Mein Brunnen in Bremen

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich
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Bohrbrunnen
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Re: Mein Brunnen in Bremen

Beitragvon Bohrbrunnen » Mo 1. Okt 2018, 23:30

Mit dem Boden ist nichts zu machen, wenn man einen Bohrbrunnen will.
Wenn Brunnen, dann nur ein Schachtbrunnen.
Gruß Manfred
Glück Auf!

Lieber Ratten im Keller als Verwandtschaft im Haus.

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Nuelle81
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Re: Mein Brunnen in Bremen

Beitragvon Nuelle81 » Mi 3. Okt 2018, 16:28

So! Neue Bohrung, neues Glück. 20 Meter von der ersten Stelle entfernt sieht der Boden bisher komplett anders aus. Von 0 - 1 m unter GOK Mutterboden / Aufschüttung, danach für ca. 50 cm Torf, darunter gelber Sand (fein - leicht mittel), in den oberen Schichten kiesig / grobkiesig. Bin jetzt in einer Tiefe von knapp 6 m auf eine sehr helle schluffige Schicht gestoßen, die sofort richtig nass war. Mal sehen, wie es weiter geht. Für heute ist erstmal Pause.

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Nuelle81
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Re: Mein Brunnen in Bremen

Beitragvon Nuelle81 » Mi 10. Okt 2018, 18:32

Hallo zusammen,

mal eben ein kleiner Zwischenstand:

Also: Es gibt bei mir auf jeden Fall Wasser. Fast jeder Nachbar im Umkreis von 100 Metern hat einen Brunnen - nur die Tiefen sind unterschiedlich. Rechter Nachbar (Entfernung von mir ca. 20 Meter) 7-8 Meter Tiefe, linker Nachbar (ca. 30 Meter entfernt) 23 Meter Tiefe, Nachbar gegenüber 14 Meter Tiefe. Ich hoffe nun, dass ich auch bei 14 -16 Metern Tiefe auf den richtige Boden stoße.

Ich habe mittlerweile eine Tiefe von 13 Metern erreicht und dabei erst eine Lehmschicht und im Anschluss eine Tonschicht (dunkelgrau, sehr plastisch) durchstoßen. Nun habe ich eine Schicht erreicht, die zwar noch ganz leichte Anteile von Ton enthält, aber schon sehr (fein-)sandig ist. Der Aushub fällt bröckelig vom Bohrer. Das Material ist auch nicht mehr formbar wie der Lehm oder Ton. Laut unserem Geo-Informationsdienst in Bremen habe ich eine Schicht Lauenburger Ton durchteuft und unter dieser soll unter Spannung in sandigem Boden das Grundwasser stehen.
Das Wasser in meinem Bohrloch stand eben bei 4,5 Metern unter GOK, angeblich soll der Grundwasserstand aber bei 5,5 - 6,5 Metern unter GOK sein.

Ich blicke nun auf jeden Fall optimistisch auf die kommenden Tage.

Eine Frage habe ich aber trotzdem noch:
Da meine Bohrung anfangs eigentlich nur als Aufschlussbohrung gedacht war, habe ich nur mit einem 90er Bohrer gebohrt. Meine Idee wäre nun aber, das Bohrloch mit einem 150er Bohrer zu vergrößern, damit ich später ein Brunnenrohr DN100 einbringen kann. Ist die Größe von Bohrer sinnvoll oder würdet ihr mir was anderes empfehlen?
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Eriberto
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Re: Mein Brunnen in Bremen

Beitragvon Eriberto » Mi 10. Okt 2018, 18:51

Hallo Nuelle.
Kannst Du so machen. Dein Boden scheint ja recht standfest zu sein. Ansonsten reicht meist auch - mindestens - eine Nummer kleiner, da durch das ständige rein- und rausziehen das Bohrloch eh 'ausfranst'.
Gruß
Florian

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Re: Mein Brunnen in Bremen

Beitragvon Nuelle81 » Mi 10. Okt 2018, 19:05

Hi Florian,

der Boden ist standfest wie sonstwas...Ich hätte jetzt 150 mm genommen, damit ich noch einen gewissen Hohlraum um das Brunnenrohr habe um diesen mit Filterkies zu füllen. Oder ist das überflüssig?

