Gartenbrunnen - Mit Bitte um Hilfe


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Hp81
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Gartenbrunnen - Mit Bitte um Hilfe

Beitrag von Hp81 » Mo 25. Mär 2024, 11:41

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Hi @ all
Darf ich die Fachkundigen unter Euch bitten, kurz über meine Projektüberlegung drüberzuschauen.?

Die Skizze zeigt ein überirdisches ( ;-) ) Pumphaus am Ende des Grundstücks, an welchem ein 11 m Schacht geschlagen wurde. (Förderhöhe UK Pumpe ca 9m)Das Wasser wird über eine ca 20 m lange 3/4" Leitung zu einem 12-fach Verteiler (2*3 Rasensprenkler, 4 fixe Wasseranschlüsse, 6 Beetbewässerungen -> max Verbrauch ca 4m³/h)) geführt.
Danach verlaufen die Kreise mit Längen bis zu 25m, wobei hierbei 2*3 Rasensprenkler gespeist werden, welchen einen Mindestdruck von je 2bar benötigen (Gardena 380). Da die Bewässerung letztendlich über Magnetventile gesteuert werden sollte, müssen nicht alle Kreise gleichzeitig geöffnet sein. 

Überlegungen zum Aufbau/Skizze:
Die angedachten Pumpen haben bereits ein eigenes Rückschlagventil verbaut, welches lt Hersteller "nur langsam" das Wasser ablässt (winterfest). Somit:Vom 1 1/4" Anschluss der Pumpe würde ich auf 1" verjüngen und zumindest bis nach dem Druckwächter (Zollanschluss, bis 10bar) mit 1" weiterfahren. Am Brunnenkopf hätte ich ein Rückschlagventil und gleich darauf einen Anschluss für Druckluft (winterfest) angedacht. Nachfolgend (bzw vor dem Druckwächter) ist eine Überlegung, hier einen zusätzlichen Druckminderer einzubauen. Notwendig oder überflüsssig?? (Im Falle der 9,3 bar Pumpe, versteh ich den Zusammenhang zum Druckwächter nicht?)
Aus platztechnischen und wissbegierigen Gründen würd ich nach dem Druckwächter die Wasseruhr und nachfolgend einen Rückspülfilter mit Druckminderer verbauen. Sollte dieser in 1" oder bereits in 3/4" erfolgen??
Nachdem die bestehende Zuleitung zum Gartenveteiler in 3/4" ausgeführt ist (Abgang Skizze links), muss ich so oder so verjüngen. An welcher Stelle würdet Ihr das machen? Und was passiert dabei mit dem Druck (wird dieser durch den kleineren Querschnitt dann erhöht)??
Und zum Schluss, welche Pumpe würdet Ihr hierfür verwenden bzw warum welche nicht?Auf 2 Modelle der FA. Trotec hätt ich mich aktuell fokussiert:

7500 E - 9,3 bar, Wasser 4,8m³/h, 1500 Watthttps://at.trotec.com/produkte-services/powertools/pumpen/tiefbrunnenpumpen/tdp-7500-e/

5000 E  - 5,8 bar, Wasser 6m³/h, 1100 Watthttps://at.trotec.com/produkte-services/powertools/pumpen/tiefbrunnenpumpen/tdp-5500-e/

Druckwächter passend von Trotechttps://at.trotec.com/produkte-services/powertools/pumpen/druckschalter/tdp-dsp/

Ich bin für jegliches konstruktives Feedback dankbar und absolut nicht beratungsresistent uns somit gerne auch für Verbesserungen offen. Besten Dank schon mal in spe!
Mit optimistischem Gruße, Hanspeter
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Thoralf
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Re: Gartenbrunnen - Mit Bitte um Hilfe

Beitrag von Thoralf » Di 26. Mär 2024, 07:58

Moin Hanspeter,

Willkommen im Forum!

