Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich
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bypsa
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitrag von bypsa » Do 13. Feb 2020, 13:54

Moister hat geschrieben:
Do 13. Feb 2020, 13:37
Von jetzt an geht flott nach unten!
Leider noch nicht.
Unter dem Brei ist immer noch Stein :(
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitrag von Gastarbeiter » Do 13. Feb 2020, 19:50

Hallo
das mit den Drahtspießern habe ich auch schon probiert aber mit mäßigem Erfolg. Je tiefer du jetzt kommst um so schwieriger wird es. Je länger du probierst, wir der Brei noch dünner und um so mehr saugt sich die Bohrkrone fest. Ich habe oben große Löscher rein gebohrt so das der Brei oben raus kann und liegen bleibt. Wenn du viel Sandstein bohrst, kannst du auf die Löscher Gummi anbringen, der wie eine Rückschlagklappe funktioniert. Mit etwas Glück bleibt dann auf der Krone zusätzlich etwas liegen. Wenn du jetzt noch ein zusätzlichen Blechring ober auf der Krone fixierst, bleibt noch mehr auf der Krone liegen. Mit Sand oder zerbohrtem Sandstein funktioniert es, mit dünnen Brei funktioniert es nur, wenn die Bohrkrone voll rein gebohrt ist. Aber was einen Meter gut funktioniert kann dann aber auch wieder kontraproduktiv sein. Und bedenke, je tiefer du kommst um so mehr Gestänge musst du montieren und wieder hoch ziehen. Wenn du bei 20m mehrfach keinen Lehm hoch geholt hast, wirst du richtig fluchen und über das Spülbohren nachdenken.

Damit die Bohrkrone sich besser freischneidet, habe ich oben an der Seite ein großes Fenster rein geschnitten und am ende ein paar Millimeter nach außen gebogen, so das an der Bohrwand etwas Material abgetragen wird. Wenn du neue Diamanten auflötest, können diese auch etwas dicker sein, so das du mehr Spiel zur Bohrwand hast. Sollten deine jetzigen Diamanten fast verschlissen sein und du kommst nicht weiter, kannst du jeden zweiten auslöten und nach innen oder Außen etwas versetzt anlöten so bekommst du auch mehr Luft.

Aber die Perfekte Lösung ist das auch alles nicht. Und was machst du, wenn der Sandstein länger als deine Bohrkrone ist? ich hatte schon mehr als 60cm Sandstein am Stück. Da kannst du lange Grübeln bis dir etwas einfällt um das zu bergen. Eine Bohrkrone die länger ist, wird dir nicht viel helfen da die Reibung zu groß wird. Da nützen dir auch keine größeres Drehmoment, da das dein Gestänge oder Schweißnähte irgendwann nicht mehr mit machen.

Viel Glück
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitrag von bypsa » Mo 17. Feb 2020, 13:08

Gastarbeiter hat geschrieben:
Do 13. Feb 2020, 19:50
Und was machst du, wenn der Sandstein länger als deine Bohrkrone ist? ich hatte schon mehr als 60cm Sandstein am Stück. Da kannst du lange Grübeln bis dir etwas einfällt um das zu bergen.
Ich habe jetzt seit ca 5m Stein...
Das Problem ist immer das Abbrechen des Kerns... und dann das hochziehen und hoffen dass nix rausfällt!
- was nicht immer gelingt :(
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitrag von Gastarbeiter » Do 20. Feb 2020, 19:29

Bei mir hat es besser funktioniert, als ich mit einer 110er Krone vor gebohrt habe. So ist der große Kern nicht mehr so schwer und beim Hochziehen rauscht das Wasser innen durch und drückt nicht so sehr auf den großen Kern. Der Bohraufwand wird so aber noch größer. und wenn du dann nur einen halben Stein anbohrst, kann es sein, das kleine zerbohrte Steine drin liegen, die man dann wieder versucht mit einem großen Spiralbohrer mit einer Schneide und einer Wendel und einer Art Rückschlagklappe unten am Bohrer versucht raus zu holen.
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitrag von bypsa » Mo 2. Mär 2020, 10:38

Am Samstag ging es mal wieder erfolgreich weiter - zwar nur 25cm aber immerhin mal wieder einen kompletten Kern geerntet...
Das Lot hat eine Tiefe von 11,75m ergeben und das schöne: die Berechnung am Gestänge ergab auch 11,75m.
Das bedeutet, dass der Kern komplett am unteren Ende der Bohrung abgebrochen ist :)
Bild Bild
Mit meiner selbstgebauten Kiespumpe konnte ich vorher den Bohrgrund schön freiräumen...
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitrag von bypsa » Mi 11. Mär 2020, 11:58

Da die Segmente schon stark abgenutzt waren und vermutlich das der Grund ist warum es so schwer bzw. fast kaum mehr zu bohren ging habe ich neue Segmente aufgelötet.
Man sieht, dass die Segmente auch in der Breite stark abgenommen haben...
Dadurch hat das Rohr der Bohrkrone kaum Platz im gebohrten Ringspalt und alles läuft sehr schwer.
Ich hoffe das es nun wieder leichter geht... - mal seh´n
Bild Bild Bild
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitrag von bypsa » Di 2. Jun 2020, 10:41

