Testwidder/Widdertest

Wasserpumpe ohne Strom
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Plunschmeister
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Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Plunschmeister » Do 19. Dez 2019, 15:22

Gerade bei einer geringen Fallhöhe ist es wichtig, die Fließgeschwindigkeit optimal auszunutzen.
Hier könnte man die Bauteile so anordnen, dass das Wasser den Widder geradlinig durchfließt.
Das Wasser durchströmt den Ringspalt im Stoßventil optimal, wenn das Ventil eine Tropfenform besitzt.

Halte uns auf dem Laufenden Christoph und berichte weiter.
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Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Christoph » Di 28. Apr 2020, 17:38

High,
im Herbst abgebaut und weggelegt. Gründonnerstag rausgeholt aufgebaut und bis jetzt schon wieder 25m3 gewiddert.

Modell 2020:
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Schlagventil
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Rückschlagventil
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Windkessel ist wieder mal ein Alter von einer Hauswasserpumpe mit Membran. Damit er möglichst nah am Rückschlagventil sitzt und damit das Wasser keine Strömungsumkehr erfährt habe ich einen Flansch mit 2 Anschlüssen gebaut
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Provisorisch in Betrieb genommen tut ers schon mal tuen ...

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Plunschmeister
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Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Plunschmeister » Di 28. Apr 2020, 18:19

Moin Christoph,
schön von dir zu hören.

Das Modell sieht gut aus, gerade Ventilanordnung. Falls Luft durch das Klappventil gezogen wird, dieses einfach unter Wasser legen. Macht sich diese Anordnung bemerkbar?
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Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Christoph » Mi 29. Apr 2020, 09:01

High,
noch ein paar Bilder von der Inbetrriebnahme:
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Plunschmeister hat geschrieben:
Di 28. Apr 2020, 18:19
Falls Luft durch das Klappventil gezogen wird, dieses einfach unter Wasser legen.
zunächst schon rein profilaktisch ;-)
Plunschmeister hat geschrieben:
Di 28. Apr 2020, 18:19
Macht sich diese Anordnung bemerkbar?
messtechnisch bin ich da auch gespannt drauf ... (wird wohl noch etwas dauern)
was bereits auffällt: er ist scheint nahezu selbstanlaufend (also natürlich nicht wirklich) - unabhängig vom Gegendruck läuft er sofort an und scheint recht unempfindlich was die Einstellung angeht. Das Gewicht hatte ich so gewählt, dass die Stossklappe gerade ganz öffnet.
Meine Idee war halt das ganze Strömungswiderstandsmässig zu optimieren. Das heisst, möglichst wenig Umlenkungen und möglichst voll offene Querschnitte. Der Widder hat immer noch eine Baugrösse von 1". Damit die Stossventilklappe die vollen 25mm Durchmesser vom Ausslass freigibt musste der Grundkörper 1 1/2" haben.(Statt einem T-Stück wäre ein 45° Abzweig sicherlich auch eine Ueberlegung wert- hatte ich aber gerade nicht zur Hand) Die Bohrungen im Rückschlagventil kommen nun auch etwa auf die gleiche Fläche. Zwar fliesst da im Schnitt deutlich weniger Wasser durch, aber aufgrund der nur kurzen Zeit während das Stossventil geschlossen ist, mit hoher Strömungsgeschwindigkeit.
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Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Plunschmeister » Mi 29. Apr 2020, 09:39

Meine Idee war halt das ganze Strömungswiderstandsmässig zu optimieren. Das heisst, möglichst wenig Umlenkungen und möglichst voll offene Querschnitte.
Genau!
Bin auf deine Erfahrungsberichte gespannt.
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Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Christoph » Mo 30. Nov 2020, 17:35

High,
gefroren hat es heuer ...
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Gemessen habe ich immer noch nichts. Die Ballastscheiben hat er recht schnell von sich geworfen- tut trotzdem. Wenn er versuchsweise über Wasser montiert ist zieht er Luft, bleibt zwar nicht stehen, fördert aber mehr oder weniger sporadisch- von Luft unterbrochen. Unter Wasser hat er bis jetzt ununterbrochen ohne Störung gearbeited, die fehlenden Ballastscheiben habe ich auch nur mehr oder weniger zufällig bemerkt ;-)

Hier gibts auch noch ein kurzes Video kurz nach der Inbetriebnahme, noch mit Ballastgewicht.



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Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Plunschmeister » Mi 2. Dez 2020, 09:38

Moin,
der "Überlauf/Ablauf" von der Quelle her, vor Beginn der Triebleitung, ist mMn. ungünstig.
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Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Christoph » Do 3. Dez 2020, 20:08

High,
meinst Du grundsätzlich oder die spezielle Anordnung insbesondere wie im Film sichtbar?
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Wir pflegen das Grundstück seit vielen Jahren, seit einigen Jahren sind wir alleinige Pächter. Von daher kann und möchte ich da grundsätzlich möglichst wenig Veränderungen vornehmen. Das Rohr das den Teich versorgt kommt von einem flachen Schacht vielleicht 20m lang oberhalb, in dem einige Rohre (die vermutlichen Quellrohre) münden. Um etwas Höhe zu gewinnen hatte ich dann an das Rohr, das den Teich versorgt ein senkrechte Stück angebracht, mit nem T Stück vor der eigentlichen Triebleitung als Ueberlauf. Durch verdrehen dieses T Stücks lässt sich der Wasserspiegel im Stehrohr feineinstellen, so dass die Rücklaufende Druckwelle gerade nicht überschwappt. Die Höhe habe ich so gewählt, dass der Wasserspiegel in den mutmasslichen Quellrohren nich signifikant steigt.

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Später kam dann noch der Abzweig für den 2. Widder dazu, was auf dem ersten keinen augefälligen Einfluss hatte. Den Ueberlaufbogen nach unten hatte ich später mal angebracht weil ich die Teile gerade in der Hand hatte und damit es nicht so ans Ufer spritzt. Auch dadurch war kein auffälliger Unterschied bemerkbar, und der Wasserspiegel im Standrohr blieb unverändert.

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Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Plunschmeister » Fr 4. Dez 2020, 10:15

Servus,
den Überlauf setzt man grundsätzlich nicht vor oder seitlich vor dem Triebleitungseinlauf. Bei geringen Förderhöhen scheint es ja noch zu funktionieren.
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Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Christoph » So 20. Dez 2020, 09:11

High,
und ausgewiddert:
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für dies Jahr.
Nach einem nahezu störungsfreiem Jahr (Widder 1 ist im Frühjahr einmal stehengeblieben).
Laut Zähler hat Widder 1 dies Jahr 310m3 also rund 1,2 m3 am Tag gefördert und der Reier demnach grob geschätzt 300.000mal gespuckt.
Christoph
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