Brunnen - Technik Upgrade

Installation im Brunnenbau

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BooosesThaSnipper
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Brunnen - Technik Upgrade

Beitragvon BooosesThaSnipper » So 4. Aug 2019, 18:19

Hallo zusammen,

habe vor drei Jahren ein Haus gekauft und hatte das Glück, dass direkt ein Brunnen inkl. Pumpe mit dabei war. Pumpe ist eine Gardena Pumpe (Comfort 5000/5 LCD).
Nun ist es so, dass ich mit der Leistung der Pumpe nicht wirklich zufrieden bin, bin aber auch ehrlich gesagt kein Gardena Fan.

Habe im Garten mehrere Stränge mit jeweils 3 Regner, habe auch dort die Gardena Regner gegen Hunter ausgetauscht. Sobald ein Strang läuft und ich nur mit dem Gartenschlauch noch etwas spritze, reicht der Druck bzw Wassermenge kaum noch aus, damit die Regner normal arbeiten. Und die Menge aus dem Gartenschlauch ist auch sehr gering. Nächstes und übernächstes Jahr wollen wir den Garten neu anlegen, bis dahin soll eine Lösung her.

Aktuell bin ich dabei den Keller zu renovieren und hätte daher jetzt noch die Möglichkeit Elektroleitungen bzw notwendige Wasserrohre zu installieren.

Ist Zustand:
- in der Werkstatt (Kellergeschoss) kommt ein 180er KG Rohr aus dem Boden
- dort drin hängt ein Saugschlauch, welcher zur Pumpe geht
- von der Pumpe gehen eine Kupfer Leitung (22mm Außendurchmesser) weg, die sich aufteilt...
(Hinweis: Pumpe und Brunnen befinden sich direkt an der Außenwand zum Garten)
1.) eine Kupfer Leitung geht direkt in den Garten (ab der Außenwand wurde mit verzinkten Rohren 1" weitergefahren)
2.) eine Kupferleitung geht einmal quer durch den Keller und wird nach ca 8m dicker (von 22mm auf 28mm Kupfer) und Teilt sich dann nochmals:
2a.) die 28mm Leitung geht dann bis in den Vorgarten (an der Außenwand Übergang zu verzinkten Rohren 1 1/4")
2b.) von der 28mm Leitung geht eine dünne 18mm Leitung zu einem Waschbecken in der Garage


Was natürlich den Wasserdurchfluss am Anfang sicherlich einschränkt ist die dünne 22mm Kupferleitung. Da die Strecke bis zum Garten aber verschwindend gering ist, stört mich das nicht wirklich, ich würde einen entsprechenden Verteiler mit genügend Querschnitt setzen und dann in den Garten fahren. Garten ist ca 400qm groß, daher vermute ich mal, werden es später ca 6-8 verschiedene Beregnungszonen geben, mit jeweils 5-6 Hunter Regnern.

Glücklicherweise hat mein Vater einen Druckkessel (Größe irgendwo zwischen 500 und 700 Litern) und eine passende Kreiselpumpe übrig, die ich haben könnte. Das einfachste wäre natürlich den Druckkessel direkt neben den Brunnen zu stellen und hinter den Druckkessel auf die vorhandenen Leitungen gehe, bzw die neue größere Leitung für den Garten.
Nun ist es so, dass der Druckkessel in dieser Größe einiges an Platz wegnimmt, obwohl dieser steht, würde er mir in der Werkstatt einiges an Platz wegnehmen. Im Notfall würde das gehen, aber wenn der Kessel woanders stehen würde, wäre mir das Recht, so hab ich mehr Platz zum basteln.
Im Heizraum dagegen hätte ich für den Kessel genug Platz und die 28mm Kupferleitung geht dort sogar direkt vorbei. Nun ist ja aber am Anfang der Kupferleitung der Querschnitt geringer als am Ende (warum macht man eigentlich so etwas?) und das meiste Wasser würde im Garten entnommen werden. Im Vorgarten vermutlich nur mal um eine Gießkanne oder so aufzufüllen.


Laut Recherche im Netz, weiß ich das so eine Installation Grundsätzlich Erstmal möglich ist, ich müsste ja hierfür nur eine Leitung vom Druckschalter am Druckkessel bis zur Pumpe verlegen, richtig?
Problem sehe ich aber, in dem geringen Querschnitt auf den ersten 8 Meter im Keller. Die Leitung könnte man theoretisch zwar austauschen, aber ich muss durch 3 Wände durch und ein Raum davon ist bereits renoviert. Was ich mich nun Frage, mache ich mir aktuell Sorgen um etwas was nicht zum tragen kommen wird?
Bei größerer Wasserentnahme, würde ja die Pumpe das Wasser direkt in den Garten befördern und der Druckkessel würde nur als Puffer dienen, oder fließt über die Lange Leitung die ganze Zeit Wasser zurück vom Kessel in den Garten?

