Erdbohrer mit beweglicher Wendel

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Bohrbrunnen
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Re: Erdbohrer mit beweglicher Wendel

Beitragvon Bohrbrunnen » Do 10. Mai 2018, 09:37

Bei dem Angebot bin ich erst mal unsicher.
Sehr dickes Rohr für den Wendel und die Schrauben vom Gestänge sind wohl auch nicht versenkbar.
Kein 4 Kant Material und wie es innen ausschaut ist nicht ersichtlich.
Schneide und Wendel passen auch nicht so aufeinander.
Kann mich täuschen, kaufen würde ich es nicht.
Gruß Manfred
Glück Auf!

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Plunschmeister
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Re: Erdbohrer mit beweglicher Wendel

Beitragvon Plunschmeister » Do 10. Mai 2018, 10:10

Bohrbrunnen hat geschrieben:Bei dem Angebot bin ich erst mal unsicher.
Sehr dickes Rohr für den Wendel und die Schrauben vom Gestänge sind wohl auch nicht versenkbar.
Kein 4 Kant Material und wie es innen ausschaut ist nicht ersichtlich.
Schneide und Wendel passen auch nicht so aufeinander.
Kann mich täuschen, kaufen würde ich es nicht.


Das sehe ich auch so. Zwar wurde die Bohrkrone oben ausgefräst, sodass wohl die nicht versenkten Schrauben durchpassen :lol: , wenn man die Bohrkrone zieht oder absenkt. Hat die Bohrkrone jedoch unten diese Führung nicht - kann sich diese verdrehen und sie hängt beim Ablassen oder Ziehen fest.
Zudem werden sich die Bolzen der Verschraubungen abnutzen.
Würde ich auch nicht kaufen!

posmanet » Gestern 21:28
Nein, ich bin nicht verwandt oder verschwägert und habe auch sonst nichts davon, die Information zu teilen.


:lol: :lol: :lol:
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Gruß PM
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posmanet
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Re: Erdbohrer mit beweglicher Wendel

Beitragvon posmanet » Do 10. Mai 2018, 10:56

...was mir noch auffällt: Die Wendelteile schließen nicht sauber aneinander an. Wenn das schon auf dem schicken Produktfoto so ist - wie ist es dann bei dem gelieferten Bohrer...

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desert
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Re: Erdbohrer mit beweglicher Wendel

Beitragvon desert » Fr 11. Mai 2018, 07:00

das ist das Angebot as ich anfangs meinte.
Bohrbrunnen von 2016
Durchmesser: DN 125
Brunnentiefe: 9,3m
Grundwassertiefe: 3,08m
Filterstecke: 3m
Filterweite: 0,3
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Moister
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Re: Erdbohrer mit beweglicher Wendel

Beitragvon Moister » Sa 12. Mai 2018, 16:11

Hallo.
Schaut mal in meine Brunnenbau-Story, da stehen ein paar Sachen über den Bohrer.
Ich habe lang rumgeschaut wo ich den günstigsten Bohrer herbekomme und zum Glück viel gelesen.
Deswegen habe ich mich für den teuersten Bohrer entschieden.
Und ich habe es keine Sekunde bereut.

Bild gesehn in einem Forumsbeitrag, Bohrer gesehen bei ebay (wie Plunschmeister geschrieben hat: Anbieter robi_68).
Leider nicht in der Größe wie ich es wollte... und weil die zu dem Kollegen gehörende Internetseite RFC nicht mehr "gepflegt" ird/wurde... habe ich ihn einfach angerufen.
Zwei Wochen später war der Bohrer da (und die passende Kiespumpe).
Nur in aller Kürze:
viereckiges Bohrgestänge mit versenkten Imbusschrauben!
Bohrkrone mit Vorschneide am untersten Bohrgestänge
Seil im Lieferumfang
Ihr bekommt nahezu jeden Bohrdurchmeser weil das Handarbeit auf Bestellung ist (ich könnte auch eine paßgenauen "im Rohr Bohrkrone bekommen).

Das Teil ist massiv. Und kein Leichtgewicht!
Ich wollte 4m aus dem Loch heben, d.h. 4m Stahl über mir... wenn das kippt schlägt es alles klein.
Aber das braucht man ja nicht.
Man muß mit aller Gewalt und mit einer Verlängerung am Drehgestänge drehen um sowas wie Verwindung am Gestänge bemerken zu können. Das zusammengesteckte Gestänge hat kein Spiel (vier Schrauben pro Verbindung) und gibt einem gutes Feedback.
Die Imbusschrauben sind versenkt und die Bohrkrone läßt sich wirklich leicht ziehen (so als würde man einen Sandeimer aus einem Loch ziehen... und was der wiegt könnt ihr ja mal ausprobieren). OK, bis auf eine Schraube die stand tatsächlich minimal raus und man merkte einen leichter Hakler wenn man die Krone drüberzieht. Da habe ich leicht nachgesenkt und paßt. Da die Schnur nicht mittig an der Krone zieht verkantet sich logischerweise die Krone am Gestänge... ohne versenkte Schrauben (wie beim Polen) wäre das doch Murks.