Ein Hinweis vorab: Bilderupload zur Nutzung im Forum bitte nur wie auf jeder Forumsseite beschrieben über picr.de vornehmen.
(in Deinem Post ist keine Skizze zu sehen)

¾" ist für 4 m³/h sehr eng. Da hast du allein auf diesen 20 m Leitung ca. 2 bar Druckverlust. Rechne Deine Durchflussmengen und Querschnitte mal selbst im Druckverlustrechner http://www.druckverlust.de/Online-Rechner/ durch. Auch für die einzelnen Bewässerungsstränge. Erst dann ist sinnvoll, etwas zur Pumpe zu sagen.

Zum Druckminderer: Anstelle von Druckminderer würde ich empfehlen, einen Druckschalter + Druckbehälter einzusetzen. Und den Druckschalter dann so einzustellen, dass Du keinen Druckminderer brauchst (oder wen Du schon einen Druckminderer haben willst, dann in Kombination mit Druckschalter (dann braucht der Druckminderer sich nur noch um den letzten Rest Druckregelung kümmern)

Zum Druckwächter (auch als Schaltautomat bezeichnet): Wenn Du die Pumpe passend dimensionierst, dann kannst Du einen Schaltautomaten nehmen. Ist die Pumpe zu groß (auf worst case berechnet, für max. Wassermenge und max. Druck gleichzeitig), dann würde ich immer zu einem Druckschalter + Druckbehälter raten.

Zur (statischen) Förderhöhe: entscheidend ist nicht der vertikale Abstand von UK Pumpe zu UK Erdboden bzw. zur Höhe Entnahmestelle, sondern der vertikale Abstand des Wasserspiegels (genaugenommen abgesenkter Wasserspiegel bei Förderung).
Bei der Pumpe mit 9,3 bar würdest Du bei Einsatz eines Schaltautomaten beim Abschalten einen Druck von ca. 8,5 bar im System haben. Da wäre dann passend eingestellter Druckschalter + Druckbehälter besser.

Druckveränderung bei Querschnittsverringerung: der Druck wird an dieser Stelle selbstverständlich nicht erhöht, sondern verringert! (sind aber bei 1"→¾" @4m³/h nur 20 mbar, wie der Druckverlustrechner sagt)

LG
Thoralf
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PeterB
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Re: Gartenbrunnen - Mit Bitte um Hilfe

Beitrag von PeterB » Di 26. Mär 2024, 10:02

Was mir so beim Durchlesen auffällt:

Das Wasser wird über eine ca 20 m lange 3/4" Leitung zu einem 12-fach Verteiler

Das hat Thoralf ja schon angesprochen. Ich sags mal mit anderen Worten: Von einer Pumpe mit einem 1 1/4" Anschluss zu verlangen durch eine 3/4" Leitung zu liefern ist so wie wenn Du einen Haufen Sand von 5m^3 über 20m zum Betonmischer transportieren würdest mit 2 Eimerchen anstatt mit einer vernünftigen Schubkarre.

eigenes Rückschlagventil verbaut, welches lt Hersteller "nur langsam" das Wasser ablässt

Ich lese sowas zum ersten mal. Das hört sich für mich eher danach an, dass die Dinger einfach nichts taugen und
man das so als "winterdfest" verkauft.

Am Brunnenkopf hätte ich ein Rückschlagventil und gleich darauf einen Anschluss für Druckluft (winterfest) angedacht. Nachfolgend (bzw vor dem Druckwächter)

Das Rückschlagventil(RV) an der Pumpe kannst Du getrost entfernen. Am Pumpenkopf brauchst Du normalerweise auch keins. Im Druckwächter ist bereist eins verbaut.

(Im Falle der 9,3 bar Pumpe, versteh ich den Zusammenhang zum Druckwächter nicht?

Das hört sich danach an als wenn Dir nicht ganz klar ist, was der Druckwächter hier macht. Erschaltet die Pumpe ein wenn ein Verbraucher geöffnet wird und wieder aus, wenn er geschlossen wird.

