Bohrbrunnen in Bochum

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich

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helix0712
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Re: Bohrbrunnen in Bochum

Beitragvon helix0712 » Fr 12. Okt 2018, 15:13

..und mal wieder ein Lebenszeichen :-)

momentan laueft es sehr zaeh. Nachdem ich das Rohr bereits ca. 160cm abtaeufen konnte,zog meine Kiespumpe kein Material mehr. Ausloten ergab, dass das Rohr beinahe vollstaendig leer ist, aber wohl auf dem Grund aufsteht.
Also Bohrer ins Rohr (14m, aechz) und ein wenig gestochert. Bohren ist kaum moeglich: nach 1 Umdrehung geht nichts mehr. Danach wieder gepumpt und es ging erfreulicherweise weiter; Kiespumpe fuellte sich 3-4 mal, dann wieder Ende. Also stecke ich wohl, wie im trockenen Boden vorher auch, mal wieder in einer haerteren Schicht. Ich werde mal ein paar Alternativen probieren und dann hier berichten. Erfreulicherweise wird das Material schon groeber und neben Sand sind auch schon einzelne Kiesel dabei.

Gruss,

Patrick

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helix0712
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Re: Bohrbrunnen in Bochum

Beitragvon helix0712 » Di 16. Okt 2018, 11:31

Hallo,

wie versprochen ein kleines Update:
Rohr (150er Arbeitsroht) ist jetzt bei ca. 13,4m, Wasser ab ca. 11,5m. Bohrtiefe ist ebenfalls etwa 11,5m. Auflast auf der Klammer mittlerweile ca.350kg.
Nach dem Bohren im Rohr und dem Spülen mit einem Kärcher Rohreiniger, habe ich es geschafft das Rohr weitere 7cm abzuteufen..Die Kiespumpe fördert Material: erst ein wenig Ton, dann ein paar Kiesel (bis 4cm) und jetzt wieder Feinsand. Ein Tag Arbeit, eine Schubkarre voll Material, kaum Fortschritt.
Ich benutze eine 101er Kiespumpe Marke Eigenbau, welche auch ganz gut funktioniert... Material wird gefördert.
Warum geht es nicht besser voran?
Ich vermute, dass der Durchmesser det Kiespumpe zu klein ist : Ich pumpe, übertrieben gesprochen, auf einer Seite des Rohres, von der anderen Seite wird nichts hoch gefördert und derr Sand fliesst von aussen dann sofort wieder herein...ziehe also quasi den Sand von der Seite unter dem Rohr entlang in die Pumpe.
Werde es jetzt nochmal mit einer 140 Kiespumpe versuchen, Bauvorschläge sind ja reichlich vorhanden. Ich bin eigentlich „nur“ nochauf der Suche nach der optimalen Kolbenverriegelung..also möglichst ohne Werkzeug die Kolbenstange zum entleeren entnehmen und dann wieder befestigen.
Hat da jemand vielleicht einen Vorschlag?

Gruß

Patrick
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Eriberto
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Re: Bohrbrunnen in Bochum

Beitragvon Eriberto » Di 16. Okt 2018, 11:43

Hallo Patrick,
ich habe gute Erfahrungen mit der Verriegelung nach Uwe Rosenberger gemacht. Federstecker.
Hält und ist per Hand zu öffnen und zu schließen.
Gruß
Florian

Uwe
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Re: Bohrbrunnen in Bochum

Beitragvon Uwe » Di 16. Okt 2018, 20:59

Das hat auch bei mir tadellos funktioniert. :D
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Plunschmeister
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Re: Bohrbrunnen in Bochum

Beitragvon Plunschmeister » Mi 17. Okt 2018, 09:43

Hallo Patrick,
die verwendete Kiespumpe sollte eigentlich vom Durchmesser her passen. Beim Plunschen die KP zwischendurch komplett ein Stück hochziehen und dann wieder absetzen.
Warum geht es nicht besser voran?

