CARELA® BIO-PLUSforte

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Plunschmeister
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CARELA® BIO-PLUSforte

Beitrag von Plunschmeister » Mi 23. Okt 2013, 16:49

Bezugsquelle: Lotze Wassertechnik:


Konventionelles Brunnensäuern Chemisch reine Salzsäure wurde früher zur Regenerierung von Brunnen eingesetzt. Sie bringt Eisen-(III)-Verbindungen als Eisenchlorid in Lösung und löst so Teile der Verockerungen im Brunnen. Sie reagiert schnell mit Kalk und setzt sich mit Sinterablagerungen unter Entwicklung von gefährlichem Kohlendioxidgas um. Die rein chemischen Lösungsvorgänge erfordern große Mengen Salzsäure zur Auflösung der Ablagerungen im Brunnen.

Salzsäure ist nicht in der Lage, Mangankrusten – z. B. Braunstein – aufzulösen. Es erfolgt keine Reaktion in verdünnten Lösungen Bei den biologischen Ablagerungen sieht es ähnlich aus. Salzsäure bringt die mit eiweißreichem Schleim gut abgeschirmte Biomasse oberflächlich zur Gerinnung. Die geronnenen Oberflächen verhindern den weiteren Angriff der Säure auf die Biomasse. In der Praxis versucht man, diesen Effekt durch Konzentrationserhöhung zu kompensieren. Das ist nur selten erfolgreich. Hingegen steigt die Gefahr von Korrosionsschäden am Brunnenausbau und das Risiko von Brunnengasunfällen.


CARELA® BIO-PLUSforte ist ein modernes und umweltschonendes Regeneriermittel. Es wirkt durch seine abgestimmte Mischung von sauren und oxidierenden sowie reduzierenden Komponenten. Der Simultanangriff von Oxidationsmittel und Säure zerstört die Schleimschutzschicht der Biomasse und legt die Oberfläche der Eisen- und Manganinkrustierungen frei für den Angriff der für CARELA® BIO-PLUSforte typischen Wirkstoffkombination. CARELA® BIO-PLUSforte reduziert Mn4+ zu Mn2+ und überführt es damit in eine lösliche Form. Am Ende der Reaktionsfolge liegt das Mangan(II) als leicht lösliches Salz vor.

Gegenüber Eisen wirkt die H2O2-Komponente in CARELA® BIO-PLUSforte als Aufschlußmittel. Es oxidiert das in den Verockerungen häufig vorliegende Fe2 + zu Fe3 + und schließt es dabei so auf, daß es durch die Säure gelöst wird. Ein ganz wesentlicher Effekt von CARELA® BIO-PLUSforte ist die suspendierende Wirkung der H2O2-Komponente. Sie lockert Eisen- und Mangankrusten auch mechanisch, bildet ausspülbare Partikel und vermindert dadurch den Säurebedarf für die Brunnenregenerierung erheblich. Die beschriebenen Lösungs- und Suspensionsvorgänge beseitigen die Inkrustierungen im Brunnen und legen die Nester von Eisen- und Manganbakterien frei. Die Bakterien werden durch den Angriff von Oxidationsmittel und Säure abgetötet und entfernt. Damit wird der Brunnenraum durchgreifend desinfiziert und es wird verhindert, daß unter Krusten intakt gebliebene Bakterienherde zu Ausgangspunkten schneller Wiederverockerung des Brunnens werden. Unterstützt wird die Lösung und Suspension der Inkrustierungen durch speziell ausgewählte hydrophile Netzmittel, mit deren Hilfe das Regeneriermittel in feinste Kapillarräume des Filterkieses und in Teile des Aquifers vordringen kann. Diese Netzmittel wurden wie alle übrigen Komponenten so gewählt, daß sie keinen Nährboden für eine Wiederverkeimung bilden. CARELA® BIO-PLUSforte enthält Inhibitoren zum Schutz des Brunnenausbaus gegen Korrosionsschäden. CARELA® BIO-PLUSforte ist frei von Schwermetallen, so daß das sauerstoffreiche Abpumpwasser des behandelten Brunnens problemlos, ggf. nach pH-Einstellung, über Absetzmulden abgeleitet oder entsorgt werden kann. Weitere Informationen können der Arbeitsanweisung entnommen werden.
Vorteile von CARELA® BIO-PLUSforte für die Brunnenregenerierung
Regenerierung und chlorfreie Desinfektion in einem Arbeitsgang
Kurze Einwirkzeit
Umweltschonend durch geringe Einsatzmengen als Folge des chemisch-physikalischen Lösungs- und Suspensionsprinzips.
Effektiv gegen Coli- und coliforme Bakterien, Eisen-, Mangan- und * Schwefelbakterien sowie gegen andere Einzeller und Pilze.
Problemlose Ableitung der Abwässer ggf. nach pH-Einstellung


CARELA® BIO-PLUSforte ist laut Prüfbescheid des DVGW vom 15.03.1993 zur Behandlung von Trinkwasseranlagen zugelassen und zugleich als Desinfektionsmittel anerkannt. Die Desinfektionswirkung wurde vom Institut Fresenius in einem Gutachten vom 26.10.1992 bestätigt.

PM 10-2013


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„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
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Gruß PM
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