Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

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Plunschmeister
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitragvon Plunschmeister » Mo 11. Mär 2019, 11:20

bypsa hat geschrieben:
Denkbar ist auch eine zusätzliche Arretierung der Bohrschnecke, welche sich dann bei einer Rechtsdrehung arretiert und bei Linksdrehung löst ( Bajonettverschluss).

Hm, wie soll das gehen bei quadratischem Rohr?
Die Rohrschnecke kann sich nur nach oben oder unten auf dem Vierkantrohr bewegen!

Im Vierkant werden Stifte gesetzt, dementsprechend im Rohr unten- der Bohrschnecke, die Nuten zur Arretierung. Bei Druck, schiebt sich die Bohrschnecke nicht mehr nach oben.
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitragvon bypsa » Mo 11. Mär 2019, 11:31

Sorry, da kann ich nicht folgen wie das funktionieren soll.
Woher soll die Mechanik wissen, ob Druck von unten kommt und sie einrastet, oder Zug von oben um die Bohrwendel wieder nach oben zu bekommen?
Wenn so was irgendwie funktioniert, dann kann das meiner Meinung nach nur mit einer Rastmechanik, die von oben mit Hilfe eines weiteren Seils wieder entriegelt werden kann gelöst werden.
Kannst du mal eine Skizze einstellen wie du dir das vorstellst - oder gibt´s Bilder von etwas existierendem ?
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Plunschmeister
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitragvon Plunschmeister » Mo 11. Mär 2019, 13:26

So lange ein Innenvierkant in der Bohrschnecke vorhanden ist, wird das eh nicht funktionieren.
Versuche es einfach mit 2 Bohrer an einem Gestänge. Man müsste vorab kontrollieren, inwieweit sich die Bohrschnecke absenken lässt.
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitragvon bypsa » Mi 13. Mär 2019, 10:38

Die Bohrschnecke lässt sich zu Beginn immer bis auf die Schneide absenken.
Allerdings geht dann irgendwann nur der Bohrer mit Schneide weiter runter und die Bohrschnecke bleibt weiter oben hängen - vermutlich an kleinen Steinchen...
Ich habe mir was ausgedacht mit Stift und Feder. Der Stift rastet in ein Loch im Bohrgestänge ein. Zum Lösen zieht man an dem Seil zum Hochholen der Bohrschnecke.
Die Bohrschnecke wäre so fest mit dem Bohrer verbunden und könnte nicht mehr aufschwimmen....
Evtl. bastle ich da mal was und zeige Bilder wenn´s funktioniert.
Heute werde ich erstmal das Bohrloch freisaugen (bin jetzt bei ca 5m Tiefe), weil da wieder ein hoffentlich nicht so großer Stein den Bohrer blockiert.
Diesmal bin ich aber wesentlich zuversichtlicher, da das Material derzeit fein krümelig trockener Lehm mit Sand ist und ich so einen Stein sicher irgendwie gelöst bekomme - nicht so wie bei der Lehmknete die alles bombenfest hält!
Bis denn...
Bild Bild
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitragvon Plunschmeister » Mi 13. Mär 2019, 12:09

Die Bohrschnecke lässt sich zu Beginn immer bis auf die Schneide absenken.
Allerdings geht dann irgendwann nur der Bohrer mit Schneide weiter runter und die Bohrschnecke bleibt weiter oben hängen - vermutlich an kleinen Steinchen...

Genau, das Problem ist bekannt.
Mein Gedanke war, das untere Gestänge mit den Querschneiden wegzulassen und am normalen Vierkantgestänge, fest einen Bohrer zu verschrauben:

Adapter normal verschraubt:
Bild


Der Adapter sollte aber, wie das andere Gestänge auch mit Senkkopfschrauben verschraubt werden. Dann besteht die Möglichkeit, zusätzlich noch die Bohrschnecke abzulassen und mit dieser zu fördern. Ob sich diese dann auch noch nach oben verschiebt, muss man halt ausprobieren.
Auf diese Weise, erhält man aber einen schönen "Stufenbohrer", wenn der festgeschraubte Bohrer, im Durchmesser etwas kleiner ist.
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitragvon bypsa » Mi 13. Mär 2019, 13:38

