Löwe Wasserknecht K10

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Löwe Wasserknecht K10

Beitragvon Plunschmeister » So 11. Jun 2017, 16:15

PM hat es einmal wieder auf den örtlichen Schrottplatz verschlagen.

Dort habe ich Schrott im Wert von 18 Euro entsorgt und Schrott im Wert von 15 Euro wieder mitgenommen. :oops: :lol:
Schuld an dieser ganzen Misere, ist wieder eine alte Kolbenpumpe, die ganz versteckt in einer Ecke lag und sagte:" Nehme mich bitte mit!" 8-)
Gefunden wurde eine kleine Rarität, ein WASSERKNECHT K 10. Baujahr - irgendwann - zwischen 1930 und 1940.

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Die K10 hat eine Förderleistung von 1000l/h.

Die Pumpe wurde bereits zerlegt und was soll ich sagen, der Kauf hat sich wohl gelohnt. :mrgreen:

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Re: Löwe Wasserknecht K10

Beitragvon Dackelgarage » Mo 12. Jun 2017, 07:32

Meinen Glückwunsch,

unglaublich gut erhalten.
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Re: Löwe Wasserknecht K10

Beitragvon Plunschmeister » Sa 19. Aug 2017, 11:34

Die einzelnen Teile der Kolbenpumpe wurden in der Zwischenzeit soweit aufgearbeitet:

Der Antriebsmotor, ein Drehstrommotor: 0,8kw; 1395 U/min, Lagerschilde aus Aluminium-Guss.
Im Hintergrund, der Windkessel.
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Der Windkessel:
Niro-Schrauben A2 und Messing-Blindstopfen auf der Saugseite. Leider fehlt noch der Saugflansch, dieser war nicht vorhanden.

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Stopfbuchse mit Brille & Stopfbuchsmutter mit aufgearbeiteter Kolbenstange 12mm und Maniladichtung (selbst geschnitten).
Die Kolbenstange bekam eine Kontermutter aus Messing spendiert :lol:.

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Die Stopfbuchse wird mit einer selbst gefertigten Knet-Packung aus Holzspänen verpackt.
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Re: Löwe Wasserknecht K10

Beitragvon Plunschmeister » Fr 25. Aug 2017, 18:12

Die Stopfbuchs-Packung:

Die Anwendung dieser Stopfbuchs-Packung stammt noch aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu einer Zeit, als die Kolben der Dampfmaschinen noch aus Hanfseilen gewickelt wurden. :o
Sicherlich gab es bereits Stopfbuchs-Packungen. Das Problem jedoch war damals und ist auch heute noch, dass die Kolbenstangen sehr schnell Riefen bekamen und dadurch die gesamte Packung nicht mehr richtig abgedichtet hat.
Holzspäne, oder generell Holz besteht aus Zellulose, diese Packung hinterlässt keine Riefen auf der Kolbenstange. (Naja, mal sehen :lol: )

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Zur Anwendung kommen mittelgroße Späne von Laubbäumen, welche während der Verpackung, feucht gehalten werden.

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Re: Löwe Wasserknecht K10

Beitragvon Dackelgarage » Do 4. Jan 2018, 11:45

Lange hat es gedauert aber nun ist meine Nr. 533 auch endlich fertig:
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Re: Löwe Wasserknecht K10

Beitragvon Plunschmeister » Do 4. Jan 2018, 15:00

:o :shock:
Moin,
ich muss sagen, die Farbe in seidenmatt gefällt mir besser.
Hast du nun einen Simmerig bekommen und hast du auch zwischen Stopfbuchsgehäuse und Pumpengehäuse eine Dichtung (Manila) gesetzt? Bei meiner Pumpe konnte ich das nicht mehr nachvollziehen, da ich mit "Hitze" gearbeitet habe. :lol:
Hat das Schnüffelventil eine Verlängerung oder warum ist das so lang?
Gute Arbeit!
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Re: Löwe Wasserknecht K10

Beitragvon Dackelgarage » Do 4. Jan 2018, 18:37

Moin Moin,

ja sowohl Simmering als auch Stopfbuchsgehäusedichtung wurden getaucht.
War allerdings nicht ganz so einfach denn im Handel habe ich beide Größen nicht finden können.
In der Werkstatt meines Lehrmeisters aus den 90ern habe ich nach langen stöbern beide Ersatzteile finden können.
Die Originale "Manila" war schwarz und ca. 1mm stark.

Das Schnüffelventil war an meiner K10 montiert.
Habe dieses aber schon häufiger an anderen Pumpen gehabt.
Vor zwei Monaten hatte ich eine WN200 an der ist es auch montiert gewesen.
Im unteren Bereich befindet sich eine Art Red-Muffe hinter der sich das Schnüffelgummi verbirgt.
Im Steigrohr zum Zylindergehäse befindet sich dann im oberen Bereich nur noch eine ca. 2mm große Öffnung richtung Guss.
So wird scheinbar verhindert das sich das Gummi zusetzt allerdings war bei meinen Pumpen immer das kleine Loch oben zu.
Keine Ahnung ob Wasserknecht diese Schnüffelventile mal tatsächlich verbaut hat oder sie aus anderen Fabrikaten stammen.
Wenn das der Fall sein sollte bekommt sie natürlich noch ein flaches Ventil verpasst ;)

Bin noch auf der suche nach den original Flanschen.
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Re: Löwe Wasserknecht K10

Beitragvon Plunschmeister » Fr 5. Jan 2018, 11:04

Bin noch auf der suche nach den original Flanschen.

Wird wohl schwierig. Druckseitig, war bei meiner K10 der Flansch vorhanden. Gewindeflansch in 3/4". Da noch ein Stück von der alten Druckleitung, incl. RV vorhanden war, konnte ich nachvollziehen, dass die Druckleitung mittels Red-Stück auf 1" erweitert wurde.
Saugseitig, meine ich, habe ich einen Lochabstand -irgendwo zwischen 65mm und 70mm gemessen.
Die Wl 1000 hat ja beidseitig 1".
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Re: Löwe Wasserknecht K10

Beitragvon Dackelgarage » Sa 6. Jan 2018, 07:56

Ja dürfte nicht ganz so leicht werden aber ich halte mal die Augen auf.
Es gab ja auch mal die WL10, die dürfte nach dem Krieg gebaut sein allerdings bin ich mir da nicht sicher ob die nicht auch schon auf 1" geflanscht war.
Ich hatte auf jeden Fall mal ne alte Wasserkobold zur Reperatur hier, die hatte Druckseitig auf jeden Fall 3/4".

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Re: Löwe Wasserknecht K10

Beitragvon tuber4 » Fr 20. Apr 2018, 23:59

Hallo Ihr beiden
Ich habe mich richtig über eure Beiträge gefreut ,den ich habe zufällig auch eine Wasserknecht K10 erworben,und bin total begeistert von der Technik die in diesem kleinem Wunderwerk.
Weil wir in unsrer Gegend (Dörfer)keine Zentrale Wasserversorgung vorhanden ist,überarbeite ich für die Nachbarschaft häufig Wasserknecht WL ,s - WN,s von 1000-5000 L.
doch so was geiles wie die k10 ( 533 )ist mir noch nicht untergekommen.So wie ich gelesen habe,ist das Teil aus den 40ern ,als ich das Teil zerlegt habe war ich erstaunt das ich keinen sichtbaren Verschleiß erkennen konnte.

Ich wollte noch einige Fotos mit einfügen,hat leider nicht funktioniert (keine Ahnung warum das nicht geht ?)



Da meint man immer das ist ganz schön schwer,dabei ist das gar nicht so einfach.

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