Brunnenbau vom Moister

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Moister
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Re: Brunnenbau vom Moister

Beitragvon Moister » Mo 6. Aug 2018, 19:13

Danke Manfred!
Aber ohne ein Forum wie dieses, in dem man die grundsätzlichen Sachen anlesen kann und bei Fragen auch eine Antwort bekommt, wäre das nie so geworden wie es jetzt ist. Nie im Leben!
Ich war ja kompletter Nullwisser bis ich hier gelandet bin.
Und ihr sagt immer wieder das gleiche... vom KG-Rohr bis sonstwas. Ihr könnt auch keine Bodenanalyse per Internet machen aber die Grundlagen bekommt man schon mit... wenn man es annehmen will.
Und ich werde eure Hilfe weiter brauchen weil jetzt geht es an die Installation. 8-) Geil! :mrgreen:

Hier noch ein paar Sachen aus dem Bildersammelsurium:

Was mir beim Umpumpen des Auflastwassers total auf den Zeiger ging:
Der Schwimmerschalter der Pumpe, der für "AN" nach oben zeigen muss!

In der Restekiste lag ein Alu-U-Profil und das mußte herhalten.
In die Pumpe am Griff ein Loch, Schraube durch, ein paar Scheiben und mit der selbstsicherden Mutter kann man schön einstellen wie stramm geschwenkt werden kann.

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Und ohne Schatten geht es einfach nicht aber der Schirmständer kann einfach nicht passend eingestellt werden oder steht im Weg herum.
Ich habe einfach zwei kleine Schraubzwingen ans Schirm-Verlängerungsrohr gebunden und so läßt sich das Rohr variabel am Bohrturm festklemmen.

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Was ich sehr gerne verwende sind S-Haken. Da kann man den Schraubenschlüssel dranhängen oder ein Kabel, Schnüre.
Fürs Seil fehlte mir einer und ich habe mir anderes gesucht:
Den Griffbügel von einem alten Farbeimer. Läßt sich wunderbar biegen! Inzwischen hängen hier fünf von den Dingern rum.

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Schöne Grüße.
Roland
"Nur die Harten bohren im Garten!"
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Plunschmeister
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Re: Brunnenbau vom Moister

Beitragvon Plunschmeister » Mo 6. Aug 2018, 19:43

Gute Arbeit, MacMoister!
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
* 2712193509122015*
Gruß PM
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Anpumpen!

Beitragvon Moister » Di 7. Aug 2018, 23:10

Es ist heiß und trocken und die Pumpe soll so schnell als möglich wieder ins Rohr.
Statt Plunschen steht also Schaufeln auf dem Plan.
Das Brett ums Bohrloch, das für einen ebenen Boden sorgte und der eingegrabene Holztunnel muss weg.
Das Brunnenrohr soll später in einem kleinen, viereckigen Schacht unterhalb der Erdoberfläche enden. Ein Rohr das im Garten an der Oberfläche raussteht und dann die Verrohrung und Verkabelung offen liegt finde ich nicht so toll.
Also schonmal etwas großzügiger um das Rohr ausbuddeln.

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Das Rohr ist oben, bis runter zur Grundwasserschicht immer noch locker im Bohrloch. Das wird mit Sand aufgefüllt. Bei mir sind es in der Grube knapp 5m und ich hatte nach dem vierten Eimer Sand schon ein bisschen ein komisches Gefühl. Sieben Eimer Sand sind im Spalt verschwunden!Anschließend mit dem Wasserschlauch nachgespült damit der Sand sich setzt.

Dann habe ich den Eimer mit dem Material gewaschen, den wir vor dem Ziehen der Rohrtour V1 herauschgeplunscht haben. Eigentlich wollte ich nur den Kies retten. Zum Waschen musste ein alter Eimer ohne Boden herhalten, den ich mit Kabelbindern auf ein Lochblech montiert habe. Unten sind noch ein paar Leisten dran damit der auf einer Mörtelwanne abgestellt werden kann.
Den gewaschenen Kies habe ich dann in ein 0,5m Rohr gefüllt (genau wie ich es bei der V1 abgemessen hatte) und bis auf eine Hand voll ist er komplett da.
Und rein ins Rohr.

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Jetzt das Montagerohr und den oberen Meter Rohr (der bis 0,6m unter die Erdoberfläche geplunscht ist) abschrauben.
Allerdings kann ich so meine Testverrohrung mit Filter, Manometer und Absperrhahn nicht verbauen.
Der Pumpenkopf muss höher.
Ich brauche also ein Rohrstück, das ich demontieren kann ohne dass die Pumpe nochmal komplett herausgezogen werden muss.

Rohre habe ich ein paar übrig und im Krusch habe ich ein Scharnierband eines alten Schränkchens gefunden. Das Scharnierband habe ich mit der Flex in drei Teile geschnitten.
Dann das Rohr mit der Stichsäge samt feinem Kunststoffsägeblattes auf einer Seite der länge nach durchgesägt.
Schnarniere aufgelegt, Löcher angezeichnet (nicht im Gewindebereich), gekörnt 2,4mm aufgebohrt und M3 Gewinde reingeschnitten.
Und einfach die Scharniere ohne viel Kraft angeschraubt.