Den Bodengrund auflockern und das Auflagegewicht erhöhen. Beim Plunschen ist ein hohes Auflagegewicht erforderlich. Mit zunehmender Tiefe nimmt logischerweise auch die Rohrreibung zu!
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
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Gruß PM

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Re: Bohrbrunnen in Bochum

Beitragvon helix0712 » Mi 17. Okt 2018, 10:59

Hallo,

@eriberto: Mein Riegel ist ähnlich, da ich jedoch nicht schweißen kann, habe ich zwei Federstecker innen von denen ich mit Handschuhen keinen gelöst bekomme.Ich suche halt noch den genial einfachen Mechanismus

Plunschmeisyer, vielen Dank für die Tips. Wenn die Kiespumpe so passt, erspare ich mir erst mal den Bau einer Neuen.
Was mir gestern abend noch bzgl. Rohrreibung aufgefallen ist:
Ohne Auflast kann ich das Rohr mühelos drehen und bekomme es sogar mit der Hand gezogen, es sinkt dann ohne Auflast zum Ausgangspunkt zurück. Sobald ich wieder auflaste kann ich es nicht mehr drehen. Vielleicht doch ein Hindernis. Die letzten Zentimeter, als es abwaerts ging, habe ich auch grössere Kiesel gefoerdert, evtl. klemmt noch einer unter dem Rohr. Ein Idefix wâre jetzt hilfreich...
Also Winkel ans Bohrhestänge und mal sehen ob ich rtwas „tasten“ kann. Frühestens Samstag geht es damit los.

Bin wirklich dankbar für die Hilfe von Euch!!

Gruß,

Patrick

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Re: Bohrbrunnen in Bochum

Beitragvon helix0712 » Sa 20. Okt 2018, 23:00

Hallo,

heute habe ich einen Winkel aus 5mm Stahl an mein Bohrgestänge geschraubt und damit den Grund meines Bohrlochs ertastet. Ich konnte mindestens zwei Steine ertasten und beim Versuch den festeren der beiden Steine zu bewegen habe ich aus meinem Stahlwinkel einen Korkenzieher gemacht. Werde es jetzt mit einem Steinfänger versuchen. Damit geht es ab Montag weiter. Habe leider kein Passendes Material (Gewindestangen oder Torstahl).
Welche Stärke und Länge würdet Ihr mir für die "Fangarme" des Steinfängers empfehlen? Mein Arbeitsrohr ist ein 6" Brunnenrohr.

Gruss,

Patrick
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Plunschmeister
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Re: Bohrbrunnen in Bochum

Beitragvon Plunschmeister » So 21. Okt 2018, 10:05

Hallo Patrick,
die Fangarme sollten nicht zu lang sein ( zwischen 20 cm und 30 cm). Gewindestangen ab M 12 funktionieren. Man muss diese auch nicht zwingend schräge anschweißen, da diese sich ja spreizen sollen/müssen.
Steinefänger
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Gruß PM

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Re: Bohrbrunnen in Bochum

Beitragvon helix0712 » So 11. Nov 2018, 14:17

Da bin ich mal wieder mit einem kleinen Update. Berufliche Veränderungen und eine Sehnenscheideentzündung haben mich ein wenig gebremst....

Eins nach dem Anderen:

- Kiespumpe und 350kg brachten keinen Fortschritt. Kiespumpoe fördert Sand, Rohr rutscht nicht.
- mit Winkel am Bohrgestänge mind. einen Stein (evtl. 2) ertastet.
- Steinfänger gebaut und einen Tag auf Steinefang gegangen, nichts gefangen, aber Steine sind auch nicht mehr tastbar. Der Steinfänger (vier 30cm Gewindestangen an einem 3m langen 30x30 Vierkantrohr) saust zum Grund und gräbt sich ein, das Geräusch beim Aufprall lässt auf sandigen Boden schliessen, keine harten Gegenstände. Scheint mir auch eine einfache Methode zum Auflockern härterer Schichten zu sein.
- Rohr bewegte sich trotzdem nicht abwärts
- Rohr gezogen (14m, ächz): ca. 1m mit normalen Rangierwagenheber hochgebockt, was auch leicht ging, danach ging es locker mit dem Flaschenzug, einfach das Seil der Kiespumpe als Schlupf um das Rohr gelegt.
- Das Rohr war unten ca. 10 cm. an einer Stelle stark verformt, also habe ich zuvor wahrscheinlich den Stein mit meinem Winkel zur Seite gedrückt, aber wohl nicht weit genug.
- das untere Ende des Rohres abgeschnitten, wieder 'geschaerft' und mit zwei Schneideisen ala 'Coachi' (Danke für diese Idee) versehen.
- Rohr wieder versenkt und erfreut festgestellt, dass ich kaum Höhe (bzw. Tiefe :-) ) verloren habe.
- mit den Schneideisen werde ich jetzt probieren das Rohr sozusagen freizudrehen, also den Stein aussen zu verdrängen. Damit geht es dann demnächst weiter.

Leider keine Bilder, da ich momentan kein Handy mit funktionierender Kamera habe...
Geplant sind noch 4 Meter tiefer zu kommen.13,5 haben ich schon, jetzt also nochmal Zähne zusammenbeissen.

Gruß,

Patrick

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