Bohrbrunnen richtig anpumpen, bzw Ergiebigkeit steigern

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich

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Bohrbrunnen richtig anpumpen, bzw Ergiebigkeit steigern

Beitragvon Torgauer » Mi 26. Sep 2018, 15:09

Hallo,

Ich habe mir mit 80-er Brunnenrohr einen Bohrbrunnen gebaut,
von unten angefangen mit 0,5m Sumpfrohr,
dann 3 Meter Filter SW 0,5,
und dann noch 10 Meter Vollrohr darauf,
also insgesamt 13,50 Meter, das Wasser steht bei 5,5 Meter und habe mit einer kleinen Kreiselpumpe 6 Stunden lang abgepumpt, das Wasser hat dabei 80cm abgenommen und ist aber wieder nach ausschalten der Pumpe schnell wieder angestiegen, gestern habe ich nun mit einer Wasserknecht W25 gepumpt, da war nach ca. 2 Minuten Ruhe, weil das Wasser nicht schnell genug nachgelaufen ist, der Saugschlauch ist 8 Meter lang. Wenn ich nur wenige Minuten warte, kann ich die Pumpe wieder einschalten und sie fördert wieder aber wieder nur kurz, meine Frage ist deshalb hier, was kann ich tun um die Ergiebigkeit des Brunnens zu steigern?
Beim Bohren hatte ich ab 5 Meter Kies und Sand durchweg bis 13,50 Meter

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Re: Bohrbrunnen richtig anpumpen, bzw Ergiebigkeit steigern

Beitragvon Torgauer » Do 27. Sep 2018, 09:34

Hallo, ich benötige auch noch Infos um meine Rohrtour unten verschließen zu können, dazu habe ich folgenden Link gefunden.
viewtopic.php?f=7&t=941#p8415
Leider habe ich aber noch keine Berechtigung diesen Link zu öffnen.
Kann mir da ein Administrator einen Tipp geben, was ich noch tun muss damit der Link zu öffnen geht?
Besten Dank schon mal
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Plunschmeister
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Re: Bohrbrunnen richtig anpumpen, bzw Ergiebigkeit steigern

Beitragvon Plunschmeister » Do 27. Sep 2018, 09:49

Hallo Torgauer und willkommen im Forum!
Ganz schön ungeduldig :lol: . Du solltest nunmehr über ausreichende Berechtigungen verfügen, um hier im Brunnen-Pedia zu lesen.

Kies und Sand sind ja ein weiter Begriff, eventuell kannst du einmal die Korngröße genau definieren. Die W 25 bring ja 2,5 m³, du solltest im Intervall pumpen.

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Gruß PM

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Re: Bohrbrunnen richtig anpumpen, bzw Ergiebigkeit steigern

Beitragvon Torgauer » Do 27. Sep 2018, 16:02

Hallo Plunschmeister,

Ja ich war wohl etwas ungeduldig,
Ich habe heute mal ein paar Fotos gemacht von dem Material aus meinem Brunnen,

So sieht der ganze Haufen aus,
http://up.picr.de/33925211uy.jpg
Insgesamt sieht das Material Recht fein aus
http://up.picr.de/33925213wo.jpg
Aber auch solche Kiesel waren einige immer mal dazwischen
http://up.picr.de/33925212yy.jpg
Ich habe mehrmals versucht abwechselnd zu pumpen, es ging anfangs nur wenige Minuten, vorhin könnte ich mit der W25 eine halbe Stunde lang pumpen, da zog sie Luft weil das Wasser zu weit unten war. Momentan habe ich da. 7,5 Meter Saugschlauch drin, das heißt noch tiefer hängen geht nicht, Da es aber besser geworden ist mit der Ergiebigkeit, habe ich noch die Hoffnung das es noch besser wird. Sollte ich jetzt immer mal durchweg pumpen bis Wasser alle ist oder nur in kurzen Intervallen?

Es grüßt Steffen

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Re: Bohrbrunnen richtig anpumpen, bzw Ergiebigkeit steigern

Beitragvon Uwe » Do 27. Sep 2018, 16:44

Ich denke, deine Filterstrecke ist schon oder noch versandet. Du hast ja noch keinen Bodenstopfen verbaut.
Evtl. ist auch die Schlitzweite der Filter zu groß. Die Sankörnung erscheint mir auf den Fotos überwiegend kleiner als 0,5mm. Oder täuscht das?
LG

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Re: Bohrbrunnen richtig anpumpen, bzw Ergiebigkeit steigern

Beitragvon Torgauer » Do 27. Sep 2018, 16:59

Hallo Uwe,

Das Material sieht recht fein aus, das stimmt.
Den Stopfen muss ich noch machen, ich hatte da negative Bewertungen gelesen was den Stopfen angeht, ich meine Erfahrungen mit den Pellets, ich hoffe nicht das die Schlitzweite zu groß ist, denn noch einen Brunnen kann ich nicht machen,
Sollte ich schnellstens erstmal den Stopfen machen bevor ich weiter pumpe?
Welchen Stopfen kann man mir empfehlen?
Ich habe noch keinen Stopfen gesetzt für den Fall das ich noch tiefer muss mit der Rohrtour.
Wie schon gesagt, noch mal alles von neu machen ist nicht möglich.