Die Begriffe für diese Steuerung sind nicht einheitlich. Trotec nennt sie elektronischer Druckschalter. Ich gehe immer mit dem Begriff Schaltautomat(SA) hausieren. Langsam scheint sich der Begriff Durchflusswächter zu etablieren.

Diese Steuerung funktioniert anders als die bei einem herkömmlichen Standardhauswasserwerk die aus einem "echten" Druckschalter und einem Druckausgleichsgefäß besteht. Die Unterschiede habe ich hier zusammen gefasst.

https://aspri-luftabscheider.de/onewebm ... -vs-ds.pdf

Und hier die Funktionweise. Die ist im Prinzip bei allen Modellen gleich. Manche funkionieren nach dem Schwerkraftprinzip. Die müssen dann immer senkrecht montiert werden. Ander können auch horizontal eingebaut werden

https://aspri-luftabscheider.de/onewebm ... on_Kit.pdf

Druckwächter passend von Trotechttps:

Du kannst jeden x-beliebigen einsetzen. Wenns von den Räumilchkeiten besser passt, auch einen horizontalen. Am Markt sind eine Unmenge von Chinaprodukten. Alle in der Preisklassen von 30-40,-- (und erkennbar an dem roten Teilbereich auf der Druckskala). Europäische Hersteller liegen bei ca 60-100,--(und mehr).

Alle müssen im Winter demontiert werden um sie wasserfrei zu bekommen. ein Ausblasen der Leitung reicht nicht.

Es gibt aber Steuerungen bei denen man den integrierten RV ausbauen kann.

Auf das Steigrohr kommt dann ein RV mit Entlüftung. Da drauf die Steuerung. Der Anschluss für die Druckluft kommt nach der Steuerung. Wird die Entlüftung geöffnet und ist an der Pumpe kein RV, wird alles wasserfrei.

6 Beetbewässerungen

Wenn das eine Tröpfchenbewässerung wird, wird das in Kombi mit einem SA problematisch. Der verlangt nach einem Mindestdurchfluss. Wird der unterschritten, wird die Pumpe takten.

Man kann die Beetbewässerung paralell mit der Rasenbewässerung laufen lassen oder ein kleines zusätzliches MAG installieren.

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Hp81
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Re: Gartenbrunnen - Mit Bitte um Hilfe

Beitrag von Hp81 » Di 26. Mär 2024, 23:55

Bild



Hallo und schönen Abend
Erstmal vielen lieben Dank euch Beiden für die überraschend schnellen und ausführlichen Antworten;

Skizze - diese sollte theoretisch nun da oben sein!? (bin schon gespannt :- )

Werter Thoralf,
3/4" ... ja, leider. Rückblickend hätt ich (wie doch so einiges) anders gemacht, aber halt ;-)

Bzgl 3/4" eng für 4m³ ... Ich hoffe, dass ich mich nun nicht als kompletter Waschl oute, aber: Die Pumpe hat eine Ausbringung von 4800l/h ... Damit diese von A nach B kommen, ungeachtet des Leitungsquerschnittes, ist dies nicht nur eine Frage des Schubes/Drucks? Oder anders gefragt: Bringen 8,5bar Druck nicht die 4800l je Stunde zum Verteiler (mit Restdruck von ca 6,5 bar nach 20m) Hab ich einen Denkfehler?
Und apropos: Wenn ich einen Schlauch mit den Fingern zusammenpresse, erzeuge ich doch mehr Druck.? So war meine Eingebung, dies müsste bei Verjüngung eigentlich auch der Fall sein ....

Mal eins u eins zusammengezählt: wenn ich bei 9,3 bar über Förderhöhe auf 8,5, dann weitere 2 bar Druckverlust bis zum Verteiler und weiters je längerem Kreis nochmal bis zu 2 bar Druckverlust habe, so macht unterm Strich, eine Pumpe mit weniger Schub keinen Sinn. - seh ich das laienhaft richtig?

Bzgl deinem Vorschlag zu Druckschalter und -behälter: hmm, das Pumphaus hat eine (Außen-)Abmessung von 90*54 cm - das erscheint mir herausfordernd. Was ist denn hierbei der Vorteil gegenüber DM vor Druckwächter? .... Und nochmal retour nach oben: macht ein Druckminderer unter der Druckverlustannahme nun überhaupt noch Sinn?

