Brunnenbau vom Moister

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Moister
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Brunnenbau vom Moister

Beitragvon Moister » Do 27. Jul 2017, 15:03

Hallo Brunnenfreunde.

Nachdem ich als kompletter Anfänger an die Brunnenbohrerei herangehe möchte ich mich in Form eines Bohrberichts bei allen bedanken, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen für mich bereitstellen!
Vielen Dank! Ohne euch wäre die Aktion von vornherein zum Scheitern verurteilt!
Hier wird stehen ob die Zeit und die Kohle vergeudet wurde oder ob tatsächlich der Garten bewässert wird!
Mut hat mir besonders die Brunnenbau-Story von Wolfgang Kübel gemacht, die an Tragik nicht zu überbieten ist. Toller Bericht und an dieser Stelle auch noch einmal Danke dass die Geschichte bis zum bitteren Ende erzählt wurde!

Geplant und verfeinert wird jetzt knapp zwei Monate. Demnächst gehts los.

Hier ist der Plan:
Bohrbrunnen zur Gartenbewässerung
Brunnengenehmigung liegt vor
Erfolgsaussichten: recht gut, in der Nachbarschaft gibts mehrere Brunnen, Tiefe (Rohrtour) dort ca. 12m, in der Baugrube vom Haus war damals nur Sand

geplante Ausführung:
Bohrdurchmesser 150mm
der Rest siehe Plan:
Bild

Als Bohrgestell muß eine gebrauchte Alu-Seilleiter (2x4,4m) zugelegt, die kann man immer mal brauchen.
Eine Seilrolle samt knapp 2cm dickem Hanfseil liegt noch rum.
Die Holzklemme für DN115-Rohr kam letzte Woche und ist schon gepimpt.
Ein 10m langer Brunnenbohrer mit 150mm Durchmesser ist schon da.
Und auch eine Kiespumpe mit 100mm Durchmesser.

Beim Plan frage ich mich:
- braucht es die 20cm Kies auf dem Tonstopfen?
- ist die Pumpe an der richtigen Stelle (erstes Vollrohr über der Filterstrecke) oder sollte 1m Vollrohr zwischen Filter und Pumpe sein (d.h. Pumpe einen Meter höher)?

Das wars erstmal.
Grüße
Roland
Schöne Grüße.
Roland
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Bohrbrunnen
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Re: Brunnenbau vom Moister

Beitragvon Bohrbrunnen » Do 27. Jul 2017, 18:56

Nun ich bin gespannt was wir hier zu lesen bekommen.
Zu deiner Frage mit dem Kies über dem Stopfen sei so viel gesagt, fällt die Pumpe mal nach unten saugt sich diese am Lehm fest und du bekommst sie bestimmt nicht wieder hoch.
Solltest du mal den Brunnen im Sumpfrohr reinigen müssen ist da eine neutrale Schicht die dir nichts in den Weg stellt.
Die Pumpe hängt normal 20 bis 30 cm über der Filterstrecke mit ihrer Unterkante. Ist genug Wasser über der Pumpe kann sie auch mal bis einen Meter höher hängen. Macht jedoch nur Sinn wenn beim pumpen immer noch mindestens ein Meter Wassersäule über der Pumpe steht. Fällt mal der GW Spiegel musst du nach arbeiten und tiefer hängen. Also deine Entscheidung. :D
Gruß Manfred
Glück Auf!

Lieber Ratten im Keller als Verwandtschaft im Haus.
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meine Holzklammer

Beitragvon Moister » Do 3. Aug 2017, 17:20

Blöderweise gibts eine Verzögerung um mit dem Bohren anzufangen.
Deswegen habe ich mir gedacht ich zeige euch mal die Klammer für die Auflast.
Zwar hier gekauft... aber modifiziert.
Und weil es in dort besser passt... klick mich an!

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Schöne Grüße.
Roland
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Bohrung

Beitragvon Moister » Sa 16. Sep 2017, 16:36

Nach einer Zwangspause und dem Urlaub ging es jetzt endlich los.
Als erstes habe ich mir einen kleinen, kurzen Arbeitsschacht zusammengeschraubt. Ein 60cm langer Holzschacht, innere Kantenlänge von ca. 22cm (mein Bohrer hat 15cm). Das Holz stammt vom Recyclinghof, war also umsonst, und war wohl mal sowas wie ein Kopfstück von einem Bett. Der Schacht soll verhindern dass man mit den Füßen ständig Dreck ins Bohrloch schiebt und dass man das Bohrloch schön abdecken kann.
Nachdem die Stelle an der gebohrt werden soll von Pflanzen befreit war und der Humus weggeschaufelt war, wurde der Schacht eingegraben dass ca 7cm nach oben herausschauen. Dann wurde mittig im Schacht mit dem Bohren begonnen. Mit dem Sand aus dem Bohrloch wurde der weggeschaufelte Humus ersetzt damit man nicht ständig in einem Loch (mit Rand) herumstapft.
Dann hatte ich noch eine Pressspanplatte, aus der ich genau passend ein Quadrat herausgesägt habe, damit ich das Brett um den Bohrschacht legen kann. Außen herum wurde bündig aufgeschüttet damit keine Stolperkante mehr da war.

Bild

In das Quadrat aus der Holzplatte wurde ein Schlitz für das Bohrgestänge gesägt und auf der Unterseite eine Holzleiste als Anschlag geschraubt. Auf den Holzstreifen vom Schlitz und ein Stück Resopal geschraubt damit man den Streifen auf den Schlitz legen kann. Damit kann der Schacht fast komplett abgedeckt werden.
Allerdings hat die Abdeckung noch einen weiteren Nutzen; jedenfalls bei mir weil ich die Bohrkrone darauf abstellen kann (und es fällt kein Dreck ins Loch) und ich kann das Bohrgestänge etwas anheben und mit einer Schraubzwinge in dieser Höhe fixieren.

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Bild

Also konnte ich fröhlich drauflosbohren.
Beim Bohrer ist ein 150mm Bohrer von RFC (Roman Franz), bei ebay "robi_68".
Ich hatte im Forum nur gelesen dass es Bohrer gibt, bei denen nicht immer der komplette Bohrer samt Gestänge aus dem Bohrloch gezogen werden muß, sondern nur der Bohrkopf.
Ich will jetzt nicht zu viel zum Bohrer schreiben, das werde ich später in der Rubrik Erdbohrer machen.
Nur eins: Der Bohrer funktioniert einwandfrei. Wer nicht auf den letzten Euro schauen muß und seinem Kreuz und seinem Händen etwas gutes tun will... eine klare Empfehlung!

Allerdings hatte ich Glück und bis jetzt hatte ich nur Sand (wie Sandkastensand) und nur zwei kleine Steinchen.

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Beim RFC-Bohrer bleibt das Gestänge im Bohrloch, das T-Stück zum Drehen wird einfach abgezogen (ist nur auf die oberste Stange aufgesteckt), die Bohrkrone wird mit einem Seil hochgezogen... übers Gestänge nach oben, kann zur Seite gehoben werden (oder direkt auf eine Schubkarre, etc), zur Seite gelegt und entleert werden.

Bild

Aber noch kraftsparender war es die volle Bohrkrone hochzuziehen, das Abdeckbrettchen auf den Schacht zu legen, den Bohrer darauf abzustellen, mit einer Hand den Schlitz zuzuhalten und mit der anderen Hand den Sand vom Bohrer zu entfernen. Dauert zwar länger als den Bohrer übers Gestänge zu heben, gibt einem aber eine kleine kraftschonende Pause.

Bild

So bin ich an einem Nachmittag auf 6,5m gekommen und hatte feuchten Sand.
Nach kurzer Zeit war ein Wasserspiegel im Bohrloch zu sehen.

Bild

Innerhalb einer viertel Stunde sackt im Bohrloch der Sand nach und verkürzt wieder auf 6m.
Weil ich vor dem Einschieben der Rohre nochmal Bohren will habe ich die Bohrkrone aus dem Loch gezogen, das Gestänge im Loch etwas angehoben, das Abdeckbrettchen auf den Schacht gelegt und das Gestänge mit einer Schraubzwinge gesichert.
Fertig!
Als nächstes brauche ich den "Bohrturm" für die Seilrolle damit ich mit der Kiespumpe (auch von RFC) weitermachen kann.
Und die Rohre kann ich bestellen weil ich jetzt weiß in welcher Tiefe in etwa der Grundwasserspiegel sein wird.
Schöne Grüße.
Roland
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Bohrturm fürs Plunschen

Beitragvon Moister » Sa 23. Sep 2017, 22:27

Als Bohrturm, besser für die Kiespumpe, hatte ich auch ein Dreibein im Kopf.
Haben tue ich keins.
Kaufen wollte ich keins. Die Dinger kosten mit entsprechender Höhe ein irres Geld und ich brauch es nur für Brunnenbohren.
Ausborgen: Da kenne ich niemanden der eins hat (ausser zum Grillen... toll) und mieten, d.h. gegen Bezahlung, kostet auch ganz schön Kohle. Und ich habe ja einen offenen Zeitplan, also auch nichts.
Dann wollte ich unsere ausziehbare Aluleiter nehmen aber die ist zu kurz.