Wer nicht auf den letzten Pfenning schauen muss... nö eigentlich viel wichtiger:
Wer sich nicht schon beim Bohren das Kreuz ruinieren will, schnell ohne Gestängezerlegen vorankommen will und nicht Gefahr laufen will mit dem Gestänge beim Nachbarn ein Fenster einzuschlagen:
Ruft mal bei RCF-Handling Systems, Roman Franz an und laßt euch ein Angebot machen.
Ich bin echt ein Pfennigfuchser aber mir war es das wert und ich habs mir verkniffen zu handeln.
Wer gescheite Arbeit abliefert soll auch was dran verdienen und reich wird man damit nicht.
Er war telefonisch (bei mir immer) erreichbar und es gab auf jede Mail eine Antwort.
Und eine Rechnung gabs auch.
Was will man mehr!

Nur der Vollständigkeit halber:
Eine Sache hat mich zum Handanlegen genötigt: Die Gestängeteile haben sich sehr schwer stecken lassen (und ich wollte keinesfalls mit dem Hammer draufklopfen weil ich die ja auch wieder zerlegen wollte). Das lag wohl an der schwarzen Korossiensschutzschicht die drauf war. Mit dem Winkelschleifer drübergeschrubbt und nach 30 Minuten waren die blank und haben sich mit sanftem Kraftaufwand zusammenstecken lassen.

Es wird immer gesagt dass die Bohrer mit ziehbarer Krone nicht für Lehm sind. Das liegt daran dass die der Gestängewendel mit Kraft in den Ton einschrauben läßt, die Bohrkrone aber auf dem Ton "schwimmt" weil man auf die Krone keine Kraft ausüben kann.
Das stimmt zwar aber niemand hindert euch im Falle eines Falles oberhalb der Krone ein Loch ins Gestänge zu bohren und einen Bolzen durchzustecken, der die Krone daran hindert nach oben wegzuwandern. Dann kann man zwar die Krone nicht ziehen aber das kann man aber bei "normalen" Bohrer nie.

Meine Bewertung: 5 von 5 Sternen Erdbohrer ohne billigere Alternative!
Schöne Grüße.
Roland
"Nur die Harten bohren im Garten!"

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desert
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Re: Erdbohrer mit beweglicher Wendel

Beitragvon desert » Sa 12. Mai 2018, 21:56

moister könnte man einen Preis für dein Set erfahren?
Bohrbrunnen von 2016
Durchmesser: DN 125
Brunnentiefe: 9,3m
Grundwassertiefe: 3,08m
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Re: Erdbohrer mit beweglicher Wendel

Beitragvon Moister » Di 15. Mai 2018, 11:21

150mm Basisbohrset mit 6m Lange ca 150€. Jeder zusätzliche Meter Stange 15€.
Bohrkrone einzeln ca. 50€.
Solltet ihr nach Projektabschluss den Bohrer wieder verkaufen wollen, dann bekommt ihr auch wesentlich mehr Kohle dafür. Das Angebot an Gebrauchtbohrern mit ziehbarer Bohrkrone ist nämlich Null!
Kiespumpe 100mm (ich habe DN115 Rohr) ca. 125€. Wobei ich die Kiespumpe nicht wesentlich teurer finde als andere Angebote.
Ich schätze die Preise sind kein Geheimnis, sie entsprechen auch den Preisen die bei seinen Artikeln bei ebay stehen (standen). Ob die noch gleich sind kann ich nicht sagen!

Noch eine kleine Zusatzbemerkung:
Solltet ihr euch Gedanken machen ob einen Bohrer mit seitlicher Aufkantung an der Bohrschnecke braucht (damit der Dreck nicht seitlich runterfällt): Die Antwort seht ihr auch auf einem Bild in der Brunnenbau-Story.
Schöne Grüße.
Roland
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Re: Erdbohrer mit beweglicher Wendel

Beitragvon desert » Di 15. Mai 2018, 12:09

wie lang hat es gedauert bis du ddn Bohrer hattest weil du schriebst Sonderanfertigung?
Bohrbrunnen von 2016
Durchmesser: DN 125
Brunnentiefe: 9,3m
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Re: Erdbohrer mit beweglicher Wendel

Beitragvon Moister » Di 15. Mai 2018, 13:34

Kann ich dir nicht mehr genau sagen. Aber nicht lange... keinesfalls so lange dass ich da drüber nachgedacht hätte. Das erfährst du aber aus erster Hand vom Franz.
Nochwas zum Preis: Der Polenbohrer aus dem link ganz oben kommt in 10m Länge auch auf 150€.
Schöne Grüße.
Roland
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Re: Erdbohrer mit beweglicher Wendel

Beitragvon Torsten85 » Di 18. Sep 2018, 16:06

Hat jemand Erfahrung mit dem Bohrer aus Polen? Kann man die Bohrer mit der beweglichen Wendel auch für Lehm benutzen?

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