Kavitation bei Exzenterschneckenpumpe


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KreiselKarl
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Kavitation bei Exzenterschneckenpumpe

Beitragvon KreiselKarl » Fr 9. Mär 2018, 09:09

Hallo an alle erstmal, schönes interessantes Forum hier!

Ich habe eine Frage und zwar habe ich eine Exzenterschneckenpumpe unter einem Tank mit 500 Litern angeschlossen.
Die Pumpe sitzt genau unter dem Auslass des Tanks. Wenn ich die Pumpe einschalte entsteht nach einiger Zeit ein Strudel.
Außerdem höre ich ein klackerndes Geräusch so wie es auch bei der Kavitation beschrieben wird.
Bei der Kavitation fällt der statische Druck in der Pumpe unter den Dampfdruck der Flüssigkeit, dann Verdampft das Wasser und macht Schäden.

Nun meine Frage. Ist eine strudelbildung am Einlass der Pumpe ein großes Problem und könnte leicht zur Kaviatation führen? Würde es helfen ein Blech einzubauen
welches die Strudelbildung verhindert?

Grüße

Karl
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Plunschmeister
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Re: Kavitation bei Exzenterschneckenpumpe

Beitragvon Plunschmeister » Fr 9. Mär 2018, 10:12

Moin Karl,

um hier Abschließend eine Antwort zu geben, wären noch folgende Daten erforderlich:
Leistungsdaten der Pumpe
Rohrdurchmesser Saug- und Druckseite
Förderhöhe etc.

Ist der Förderstrom teilweise unterbrochen?
Eventuell hast du ja auch ein Bild von deiner Anlage?
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Gruß PM

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Re: Kavitation bei Exzenterschneckenpumpe

Beitragvon KreiselKarl » Fr 9. Mär 2018, 10:31

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

400V,50Hz, 1,5kW, max. 550 UPM
Anschlüsse DN 50 (Auslass, Einlass)
Förderhöhe am Auslass max. 2,2 m
Die Pumpe sitz direkt unter dem Tank, der Auslass des Tanks führt direkt in die Pumpe (500 Liter Kapazität)

Der Förderstrom ist nicht unterbrochen um ein trockenlaufen der Pumpe zu verhindern. Abschaltung bei Tank minimum durch Sensor.
Habe leider kein Bild hier.

Grüße
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Re: Kavitation bei Exzenterschneckenpumpe

Beitragvon Plunschmeister » Fr 9. Mär 2018, 12:25

Moin,
es ist schon ein Weilchen her, dass ich mit solchen Pumpen zu tun hatte. :oops:
Die Pumpe sitz direkt unter dem Tank, der Auslass des Tanks führt direkt in die Pumpe (500 Liter Kapazität)

Der Tank-Auslass ist auch in DN 50?
Bei kleinem Rohrdurchmesser im Ansaugbereich sollte die Drehzahl reduziert werden.

Wenn das Medium in der Ansaugleitung nicht schnell genug nachfliessen kann, obwohl die theoretische Förderleistung der
Pumpe höher liegt, entsteht ein Hohlraum mit Unterdruck, der dann als Kavitation bezeichnet wird.
Typische Kavitationsmerkmale wären dann:
knallartige Geräusche und dieses verbunden mit unterbrochenem Förderstrom im Druckbereich. Es kann sich natürlich auch um eine undichte Stelle im Ansaugbereich handeln.

Man kann natürlich auch wie bereits eingangs erwähnt, die Drehzahl der Pumpe, dem Fließverhalten des Mediums anpassen, sodass der Förderstrom im Ansaug- und Druckbereich gleichmäßig ist.

Würde es helfen ein Blech einzubauen welches die Strudelbildung verhindert?

Ich würde zunächst einen Trichter als Einlauf in die Saugleitung bauen, oder einfach das Einlaufrohr in einem Winkel von 45 Grad anschneiden - damit es im Einlauf, bzw. Ansaugbereich nicht zu Verwirbelungen kommt. Eventuell hilft das ja schon.
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Gruß PM

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Re: Kavitation bei Exzenterschneckenpumpe

Beitragvon KreiselKarl » Fr 9. Mär 2018, 12:34

Ja der Einauf ist auch DN50.

Ein Strudel der direkt in den Ansaugstutzen der Pupe führt ist also ein schlechtes Zeichen bezüglich Kavitation? Wäre eine Trennwand im Tank nicht denkbar um einen Strudel zu verhindern?
Ich höre eher ein klikerndes Geräuch wie Kieselsteine die auf ein Blech fallen.
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Re: Kavitation bei Exzenterschneckenpumpe

Beitragvon Plunschmeister » Fr 9. Mär 2018, 18:34

KreiselKarl hat geschrieben:Ja der Einauf ist auch DN50.

Ein Strudel der direkt in den Ansaugstutzen der Pupe führt ist also ein schlechtes Zeichen bezüglich Kavitation? Wäre eine Trennwand im Tank nicht denkbar um einen Strudel zu verhindern?
Ich höre eher ein klikerndes Geräuch wie Kieselsteine die auf ein Blech fallen.

Die Pumpe befindet sich ja im Zulauf, ein gewisser Strudel ist da wohl vorhanden, dieser muss ja nicht immer gleich Kavitation auslösen.

Hast du unten beispielsweise irgendwo einen 90 Grad-Winkel verbaut, fördert dieses natürlich die Strudelbildung.
Ich höre und sehe von hier leider nix.
Bei geringen Saughöhen, benötigen einige rotierende Verdrängerpumen einen gewissen Zulaufdruck. Eventuell diesen einmal erhöhen.

Dieses klickende Geräusch, kann es sich hierbei auch um Vibrationen handeln?
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Gruß PM

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