Hier mal wieder ein update - die Baustelle hat bestimmt 2 Monate geruht...
Jetzt geht es langsam weiter. Bohren geht mit den neuen Segmenten ging nun wieder leichter aber es sind mir 2 Zacken aus der Krone gebrochen... :o
Die anderen Segmente waren wohl doch besser zu verlöten!
Bild

Und weil der obere Teil der Bohrkrone völlig verdellert war vom Fallmeißel draufplumsen habe ich ihr eine 6mm Stahlplatte spendiert.
Mal sehn ob mir das beim Abbrechen des Bohrkerns weiterhilft und ich evtl. noch öfter noch schwerere Teile draufknallen lassen kann....
Melde mich wieder wenn ich es ausprobiert habe.
Bild Bild Bild
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitrag von bypsa » So 14. Jun 2020, 13:14

Hallo zusammen,
mein Nachbar hat gestern eine Bohrfirma da gehabt, die ihm per Spülbohrung einen 29m tiefen Brunnen gebohrt hat.
Nach 10m Lehmerde kamen sie erstes Sickerwasser und auf den gleichen Stein wie ich ihn habe... er sagte es wäre verfestigter Feinkies.
Sie bohrten bis 23m in diesem Stein und haben dann blaue 4" Brunnenrohre DN100 mit Schlitzweite 0,75mm bis ca 21m abgelassen.
Die verbleibenden 2m haben sich wohl in der Zwischenzeit mit dem Bohrschlamm zugesetzt - so meine Vermutung.
Danach haben sie relativ groben Filterkies ( ca 3-5mm) um das Rohr geschüttet einen Pumpversuch gestartet und festgestellt, dass der Brunnen noch nicht so ergiebig ist und die Wassersäule schnell abgesunken ist.
Deshalb haben sie danach im Rohr weiter bis auf 29m gebohrt - ich glaube mehr Bohrgestänge hatten sie nicht dabei.
Bis dort hin war immer noch dieser Stein...! Die letzten 8m besteht das Brunnenrohr sozusagen aus Stein!
Der Brunnen liefert nun Wasser "ohne Ende".
Das ganze hat mich unheimleich demotiviert und deprimiert... weil ich ja gehofft hatte, das die Steinschicht nur ca 6m stark ist... :cry:
Ich habe ihn gebeten bei mir mal zu schauen was möglich ist.
Er hat mir dann den Rat gegeben mit einer kleineren Bohrkrone ca 13cm Durchmesser (DN100 hat aussen über der Muffe 120mm) weiterzubohren das ginge leichter.
Das leuchtet mir ein und ich würde ich gerne als letzten Versuch so machen.
Da müsste dann auch kein Rohr bis ganz unten rein, weil sich ab einer Gewissen Tiefe das Wasser von unten nach oben in das Bohrloch drückt - das geht meiner Meinung nach nur, wenn irgendwann die Steinschicht unterbrochen ist und dort der Grundwasserleiter erreicht ist .... - so ist es wohl bei dem Nachbarn
Er empfiehlt in dem 100er Rohr ein 3" Pumpe, weil die dann noch genügen Spiel hat falls mal ein Steinchen o.ä. reinfällt.
Was halten die Experten von den Ratschlägen und wie sollte mein weiteres Vorgehen am besten sein?
Danke für Tips..

Hier ein Bild vom Bohrgerät:
Bild
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitrag von Benutzer » So 14. Jun 2020, 23:27

Trotz allem übel finde ich es nicht schlecht, dass dein Nachbar hat bohren lassen.
Jetzt weißt du das der Boden nicht nur in deiner Garage so ist.
Nur wie diese Leute in Stein eine Spülbohrung realisieren juckt mich.
Klar ist es sinnvoll den Bohrdurchmesser zu verkleinern.
Ist auf jeden Fall weniger Kraftaufwendig. Mit der 3" Pumpe im 4" Rohr ist auch klar, das gehört zum 1 X 1 im Brunnenbau.
Nur wenn du verjüngst, dann gehe auf 150 mm. So kannst du auch noch tiefer einmal verjüngen.
Du hast ja nun schon ein paar Meter im Boden und auch ein paar Taler plus persönlichen Einsatz investiert.
Daher mach weiter!
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitrag von bypsa » Di 16. Jun 2020, 17:04

Eine neue Bohrkrone ist bestellt... bis dahin dachte ich mir prüfe ich mal die jetzige Ergiebigkeit des "Brunnens".
Die kleine Membranpumpe bringt aus 12m Tiefe ca 700L/h hoch (105s für 20L).
Die 3m Wassersäule fällt dabei auf ca 1,5m ab und braucht 5-10min ums sich zu erholen.
Die Pumpe habe ich bestimmt 1h laufen lassen und sie hat es nicht geschafft den Brunnen leer zu pumpen... man sieht auch schön wie es seitlich nachläuft.
Das ist zwar bis jetzt noch nicht viel aber immerhin etwas und wenn ich mit der kleineren Bohrkrone nicht mehr tiefer komme könnte ich damit wenigstens kleckerweise meine Zisterne füllen...
Ist das evtl. doch schon Grundwasser was da nachströmt oder ist das Sickerwasser / Schichtenwasser?
Gruß
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