Kreiselpumpe VEB

Einsatz bei einem Grundwasseranfang bis zu 6m ab GOK (Geländeoberkante) möglich,
Kreiselpumpen selbstansaugend: HWW, HWA
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bypsa
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Kreiselpumpe VEB

Beitrag von bypsa » So 21. Mär 2021, 21:17

Hallo,
ich habe eine Frage zur Montage einer Kreiselpumpe.
Ich habe sie in 3 Teilen erhalten, weil sie für den Versand sonst zu schwer gewesen wäre....
Jetzt frage ich mich für was genau dieses eine Teil ist und ob es da eine spezielle Art der Montage gibt (Reihenfolge, Anzugsdrehmoment öder ähnliches):
Bild Bild
Da ist so eine art Hülse dran, die auf der Welle sitzt... muss da eine Dichtung hin? - ich denke nein, da man keine Spuren/Reste einer Dichtung sieht.
Welche Funktion hat dieses Teil?
Linkes Bild Flansch festgezogen, auf dem rechten Bild sieht man die festen Gewindebolzen.
Danke für Info

Falls das nicht hier her passt bitte verschieben - ich habe nix mit Kreisepumpe gefunden....

Bild Bild Bild
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Bohrbrunnen in der Garage, Deckenhöhe 2,20m, Grundwasserspiegel 9,20m u GOK, 6" DN150-Rohr, 12,9m im Festgestein, SW 1,0mm
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Plunschmeister
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Re: Kreiselpumpe VEB

Beitrag von Plunschmeister » So 21. Mär 2021, 22:30

Hallo,
bei dem Teil handelt es sich um eine Stopfbuchsbrille.
Normalerweise sitzt auf der Welle, in dem verdeckten Bereich, innerhalb des Gehäuses, noch ein Wellenschoner aus Grauguss oder Stahl.
Innerhalb von diesem Ringraum wird die Pumpe mittels Verpackungsschnur verpackt, also abgedichtet.

Der Wellenschoner ist ein Verschleißteil und schützt, wie der Name es bereits sagt, die Welle vor dem Einlaufen, da auf diesem die Packungsschnur läuft.

Wenn du die Brille abziehst, müsste man eine Verdickung der Welle erkennen.

Nach dem Verpacken wird die Brille soweit angezogen, sodass noch Wasser austritt, wenn die Pumpe läuft.
Wird die Brille zu fest angezogen läuft die Pumpe bei der Drehzahl fest.
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Re: Kreiselpumpe VEB

Beitrag von bypsa » So 21. Mär 2021, 22:44

Ok, danke für die Info.
Das schaue ich mir morgen nochmal genauer an
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Re: Kreiselpumpe VEB

Beitrag von bypsa » Mo 22. Mär 2021, 09:22

Hallo Plunschmeister,
danke für die schnelle Antwort...
Sehr Interessant, es dichtet also nur dauerhaft, wenn es nicht dicht ist... :) :!:
Hier wurde vermutlich die komplette Packung herausgenommen.
Anhand der Abriebspuren die man an der aufgesteckten Hülse sieht vermute ich, dass hier mehrere Packungen parallel angebracht wurden.
Dieser Ring (ist das der Wellenschoner?) presst dann mit der Stopfbuchsbrille die Packungen an die Welle - richtig?
Muss in diesen Ring etwas rein oder sitzt der einfach nur zwischen Brille und Packung?
Und warum hat der 2 Löcher? Soll der mit Fett gefüllt werden?

Wie wähle ich jetzt die richtige Größe aus? Auf Wiki habe ich gelesen, dass die Packungsschnur etwas kleiner sein soll als der Ringspalt, da sie ja durch Druck der Brille an die Welle gepresst wird.
Gemessen habe ich den Außendurchmesser der Hülse mit 31,8mm und den Außendurchmesser der Brille mit 48mm.
Das sind 16,2mm Zwischenraum. Die Hälfte sind dann 8mm mit den gewünschten 0,2mm Luft.
Also 8x8mm Dichtschnur Vierkant sollte passen denke ich - etwa 4 Lagen hintereinander schätze ich.
hier habe ich gesehen, dass für Kreiselpumpem PTFE verwendet wird - mal mit mal ohne Graphit. Mit und ohne Schmiermittel.
Was ist zu empfehlen?

