch die Ksb IXO 45 N im Hinterkopf, allerdings benötige ich zu dieser Pumpe noch einen Druckschalter, Rückschlagventil, etc. In dieser Hinsicht habe ich bisher nicht genügend Informationen zusammentragen können und würde mich Tipps freuen.

Vielen Dank im Voraus.

Grüße

LLBaer
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Bohrbrunnen
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Re: BrunnenProjekt

Beitragvon Bohrbrunnen » Mi 26. Sep 2018, 22:35

Soweit machbar.
Nur der Wasserstand über den Filter ist zu gering.
2 bis 3 Meter tiefer gehen mit dem Brunnen und 2 Meter Filterrohr reichen.
Gruß Manfred
Glück Auf!

Lieber Ratten im Keller als Verwandtschaft im Haus.
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Moister
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Re: BrunnenProjekt

Beitragvon Moister » Do 27. Sep 2018, 08:52

Wenn du auf 2m Filterstrecke gehst dann würde ich ein 1m Sumpfrohr einbauen; nicht dass es dir wie mir geht und du bekommst den Sand nicht aus dem Rohr geplunscht und er steht im Rohr bis in die Filterstrecke.

Ich persönlich würde mir keine Pumpe mit so viel verbauter Elektronik kaufen. Im Schadensfall hat man selber keinerlei Chance den Fehler zu lokalisieren, man ist auf Herstellersupport und Reparatur angewiesen und die Reparaturkosten liegen i.d.R. recht hoch. Das gute Stück kostet ja um die 450€.
Beim Rückstauventil würde ich mal nachfragen ob das tatsächlich komplett schließt. Bei meiner (Billig-)Pumpe ist auch eins verbaut aber das schließt nicht komplett. Deshalb zieht die Schwerkraft das Wasser aus der Verrohrung nach unten. Beim Einschalten kommt dann sehr viel Luft, die Rasensprenger spotzen und bei der Gardena-Beetbrause hat es vorne den Brauseneinsatz weggesprengt! Ob da der winzigen Ausgleichsbehälters viel hilft? Stattdessen könntest du über einen etwas größeren nachdenken und ein gescheites Rückschlagventil verbauen (kostet wahrscheinlich auch nicht mehr).
Wenn du zum Gartengießen eine Brause oder etwas ähnliches verwenden willst würde ich einen größeren Druckkessel oder eine andere Pumpe verbauen:
Datenblattauszug: ▪ Maximale Schaltungen/ Stunde: 30
Einen Brausekopf betätige ich beim Gießen durchaus öfters als nur alle 2 Minuten. Da die Pumpe durch einen Druck- und Strömungssensor geschaltet wird geht die jedesmal an und aus. Dafür sind die Lager nicht ausgelegt, sie könnte heißlaufen oder die Elektronik nimmt Schaden.
Schöne Grüße.
Roland
"Nur die Harten bohren im Garten!"
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Plunschmeister
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Re: BrunnenProjekt

Beitragvon Plunschmeister » Do 27. Sep 2018, 09:56

Hallo und willkommen im Form!
Du solltest den Brunnen erst einmal fertigstellen, im Anschluss kann man sich gerne über die zum Einsatz kommende Technik austauschen. Ihr macht die Rechnung immer ohne den Brunnen.
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
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Gruß PM

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llbaer
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Re: BrunnenProjekt

Beitragvon llbaer » Fr 28. Sep 2018, 20:22

Vielen Dank für die Antworten.

Dann werde ich versuchen bevor es richtig kalt wird den Brunnen zu bohren.

1m Sumpfrohr + 2m Filterstrecke +10m Vollrohr

Würde dann ca. 3m Wasserstand über Pumpe geben.

Vielen Dank schon mal.

Bzgl. Pumpe melde ich mich dann nochmal, sollte es glatt gehen.

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llbaer
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Re: BrunnenProjekt

Beitragvon llbaer » Mo 22. Okt 2018, 16:36

Hallo zusammen,

nach 5 Tagen habe ich foglenden Stand erreicht.

GOK ist bei 8m.

Folgenden Aufbau habe ich nun:

11,5 m Vollrohr
2 m Filter
0,5 m Sumpfrohr

Die Wassersäule ist 5,5m hoch, sodass ich 3m Wasser über der Filterstrecke habe.
Das Rohr bewegt sich seit 4h keinen mm mehr runter.

Die letzten 6m kamen 0-32 Kies heraus. Wobei der 0,5-32 Anteil überwiegt.

Ich denke, dass ich mich mit der aktuellen Situation anfreunden muss und hoffe, dass die GOK mit einsetztenden Regen ein wenig ansteigen wird.

Als nächsten Schritt sollte ich den Brunnen saubern pumpen und danach mit den Tonpelets verschließen?
Womit pumpt man den am besten Sauber? Mit einer Schmutzwasserpumpe?

Kann jemand eine kostengünstige für diesen Einsatz empfehlen?

Vielen Dank im Voraus.
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Plunschmeister
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Re: BrunnenProjekt

Beitragvon Plunschmeister » Mo 22. Okt 2018, 20:11

Moin,
seit wann steigt die GOK bei Regen an :shock: ?

Oft kannst du im gut sortierten Baumarkt eine Pumpen ausleihen.
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
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Gruß PM

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Re: BrunnenProjekt

Beitragvon llbaer » Mo 22. Okt 2018, 21:01

Mit Steigen meinte ich, dass das Wasser sich der Erdoberfläche annähert. ;)

helix0712
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Re: BrunnenProjekt

Beitragvon helix0712 » Di 23. Okt 2018, 16:57

Hallo Ilbaer,

strammer Fortschritt, Respekt!!

GOK = GeländeOberKante. Ich hoffe mal, die bewegt sich bei Dir bei Regen nicht aufwärts :D.
Vielleicht schreibst Du nochmal genau, wie tief Dein Bohrloch ist und ab welcher Tiefe Grundwasser anliegt. So könntest Du Missverständnissen vorbeugen.

Gruß,

Patrick

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