Bin mir sicher, Du verdrehst grad die Augen, aber interessanterweise

Und werter Peter,

Ja, das mit dem "Winterfest"-RV erscheint mir auch fragwürdig; wichtig aber ist mir hierbei eigentlich nur, dass das Wasser im Herbst dann absinkt und wenn das auch noch langsam passiert (wie auch immer), so soll mir das recht sein.

Bzgl dem Ausblasen von Druckschaltern: Wieso sollten diese dadruch nicht trocken werden? Kommt denn über genügend Druck nicht Luft überall hin, wo Wasser auch hingelangt? Und wie verhält sich das bei Rückspülfilter und Wasseruhr (trockenlaufende)?

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann würdest Du aus dem Druckwächter das integrierte Ventil ausbauen aber ein RV vor dem Druckwächter anbringen.... was seh ich hierbei nicht?
Was ist falsch daran, wenn der Druckluftanschluss vor dem Druckwächter ist?

Und finally: habs nun rauf und runter überlegt, komm aber nicht drauf: MAG - wofür d Abkürzung ?

Ich hoffe, Ihr habt nochmal eine Muse....

Jedenfalls schon mal vielen Dank, schönen Abend/ guten Morgen und besten Gruß aus Tirol, Hanspeter
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Thoralf
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Re: Gartenbrunnen - Mit Bitte um Hilfe

Beitrag von Thoralf » Mi 27. Mär 2024, 13:36

Moin Hanspeter und schönen Gruß nach Tirol,

da gäbe es ne Menge zu erklären.

Zunächst zum Druck an der Pumpe und Zuhalten des Wasserschlauches usw:

Jede Pumpe hat ihre eigene Kennlinie - im H-Q-Diagramm nach unten gebogene Kurve. Welchen Druck die Pumpe erzeugt, hängt davon ab, wieviel Wasser sie fördert.
Wenn Du den Wasserhahn aufdrehst und Wasser durch Leitungen + Verbraucher fließt, dann stellt sich ein Druck-/Durchflusswert ein, der dem Schnittpunkt von Pumpen-Kennlinie und Verbraucher-Kennlinie entspricht. Die Verbraucher-Kennlinie ist eine nach oben gehende, meist quadratische Kurve.
Schau mal in diesen Beitrag, da habe ich das zuletzt beschrieben: http://brunnen-forum.de/viewtopic.php?f ... nie#p23163

Die Pumpe kann nicht gleichzeitig max. Druck und max. Fördermenge liefern. Also nicht 4.800 l/h und zugleich 9,3 bar. Ja, das ist vermutlich Dein Denkfehler.
Druck Dir einfach die Kennline der Pumpen auf ein Blatt Papier aus und zeichne die Kennlinien des ¾"-Rohres und der Verbraucher ein. Dann kannst Du ungefähr abschätzen, was übrig bleibt.
(ok, ich geb's zu, das ist für Laien schwer verständlich...)

Also wenn ich bei Deiner 9,3 bar/4,8 m³/h Pumpe den Schlauch und Deine 6 Stück Regner nehme, dann lande ich näherungsweise bei 2 bar am Regner und 3000 l/h, und an der Pumpe etwa 5 bar.
Aber nur Pi mal Daumen, weil, man findet keine Angabe dazu, was der Gardena-Regner an Verbrauchswerten hat, also welche Wassermenge bei 2 bar oder bei 4 bar.
Und da ist noch nicht die Leitung vom Wasserverteiler zu den einzelnen Regnern dabei. Die ist sicher noch dünner und hat zusätzlich Druckverlust.