Heutzutage verwendet man dafür Wellendichtringe - könnte/sollte ich das hier evtl. auch tun?
Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild


Hier seitlich durch das kleine Loch dachte ich erst soll evtl. Wasser rauslaufen.
Mittlerweile denke ich, dass hier Fett eingepresst werden kann, um die Stopfbuchse zu schmieren - stimmt das ?
Bild

Danke für Info
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Re: Kreiselpumpe VEB

Beitrag von bypsa » Mo 22. Mär 2021, 13:19

Hier habe ich noch was interessantes gefunden:
Bild
Mein Ring heisst dort Grundring und die Packung sitzt zwischen diesem Ring und der Brille.
Ich hätte gedacht, die Brille drückt auf den Ring und dieser dann auf die Packung... so macht es aber wohl mehr Sinn.
Oder ist mein Ring ein sogenannter Sperrkammerring der weiter unten beschrieben wird?
Gruß
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Re: Kreiselpumpe VEB

Beitrag von Plunschmeister » Mo 22. Mär 2021, 13:46

Oh bypsa, lange ist es her, als ich mal so eine Pumpe zerlegt habe.
Anhand der Abriebspuren die man an der aufgesteckten Hülse sieht vermute ich, dass hier mehrere Packungen parallel angebracht wurden.
Dieser Ring (ist das der Wellenschoner?) presst dann mit der Stopfbuchsbrille die Packungen an die Welle - richtig?
Der Ring mit den Bohrungen ist die Grundbuchse und sitzt hinten im Gehäuse auf dem Wellenschoner. Die längliche Buchse, das ist der Wellenschoner oder auch Stopfbuchshülse.
Ich hätte gedacht, die Brille drückt auf den Ring und dieser dann auf die Packung... so macht es aber wohl mehr Sinn.
Ja schon richtig erkannt. Die Brille drückt direkt auf die Packungsschnur.
Und warum hat der 2 Löcher? Soll der mit Fett gefüllt werden?
Normalerweise, es gibt da aber verschiedene Ausführungen, ist seitlich in Richtung am Gehäuse ein Stopfen, hier wurde Sperrwasser eingeleitet. Die Packung wird nicht durch Fett geschmiert, sondern durch Wasser, bzw. durch die Packung selbst.
Wie wähle ich jetzt die richtige Größe aus? Auf Wiki habe ich gelesen, dass die Packungsschnur etwas kleiner sein soll als der Ringspalt, da sie ja durch Druck der Brille an die Welle gepresst wird.
Theoretisch ja, nur in der Praxis waren die Packungen manchmal so steif und hart, sodass keine Abdichtung durch Anzug der Brille gewährleistet war. Hier wurden dann ein etwas größerer Durchmessser verwendet und mit dem Hammer leicht breit geschlagen. Die Struktur wurde also etwas gelockert.
Sehr Interessant, es dichtet also nur dauerhaft, wenn es nicht dicht ist..
Wie bei der Kolbenpumpe, sollte es leicht tropfen.
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Re: Kreiselpumpe VEB

Beitrag von bypsa » Mo 22. Mär 2021, 16:00

Super, danke für die Info.
Ich werde mir eine 8mm PTFE-Packung (PTFE-Imprägnierung und Paraffin Einlaufschmiermittel) aus der Bucht bestellen.
Gruß
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Re: Kreiselpumpe VEB

Beitrag von bypsa » Do 22. Apr 2021, 10:52

Hallo,
die Pumpe habe ich mal im Probelauf angeschlossen - das ist ein ordentlicher Durchfluss :)
Was mich stört ist der geringe Druck. Ich kann mit der Hand den C-Schlauch zuhalten. Die Druckanzeige zeigt dann nur 0,5 bar an!
Laut Tabelle (rot markiert) müssten es 0,8 bar sein - reicht das für ein Spülbohrgerät mit 2" Spülkopf aus?

Bild Bild Bild
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Re: Kreiselpumpe VEB

Beitrag von Plunschmeister » Do 22. Apr 2021, 14:55

Moin,
die selbstspülenden Filter von der Fa. Lotze. in 2'' beispielsweise, benötigen ca. 15m3/h bei 4 bar bis 5 bar, je nach Boden & Körnung.
Der Filter bleibt im Boden.
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Re: Kreiselpumpe VEB

Beitrag von bypsa » Do 22. Apr 2021, 15:50

Da hast du mich falsch verstanden oder ich mich falsch ausgedrückt.
Ich möchte ein Spülbohrgerät bauen mit 3kW Getriebemotor, 2" Bohr-Rohren, 2" Spülkopf und 6" PDC-Bohrkopf.
Ist der Druck der Pumpe von ca 0,5 bar bei 40m3/h ausreichend?
Gruß
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