Ok, jetzt verstehe ich das mit den 2 Bohrern.... ich dachte du meinst 2 z.B. 10er Bohrer an das Gestänge schweißen zum Auflockern... :lol:
Einen 2. Bohrer habe ich nicht, mit dem ich das probieren könnte ( nur auch als bewegliche Wendel... das bringt nix).
Was würde ich denn mit einem Stufenbohrer erreichen? Der erste Bohrer würde doch auch "nur" auflockern, um dann das gelockerte Material an den 2. beweglichen Bohrer weiterzugeben....
Das scheint mir zu aufwändig zu sein und das aufschwimmen wird dadurch auch nicht verhindert.
Schonmal ausprobiert?
Evtl. doch die Schneide etwas pimpen und hoffen, dass dadurch besser aufgelockert wird.
- mal sehn, momentan habe ich ja ein anderes Problem :cry:
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitragvon Plunschmeister » Mi 13. Mär 2019, 17:32

Was würde ich denn mit einem Stufenbohrer erreichen? Der erste Bohrer würde doch auch "nur" auflockern, um dann das gelockerte Material an den 2. beweglichen Bohrer weiterzugeben....
Das scheint mir zu aufwändig zu sein und das aufschwimmen wird dadurch auch nicht verhindert.


Betrachtet man die beiden Querschneiden, die ja im Prinzip aus Flacheisen bestehen, ist es ja nicht verwunderlich - dass man im festen Boden nur mühsam vorwärts kommt.
Man muss zu viel Druck auf das Bohrgestänge ausüben und die Querschneiden liegen mit der vollen Länge waagerecht auf, die Spitze ist viel zu klein.

Ist nun unten ein kleinerer Bohrer vorangestellt, bohrt es sich viel einfacher. Die Bohrkrone müsste aber unten etwas konisch zulaufen, sodass diese in die vorgebohrte Bohrung fasst und sich praktisch selbst in diese hineinzieht. Dann schwimmt die Bohrkrone auch nicht mehr auf.

Schonmal ausprobiert?

Och ich habe den Bohrer schon einmal komplett zerstört (Querschneiden abgeflext, Querschneiden durchbohrt für Schneidschuhe) usw. Aber auch wieder in den Ursprungszustand hergestellt.
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitragvon bypsa » Do 14. Mär 2019, 08:12

Hab gestern mal die GOPRO runter gelassen.
Der Stein sieht auf dem Foto winzig und harmlos aus...den abgebrochenen Teil rechts oben sieht man von oben garnicht!
Bild Bild

Und das Gestänge habe ich mal gezogen. Die Bohrschneide hat beim Versuch den Stein zu ziehen gelitten:
Bild

Die Farbe des Bohrguts hat sich von rot nach braun geändert.
Konsistenz immer noch krümelig, erdig.
Bild
Bin jetzt bei ca 5,4m.
Was gegen das Aufschwimmen geholfen hat war einfach Gewicht auf die Bohrwendel stellen.
Da hatte ich noch das Rohr was mal die Kiespumpe werden soll... einfach draufgestellt und schon ging es etwas besser runter.
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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitragvon Bohrbrunnen » Do 14. Mär 2019, 14:29

Na ja, da unten ist alles trocken.
Kommt ja auch kein Regen von oben dran.
Da hilft nur auflockern und viel Geduld.
Gruß Manfred
Glück Auf!

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Re: Bohrbrunnen in der Garage mit geringer Deckenhöhe (2,20m) bohren

Beitragvon bypsa » Fr 15. Mär 2019, 08:46

Genau, das Auflockern passiert leider nicht so wie gewünscht.
Ich kann mit der Bohrschneide schön in´s Material (mittlerweile eher hell sandig) eindringen, die Bohrwendel kommt aber nicht nach, weil außen ein ca 3cm starker Ring stehen bleibt.
Dieser Ring ist fest verdichtet/trocken und wird nicht aufgelockert - warum? Weil die Schneide zu schmal ist.
Die Schneide hat einen Durchmesser von 13cm - die Bohrwendel 18!
Also werde ich die Schneide etwas pimpen und verbreitern müssen, so wie schonmal geplant.
Dann müsste das Auflockern funktionieren und die Bohrwendel das Material nach oben befördern können....

Weiteres Problem ist, dass das Gestänge (6m) mittlerweile ganz schön schwabbelig ist und der Bohrer da unten rum-eiert.
Es fehlt wohl die Führung, weil die Wendel relativ kurz ist.
Da dachte ich mir, dass ich am oberen Ende der Bohrwendel einen Abstandshalter anbringen sollte, um den Bohrer einigermaßen zu führen.
Vorschläge hierzu ? Evtl. mit Flacheisen einen Ring (Ø 18cm) formen und am oberen Ende der Bohrwendel anschweißen?
Bohren/drehen wäre damit kein Problem. Beim herablassen und heraufziehen könnte das Flacheisen aber an der Bohrwand schaben...
Bessere Vorschläge?
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