Du kannst auch im Grundfos-Tool eine Pumpe mit ähnlichen Leistungsdaten suchen, Deine statische Höhe von 3...4 m eingeben und mit ein paar Verbrauchs-Kennlinien rumspielen (ins Diagramm klicken...) Dann siehst Du was rauskommt.
Hier: https://product-selection.grundfos.com/ ... tab=models zum Beispiel die "SP 3A" anklicken und eine Pumpe auswählen.
Die SP 3A-15 würde etwa Deiner 9,3/4.880-Pumpe entsprechen: https://product-selection.grundfos.com/ ... ant-curves

Da kannst Du einzelne Punkte Deiner Verbraucher anklicken. Die Kurve wird dann automatisch bis zur Pumpen-KL verlängert. Zusammenrechnen musst Du das dann aber von Hand. Das Tool rechnet nur für den jeweils angeklickten Punkt. Aber so ungefähr könnte das mit den o.g. Pi-mal-Daumen-Werten hinkommen.

Wenn Du weniger Wasser nimmst (worst case: Du drehst den Hahn zu) dann steigt der Druck im System bis der Schaltautomat abschaltet. Dann hättest Du knapp 9 bar. Ein Wasserhahn hält das. Bei Bewässerungscomputern, falls Du sowas einsetzen willst, bin ich mir nicht sicher.

Zuletzt: MAG = Membranausgleichsgefäß. Das ist dieser Druckkessel an vielen Hauswasserwerken oft mit etwa 20-30 Liter.
Und, ja, das mit dem Gartenschlauch fehlt noch: wenn dessen Ende offen ist, dann hast Du freien Auslauf, geringen Durchflusswiderstand und damit geringen Druck. Wenn Du den zuhältst, dann verringert sich der Durchfluss und der Druck geht hoch.

LG
Thoralf
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Re: Gartenbrunnen - Mit Bitte um Hilfe

Beitrag von Hp81 » Mi 27. Mär 2024, 15:57

Schönen Nachmittag Thoralf, vielen Dank für Dein geduldiges Engagement

Leistungsdiagramm Trotec
https://de.trotec.com/fileadmin/downloa ... 009-DE.pdf

Seite 15 von 23 ... leider bekomm keinen screenshot zustande ....
Will dich sich nicht nerven, lediglich will ich dieses Thema endlich verstehn, ohne physikalisches Differntial und Integral :-)

...Und wenn ich das nun soweit richtig verstehe, dann lese ich aus den Kennlinien folgendes heraus: Bei einer Wasserentnahme von 4m³ ist der unterschied beider Pumpen lediglich ca. 0,5 bar!? Von den (lt Diagramm) ca 4bar bzw 4,5 bar (bei Entnahme 4m³) wird nun der Druckverlust (Förderhöhe 0,4, Leitungen 40meter lt deinem Onlinerechner 1,0 bar, ecken etc 0,5 -->summe 2bar) abgezogen, wodurch sich  am Verbraucher dann ein RestDruck von ca 3-3,5 bar ergibt.? Soweit richtig?

Oder anders:
Je Kreis sind 3 Beregner angeschlossen (alles in 3/4" Ausführung, bis auf die Beregner selbst !/2") deren Verbrauch (und hierbei fck gardena) jeweils so ungefähr 850l/h sein dürfte.? Ergibt also für diesen Kreis eine Entnahme von ca 2500l, welche folglich am ersten Beregner mit einem Druck von (Diagramm ca 5 bzw. 7,5 abzgl Verlust) entweder 3 oder 5,5 bar ankommen.??? Wie sieht das bei Beregner Nr 2 aus? (ca 10lfm hinter Beregner 1)WEnn dem so wäre, dann wären die zusätzlichen 400 Watt von einer auf die andere Pumpe eher nutzlos, oder? Was bedeutet denn der Graph "Fördermenge/ETA%"?

