Brunnen sanieren...aber wie am Besten


Topic author
Balou08
Beiträge: 3
Registriert: Fr 4. Okt 2019, 18:27

Brunnen sanieren...aber wie am Besten

Beitragvon Balou08 » Sa 5. Okt 2019, 13:46

Hallo in die Runde,
ich habe schon mein ganzes Leben lang mit Brunnen gelebt.
Da wir in Alleinlage leben sind wir darauf angewiesen.
In unserem Wohngrundstück funktioniert der Brunnen seit Jahrzehnten tadellos.

Seit Jahrzehnten haben wir immer Border Collie in Not aus schlechten Verhältnissen oder von überforderten Menschen aufgenommen.
Aus diesem Grund haben wir uns vor 3 Jahren ein neues großes Grundstück gekauft.
Auf diesem Grundstück haben Assis gelebt und das Grundstück verwahrlosten lassen.
Auf dem Grundstück befindet sich ein Brunnen.
Die Daten des Brunnens Durchmesser 1,25; Tiefe bis Wasser 9,8m... Wassersäule 0,40m danach Schlamm

Ich habe den Brunnen vom Gerümpel beseitigt und mit einer Saug/Spülkombi pikobello sauber gemacht.
Ich war mit einem Gaswarner unten, dies empfehle ich jedem der solche Arbeiten im Brunnen macht.
Das Ergebnis nach Reinigung: 11,5m Tiefe Wassersäule 1,45m TV
Ich weiß nicht aber ich denke diese Daten reichen das ich den Brunnen für den täglichen Bedarf nutzen kann.
Ich konnte mehrmals am Tag je 1qm entnehmen und es ist immer zügig nächtelaufen.

Nun zu meinen Problemen

Ich habe eine gesundheitlich-hygienische Beurteilung einer Trinkwasseruntersuchung vom Hygiene-Amt machen lassen:
Nach dem Ergebnis weiß ich nicht wirklich wie ich weitermache.

Nachweis von Escherichia coli: 57/100ml; Anforderung: kein Nachweis in 100ml
Nachweis von Enterokokken: 79/100ml; Anforderung: kein Nachweis in 100ml
Nachweis von Coliformen Bakterien: >200/100ml (aufgrund des starken Wachstums nicht auszählbar); Anforderung: kein Nachweis in 100ml
Erhöhte Koloniezahl bei 22 Grad Celsius: 1610/ml; Grenzwert:1000 /ml bei Eigenversorgungsanlagen
Erhöhte Koloniezahl bei 36 Grad Celsius: 910/ml; Grenzwert:100/ml

Folgende der untersuchten chemisch-physikalischen Parameter wurden beanstandet:

Erhöhter Nitratgehalt: 67 kg/l; Grenzwert:50mg/l
Geringfügig erhöhte Trübung: 1,2 FNU; Grenzwert:1,0FNU
Im sauren Bereich liegender PH Wert:5,9; zulässiger Bereich:6,5-9,5

Weiterhin wurde im Labor ein fremdartiger Geruch festgestellt.

War für mich nach all der Euphorie, dass ich den Brunnen selbst gereinigt habe ernüchternd.
Gibt es noch eine Chance?
Das Amt sagt neu bohren...Wenn ich nen Brunnen auf dem selben Grund bohren ist doch die Wahrscheinlichkeit groß das ich die selben Werte bekomme oder?
Wenn ich den Brunnen jetzt immer laufen lasse reinigt der sich dann nicht auch von selbst?
Die Vorgänger haben Ihre Fäkalien einfach seitlich am Grundstück in den Wald laufen lassen... denke dadurch kommen die ersten 3 Werte..dass sind ja eindeutig Fäkalien Indikatoren.
Vielleicht kann mir jemand hier in der Runde sagen macht es Sinn oder nicht.
Wenn es Sinn macht was sind die nächsten Schritte

Ich danke euch schon im voraus für Eure Mühe.
Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen mit den Werten.
Viele Grüße aus dem Muldental

Heiko
Benutzeravatar

Bohrbrunnen
Beiträge: 1785
Registriert: Do 8. Aug 2013, 22:56

Re: Brunnen sanieren...aber wie am Besten

Beitragvon Bohrbrunnen » Sa 5. Okt 2019, 20:02

Hallo Heiko,
das wir sehr belastetes Grundwasser haben wegen der Jauche Verklappung ist ja bekannt.
Filtern ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Schau dich mal hier um: https://quellklar.de/
Wie es sonst um dein Wasser bestellt ist musst du dir von einem Sachverständigen erklären lassen, es geht um eure Gesundheit.
Ob der Brunnen mit der Zeit besseres Wasser liefert kann ich nicht vorhersagen.
Daneben eine Bohren, wer garantiert denn das dort das Wasser besser ist?
Sonst muss ich nun ruhig sein, sonst kommt noch wer und meint das ich die Sicherheitsvorschriften missachte. :D
Gruß Manfred
Glück Auf!

Lieber Ratten im Keller als Verwandtschaft im Haus.

Topic author
Balou08
Beiträge: 3
Registriert: Fr 4. Okt 2019, 18:27

Re: Brunnen sanieren...aber wie am Besten

Beitragvon Balou08 » Sa 5. Okt 2019, 21:58

Danke Dir Manfred für Deine Antwort
Die spiegelt genau meine Gedanken wieder.
Das uns unsere Gesundheit wichtig ist sieht man daran dass wir die Untersuchung vom Amt haben machen lassen.
Ich bin leider völlig unentschlossen wie ich jetzt weiter mache.
Im Moment gibt es keine Notwendigkeit sofort zu reagieren.
Wir wollen in 2 Jahren dort wohnen, bis dahin muss ich eine Entscheidung treffen.
VG
Heiko
Benutzeravatar

Bohrbrunnen
Beiträge: 1785
Registriert: Do 8. Aug 2013, 22:56

Re: Brunnen sanieren...aber wie am Besten

Beitragvon Bohrbrunnen » Sa 5. Okt 2019, 22:42

Nun dann solltet ihr euch zur Überbrückung Wasser für Speise und Getränke von wo anders besorgen.
Den Brunnen regelmäßig abpumpen und in einigen Monaten das Wasser wieder untersuchen lassen.
Melde dich mal wieder wenn du Neuigkeiten hast.
Gruß Manfred
Glück Auf!

Lieber Ratten im Keller als Verwandtschaft im Haus.

Zurück zu „Die Regenerierung eines Brunnen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste