Neuling aus Ostthüringen


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TT1958
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Neuling aus Ostthüringen

Beitragvon TT1958 » So 11. Aug 2019, 20:27

Hallo,

da sich mein Berufsleben nunmehr seinem Ende nähert, habe ich mich für einen kleinen Bohrbrunnen für die Garten - Bewässerung interessiert.

Mein Grundstück von ca 1000 m² ist von der Strasse aus leicht abfällig und mein Untergrund und bei den Nachbargrundstücken auf der Gegenüberliegenden Strassenseite besteht aus Kalkfelsen.

Da sich aber in keiner großen Entfernung von mir ein Teich und eine feuchte Wiese befindet und am anderen Ende der Strasse einige Anwohner bei längeren Regenperioden und feuchten Jahren schon Probleme mit Feuchtigkeit im Keller hatten, hat es mich einmal gereizt, zu probieren, ob im unteren Teil des Grundstückes mit einem Brunnen etwas geht.
Ich gehe davon aus, das der Grundwasserspiegel nicht zu tief liegen sollte.
Meine Keller sind trocken, da Kalkfels darunter.

Habe mir da ich nicht weiß , ob mein Vorhaben von Erfolg gekrönt sein wird, zunächst für einen überschaubaren Geldbetrag einen Erdlochbohrer besorgt und aus Neugierde mit dem Bohren begonnen.

Bis ca, 1,60 m bin ich ganz zügig vorwärtsgekommen, seitdem wird es aber problematisch.
Die Erde ist sehr fest und feinkörnig, habe einmal eine Gießkanne Wasser in die Bohrung geshüttet und das Wasser hat sich gestaut und habe gemerkt das der Boden sehr lehmig ist.
Habe mit einem dünnen Rohr einmal nachgeschlagen und gemerkt, das ich dabei langsam vorangekommen bin. Bin danach mit großen Aufwand bis in eine Tiefe von 1,80 m gekommen , d.h. die Effektivität meiner Anstrengungen war nur gering.

Ist es hier sinnvoll weiterzumachen , hat jemanden ähnliche Erfahrungen oder wie gehe ich jetzt am besten vor, möchte keinen zu großen Geldbetrag für eine Sache mit ungewissen Ausgang versenken.


Mit freundlichen Gruß

Toni
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Bohrbrunnen
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Re: Neuling aus Ostthüringen

Beitragvon Bohrbrunnen » Mo 12. Aug 2019, 00:29

Hallo Toni, willkommen im Forum.

So auf den ersten Gedanke meine ich das du von Hand nicht viel erreichen kannst.
Denke das bei den Bodenverhältnissen in Handarbeit nur ein Schachtbrunnen in Frage kommt.
Da brauchst du nur Schachtringe, Spaten und Schaufel.
Gruß Manfred
Glück Auf!

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TT1958
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Re: Neuling aus Ostthüringen

Beitragvon TT1958 » Di 10. Sep 2019, 14:08

Hallo liebes Forum,

habe meine Bemühungen weitergeführt, leider ohne großen Erfolg.
Habe mir eine Bohrspitze mit 50 mm Durchmesser für mein Gestänge besorgt und weiter gearbeitet.
Durch Einnässen und Aufquellung des Lehmes ist es mir gelungen bis in eine Tiefe von 4,80 m vorzudringen bis ich auf Kalkfelsen gestoßen bin.
Der Lehm war zwischendurch Knochenhart und salztrocken, es waren mehrere Schichten , von Erdfarben, danach eine ganz dünne, fast schwarze Schicht und auf dem letzten meter mehr grau bis ockerfarben.
Im Moment ist die Erde ja sehr trocken, bedingt dadurch, das wir zwei trockene Sommer hatten.
Wie mache ich jetzt am besten weiter, soll ich das Loch einfach wieder zuschütten, oder abwarten bis eventuall der Grundwasserspiegel wieder ansteigt.
Wenn ich mir unseren Dorfteich ansehe, in dem sich eine Quelle befindet, sehe ich, das sich der Wasserspiegel doch schon beachtlich abgesenkt hat.


Mit vielen Grüssen

TT1958
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Re: Neuling aus Ostthüringen

Beitragvon Bohrbrunnen » Di 10. Sep 2019, 23:09

Halt uns mal auf den Laufenden.
Gruß Manfred
Glück Auf!

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Re: Neuling aus Ostthüringen

Beitragvon TT1958 » Do 12. Sep 2019, 20:56

Hallo,

habe gestern 5 Gießkannen Wasser in das Bohrloch geschüttet, um zu sehen was passiert.
Habe den Eindruck gehabt, das Wasser ist einfach nur so weggelaufen.
Ich weiß jetzt nicht was passieren kann. Ist das Wasser einfach nur in eine Felsenspalte gelaufen, oder kann es so sein, das wo Wasser verschwindet, auch Wasser mit steigenden Grundwasserspiegel kommen kann. Ist so etwas logisch ? Hat hier jemanden Erfahrungswerte ?



Gruß Toni
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Bohrbrunnen
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Re: Neuling aus Ostthüringen

Beitragvon Bohrbrunnen » Sa 14. Sep 2019, 09:22

Du bekommst nur Wasser wo es sich sammelt, oder als GW vorhanden ist.
Bei deinem Untergrund müsste man mal feststellen wo das GW überhaupt zu finden ist.
Da helfen nur die Geologischen Karten für dein Wohnort. Kannst ja mal hier schauen ob es hilft: https://lgrb-bw.de/hydrogeologie/grundl ... index_html
Oder in der Nachbarschaft nach Brunnen / Erdwärmebohrungen fragen.
Wenn du solche Infos hast kann man weiter über einen Brunnen nachdenken.
Gruß Manfred
Glück Auf!

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