Was mache ich denn, wenn sich der Boden nun nur noch leicht Richtung Mittelsand verändert? Setze ich dann Feinsandfilter in dem Bereich und den Rest nach oben mit Vollrohren?

Gruß

Nils
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Re: Mein Brunnen in Bremen

Beitragvon Eriberto » Mi 10. Okt 2018, 19:27

Hallo Nülle,

PM oder Bohrbrunnen werden sich sicher auch noch diesbezüglich äußern, aber, eine Filterkiesschüttung 'bringt' erst wirklich etwas, ab einer gewissen Stärke. Bei 150er Bohrung und - bei Muffenrohren 115er - einem Außendurchmesser des Rohres über der Muffe von 130mm bleibt da nicht viel Platz (günstigensfalls, bei zentrierter Einbrungunge 10mm rundum).
Insofern, die Filterkiesschüttung ist bei solchen Dimensionen wohl eher 'kosmetischer' Natur...
Ziel sollte also sein, in eine Kiesschicht (nicht Feinsand) vorzudringen oder eine lange Filterstrecke in den wasserführenden Bereich zu bringen.
Gruß
Florian

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Re: Mein Brunnen in Bremen

Beitragvon Nuelle81 » Mi 10. Okt 2018, 19:40

Also quasi sobald ich "plunschbaren" Boden erreicht habe das Rohr einbringen und dann probieren so tief wie möglich zu kommen. Wie und wann baut man denn Feinsandfilter ein? Die werden doch sicherlich durch zu viel Reibung beschädigt, oder? Und welche Filtergröße ist denn sonst zu empfehlen (bzw. worauf kommt es an) 0,3 mm oder 0,5mm? Ich denke doch mal, je gröber der Boden, desto größer auch die Filterweite, oder?
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Re: Mein Brunnen in Bremen

Beitragvon Eriberto » Mi 10. Okt 2018, 19:45

Mit SW 0,3 - unsere Empfehlung - liegt man nie verkehrt. Insbesondere bei unseren 'unprofessionell' erstellten Brunnen (ohne Arbeitsrohr und Filterkiesschüttung).
Bei 2m Filterstrecke ergibt sich eine theoretische Entnahmemenge von bis zu 3.7m³/Stunde. Das soll erst mal ein Pumpe wirklich 'schaffen'...
Bei einer Trcokenbohrung mit entsprechendem Gerät ist ja der Boden 'bekannt', sprich die Filterstrecke, ja die gesamte Rohrtour kann diesbezüglich konfiguriert werden.
Wir fischen ja eher im Trüben und hoffen auf Kies :lol: .
Gruß
Florian

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Re: Mein Brunnen in Bremen

Beitragvon Nuelle81 » Mi 10. Okt 2018, 20:05

:lol: - Das hoff ich aber auch noch...ich bohr einfach noch weiter und guck was passiert. Trotzdem werde ich auch schon anfangen die Bohrung vom Durchmesser her zu vergrößern.

Und wenn ich bei 16 Metern noch keinen Kies habe, komme ich mit den nächsten Fragen :lol:

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Re: Mein Brunnen in Bremen

Beitragvon Nuelle81 » Mo 5. Nov 2018, 11:30

Hallo zusammen,

da ich für längere Zeit pausieren muss würde ich gerne ein Arbeitsrohr (100er Brunnenrohr) in mein Bohrloch einbringen, damit es in der Zeit nicht einstürzt.

Kann ich das Rohr später (im Frühjahr) wieder ziehen oder saugt sich das Rohr so fest, dass sich da dann gar nichts mehr tut?

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