Guten Tag inzw u lg, Hp

PeterB
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Re: Gartenbrunnen - Mit Bitte um Hilfe

Beitrag von PeterB » Mi 27. Mär 2024, 17:16

das mit dem "Winterfest"-RV erscheint mir auch fragwürdig; wichtig aber ist mir hierbei eigentlich nur, dass das Wasser im Herbst dann absinkt und wenn das auch noch langsam passiert

Ob es das dann auch macht, ist fraglich. Aber es sollte kein Problem sein, dieses RV auszubauen wenn man es nicht haben möchte.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann würdest Du aus dem Druckwächter das integrierte Ventil ausbauen aber ein RV vor dem Druckwächter anbringen.... was seh ich hierbei nicht?

Das ist eine Möglichkeit. Der Druckwächter(DW) braucht ein RV. (siehe Funktion Kit). Üblich ist es, den Zugang für die Druckluft nach dem DW zu installieren. Dann bleibt aber Wasser im DW.

Wird der RV im DW entfernt(kann man nicht bei allen) und durch einen erstzt zwischen Pumpe und DW mit einer Entlüftung, braucht man nur die Entlüftungsschräubchen zu öffnen und das Wasser fließt in den Brunnen.

Ist der Druckluftanschluss zwischen Pumpe und DW, muss zwischen Pumpe und Druckluft ein RV sein, sonst drückt die Luft durch die Pumpe.

Man kann den DW sicherlich in Fließrichtung mit Druckluft durchpusten. Bei einem DW mit einem schwerkraftgesteuerten RV sollte es funktionieren. Ob das auch bei einem federbelasteten funktioniert, weiß ich nicht.

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Re: Gartenbrunnen - Mit Bitte um Hilfe

Beitrag von Hp81 » Mi 27. Mär 2024, 20:28

Peter, macht mir alles Sinn was du sagst und würd mich sicher stark frustrieren, wenn es nach 5 Jahren Entwicklungsarbeit (ja, tats) nun an einem Frostschaden scheitern würde .....

Dank deines Inputs war inzw soweit, einen Druckwächter (inkl RV -- wusste nicht, dass ein DW dieses verbaut hat ) direkt auf den Brunnenkopf zu setzen....
Was hälst du davon, am Brunnenkopf ein einfaches Entlüftungsventil zu schrauben, darauf den DW und nachfolgend die Entlüftung : Der Gedanke ist der, dass die Druckluft den Teil Richtung Abgang vollkommen umspülen sollte und durch Öffnen der Entleerung kann der pumpenseitige Teil der RV-Membran/des Dichtflansches abrinnnen. Blöde idee?

Und wie siehst du das Frostthema bzgl Wasseruhr und Rückspülfilter?

Besten Dank Dir und schönene Abend

PeterB
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Re: Gartenbrunnen - Mit Bitte um Hilfe

Beitrag von PeterB » Mi 27. Mär 2024, 22:54

Warum willst Du unbedingt eine Eigenkonstruktion diskutieren anstatt es so zu machen, wie es sich tausendfach bewährt hat:

Brunnenkopf > Schaltautomat(SA) > Pressuft

Den SA mit einer 3-fach-Verschraubung installieren. Dann lässt er sich im Winter innerhalb 2 Minuten ausbauen bzw bei Bedarf wechseln.

Oder, wenn der SA unbedingt drin bleiben soll, einen nehmen, bei dem sich das RV entfernen lässt in Kombi mit einem RV mit Entlüfterschraube.

Sorry, aber jetzt darüber zu diskutieren ob "Druckluft den Teil Richtung Abgang vollkommen umspülen sollte", das können wir uns doch sparen.
Hp81 hat geschrieben:
Mi 27. Mär 2024, 20:28
Und wie siehst du das Frostthema bzgl Wasseruhr und Rückspülfilter?
Wenn da Waser drin ist das gefriert, kann man davon ausgehen, dass sie defekt werden.
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Thoralf
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Re: Gartenbrunnen - Mit Bitte um Hilfe

Beitrag von Thoralf » Do 28. Mär 2024, 00:11

Moin Hanspeter,

hm, wenn ich jetzt ganz von vorn anfangen muss (Das wäre bei "Am Anfang war das Wort" :D ) dann werde ich heute nicht fertig.

