schlauch als "saugpumpe"

Einsatz bei einem Grundwasseranfang bis zu 6m ab GOK (Geländeoberkante) möglich,
Kreiselpumpen selbstansaugend: HWW, HWA
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widder
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schlauch als "saugpumpe"

Beitrag von widder » Mi 18. Dez 2019, 09:04

unser brunnen liegt am hang und der wasseraustritt aus felsspalten befindet sich 8 m tief.das wasser wird mittels pe schlauch herausgesaugt und an einer tiefer (9,5m) liegenden stelle des hanges entnommen, läuft also "von selber" nach dem prinzip kommunizierende gefässe (wenn ich das richtig sehe?).
im brunnenpedia ist auch sehr verständlich erklärt warum saugpumpen nur bis theoretisch 10m tiefe fördern können.
bei meinem system handelt es sich ja allerdings nicht direkt um eine saugpumpe ...oder doch?
meine theoretische frage an die experten : was wäre wenn der wasseraustritt im brunnen einige meter tiefer liegen würde, die wasserentnahmestelle am hang dann natürlich auch tiefer gesetzt würde - würde das dann funktionieren in bezug auf die "1 bar" oder nicht??? der schlauch ist ja an sich ein geschlossenes system, hätte der luftdruck da einwirkung?
die frage deshalb, weil der brunnen ursprünglich ca 7m hatte und in einem trockenen sommer auf die jetzige tiefe im fels sehr mühevoll vertieft werden musste.
würde bei einer vertiefung über den kritischen bereich das einfache heraussaugen des wassers noch funktionieren?
lg schorsch
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Plunschmeister
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Re: schlauch als "saugpumpe"

Beitrag von Plunschmeister » Mi 18. Dez 2019, 09:28

Du setzt praktisch ein Siphon ein.
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
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Gruß PM

Christoph
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Re: schlauch als "saugpumpe"

Beitrag von Christoph » Do 19. Dez 2019, 00:24

High Schorch,
mehr als die ca 10m kann man Wasser (bei Quecksilber sinds zB. nur 76cm) prinzipiell nicht saugen- ab da gibts ein Vakuum.
Christoph

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widder
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Re: schlauch als "saugpumpe"

Beitrag von widder » Do 19. Dez 2019, 06:53

danke für die antworten, ein starkes vakuum -unterdruck gibt es auch jetzt schon, das wasser muss ja ers mal 8m hoch bevor es wieder in die abwärtsbewegung kommt...am schlauch im brunnen hört man deutlich wie der unterdruck im schlauch die luft/gase die sich im wasser befinden, herauslöst, es rauscht im schlauch, anfangs machte das auch probleme weil sich an der höchsten stelle im schlauch sehr bald eine luftblase bildete, die den wasserfluss stoppte, sobald das wasser nicht mehr die richtige geschwindigkeit hatte um die luft kontinuierlich mitzureissen, weil ich den wasserfluss- die durchflussmenge mit einem hahn am ende der leitung regulieren wollte, was natürlich die fliessgeschwindigkeit verlangsamte. die lösung war dann als regulierung - wenn im sommer die wassermenge weniger wird- verschiedene schlauchdurchmesser einzusetzen.
5 schläuche erledigen jetzt die mengendosierung. denn wenn wegen wasserrückganges der benutzte schlauch zu gross wird, saugt er mehr weg als nachkommt, saugt unten im brunnen luft ein und die macht dann ebenfalls eine blockierende luftblase am höchsten punkt. an diesem punkt wird der nächstkleinere schlauch eingesetzt.

du meinst also das vakuum würde so oder so den wasserfluss stoppen bei saughöhe über 10 m, auch wenn es der schlauch aushält, also nicht zusammengequetscht wird?
lg schorsch

Christoph
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Re: schlauch als "saugpumpe"

Beitrag von Christoph » Do 19. Dez 2019, 08:27

High Schorch,
genau so. Ebendas ist das Funktionsprinzip eines Flüssigkeitsbarometers. https://de.wikipedia.org/wiki/Barometer ... sbarometer
Christoph

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Re: schlauch als "saugpumpe"

Beitrag von widder » Do 19. Dez 2019, 19:26

da war ich wohl im physikunterricht abwesend...man lernt nicht aus.danke für den link.
lg schorsch
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