Man braucht ja schon etwas Höhe:
- ein Stück vom Rohr schaut noch aus dem Boden, ca. 30cm
- ein zu versenkendes Rohrstück, 1m
- das halbe Meterstück, an das die Klammer geschraubt wird, 50cm
- die Seilrolle, 30cm
- Die Kiespumpe soll auch problemlos aus und ins Rohr geschwenkt werden, 1,5m (Pumpe ist deutlich länger als Pluncher).
macht: 3,6m

Die Sache mit der Leiter fand ich immer noch toll.
Eine zweite zu unserer "einfach" Aluleiter kaufen wäre gut gewese aber die war auch zu kurz.
Eine Ausziehleiter oder zwei Leitern kaufen? Auch zu teuer.
Bei ebay-Kleinanzeigen fand ich dann was: Eine ältere Hailo Seilzugleiter mit 15 Sprossen und einer Länge (zusammengeschoben) von 4,3m. Das gute: Die Seilzugleiter bestet eigentlich aus zwei gleichen Leitern, plus ein paar Teilen um sie zusammenzuhalten und um sie per Seil in der Länge zu verschieben. Das war auch nur knapp 30km entfernt und ich habe das Teil für 80€ bekommen. Und die kann man eventuell später auch mal brauchen.

Also die Leitern getrennt (geht ganz einfach), im Garten V-förmig hingelegt und die obersten Sprossen verschnürt.
Und an die verschnürten Sprossen die Seilrolle gebunden.

Bild

Dann in den Garten gestellt und so ausgerichtet, dass das Seil genau mittig zum Bohrloch herabgelassen werden kann. Hat natürlich nicht gleich gepaßt aber kurz auf die Leiter gestiegen und die Beine sinken etwas ein und die Leiter neigt sich etwas.
Wobei wir gleich beim ersten Problem waren, weil die Leiter gnadenlos um Beet einsinkt. Also erstmal unter jedes Bein ein Brettchen und hinter und seitlich aussen an jedem Beim einen großen Holzkeil in den Boden gedroschen.
Damit bleibt der Bohrturm an seiner Stelle.
Aber er steht kippelig zur Seite.
Also als Stützen Holzlatten in den Boden geschlagen und dann in die seitlichen Löcher der Sprossen gesteckt. Damit die dort bleiben mit Schnüren festgebunden.
Eine Stütze haben wir im Boden mit einem einschraubbaren Sonnenschirmhalter befestigt. Das geht spitze!

Bild

Ein Bein hat keine Stütze weil die den Weg blockiert hätte. Aber der Bohrturm steht bombenfest (was ich nicht gedacht hätte), da wackelt nichts. Wie einbetoniert. Aber auf die Leitern steige ich trotzdem nicht. Sinkt wahrscheinlich trotzdem ein und die Arbeit war umsonst.

Weil ich noch auf die Rohre warte, habe ich hinten an eine Leitersprosse einen Eimer gehängt in dem das Seil aufgeräumt ist. Damit der Eimer bei Regen nicht volläuft ist er abgedeckt.

Bild
Schöne Grüße.
Roland
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Bohrbrunnen
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Re: Brunnenbau vom Moister

Beitragvon Bohrbrunnen » Sa 23. Sep 2017, 23:34

Hallo Roland,
hast dir viel Gedanken gemacht.
Was ich sehe lässt hoffen.
Was deine Leiter angeht, ich hätte da keine Holzklötze unter gebaut,
besser wäre ein breites Brett, ein Stück Diele wäre ideal.
Da wird der Druck besser verteilt und es ist stabiler.
Zudem kann man noch eine Latte aufnageln, welche das abrutschen verhindert.
Gruß Manfred
Glück Auf!

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