Pi mal Daumen zusammengefasst: Bei der 3/4"-Leitung (die hast Du durchgängig, auch zu den einzelnen Regnern, wobei die Regner in Reihe an der Leitung hängen?) würde von den beiden in der pdf genannten Pumpen die kleine für einen Strang (3 Regner) reichen, die große (vielleicht) für beide Stränge (6 Regner). Aber ich würde mich schwer tun, den Einsatz einer Pumpe zu empfehlen, die mit etwas Serienstreuung auch mehr Druck als berechnet liefern könnte und Dir dann die Plastik-Installation zerschießt. Peter wies wenn ich mich richtig erinnere mal drauf hin, dass die Schaltautomaten keine 10 bar abkönnen. Also nimm die kleinere Pumpe und betreibe die Sprenger/Kreise nacheinander.

Zur Kennlinie: ja, das mit dem gemeinsamen Punkt bei etwa 4 m³/h siehst Du richtig. Aber das ist für Dich nicht so richtig relevant.

Ich habe jetzt - aber wirklich nur quick and dirty - ungefähr die Kennlinie der DP5500, Deine 3/4"-Leitung und Deine 3 Sprenger in eine Skizze gezeichnet.

Bild

Mit dem Druckverlustrechner ergeben sich die unten angegebenen Druckverluste. Bis zum 1. Sprenger 0,8 bar, bis zum zweiten 1,0, bis zum dritten 1,05 bar. Ich habe mal 1 bar genommen, dazu noch die 0,4 bar für die statische Höhe und noch etwas für "irgendwelche" Verluste. Wahrscheinlich sind 0,6 bar dafür zuviel, aber 2 bar machte sich in der Skizze besser, der Rest ist dann Reserve. (Anm.: das gilt aber nicht universell, sondern nur für die 2,5 m³/h. Normalerweise hast Du für die Leitungsverluste auch eine quadrat. Kurve.) Das ist die gestrichelt waagerechte Linie.

Für den Sprenger habe ich angenommen: 850 l/h bei 4 bar, also etwa 2,5 m³/h bei 4 bar. Von der 2 bar-Linie aus trägt man diesen Wert ins Diagramm ein (bei 3,5 m³/h und 6 bar) und zeichnet einen quadratische Kurve (die grüne Kurve im Diagramm). Der Schnittpunkt ist das, was die Sprenger an Wasser bekommen, also etwa 2,3 m³/h und 3 bar. Vielleicht auch 3,5 bar mit der o.g. Rechenreserve. Der erste bekommt sogar 0,2 bar mehr als der zweite und dritte.

Nachtrag: ich habe die Kurve etwas zu flach gezeichnet. Hab's nochmal mit der pdf verglichen. Wenn ich das in die ausgedruckte Kurve eingezeichnet hätte, wäre ich etwa bei 5,2-2 = 3,2 bar und 2,4 m³/h angekommen. Druck die Kurve am besten aus der pdf mal aus und zeichne die Sprenger-Kurve dort wie beschrieben ein...

Wenn die Sprenger auch mit weniger Druck auskommen (Gardena schreibt allgemein was von 2 bis 6 bar, allerdings nicht speziell für den T830), umso besser. Allerdings ist die Wurfweite dann etwas geringer. Gute Hersteller haben in den Datenblättern Angaben für den Wasserverbrauch bei einem bestimmten Druck und die Wurfweite bei diesem Druck. Weiß nicht, ob Gardena wenigstens die Wurfweite angibt. Aber bei 3 bis 3,5 bar dürfte das i.O. sein.

So einfach. Noch genauer muss das eigentlich nicht sein.
Das kannst Du selbst nochmal nachvollziehen, auch für die andere Pumpe rechnen bzw. zeichnen. Wenn Du da beide Stränge parallel hast, musst Du aber für das erste Leitungsstück den doppelten Durchfluss = vierfachen Verlust einrechnen. Das wären dann 1,6 bar plus die Verluste der einzelnen Stränge.

Achja, Eta: Das ist der Wirkungsgrad der Pumpe.

LG und HTH
Thoralf
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