Es grüßt Steffen

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Re: Bohrbrunnen richtig anpumpen, bzw Ergiebigkeit steigern

Beitragvon Torgauer » Do 27. Sep 2018, 17:19

Ich habe gerade nochmal nach meiner Pumpe geschaut, sie war eben eine dreiviertel Stunde an, mit 2 Regenpilzen von DDR-Zeiten, es war die ganze Zeit voller Druck da. Das Grundwasser blieb konstand bei 7,5 Meter im Rohr stehen und wurde nicht alle, also wieder eine Verbesserung.
Habe aber erstmal die Pumpe abgeschalten.
Ich habe auch mal ausgelotet um zu schauen wie viel Sand im Rohr drin ist, es sind 60cm im Sumpfrohr, soviel waren es vor 2 Tagen auch.

Gruß Steffen

Uwe
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Re: Bohrbrunnen richtig anpumpen, bzw Ergiebigkeit steigern

Beitragvon Uwe » Do 27. Sep 2018, 18:09

Das mit dem Pumpen hört sich schon besser an.
Zum Material des Stopfens und dessen Beschaffung kann ich nicht viel sagen, jedoch können die Tonpellets im Damenstrumpf später wieder entfernt werden.
Bei DN 80 hast du nicht mehr viele Möglichkeiten ohne das Rohr zu ziehen. Ich würde versuchen noch etwas tiefer zu gehen, den Sand aus den Sumpf holen und einen Stopfen nach Eriberto fertigen.
Danach Klarspülen und hoffen.
LG

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Re: Bohrbrunnen richtig anpumpen, bzw Ergiebigkeit steigern

Beitragvon Torgauer » Mi 17. Okt 2018, 09:40

Hallo Uwe,

Hier nun noch ein paar Worte zu dem Verlauf in den letzten Tagen, den Stopfen habe ich drin, tiefer bin ich nicht mehr gekommen, zur Zeit habe ich noch meine W25 an dem Brunnen, die Ergiebigkeit des Brunnens reicht für einen Regenpilz von DDR- Zeiten und zeitgleich habe ich noch eine Gardena-Handspritze dran, die Pumpe bringt aber noch etwas mehr Wasser, deshalb habe ich noch einen 1/2 Zoll Schlauch mit einer Spritzdüse wieder momentan als Rücklauf im Brunnen hängen, wenn ich diesen Schlauch heraus nehme, senkt sich der Wasserstand im Brunnen soweit das die Pumpe Luft zieht, das bedeutet das die Ergiebigkeit des Brunnens etwas geringer ist wie die W25 fördert. Ich denke mal das es keine weitere Möglichkeit gibt dies zu verbessern, das Wasser im Brunnen läuft aber sehr schnell wieder nach, sowie ich die Pumpe ausschalte, ist in kürzester Zeit das Wasser wieder bei einer Höhe von 5,50 Meter.
Wie es nun weiter geht? Ich habe in der Zwischenzeit eine PE-Leitung zu meiner 2 stufigen Kreiselpumpe gelegt, mit einem 150 Liter Kessel und Druckschalter daran. Diese will ich dann in den nächsten Tagen anschließen und hoffe das das Wasser dann für die Pumpe reicht.
Eine Option wäre noch in mein Brunnenrohr eine Tiefpumpe mit etwas geringerer Fördermenge einzulassen. Mir wäre wichtig das ich wenigstens einen größeren Beregner dran machen kann, das würde mir reichen.
Wenn hier noch jemanden Tipps einfallen um die Ergiebigkeit zu steigern, dann bin ich ganz Ohr.

LG
Steffen
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Re: Bohrbrunnen richtig anpumpen, bzw Ergiebigkeit steigern

Beitragvon Plunschmeister » Do 18. Okt 2018, 16:43

Hallo Steffen,

du musst den Brunnen richtig entsanden! Das nach dem Pumpen immer ca. 60 cm Sand im Sumpfrohr stehen ist nicht gut!
Die Schlitzweite ist für diesen feinen Sand zu groß.

Da die Pumpe 2,5 m³/h bringt, gehe einmal wie folgt vor:

Den Saugschlauch ca. 2 m über Filter hängen und für 3 min. bis 5 min. mit voller Leistung der Pumpe pumpen. Fällt die Wassersäule bis auf 2 m über Filter ab, die Pumpe ausschalten.
Warten, bis der Ruhewasserpegel wieder erreicht ist.
Danach gleich wieder 3 min. bis 5 min. mit voller Last pumpen. Alles immer im Wechsel, für 1 h bis 2 h.

Sollte die Pumpe vorher Luft ziehen, diese so drosseln - damit sie diese 5 min. durchläuft.

Ziel ist es, den Brunnen richtig zu entsanden und dass sich um die Filterstrecke ein durchlässiges Korngerüst aufbaut. Vorher müssen aber die feinen Sandpartikel in den Brunnen gezogen werden.
Ansonsten wird sich später auch beim Einsatz einer TBP immer Feinsand bis in die Filterstrecke absetzen.

Ich hoffe es gelingt dir.
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Gruß PM

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