Ich bräuchte daher aktuell Tipps und Anregungen was hier möglich ist und was nicht und dann vermutlich noch eine Empfehlung für einen Druckschalter.
Sollten noch Infos fehlen bzw etwas unklar sein, einfach Nachfragen.

Viele Grüße
Markus
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Moister
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Re: Brunnen - Technik Upgrade

Beitragvon Moister » So 4. Aug 2019, 21:15

Hallo und herzlich willkommen im freundlichen Brunnenforum.

Zuerstmal solltest du den Brunnen genauer inspizieren.
Wasserstand, Tiefe und was bei dem Anspruch "ich will mehr Wasser": die Wasserleistung, d.h. wie viel Wasser eigentlich über einen längeren Zeitraum entnommen werden kann ohne das der Wasserstand stetig absinkt.

Wenn der Wasserstand recht tief ist könnte die Gardena auch am Limit laufen, d.h. mit wenig Fördermenge.
Schöne Grüße.
Roland
"Nur die Harten bohren im Garten!"

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BooosesThaSnipper
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Re: Brunnen - Technik Upgrade

Beitragvon BooosesThaSnipper » So 4. Aug 2019, 21:52

Hallo Roland,

okay ich glaube anhand deiner Fragestellung habe ich eine der wichtigsten Dinge vergessen zu erwähnen. Wohne in der Rheinebene und somit haben wir mit zu wenig Grundwasser definitiv nicht zu kämpfen. Hab ab ca 3,5m Wasser und mein 8m Lot(pendel) hat es nicht auf den Grund des Brunnens geschafft.
Wasser geht selbst bei längerem Bewässern des Gartens kaum runter.

Wenig Wasser ist vielleicht übertrieben. Bei meinen Eltern, wo ich vor einigen Jahren die komplette Beregnung neu gemacht habe, ist von der Pumpe bis zu den Ventilen zu den einzelnen Beregnungskreisen alles mit PN 32 verlegt - nur die letzten Meter mit PN 25. Hinten dran ist ein Druckkessel auch mit ca 500 Litern und eine Kreiselpumpe mit 2,2kw, also ein ähnliches Setup wie ich anstrebe. Dort kommt Wasser aus dem Hahn in Rauen Mengen. Selbst wenn mehrere Kreisläufe in Betrieb sind, gibt es immer noch Wasser satt.
Daher bin ich da sicherlich verwöhnt. Was mich an der Gardena Pumpe halt ebenso stört, ist das Sie sobald nur paar Tropfen entnommen werden los läuft. Gut mit einem Presscontrol wäre das ebenso der Fall. Was auch stört ist die Wasserleckerkennung, die viel zu oft und Grundlos zuschlägt. Mit dem Gartenschlauch auf der Terrasse von Blumenstock zu Blumenstock zu gehen und dabei auf- und zu zudrehen mag sie gar nicht und schaltet dann komplett ab. Dann heißt es in den Keller laufen. Stecker ziehen, warten, Stecker wieder rein und weiter geht es. Gut auch hier bin ich vermutlich von der Handhabung von meinen Eltern verwöhnt.

Wenn es so wie da dann läuft bin ich zufrieden. Für den unwahrscheinlichen Fall der Fällem, dass unter dem Wasserspiegel zu wenig Wasser ist, wird der Brunnen tiefer gemacht. Bei Freunden und Bekannten hab ich bisher bereits mehrere Brunnen mit der Kiespumpe und viel Schweiß gemacht, daher wäre das kein Problem.

Viele Grüße
Markus
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Moister
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Re: Brunnen - Technik Upgrade

Beitragvon Moister » Mo 5. Aug 2019, 07:03

Ach so, dann ist das Thema Menge und Verfügbarkeit eigentlich kein Thema.

Den Druckkessel kannst du auch an eine Stichleitung hängen. Meinst du mit "dünner Leitung" nur diese Stichleitung (das Wasser für die Bewässerung wird "direkt" von der Pumpe abgenommen)?
Der Querschnitt könnte schon zum Tragen kommen wenn der Kessel voll ist (und die Pumpe nicht läuft) und du die Bewässerung einschaltest. Damit die Pumpe läuft müßte erst der Druck absinken. Da du einen recht großen Behälter hast kann das schon etwas dauern. Da dann das Wasser erst über die dünne Stichleitung kommt, könnte die dünne Leitung schon ein Nadelöhr darstellen.
Abhilfe wäre wenn du die Pumpe bei Bewässerung durchlaufen läßt und der Kessel den Maximaldruck aushält (in Zusammenspiel mit dem Vordruck).
D.h. die Pumpe wird entweder über den Druckschalter des Kessels eingeschaltet oder über die Bewässerung (Master-Ausgang der Bewässerungssteuerung).
Musst mal schauen welchen Maximaldruck der Kessel hat (bei der Größe ist das ja kaum ein Heizungs-Ausdehnungsgefäß, die haben oft "nur 5 ode 6bar), und welcher maximale Luftdruck zulässig ist.
Und die Leistungskurve der Pumpe kannst du brauchen.
Schöne Grüße.
Roland
"Nur die Harten bohren im Garten!"

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