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Auf der anderen Seite den zweiten Schnitt aufzeichnen.
Für die andere Seite brauchte es eine Art "Riegel", die das Rohr später zusammenzuhalten. Und da lag noch das vom Sumpfrohr abgesägte Außengewinde herum. Hat doch irgendwie die Rohrkrümmung.
Vom Außengewinde drei Stücke abgesägt und Löcher reingebohrt. Die Teile auf den angezeichneten Schnitt legen und Löcher anzeichnen. Löcher rein, Gewinde schneiden, Rohr aufsägen, Außengewindestücke anschrauben.

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Das aufgesägte Rohr läßt sich gewohnt mit anderen Rohrstücken zusammenschrauben.
Durch die gebogenen Außengewindestücke hält das Rohr sogar ohne "Verschlußschrauben" zusammen.

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Dieses Rohr auf die Rohrtour, die Pumpe reingesteckt, angeschlossen und die Testverrohrung montiert.
Inbetriebnahme erstmal ohne Filtereinsatz (es könnte ja so viel Sand wie im letzten Jahr kommen).

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Schalter auf ON und kurz darauf kommt Wasser.
Es kommt schonmal kein Schwall Sandbrühe. Das Bild gleich nach dem Einschalten gemacht.
Zum Sauberpumpen habe ich vier Billigrasensprenger in Betrieb, die haben keine Löcher sondern da spritzt das Wasser in eine Kuhle und wird so etwas zerstäubt, da läuft der Sand einfach durch.
Und auch wenn man in der Filterglocke mit dem Auge nichts sieht, am nächsten Tag hat man auf der Erde im Beet Sand gesehen.

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Aber das wird schon.
Schöne Grüße.
Roland
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Brunnenstube - Revisionsschacht

Beitragvon Moister » Fr 10. Aug 2018, 00:41

Ich würde nicht sagen dass ich eine Brunnenstube baue.
Wenn ich die Bilder eurer Brunnenstuben sehe wirds bei mir eher die Besenkammer. Eigentlich nur ein Revisionsschacht weil wirklich nichts anderes von der weiteren Wassertechnik dort rein soll.
Ich will mich nur reinstellen können und wenn ich in die Hocke gehe in etwa bis in die Ecken kommen.
Das einzige was ich machen will ist: Einen 90 Grad Rohrverbinder lockerzudrehen um ihn von der Pumpensteigleitung zu trennen und ich muss den Brunnenkopf anheben können um die Pumpe aus dem Brunnenrohr ziehen zu können.
Ich habe geschaut nach Revisionsschächten, etc aber entweder sauteuer oder zu klein.

Also wird was aus den guten und günstigen Beton-Gehwegplatten.
Die Wahl fällt auch 60x40x5cm Platten, die sind auch vom Gewicht noch im Rahmen.
Da brauche ich 10 Stück.
Und dann 12 Winkelbleche, acht als Anschläge der Platten an der Bodenplatte und vier oben in den Ecken der oberen Plattenreihe.
Und vier größere Winkelbleche um in den Ecken die obere mit der unteren Plattenreihe zu verbinden.

Die Bodenplatte, eine Platte mittig auseinandergeflext und das Loch fürs Rohr rausgebohrt. Die Anschlagwinkel reingedübelt:

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Die erste Reihe Seitenwände wird nur oben mit den größeren Winkeln verbunden. Die unteren Winkel sind nur als Anschlag damit die Platten dagegengedrückt werden wenn von außen der Sand drückt:

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Und die zweite Reihe drauf und angeschraubt. Es reicht jeweils eine Schraube. Und so weit wie möglich vom Plattenrand wegbleiben! Die Betonplatten reicht schon ein Dübel, der zu viel Druck ausübt, um zu brechen.

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Ich lasse meinen Schacht etwas aus dem Boden herausragen.:

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Die Platte, die zum Boden zeigt ist noch nicht mit Erde aufgeschüttet, die muss wahrscheinlich nochmal raus weil dort für die Wasserleitung und das Stromkabel eine Öffnung hineingeflext werden wird.
(Ich hatte noch eine angebrochene Dose Baukleber rumliegen, braucht es nicht, ist nur Sauerei.)
Das Rohr ist nicht in der Mitte weil es keinen Sinn macht. Auf einer Seite muss man noch gut hantieren können (links) und rechts muss man gut stehen können.
Das lichte Maß ist bei mir 60x55cm.

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Bauzeit war zwei Tage zu zweit (Schacht und Auffüllen und restlichen Aushub entsorgen).
Als Abdeckung kommt eine Riffel-Aluplatte drauf, die ist leicht und rostfrei.
Schöne Grüße.
Roland
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Bohrbrunnen
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Re: Brunnenbau vom Moister

Beitragvon Bohrbrunnen » Fr 10. Aug 2018, 00:55

Macht sich super Roland.
Da kann man sehen was möglich ist wenn eigene Initiative mit im Spiel ist.
Meine Brunnenstube hab ich gegossen.
Nur würden die Bilder hier deine Arbeit und den Bericht stören.
Ich hoffe du bleibst uns noch lange erhalten.
Auch mit fertigem Brunnen. :D
Gruß Manfred
Glück Auf!

Lieber Ratten im Keller als Verwandtschaft im Haus.

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